Ohne Vice City in 2002 wäre der Film heute wahrscheinlich weniger populär. Ich habe den dadurch damals mit Faszination gesehen, seitdem aber auch nie mehr.My Friend Of Misery hat geschrieben: 07.07.2026 06:17 Scarface wäre viel interessanter, wenn Tony Montana nicht schon von Beginn an ein kompletter Vollwichser wäre.
Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Lord Of Misrule
Hatte ich hier ja schonmal kurz erwähnt, als sich alle über „Midsommar“ beschwert haben. Verwöhntes Pack, ey. *g* - Wenn „Midsommar“ „The Wicker Man“ bei Wish bestellt ist, dann ist „Lord of Misrule“, als würde man „Midsommar“ bei Wish bestellen und was man dann bekommt, nochmal bei Temu bestellen. Jesus Fucking Christ, was eine langweilige Scheiße. Tuppence Middleton und Ralph Ineson mag ich eigentlich beide gerne, aber mehr als sich lustlos das unterirdische Drehbuch entlangstümpern machen die beiden hier auch nicht. Inhalt ist eigentlich auch egal, irgendein dummes Blag verschwindet bei so einem komischen Volksfest mit großem Feuer in der Mitte, den Rest hab ich schon wieder vergessen. BORING! Immerhin aber optisch teilweise ganz nett, wenn auch die meiste Zeit (überraschenderweise LOL) viel zu dunkel.
3.5/10
Project Hail Mary
Wurde hier ja schon soweit alles zu geschrieben, schöner Feelgood-SciFi-Film, allzuviel kann man ohne spoilern ja nicht dazu schreiben. Hat jedenfalls Bock gemacht, super gespielt und überragend inszeniert. Dafür, was in dem Film alles auf dem Spiel steht, eigentlich ziemlich leichte Unterhaltung *g*. Aber toller Film, an dem es nichts zu meckern gibt.
9/10
Les Chambres Rouges
Internationaler Titel „Red Rooms“, ein frankokanadischer Film über zwei junge Frauen, die einen Gerichtprozess verfolgen, bei dem jemand angeklagt ist, mehrere Mädchen nicht nur gefoltert und zerstückelt zu haben, sondern das ganze auch noch im Internet gestreamt zu haben für Ruhm und Geld.
Während die Hauptfigur Kelly Anne (Juliette Gariépy) völlig kalt und berechnend wirkt, wirkt die andere Frau (Laurie Babin) eher so, als wäre sie bei einem Taylor Swift-Konzert statt beim Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienkiller. Gezeigt wird übrigens nichts an irgendwelchen Folter- und Ekelszenen, man hört ein paar Sachen, aber in erster Linie geht es um die Besessenheit der beiden mit diesem Typen / Fall. Wobei speziell Kelly Annes Motive nie so ganz klar werden. Gespielt ist der Film brillant, weist eine durchgehend unangenehme und fast sterile Atmosphäre auf, mehrmals denkt man „Was macht die da?“ – Dabei sprechen viele Reviews gerade bei einer bestimmten Szene darüber, wie sie „mitgefiebert“ und sich danach ertappt gefühlt hätten, das ging mir aber tatsächlich gar nicht so, mir fehlt wohl das Voyeur-Gen. Trotzdem ein fesselnder und packender Film, weil er halt auch einfach toll gemacht ist. Allein dieser One Take am Anfang im Gerichtssaal ist filmisch einfach hammergut gemacht.
8/10
Disclosure Day
Ebenfalls hier schon kurz erwähnt, der neue Spielberg. Gute Unterhaltung, fast ein bisschen klischeemäßiger Sci-Fi-Spielberg, der irgendwie auch etwas aus der Zeit gefallen wirkt. Inszenierung, Tempo und so sind super, das Drehbuch macht halt zu wenig bis nichts aus/mit der Idee. Emily Blunt fand ich aber super, sie spielt die Frau, die völlig von dem überrumpelt wird, was mit ihr passiert und es genau gar nicht versteht, aber halt einfach „mitmacht“, wirklich super. Ansonsten kann man den gut gucken, ist halt alles irgendwie ein bisschen doof und an einigen Stellen auch unfreiwillig lustig, aber macht trotzdem Laune. Die Definition von Popcorn-Kino.
