I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

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Axe To Fall
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I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 02.03.2018 18:08

Ähnlich wie bei der Konkurrenz ('hust'hust') braucht es einfach mehr dieser Threads. In den letzten Jahren erschienen so viele großartige Alben irgendwo zwischen all diesen Genres, teilweise vollkommen unterschiedlich zueinander mit nur marginalen Berührungspunkten. Dabei stellt sich jedes mal wieder die Frage: wohin damit im Forum? Die meisten Bands passen in keinen der vorhandenen Sammelthreads mehr, Einzelthreads erzeugen kaum Resonanz, so verkommen Perlen in den Untiefen des Forums.

Hier soll es dabei nur eher nebensächlich um die Abfeierei von Klassikern gehen, sondern mehr um neue Tipps, egal wie geheim. Hier nochmal einen kleinen Gruß an Defeated Hero, dessen Synthwave-Thread mir überhaupt die Motivation hierfür gab.

Hier 'ne Übersicht:
- Camp Cope (All Female Schrammel Emo/Indie)
- Superchunk (Indie-(G)Oldies)
- Endless Heights (Melo Hardcore goes Deftonesque Post Rock)
- Cloud Nothings (beste Band der letzten 10 Jahre)
- Worriers (Schrammeliger Indie-Punk)
- Remo Drive (Sommer Emo Pop Duo)
- Donovan Wolfington (emoesker 90ies Worship)
- Fiddlehead (Basement + Have Heart = moderne Fugazi)
- Gloom Sleeper (Wave/Post Stuff)
- Great Wight (Political Emo Greatness)
- Nervus (LGBT Alkaline Trio-esque Greatness)
- The Republic Of Wolves (Melancholische Indie Greatness I)
- Animal Flag (Melancholische Indie-Greatness II)


Machen wir also den Anfang.

Camp Cope

Das Label Run For Cover ist immer ein Qualitätssiegel. Das beweisen großartige Acts wie Basement, Turnover, Pinegrove, Citizen, Captain We're Sinking oder Modern Baseball die allesamt in den letzten Jahren über das Label fantastische und vielfältige Alben veröffentlichten.

In diese illustre Reihe ordnen sich nun Camp Cope mit ihrem zweiten Album "How To Socialise & Make Friends" ein. Drei übertrieben sympathische Frauen aus Melbourne. Musikalisch bietet diese einen extrem homogenen und warmen Indie-Rock/Pop mit fantastischen Gitarrenmelodien und knackigen Basslines. Der Star ist aber Sängerin Georgia McDonald. Hölle, was für eine Stimme. Rau, emotional, variabel.

Das neue Album ist großartig und bietet eine fantastische Mischung aus kompakten Rocksongs wie "The Opener" und emotionalen Achterbahnfahrten wie "Anna" (was für eine Nummer!). Auch das selbstbetitelte Debüt fällt null ab, absoluter Pflichtkauf.

Absolute Empfehlung für alle Fans von Hop Along, The Hotelier bis Cloud Nothings.

https://campcope.bandcamp.com/album/how-to-socialise-make-friends-2



Spoiler:
m5yGNE5JCv4


Vom Debüt:

Zuletzt geändert von Axe To Fall am 31.03.2018 12:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon PetePetePete » 02.03.2018 21:02

Bester Thread. <3

Die Camp Cope brauche ich unbedingt.

Außerdem gibts jetzt "YNAAYT" von Sorority Noise, die re-arrangedte Akustik-Version des letztjährigen Albums, zu streamen und vorzubestellen.
Doch gepaart damit gibts News, die dem Thread gleich die richtige Stimmung verpassen: Sorority Noise machen erstmal Schluss. :-(
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 03.03.2018 10:50

Spitzen-Thread! Die Camp Cope ist mir in letzter Zeit auch öfter über den Weg gelaufen, werde ich aber irgendwie noch nicht recht warm mit.
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 03.03.2018 10:51

Natürlich kein Geheimtipp, aber die neue Superchunk ist richtig gut geworden:



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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 03.03.2018 10:55

Und jetzt gleich mal bisschen anderes, um die Vielfalt des Threads zu zeigen.

Endless Heights

Wieder Australien, dieses Mal eine andere Baustelle. Endless Heights kommen ursprünglich aus dem Melodic Hardcore, emanzipieren sich davon aber Stück für Stück, mit dem bisherigen Höhepunkt auf ihrem neuen Album "Vicious Pleasure".

Inzwischen nur noch mit Cleans unterwegs, bewegen sich die Jungs inzwischen irgendwo zwischen Emo, Post Rock und Deftones, auch wenn man stets den Ursprung der Band raushört.

Zu hören sind so wunderbare Klangbilder, eingängige Songs, emotionale Lyrics. Innovationen Fehlanzeige, aber wer braucht sowas schon wenn man so gute Songs schreibt.

https://endlessheights.bandcamp.com/album/vicious-pleasure



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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 03.03.2018 11:07

Bisschen Klassiker-Abfeierei muss hier natürlich trotzdem sein.

