Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

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Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von KnitterRitter » 30.07.2009 22:13

So, ich werde hier versuchen, ab und zu große Songs der Musikgeschichte auseinander zu nehmen, zu analysieren und zur Diskussion zu stellen. Wahrscheinlich hab ich nach dem zweiten Song keine Lust mehr, aber dann sinds ja auch immerhin zwei, ne... *g*
Ich schreibe hier auf jeden Fall immer zunächst, wie ich die Sache sehe, und dann kann meine Analyse zerrissen werden. *lol*

Anfangen werde ich mit einer Bob-Dylan-Nummer, und zwar mit "Desolation Row" vom 65er Album "Highway 61 Revisited" (vor kurzem von My Chemical Romance etwas lieblos gecovert, aber zumindest ohne das Original kopiert zu haben) - und ich bitte einfach mal darum, dass auch diejenigen, die den Song nicht kennen, ihn trotz seiner 11 Minuten hier einfach mal durchhören (wegen der Länge in zwei Teilen):
Da wie bei fast allen Dylan-Songs die Lyrics extrem wichtig sind (und an sich dreht sich meine Analyse auch im Wesentlichen darum), hier der komplette Text:


Bob Dylan - Desolation Row

They're selling postcards of the hanging
They're painting the passports brown
The beauty parlor is filled with sailors
The circus is in town
Here comes the blind commissioner
They've got him in a trance
One hand is tied to the tight-rope walker
The other is in his pants
And the riot squad they're restless
They need somewhere to go
As Lady and I look out tonight
From Desolation Row

Cinderella, she seems so easy
"It takes one to know one," she smiles
And puts her hands in her back pockets
Bette Davis style
And in comes Romeo, he's moaning
"You Belong to Me I Believe"
And someone says," You're in the wrong place, my friend
You better leave"
And the only sound that's left
After the ambulances go
Is Cinderella sweeping up
On Desolation Row

Now the moon is almost hidden
The stars are beginning to hide
The fortunetelling lady
Has even taken all her things inside
All except for Cain and Abel
And the hunchback of Notre Dame
Everybody is making love
Or else expecting rain
And the Good Samaritan, he's dressing
He's getting ready for the show
He's going to the carnival tonight
On Desolation Row

Now Ophelia, she's 'neath the window
For her I feel so afraid
On her twenty-second birthday
She already is an old maid
To her, death is quite romantic
She wears an iron vest
Her profession's her religion
Her sin is her lifelessness
And though her eyes are fixed upon
Noah's great rainbow
She spends her time peeking
Into Desolation Row

Einstein, disguised as Robin Hood
With his memories in a trunk
Passed this way an hour ago
With his friend, a jealous monk
He looked so immaculately frightful
As he bummed a cigarette
Then he went off sniffing drainpipes
And reciting the alphabet
Now you would not think to look at him
But he was famous long ago
For playing the electric violin
On Desolation Row

Dr. Filth, he keeps his world
Inside of a leather cup
But all his sexless patients
They're trying to blow it up
Now his nurse, some local loser
She's in charge of the cyanide hole
And she also keeps the cards that read
"Have Mercy on His Soul"
They all play on penny whistles
You can hear them blow
If you lean your head out far enough
From Desolation Row

Across the street they've nailed the curtains
They're getting ready for the feast
The Phantom of the Opera
A perfect image of a priest
They're spoonfeeding Casanova
To get him to feel more assured
Then they'll kill him with self-confidence
After poisoning him with words
And the Phantom's shouting to skinny girls
"Get Outa Here If You Don't Know
Casanova is just being punished for going
To Desolation Row"

Now at midnight all the agents
And the superhuman crew
Come out and round up everyone
That knows more than they do
Then they bring them to the factory
Where the heart-attack machine
Is strapped across their shoulders
And then the kerosene
Is brought down from the castles
By insurance men who go
Check to see that nobody is escaping
To Desolation Row

Praise be to Nero's Neptune
The Titanic sails at dawn
And everybody's shouting
"Which Side Are You On?"
And Ezra Pound and T. S. Eliot
Fighting in the captain's tower
While calypso singers laugh at them
And fishermen hold flowers
Between the windows of the sea
Where lovely mermaids flow
And nobody has to think too much
About Desolation Row

Yes, I received your letter yesterday
(About the time the door knob broke)
When you asked how I was doing
Was that some kind of joke?
All these people that you mention
Yes, I know them, they're quite lame
I had to rearrange their faces
And give them all another name
Right now I can't read too good
Don't send me no more letters no
Not unless you mail them
From Desolation Row