um die 7/10
Backrooms
Es war ziemlich gegen Ende der Corona-Pandemie, als ich durch reinen Zufall die (damals) 16 „The Backrooms“-Kurzfilme von Kane Parsons auf Youtube entdeckte, die er noch im Teenager-Alter gemacht hatte. Ich fand das gerade für die Voraussetzungen (Dreikäsehoch erschafft quasi im Alleingang dieses kleine Universum und das auch noch richtig gut) sehr, sehr toll. Dann hieß es, A24 gibt Parsons Kohle, damit er einen Kinofilm draus macht (und mussten sich dafür zumindest anfangs noch nach seinen Schulferien-Zeiten richten *g*) und nun ist der Film da und mit Hauptfigur Chiwetel Ejiofor ist er sogar recht prominent besetzt.
Die erste Hälfte oder die ersten 2/3 fand ich richtig gut, danach verliert der Film manchmal etwas seinen Ton und ist auch teilweise etwas drüber. Auch wenn mit diesem komischen Riesenpiraten, der wiederum sehr an Parsons andere Kurzfilmserie „The Oldest View“ erinnert, ein bisschen was für die Nerds mit dabei ist. Super auch, wie er die Atmosphäre seiner Kurzfilme wieder aufnimmt und auch ein paar Bezüge dazu einbaut. Gegen Ende wie gesagt zerfasert der Film ein bisschen zu sehr, aber bis dahin fand ich ihn stark. Gut auch, dass es zwar Versuche gibt, das ganze zu erklären, letztlich aber offenbleibt, was da passiert und warum. Im Gegensatz zu „Obsession“, der ja anscheinend auch von irgendeinem gehypten Youtuber stammt und der komplett an mir vorbeilief (um es freundlich auszudrücken, der Film war halt scheiße), bin ich bei „Backrooms“ jedenfalls an Bord. Da der Film bei 10 Millionen Kosten bisher über 300 Millionen eingespielt hat, darf man wohl davon ausgehen, dass es weitergeht.
8/10
Psycho Therapy: The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write About a Serial Killer
Ein erfolgloser Autor namens Keane (John Magaro), von dem sich seine Frau Suzie (Britt Lower, kennt man als Helly R. aus „Severance“) trennen will, weil sie ihn für einen Loser hält, trifft in einem Café einen Typen namens Kollmick (Steve Buscemi), der angibt, Serienkiller im Ruhestand (LOL) zu sein und anbietet, dem Autoren für sein nächstes Buch, das dann natürlich von Serienkillern handeln müsste, beratend zur Seite zu stehen. Durch eine Reihe von Missverständnissen wird Kollmick aber kurze Zeit später parallel auch noch der Eheberater von Suzie und Keane. So richtig viel mehr kann man eigentlich nicht erzählen. Schwarze Komödie, Buscemi (krass, ist der alt geworden) ist super, die anderen beiden überzeugen auch. Das Drehbuch wirkt mit diversen Zufällen etc. natürlich teilweise etwas hingebogen, überhaupt ist die ganze Prämisse eigentlich totaler 80er Trash, aber der Film macht Laune und übertreibt es mit der Story nie so sehr, dass es nervt. Das Ende fand ich allerdings etwas unfertig und fühlte mich in der Luft hängengelassen. Ansonsten guter Film, der Laune macht.
7.5/10
They Will Kill You
Zazie Beetz spielt eine Frau, die sich als Zimmermädchen in ein Riesenhaus/hotel einschleusen lässt, um ihre Schwester zu retten, die dort offenbar von einer Gruppe geisteskranker Satanisten gefangengehalten wird. Beetz prügelt und mordet sich dann im weiteren Verlauf zur Wahrheit vor. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, außer dass der Film sich selber nicht wirklich ernstnimmt und eher als Actionkomödie angelegt ist. Ein bisschen „The Raid“ hier, ein bisschen „Kill Bill“ dort, ein wenig „Addams Family“ obendrauf. Insgesamt cooler und angemessen brutaler Actionfilm. Das ‚Problem‘ des Films ist, wenn man kurze Zeit vorher „The Furious“ (Review weiter vorne) gesehen hat, dann wirkt „They Will Kill You“ dagegen halt doch eher wie die Teletubbies. *g* - Aber egal, denn „They Will Kill You“ ist super Hirn-Aus-Unterhaltung, der dankenswerterweise auch gar nicht versucht, das gezeigte irgendwie zu erklären, oder mit irgendeiner langweiligen Metaabene aufzuladen. Nee. Zazie Beetz gibt Arschlöchern 90 Minuten lang auf die Fresse, Ende. Reicht doch.
