Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

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Janeck
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

Kaleun Thomsen hat geschrieben: 28.04.2026 06:45 Ich musste vor 10 Jahren mal Bilder von Dir auf FB erdulden. Viel mit Frisur war da aber nicht. :ka:
Damals war halt noch meine Sparkassenausbildung aktuell, Ranzkuttel. Geh lieber Eysangel hören, anstatt hier wieder auf Parasit zu machen.
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Janeck
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

monochrom hat geschrieben: 28.04.2026 09:56
NegatroN hat geschrieben: 28.04.2026 07:43
monochrom hat geschrieben: 26.04.2026 17:46
NegatroN hat geschrieben: 25.04.2026 10:15 Nexus Polaris fand ich damals sensationell und konnte auch zumindest mit dem ersten Nachfolgealbum was anfangen. Heute ist es doch ein wenig cringe, weswegen ich die kaum mehr auflege.
Ich mag die trotz Cringe eigentlich immer noch richtig gerne.
Ich hab sie nochmal angehört und vieles davon ist schon sehr gut, aber auf der anderen Seite ist halt auch vieles bis ins Groteske überdreht. Schon der Opener mit seinem technischen Gefrickel, der voll böse gerkrächzten aber eben im Grund trotzdem Kinderliedmelodie und dann noch den Chören dahinter kann eigentlich nur Parodie sein. Ist es vielleicht auch ein Stück, aber gleichzeitig ist es wieder so bemüht ernsthaft. Von dem her: einerseits schon geil, aber andererseits irgendwie schon auch pubertäre Fremdscham.
Klar, aber ich finds ziemlich super, weil ich "Over the top" schon auch sehr gut finden kann. Allein der weibliche Gesang bzw diese Chöre passen für mich da nicht.

Ich meine, eigentlich hat das Album ja sogar einen von diesen beschissenen Keyboardsounds, den so gut wie jede Metalband hatte, Samael, Pitch Shifter, Waltari und Think about Mutation mal ausgenommen. Als ob sie nicht wüssten, wie man seine eigenen Sounds kreiert. Verzeihe ich dem Album aber, weil der echt interessantes Zeug spielt. Das Nachfolgealbum, also "Animatronic" hat eigentlich sogar einen wirklich brauchbaren Synthiesound.

Ich hatte das Album zwischendurch lange nicht gehört, aber Britta mag das auch, und die legte das eines Tages auf, und ich dachte mir die ganze Zeit, dass das schon ein wirklich korrektes Teil ist. Es hat Humor, zum Teil sehr brauchbare Texte, jede Menge Ideen, es passiert andauernd irgendwas, und ja, manchmal klingt es wie eine Parodie und manchmal wie Kirmes in der Lüneburger Heide, aber das macht es für mich eigentlich besser.
Ich fand das Album früher ja nur halbwegs und heimlich gut. Schlecht nie, aber so richtig überzeugt war ich erst viel später. Auch wenn Sarah Jezebel Deva auf dem Album nervt. Es macht Spaß, es ist gut geschrieben, soundmäßig auch kein üblicher Knatterkram und musikalisch ist da schon einiges los. Vielleicht sogar auch sehr gut komponierte Black Metal-Popmusik. Wer weiß. Darüber denke ich heutzutage gar nicht mehr nach. Ich kann mir auch an einigen Tagen den Nachfolger anhören. 'New World Order' ist schon irre gut.

Edit: Sverd gehört zu den coolsten und kreativsten Tastendrücker aus diesem Dunstkreis. Das hat er ja häufig genug bei Arcturus gezeigt. Die Sounds sind halt zeittypisch und scheinbar hatten die sich gefühlt alle das selbe Keyboard geteilt in Norwegen.
Zuletzt geändert von Janeck am 28.04.2026 13:09, insgesamt 1-mal geändert.
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NegatroN
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von NegatroN »