Wie bei vielen Dylan-Songs, gerade aus den Jahren 64-66, spielen die Lyrics die zentrale Rolle, und die Musik wirkt "nur" unterstützend und intensivierend. Denn rein musikalisch ist bei der Nummer hier schon nach recht kurzer Zeit alles gesagt, es wird an sich die gleiche Melodie (immer mit minimal anderer Gitarrespielart) in allen 10 Stropen wiederholt, was bei nur oberflächlichem Mithören so nach etwa der Hälfte etwas langatmig wirkt - das ist aber bei fast allen Songs von Dylan so, die die 7-Minuten-Marke überschreiten, und es hat auch einen ganz einfachen Grund: Dylan legte seinen Hauptfokus auf die Texte, und da war nach der Hälfte eben noch lange nicht alles gesagt. Kurz und gut: Man sollte sich mit den Lyrics etwas befassen, wenn man den Song wirklich als das sehen will, was er tatsächlich ist, nämlich ein absolutes Meisterwerk.

Fangen wir als auch bei den Texten an: In den ersten 9 Strophen wird jeweils eine bestimmte Szenerie beschrieben, teils mit bekannten Figuren aus Literatur und Geschichten, teils mit realen Geschehnissen, wobei stets sehr bewusst eine betont metaphorische Erzählweise verwendet wird. In jeder Strophe wird damit eine spezifische Charaktereigenschaft beleuchtet und die jeweiligen Figuren dahingehend bewertet. Da alle Protagonisten immer für eine ganze Bevölkerungsgruppe stehen, ist der Song durchaus wieder sehr gesellschaftskritisch - nur nicht so offensichtlich wie auf Dylans frühen Folk-Alben, sondern verschachtelt, hindergründig und poetischer.

Für alle Beurteilungen der Figuren wird ein metaphorischer Ort genannt, den Dylan "Desolation Row" nennt - ein Begriff, der gar nicht so leicht zu übersetzen ist. "Desolation" heißt "Trostlosigkeit" oder "Verwüstung", in Verbindung mit "Row" kann das nun einfach einen trostloser, verlassener Ort bezeichnen, aber auch eine Querverbindung zum am Wortanfang phonetisch identischen "death row" (Todestrakt) kann zumindest teilweise auch gemeint sein. Nun, in diesem Song ist dieser Ort allerdings nichts wirklich negatives, es ist nur der Ort, an dem sich der Erzähler, also wahrscheinlich Dylan selbst befindet. Es ist ein Ort oder ein Zustand außerhalb der normalen, breiten Gesellschaft - quasi ausgegrenzt und damit auch bis auf einige wenige "Leidensgenossen" einsam und verlassen. Es ist aber auch der Ort außerhalb der verkommenen Werte der Gesellschaft, des Hochmuts, der Ignoranz und der Oberflächlichkeit - außerhalb aller Dinge, die in den 9 Strophen kritisiert werden. Wenn der Begriff "Desolation" nicht wäre, wäre die ganze Sache sehr sehr eindeutig: Alle Personen, die es nicht wert sind, dort zu seinen, werden in den Lyrics auch so beschrieben, dass sie außerhalb der Desolation Row leben. Nun gibt es aber diesen Begriff, und er macht die Sache nochmal viel interessanter: Ist das "Gute", das in den Texten kritisierte Verhalten nicht vielleicht eines, das einsam macht? Muss man sich vielleicht an gewisse niedere Verhaltensweisen anpassen, um nicht der "Trostlosigkeit" ausgesetzt und ausgegrenzt zu sein? Möglicherweise wollte Dylan diese Fragen mit dem Titel unterschwellig aufwerfen.

Und genau so klingt auch der Song. Die Musik ist sehr melancholisch, leicht verbittert und dunkel, aber was ich hier vor allem heraushöre ist: Resignation. Hier wird nicht wie auf den frühen Alben versucht, irgendetwas zu ändern. Hier werden einfach Missstände genannt, aber mit dem klaren Unterton, dass man sie nicht ändern kann. Man kann sich mit ihnen arrangieren, oder man kann sich dagegen entscheiden und dafür in der "Desolation Row" landen. Hier auch nochmal ein Wort zu dem Coversong von My Chemical Romance: Das, was den Song wirklich zu etwas Großem gemacht hat, nämlich die irrsinnigen Texte verbunden mit dieser unvergleichlichen Stimmung, das hat man komplett gestrichen und durch Tempo und simplen Punk ersetzt. Das ist legitim und passt vielleicht auch für sich gesehen, ist aber im Gegensatz zum Original halt einfach nur irgendein Song.