7.5-8/10
Good Boy
Die Zahl an Filmen aus den letzten Jahren, die „Good Boy“ heißen, ist Legion, gemeint ist hier der Film von 2025, Regie Ben Leonberg. Die Story ist eigentlich alt und wurde schon 100 mal erzählt:
Ein Typ, der offenbar körperlich ernsthaft krank ist, verlässt die Stadt und zieht in ein einsames Haus im Wald, das einmal seinem Großvater gehört hat. In dem Haus spukt es offensichtlich. Haunted House-Standard also. Das besondere an „Good Boy“: Der Film ist komplett aus Sicht des Hundes Indy erzählt, der dem besagten Typen gehört. Also es ist jetzt nicht durchgehend Hund-POV (ab und an aber schon), aber Indy ist die Hauptfigur, er ist durchgehend im Bild, man sieht seine Reaktionen und sein Verhalten, während er versucht das erlebte zu verstehen und trotz aller Merkwürdigkeiten seinem Herrchen auch weiterhin ein guter Hund zu sein. Zudem ist die Kamera auch immer auf seinem Gesicht bzw. wenn der Zuschauer sehen soll, was der Hund sieht, ist die Kamera auf Schulterhöhe des Hundes. Der Film geht nur etwas über 70 Minuten und trägt darum auch durchgehend.
Dialog gibt es eher wenig (das Herrchen spricht natürlich mit dem Hund und führt ein, zwei Telefonate), aber erklärt wird halt nix und das ganze wirkt auf den Zuschauer ebenso fremd und merkwürdig, wie es vermutlich auf den Hund wirkt. Besonders beeindruckend fand ich, dass Indy gar kein trainierter Filmhund ist, sondern einfach der Hund des Regisseurs. Richtig spannend war es jetzt nur gelegentlich, aber allein, wie der Film versucht, mal ausgelatschte Pfade zu verlassen und mit offenbar eher Mini-Budget einfach neue Wege beschreitet, fand ich super. Wieviel Arbeit dadrin steckt (der Regisseur wohnte mit seiner Frau und Indy wohl tatsächlich für ca. 3 Jahre in dem Haus, in dem der Film spielt), kann man bloß erahnen. Also, eigentlich kein Meisterwerk, aber wenn man ein wenig über die Hintergründe liest, wird das gesehene nochmal eine ganze Ecke beeindruckender. Und Indy rult echt alles weg. *g*
7.5/10 (zieht man die Hintergründe in Betracht, ist das Ergebnis aber bestimmt einen Punkt besser)
Hatte ich hier ja schonmal kurz erwähnt, als sich alle über „Midsommar“ beschwert haben. Verwöhntes Pack, ey. *g* - Wenn „Midsommar“ „The Wicker Man“ bei Wish bestellt ist, dann ist „Lord of Misrule“, als würde man „Midsommar“ bei Wish bestellen und was man dann bekommt, nochmal bei Temu bestellen. Jesus Fucking Christ, was eine langweilige Scheiße. Tuppence Middleton und Ralph Ineson mag ich eigentlich beide gerne, aber mehr als sich lustlos das unterirdische Drehbuch entlangstümpern machen die beiden hier auch nicht. Inhalt ist eigentlich auch egal, irgendein dummes Blag verschwindet bei so einem komischen Volksfest mit großem Feuer in der Mitte, den Rest hab ich schon wieder vergessen. BORING! Immerhin aber optisch teilweise ganz nett, wenn auch die meiste Zeit (überraschenderweise LOL) viel zu dunkel.