Cloud Nothings

Liebe. Endlose Liebe. Und auch noch Namensgeber dieses Threads. Eine meiner meistgehörten Bands des vergangenen Jahres, mit einer IMO makellosen Diskographie. Angefangen vom garage-lastigen Ton der ersten beiden Alben, hin zum ersten Magnum Opus "Attack On Memory". Noch reichlich verspielt und lofi unterwegs, veröffentlichten die Jungs aus Cleveland ein absolutes Mammut-Album. Dylan Baldi mit großartigen (wie immer eben) Texten und unverkennbarer Stimme. Liebe. Endlose Liebe.



Magnum Opus Nummer Zwei erschien zwei Jahre später: "Here And Nowhere Else". Straighter, rockiger, hymnischer. Die Richtung war bereits klar erkennbar, die wahre Stärke der Band ebenfalls: die Fähigkeit knackige Ohrwürmer zu schreiben, welche dennoch eine unglaubliche emotionale Tragweite haben. Ach ja, und Dylan Baldi. ♥ Liebe. Endlose Liebe.



Jetzt wird es eventuell kontrovers, aber Magnum Opus Nummer Drei: "Life Without Sound" von 2017. Kontrovers deshalb, weil unter den Fans doch recht polarisierend. Cloud Nothings gehen den beschrittenen Weg konsequent weiter, bauen weiter Elemente aus dem Pop ein, schreiben noch größere Refrains. Heraus kommt eine emotionale Ohrwurm-Sammlung. Und wer bei "Modern Act" nicht gleichzeitig tanzen und weinen will, ist wohl klinisch tot. Liebe. Endlose Liebe.

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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Weakling » 03.03.2018 12:42

Cool, hier habe ich zwar keinen der Namen jemals schon gehört, auch nicht die genannten Referenzen (mit Ausnahme der Deftones in einem der Reviews), aber hör ich mich mal durch, also danke für den Thread :)
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 03.03.2018 15:33

So ein Thread war echt nötig. Worriers z.B. hätt ich jetzt evtl nicht mehr in den Punkthread gepackt, aber irgendwo muss ich euch die ja andrehen :D





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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 06.03.2018 10:27

Letztens bin ich über diesen Blog hier gestolpert, der ziemlich gut ins Beuteschema dieses Threads passt:
https://onetwoxu.de/

Ziemlich cool. Oder kennt ihr den alle schon? :)
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 08.03.2018 11:29

Am Freitag kommt eine neue EP von:

Remo Drive

Dürfte vor allem den Pete freuen und alle anderen die unschuldig-naiven Emo-Pop mit cooler Stimme und großen Hooks mögen. Inzwischen nur noch ein Duo, dafür bei Epitaph, also ein großer Schritt für eine so junge Band.

https://remodrive.bandcamp.com/album/pop-music



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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 08.03.2018 15:44

Zeit für einen Schwanengesang.

Donovan Wolfington

Denn mit Album Nr. 3 namens "Waves" beenden Donovan Wolfington ihre Karriere. Und demonstrieren nochmal eindeutig warum das schade ist.

Das Quartett lässt sich dabei vor allem in den 90ern inspirieren. Hymnenhaft wie Weezer, krachig wie 90ies-Reviver wie Nai Harvest, reflexiv-extravagant wie viele Midwest-Emo-Bands. Das ist alles andere als innovativ, steckt aber voller explosiver Energie und wird durch gute Ideen wie vereinzelten Synthies veredelt. Super Musik für den Frühling.

https://donovanwolfingtonmusic.bandcamp.com/album/waves

Vom neuen Album mit bemerkenswert eingängigem Mainriff:



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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Axe To Fall » 08.03.2018 15:47

Nochmal fix zum neuesten Run For Cover Signing, weil Hype:

Fiddlehead

Was gibt es da groß zu sagen außer: Mitglieder von Have Heart und Basement. Machen Musik wie Fugazi nur in modern und frisch. Reinhörbefehl.

https://fiddleheadma.bandcamp.com/album/out-of-the-bloom

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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon PetePetePete » 08.03.2018 20:22

Von der Remo Drive-EP erwarte ich Großes. War ja eines meiner Highlights des letzten Jahres, das Debut Album und auch wenn ich das Album nicht mehr so oft höre wie im vergangenen Sommer, halte ich das Teil immernoch für eines der besten und gleichzeitig leichtbekömmlichsten Emo-Alben der letzten Jahre.
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 16.03.2018 21:01

Kennt noch jemand die genialen Bielefelder hardcore-helden patsy o'hara? Deren quasi-nachfolgeband Gloom Sleeper haut ihr zweites Album raus und wavepostpunkt sich da 80s-mäßig durch ein paar richtig gute Songs:
http://www.cvltnation.com/premiere-gloo ... ll-stream/
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Re: I thought I would be more than this. (Der Indie/Emo/Lofi/Schrammel/Post Rock-Sammelthread)

Beitragvon Deornoth » 16.03.2018 21:16

Remo Drive passt ja super zum Frühling, sehr geil :prost:
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