Okay, zurück zu meinen Ausschweifungen. Ich habe hier immer nur von den ersten 9 Strophen gesprochen, die 10. wurde bisher völlig außer Acht gelassen. Nun, sie steht auch deutlich isoliert - sowohl inhaltlich, als auch was das Arrangement des Songs angeht: Nicht umsonst wurde sie durch ein Mundharmonikasolo von den vorherigen Strophen getrennt. Hier verrät der Erzähler so einiges über den Song. Hier wird eine Person genannt, die dem Erzähler Briefe über einige Personen geschrieben hat - höchstwahrscheinlich die Figuren, die in den 9 Strophen behandelt wurden. Und mit "I had to rearrange their faces and give them all another name" wird verraten, dass mit all den erwähnten Figuren tatsächliche Menschen gemeint sind, nur verschleiert hinter Metaphern und historischen Symbolen. Am Ende wird noch erwähnt, dass er ziemlich müde ist, ständig mit derart geringen Charakteren konfrontiert zu werden - der Erzähler (wohl Dylan) hat sich entschieden, sich trotz aller Trostlosigkeit nur mit Menschen zu befassen, die ebenfalls diesen Weg gewählt haben.

Auf die einzelnen Strophen möchte ich eigentlich nicht näher eingehen (das würde wohl auch zu weit führen). Vielleicht nur noch ein Wort zur allerersten: Hier wird nämlich ein Ereignis beschrieben, das 1920 in dem Heimatort von Dylans Eltern stattgefunden hat. Damals wurden 6 schwarze Zirkusleute beschuldigt, ein 19-jähriges Mädchen vergewaltigt zu haben. Ohne Prozess wurden sie von einer aufgebrachten (weißen) Menschenmenge schuldig gesprochen und öffentlich gehängt, wobei die Polizei angewiesen wurde, hier nicht einzugreifen. Von dieser Hinrichtung wurden letztlich sogar Postkarten verkauft (wie der erste Vers des Songs erzählt). Später wurden in einer Untersuchung keinerlei Vergewaltigungsspuren an dem Mädchen gefunden.

Gut, die übrigen Strophen beziehen sich wie gesagt auf verschienste Charakterzüge, die die behandelten Personen in unterschiedlicher Qualität besitzen. Ob es nun Romeo ist, der in dummer und voreiliger Weise versucht, der Auserwählte von Cinderella zu werden oder der Glöckner von Notre Dame, der es zugelassen hat, dass seine Gefühle über ihn die Oberhand gewonnen haben, so dass er sogar einen Mord begehen konnte, es würde wie gesagt jetzt zu weit führen, alles genau auszuführen, also mach ich jetzt besser mal Schluss.

Aber das kann ja auf Nachfrage noch gerne gemacht werden. Ich hoffe auf jeden Fall, dass sich der eine oder andere den Song mal (wieder) intensiv angehört hat und vielleicht meinen Ausführungen etwas folgen konnte. Möglicherweise lieg ich auch komplett falsch, was ja auch irgendwie interessant wäre. *g*
Zuletzt geändert von KnitterRitter am 31.07.2009 06:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von PetePetePete » 30.07.2009 23:38

Uff. Sehr interessant.

Ich schreib morgen mal was dazu, mir ist gerade nicht so nach Dylan. *g*
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von KnitterRitter » 31.07.2009 06:06

*lol*
Ja, mach mal.
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von KnitterRitter » 31.07.2009 16:47

*unfass* @ bisherige Resonanz
*g*
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von Thunderforce » 31.07.2009 16:50

KnitterRitter hat geschrieben:*unfass* @ bisherige Resonanz
*g*
Ärgerlich, ne? So ist das hier manchmal.
Ich selbst hab zu wenig Plan von Dylan, das hilft ja nüscht, wenn ich mir jetzt einmal diesen Riesensong anhöre und dann versuche, deine Ausführungen zu begreifen. Dazu muss man so Zeug schon richtig verinnerlicht haben.