3.5/10
Project Hail Mary
Wurde hier ja schon soweit alles zu geschrieben, schöner Feelgood-SciFi-Film, allzuviel kann man ohne spoilern ja nicht dazu schreiben. Hat jedenfalls Bock gemacht, super gespielt und überragend inszeniert. Dafür, was in dem Film alles auf dem Spiel steht, eigentlich ziemlich leichte Unterhaltung *g*. Aber toller Film, an dem es nichts zu meckern gibt.
9/10
Les Chambres Rouges
Internationaler Titel „Red Rooms“, ein frankokanadischer Film über zwei junge Frauen, die einen Gerichtprozess verfolgen, bei dem jemand angeklagt ist, mehrere Mädchen nicht nur gefoltert und zerstückelt zu haben, sondern das ganze auch noch im Internet gestreamt zu haben für Ruhm und Geld.
Während die Hauptfigur Kelly Anne (Juliette Gariépy) völlig kalt und berechnend wirkt, wirkt die andere Frau (Laurie Babin) eher so, als wäre sie bei einem Taylor Swift-Konzert statt beim Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienkiller. Gezeigt wird übrigens nichts an irgendwelchen Folter- und Ekelszenen, man hört ein paar Sachen, aber in erster Linie geht es um die Besessenheit der beiden mit diesem Typen / Fall. Wobei speziell Kelly Annes Motive nie so ganz klar werden. Gespielt ist der Film brillant, weist eine durchgehend unangenehme und fast sterile Atmosphäre auf, mehrmals denkt man „Was macht die da?“ – Dabei sprechen viele Reviews gerade bei einer bestimmten Szene darüber, wie sie „mitgefiebert“ und sich danach ertappt gefühlt hätten, das ging mir aber tatsächlich gar nicht so, mir fehlt wohl das Voyeur-Gen. Trotzdem ein fesselnder und packender Film, weil er halt auch einfach toll gemacht ist. Allein dieser One Take am Anfang im Gerichtssaal ist filmisch einfach hammergut gemacht.
8/10
Disclosure Day
Ebenfalls hier schon kurz erwähnt, der neue Spielberg. Gute Unterhaltung, fast ein bisschen klischeemäßiger Sci-Fi-Spielberg, der irgendwie auch etwas aus der Zeit gefallen wirkt. Inszenierung, Tempo und so sind super, das Drehbuch macht halt zu wenig bis nichts aus/mit der Idee. Emily Blunt fand ich aber super, sie spielt die Frau, die völlig von dem überrumpelt wird, was mit ihr passiert und es genau gar nicht versteht, aber halt einfach „mitmacht“, wirklich super. Ansonsten kann man den gut gucken, ist halt alles irgendwie ein bisschen doof und an einigen Stellen auch unfreiwillig lustig, aber macht trotzdem Laune. Die Definition von Popcorn-Kino.
um die 7/10
Backrooms
Es war ziemlich gegen Ende der Corona-Pandemie, als ich durch reinen Zufall die (damals) 16 „The Backrooms“-Kurzfilme von Kane Parsons auf Youtube entdeckte, die er noch im Teenager-Alter gemacht hatte. Ich fand das gerade für die Voraussetzungen (Dreikäsehoch erschafft quasi im Alleingang dieses kleine Universum und das auch noch richtig gut) sehr, sehr toll. Dann hieß es, A24 gibt Parsons Kohle, damit er einen Kinofilm draus macht (und mussten sich dafür zumindest anfangs noch nach seinen Schulferien-Zeiten richten *g*) und nun ist der Film da und mit Hauptfigur Chiwetel Ejiofor ist er sogar recht prominent besetzt.
Die erste Hälfte oder die ersten 2/3 fand ich richtig gut, danach verliert der Film manchmal etwas seinen Ton und ist auch teilweise etwas drüber. Auch wenn mit diesem komischen Riesenpiraten, der wiederum sehr an Parsons andere Kurzfilmserie „The Oldest View“ erinnert, ein bisschen was für die Nerds mit dabei ist. Super auch, wie er die Atmosphäre seiner Kurzfilme wieder aufnimmt und auch ein paar Bezüge dazu einbaut. Gegen Ende wie gesagt zerfasert der Film ein bisschen zu sehr, aber bis dahin fand ich ihn stark. Gut auch, dass es zwar Versuche gibt, das ganze zu erklären, letztlich aber offenbleibt, was da passiert und warum. Im Gegensatz zu „Obsession“, der ja anscheinend auch von irgendeinem gehypten Youtuber stammt und der komplett an mir vorbeilief (um es freundlich auszudrücken, der Film war halt scheiße), bin ich bei „Backrooms“ jedenfalls an Bord. Da der Film bei 10 Millionen Kosten bisher über 300 Millionen eingespielt hat, darf man wohl davon ausgehen, dass es weitergeht.
8/10
Psycho Therapy: The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write About a Serial Killer
Ein erfolgloser Autor namens Keane (John Magaro), von dem sich seine Frau Suzie (Britt Lower, kennt man als Helly R. aus „Severance“) trennen will, weil sie ihn für einen Loser hält, trifft in einem Café einen Typen namens Kollmick (Steve Buscemi), der angibt, Serienkiller im Ruhestand (LOL) zu sein und anbietet, dem Autoren für sein nächstes Buch, das dann natürlich von Serienkillern handeln müsste, beratend zur Seite zu stehen. Durch eine Reihe von Missverständnissen wird Kollmick aber kurze Zeit später parallel auch noch der Eheberater von Suzie und Keane. So richtig viel mehr kann man eigentlich nicht erzählen. Schwarze Komödie, Buscemi (krass, ist der alt geworden) ist super, die anderen beiden überzeugen auch. Das Drehbuch wirkt mit diversen Zufällen etc. natürlich teilweise etwas hingebogen, überhaupt ist die ganze Prämisse eigentlich totaler 80er Trash, aber der Film macht Laune und übertreibt es mit der Story nie so sehr, dass es nervt. Das Ende fand ich allerdings etwas unfertig und fühlte mich in der Luft hängengelassen. Ansonsten guter Film, der Laune macht.
7.5/10
They Will Kill You
Zazie Beetz spielt eine Frau, die sich als Zimmermädchen in ein Riesenhaus/hotel einschleusen lässt, um ihre Schwester zu retten, die dort offenbar von einer Gruppe geisteskranker Satanisten gefangengehalten wird. Beetz prügelt und mordet sich dann im weiteren Verlauf zur Wahrheit vor. Mehr muss man eigentlich nicht wissen, außer dass der Film sich selber nicht wirklich ernstnimmt und eher als Actionkomödie angelegt ist. Ein bisschen „The Raid“ hier, ein bisschen „Kill Bill“ dort, ein wenig „Addams Family“ obendrauf. Insgesamt cooler und angemessen brutaler Actionfilm. Das ‚Problem‘ des Films ist, wenn man kurze Zeit vorher „The Furious“ (Review weiter vorne) gesehen hat, dann wirkt „They Will Kill You“ dagegen halt doch eher wie die Teletubbies. *g* - Aber egal, denn „They Will Kill You“ ist super Hirn-Aus-Unterhaltung, der dankenswerterweise auch gar nicht versucht, das gezeigte irgendwie zu erklären, oder mit irgendeiner langweiligen Metaabene aufzuladen. Nee. Zazie Beetz gibt Arschlöchern 90 Minuten lang auf die Fresse, Ende. Reicht doch.
7.5-8/10
Good Boy
Die Zahl an Filmen aus den letzten Jahren, die „Good Boy“ heißen, ist Legion, gemeint ist hier der Film von 2025, Regie Ben Leonberg. Die Story ist eigentlich alt und wurde schon 100 mal erzählt:
Ein Typ, der offenbar körperlich ernsthaft krank ist, verlässt die Stadt und zieht in ein einsames Haus im Wald, das einmal seinem Großvater gehört hat. In dem Haus spukt es offensichtlich. Haunted House-Standard also. Das besondere an „Good Boy“: Der Film ist komplett aus Sicht des Hundes Indy erzählt, der dem besagten Typen gehört. Also es ist jetzt nicht durchgehend Hund-POV (ab und an aber schon), aber Indy ist die Hauptfigur, er ist durchgehend im Bild, man sieht seine Reaktionen und sein Verhalten, während er versucht das erlebte zu verstehen und trotz aller Merkwürdigkeiten seinem Herrchen auch weiterhin ein guter Hund zu sein. Zudem ist die Kamera auch immer auf seinem Gesicht bzw. wenn der Zuschauer sehen soll, was der Hund sieht, ist die Kamera auf Schulterhöhe des Hundes. Der Film geht nur etwas über 70 Minuten und trägt darum auch durchgehend.