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von My Friend Of Misery » 31.07.2009 17:22

Thunderforce hat geschrieben:
KnitterRitter hat geschrieben:*unfass* @ bisherige Resonanz
*g*
Ärgerlich, ne? So ist das hier manchmal.
Nun ja, 50% der Leute hier haben sicher allein wg der Länge von Knitters Posting erst gar nicht mit dem Lesen angefangen, die nächsten 40% würden es zwar lesen, interessieren sich aber nicht für Dylan und die 10%, die es interessiert, sind im Urlaub. *g*
Perfektion ist Langeweile.

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von XzarNado » 31.07.2009 17:24

die nächsten 40% würden es zwar lesen, interessieren sich aber nicht für Dylan
Und nach 2 oder 3 Mal hören, kann ich zu so einem Song eben bei weitem nicht so einen tollen Beitrag schreiben, wie der Knitter.
abuzze666 hat geschrieben:Bier auf Bier, ja das wollen wir!!! :prost:
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von KnitterRitter » 31.07.2009 17:27

Naja gut. *begnad*

Trotzdem: Hier geht es um Musikgeschichte, um nicht weniger!!! *aufstampf* *g*
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 31.07.2009 18:12

Dylan an sich ist ja ein wahrlich begnadeter Songwriter, aber so wirklich gefallen an seiner Musik habe ich bislang noch nicht gefunden.

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von Stepfather » 31.07.2009 18:36

Alter Schwede, Knitter. Was für ein Text... :o
Von Dylan kenne ich auch nur die paar Standartsachen, die man halt so kennt. Zum Song selber kann ich nichts sagen. :ka:
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von costaweidner » 31.07.2009 21:17

Leck mei Nuss!
Das liest sich alles extrem interessant, vor allem, wenn man sich den Song dazu anhört, den Text mitliest und dann deine Ausführungen.
Thunderforce hat geschrieben:Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Ich liebe Abende
"-So, your forefathers were from Germany, right?"
-"I don't have four fathers."

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von KnitterRitter » 01.08.2009 08:27

costaweidner hat geschrieben:Leck mei Nuss!
Das liest sich alles extrem interessant, vor allem, wenn man sich den Song dazu anhört, den Text mitliest und dann deine Ausführungen.
Cool, da hört sich tatsächlich jemand den Song an. *g*
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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von costaweidner » 01.08.2009 10:15

KnitterRitter hat geschrieben:
costaweidner hat geschrieben:Leck mei Nuss!
Das liest sich alles extrem interessant, vor allem, wenn man sich den Song dazu anhört, den Text mitliest und dann deine Ausführungen.
Cool, da hört sich tatsächlich jemand den Song an. *g*
Ich hab das Album doch eh hier rumliegen. Kann ich ihn mir ja auch nochmal anhören. :D
Thunderforce hat geschrieben:Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Ich liebe Abende
"-So, your forefathers were from Germany, right?"
-"I don't have four fathers."

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von ravaging » 02.08.2009 17:17

Mal vorgemerkt für wenn ich Zeit hab. Süper Idee jedenfalls, hab Bock das mitzuverfolgen.

/edit

Gelesen/gehört. Wie alt muss ich werden oder wieviele Cordjacken muss ich rauchen, bis mir Dylans Musik gefällt? :clown: Also musikalisch is das für mich echt Folter, aber der Text is prrrima. Et is schon verdammt, spät, von daher kurz und nicht fundiert:

Der "Desolation Row" scheint sowas wie das Jenseits zu sein, wo einem alles scheißegal ist. Der sich dort befindende Sprecher berichtet nur nüchtern und in Metaphern gekleidet (die natürlich beim Leser sofort Assoziationen erwecken) von allen diesseitigen Greueln, Katastrophen, Ungerechtigkeiten undsoweiter. Dennoch scheints dem Sprecher nicht allzu gut zu gehen und hier und da schimmert ein wenig sowas wie die Schönheit der Welt durch, die er nicht mehr genießen kann.

Das heiße dann, die Message wäre ungefähr: Komm jetz, noch is nicht alles verloren, tschakka!
Wir alle werden älter: Menschen, Tiere und auch Chemiefabriken

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Re: Heute auf dem Song-Seziertisch: Desolation Row

Beitrag von costaweidner » 19.05.2014 23:45

Das war ja auch ein sehr langlebiger Thread.

*mal gesagt haben wollt*
*g*
Thunderforce hat geschrieben:Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Ich liebe Abende
"-So, your forefathers were from Germany, right?"
-"I don't have four fathers."

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