Dialog gibt es eher wenig (das Herrchen spricht natürlich mit dem Hund und führt ein, zwei Telefonate), aber erklärt wird halt nix und das ganze wirkt auf den Zuschauer ebenso fremd und merkwürdig, wie es vermutlich auf den Hund wirkt. Besonders beeindruckend fand ich, dass Indy gar kein trainierter Filmhund ist, sondern einfach der Hund des Regisseurs. Richtig spannend war es jetzt nur gelegentlich, aber allein, wie der Film versucht, mal ausgelatschte Pfade zu verlassen und mit offenbar eher Mini-Budget einfach neue Wege beschreitet, fand ich super. Wieviel Arbeit dadrin steckt (der Regisseur wohnte mit seiner Frau und Indy wohl tatsächlich für ca. 3 Jahre in dem Haus, in dem der Film spielt), kann man bloß erahnen. Also, eigentlich kein Meisterwerk, aber wenn man ein wenig über die Hintergründe liest, wird das gesehene nochmal eine ganze Ecke beeindruckender. Und Indy rult echt alles weg. *g*
7.5/10 (zieht man die Hintergründe in Betracht, ist das Ergebnis aber bestimmt einen Punkt besser)
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Das stimmt natürlich. Was grundsätzlich nicht für den Film spricht.costa hat geschrieben: 07.07.2026 07:02Glaube ich irgendwie auch nicht. Dann wär's ja eigentlich auch nur "jeder Film jemals, aber Pacino soll Kubaner sein".My Friend Of Misery hat geschrieben: 07.07.2026 06:17Meine auch nicht, wobei CW schon Top 3 ist.costa hat geschrieben: 06.07.2026 10:52Höchstwahrscheinlich, ja. Wobei das jetzt beides nicht meine favorisierten De-Palma-Werke sind.
Scarface wäre viel interessanter, wenn Tony Montana nicht schon von Beginn an ein kompletter Vollwichser wäre.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Carlito's Way empfinde ich als Quasi-Sequel zu Scarface und in diesem Kontext gefällt er mir auch ganz gut. Scarface fand ich als Teenager ziemlich geil, mittlerweile empfind ich ihn als pubertär. Carlito's Way fühlt sich da ein bisschen wie Kurskorrektur und Kommentar an.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Thunderforce hat geschrieben: 07.07.2026 09:12
Project Hail Mary
Wurde hier ja schon soweit alles zu geschrieben, schöner Feelgood-SciFi-Film, allzuviel kann man ohne spoilern ja nicht dazu schreiben. Hat jedenfalls Bock gemacht, super gespielt und überragend inszeniert. Dafür, was in dem Film alles auf dem Spiel steht, eigentlich ziemlich leichte Unterhaltung *g*. Aber toller Film, an dem es nichts zu meckern gibt.
9/10
Hier geht es mir wie dir bei Obsession. Verstehe nicht was an diesem belanglosen Film toll sein soll. mehr als 4,5/10 bekommt der von mir nicht. Habe ich mich gelangweilt.![]()
Les Chambres Rouges
Internationaler Titel „Red Rooms“, ein frankokanadischer Film über zwei junge Frauen, die einen Gerichtprozess verfolgen, bei dem jemand angeklagt ist, mehrere Mädchen nicht nur gefoltert und zerstückelt zu haben, sondern das ganze auch noch im Internet gestreamt zu haben für Ruhm und Geld.
Während die Hauptfigur Kelly Anne (Juliette Gariépy) völlig kalt und berechnend wirkt, wirkt die andere Frau (Laurie Babin) eher so, als wäre sie bei einem Taylor Swift-Konzert statt beim Prozess gegen einen mutmaßlichen Serienkiller. Gezeigt wird übrigens nichts an irgendwelchen Folter- und Ekelszenen, man hört ein paar Sachen, aber in erster Linie geht es um die Besessenheit der beiden mit diesem Typen / Fall. Wobei speziell Kelly Annes Motive nie so ganz klar werden. Gespielt ist der Film brillant, weist eine durchgehend unangenehme und fast sterile Atmosphäre auf, mehrmals denkt man „Was macht die da?“ – Dabei sprechen viele Reviews gerade bei einer bestimmten Szene darüber, wie sie „mitgefiebert“ und sich danach ertappt gefühlt hätten, das ging mir aber tatsächlich gar nicht so, mir fehlt wohl das Voyeur-Gen. Trotzdem ein fesselnder und packender Film, weil er halt auch einfach toll gemacht ist. Allein dieser One Take am Anfang im Gerichtssaal ist filmisch einfach hammergut gemacht.
8/10
Habe bei der genannte Szene auch nicht “mitgefiebert”Der Film gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsfilmen 10/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Thunderforce hat geschrieben: 07.07.2026 09:12
Backrooms
Es war ziemlich gegen Ende der Corona-Pandemie, als ich durch reinen Zufall die (damals) 16 „The Backrooms“-Kurzfilme von Kane Parsons auf Youtube entdeckte, die er noch im Teenager-Alter gemacht hatte. Ich fand das gerade für die Voraussetzungen (Dreikäsehoch erschafft quasi im Alleingang dieses kleine Universum und das auch noch richtig gut) sehr, sehr toll. Dann hieß es, A24 gibt Parsons Kohle, damit er einen Kinofilm draus macht (und mussten sich dafür zumindest anfangs noch nach seinen Schulferien-Zeiten richten *g*) und nun ist der Film da und mit Hauptfigur Chiwetel Ejiofor ist er sogar recht prominent besetzt.
Die erste Hälfte oder die ersten 2/3 fand ich richtig gut, danach verliert der Film manchmal etwas seinen Ton und ist auch teilweise etwas drüber. Auch wenn mit diesem komischen Riesenpiraten, der wiederum sehr an Parsons andere Kurzfilmserie „The Oldest View“ erinnert, ein bisschen was für die Nerds mit dabei ist. Super auch, wie er die Atmosphäre seiner Kurzfilme wieder aufnimmt und auch ein paar Bezüge dazu einbaut. Gegen Ende wie gesagt zerfasert der Film ein bisschen zu sehr, aber bis dahin fand ich ihn stark. Gut auch, dass es zwar Versuche gibt, das ganze zu erklären, letztlich aber offenbleibt, was da passiert und warum. Im Gegensatz zu „Obsession“, der ja anscheinend auch von irgendeinem gehypten Youtuber stammt und der komplett an mir vorbeilief (um es freundlich auszudrücken, der Film war halt scheiße), bin ich bei „Backrooms“ jedenfalls an Bord. Da der Film bei 10 Millionen Kosten bisher über 300 Millionen eingespielt hat, darf man wohl davon ausgehen, dass es weitergeht.
8/10
Endlich jemand, der dem ganzen auch etwas abgewinnen kann. ich verfolge Kane Parsons schon seit ein paar Jahren und bin komplett fasziniert von diesem Backrooms-Universum. Auch The Oldest View war verstörend und super.
Falls Du noch Nachschlag brauchst, check mal den Kanal "Complex Research" auf YT, spielt ( mit dessen Genehmigung ) im selben BR-Universum wie Kane Parsons. Ebenfalls sehr, sehr gut und die Fanbase bettelt schon lange um eine Kooperation. Ist quasi das Extended Universe.
https://www.youtube.com/@Complex.Research
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Oh Gott, Rabbit Hole... 
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
Wollte sogar mal das Backrooms oder Pools-Spiel für die PS5 runterladen, aber konnte mich noch nicht überwinden.
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Ja, dieser ganze Liminal Spaces Kram hat mich komplett erwischt, da gibt es ja unendlich viel Zeug zu auf YT. Kann man ganze Tage mit verbringen.Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 08:58 Oh Gott, Rabbit Hole...
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
Wollte sogar mal das Backrooms oder Pools-Spiel für die PS5 runterladen, aber konnte mich noch nicht überwinden.![]()
Poolrooms finde ich noch etwas unangenehmer als die klassischen Backrooms, absoluter Albtraum.
https://www.youtube.com/watch?v=5Ey23IouApM <- Hölle
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Ist das nicht ein Album oder Songtitel von Steven Wilson? *g*Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 08:58
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Es gibt einen SW-Song namens "Lumiol", meinst Du den? *g*Rivers hat geschrieben: 08.07.2026 09:45Ist das nicht ein Album oder Songtitel von Steven Wilson? *g*Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 08:58
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
Ohne googlen und aus der Erinnerung war das glaube ich irgendeine Chemikalie, mit der man Blut unter Schwarzlicht sichtbar machen kann oder sowas.
Also was die Polizei bei Ermittlungen benutzt.
Kann mich aber auch komplett täuschen.
Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Grundgütiger, ey! Ich habe Alpträume die so aussehen. Besonders mit Wasser. Tief, dunkel und irgendwas schwimmt drin rum....Kaleun Thomsen hat geschrieben: 08.07.2026 09:06
Ja, dieser ganze Liminal Spaces Kram hat mich komplett erwischt, da gibt es ja unendlich viel Zeug zu auf YT. Kann man ganze Tage mit verbringen.
Poolrooms finde ich noch etwas unangenehmer als die klassischen Backrooms, absoluter Albtraum.
https://www.youtube.com/watch?v=5Ey23IouApM <- Hölle
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Gerade gefunden.Kaleun Thomsen hat geschrieben: 08.07.2026 09:06Ja, dieser ganze Liminal Spaces Kram hat mich komplett erwischt, da gibt es ja unendlich viel Zeug zu auf YT. Kann man ganze Tage mit verbringen.Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 08:58 Oh Gott, Rabbit Hole...
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
Wollte sogar mal das Backrooms oder Pools-Spiel für die PS5 runterladen, aber konnte mich noch nicht überwinden.![]()
Poolrooms finde ich noch etwas unangenehmer als die klassischen Backrooms, absoluter Albtraum.
https://www.youtube.com/watch?v=5Ey23IouApM <- Hölle
LOL: https://forum.f3a.net/uploads/default/o ... c8dfd.jpeg
Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Ich gehöre wohl zu der Sorte Mensch die intrinsisch Angst haben müssen, wenn es um künstliche Angst-Vermittlung geht, daher kann ich mit den ganzen Backrooms-Universum nix anfangen, finde aber das es eine Kunst für sich ist und zolle denen Respekt die das erfunden haben.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
*feix*Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 10:58Gerade gefunden.Kaleun Thomsen hat geschrieben: 08.07.2026 09:06Ja, dieser ganze Liminal Spaces Kram hat mich komplett erwischt, da gibt es ja unendlich viel Zeug zu auf YT. Kann man ganze Tage mit verbringen.Thunderforce hat geschrieben: 08.07.2026 08:58 Oh Gott, Rabbit Hole...
Ja, ich stehe da auch völlig drauf.
Überhaupt diese "liminal spaces".
Wollte sogar mal das Backrooms oder Pools-Spiel für die PS5 runterladen, aber konnte mich noch nicht überwinden.![]()
Poolrooms finde ich noch etwas unangenehmer als die klassischen Backrooms, absoluter Albtraum.
https://www.youtube.com/watch?v=5Ey23IouApM <- Hölle
LOL: https://forum.f3a.net/uploads/default/o ... c8dfd.jpeg
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread
Die 10 YT Filme haben mir viel besser gefallen als der Film.
Im Film hätte ich lieber noch mehr von den Spaces gesehen.
Die große Faszination ist bei mir auch nicht da.
7/10
Im Film hätte ich lieber noch mehr von den Spaces gesehen.
Die große Faszination ist bei mir auch nicht da.
7/10