Janeck hat geschrieben: 28.04.2026 11:11Ich fand das Album früher ja nur halbwegs und heimlich gut. Schlecht nie, aber so richtig überzeugt war ich erst viel später. Auch wenn Sarah Jezebel Deva auf dem Album nervt. Es macht Spaß, es ist gut geschrieben, soundmäßig auch kein üblicher Knatterkram und musikalisch ist da schon einiges los. Vielleicht sogar auch sehr gut komponierte Black Metal-Popmusik. Wer weiß. Darüber denke ich heutzutage gar nicht mehr nach. Ich kann mir auch an einigen Tagen den Nachfolger anhören. 'New World Order' ist schon irre gut.
Animatronic finde ich glaube ich auch besser als Nexus Polaris. SETI war dann aber schon eher durchwachsen.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Doctor_Wasdenn »

Ich glaube, die Nexus Polaris war meine erste Black Metal-Scheibe. Höre ich zwar heute selten, finde ich aber immer noch ziemlich gut. :D
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Janeck
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

NegatroN hat geschrieben: 28.04.2026 11:25
Janeck hat geschrieben: 28.04.2026 11:11Ich fand das Album früher ja nur halbwegs und heimlich gut. Schlecht nie, aber so richtig überzeugt war ich erst viel später. Auch wenn Sarah Jezebel Deva auf dem Album nervt. Es macht Spaß, es ist gut geschrieben, soundmäßig auch kein üblicher Knatterkram und musikalisch ist da schon einiges los. Vielleicht sogar auch sehr gut komponierte Black Metal-Popmusik. Wer weiß. Darüber denke ich heutzutage gar nicht mehr nach. Ich kann mir auch an einigen Tagen den Nachfolger anhören. 'New World Order' ist schon irre gut.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von monochrom »

Janeck hat geschrieben: 28.04.2026 11:11
Vielleicht sogar auch sehr gut komponierte Black Metal-Popmusik. Wer weiß.
Unterm Strich ist es wohl das. Auf jeden fall in Teilen - manche Songs sind scon auch ein bisserl mehr als Pop. "Chariots of Thunder" ist ein geiles Ungetüm von einem Lied.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von NegatroN »

Janeck hat geschrieben: 28.04.2026 13:18
NegatroN hat geschrieben: 28.04.2026 11:25
Janeck hat geschrieben: 28.04.2026 11:11Ich fand das Album früher ja nur halbwegs und heimlich gut. Schlecht nie, aber so richtig überzeugt war ich erst viel später. Auch wenn Sarah Jezebel Deva auf dem Album nervt. Es macht Spaß, es ist gut geschrieben, soundmäßig auch kein üblicher Knatterkram und musikalisch ist da schon einiges los. Vielleicht sogar auch sehr gut komponierte Black Metal-Popmusik. Wer weiß. Darüber denke ich heutzutage gar nicht mehr nach. Ich kann mir auch an einigen Tagen den Nachfolger anhören. 'New World Order' ist schon irre gut.
Animatronic finde ich glaube ich auch besser als Nexus Polaris. SETI war dann aber schon eher durchwachsen.
Besser finde ich es auf keinen Fall. Definitiv aber mutiger und spannender. Du hast ja auch einen Hang zu Elektrokram, da ist es dann auch kein Wunder. *g*
Ich würde es so beschreiben, dass der Ansatz auf Nexus Polaris ist, andere Elemente in Black Metal einzubauen. Die Folge-Alben sind eher moderner Metal mit anderen Elementen, von denen eines Black Metal ist. Das funktioniert für mich deswegen nicht nur musikalisch besser, sondern strahlt auch etwas ganz anderes aus, auch wenn die Zutaten eigentlich gar nicht so anders sind.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

Marduk - Nightwing (1998)


Da liegt sie also vor mir, ein Stück Plastik, das in seiner Dreistigkeit so tut, als wäre es ein Meisterwerk; dabei ist das nichts weiter als Schulhofbösartigkeit und testosteronverkrustete Angeberei. Der nächste Stolperstein auf dem Weg zur latenten Gehirnerweichung. Eine sterbensöde Blastbeat-Wichsorgie, hochgezüchtete, hohle Raserei, als wäre Tempo irgendein Qualitätsmerkmal. Kontextloses Geknüppel mit gelegentlichen Anspielungen auf rumänisches Wetter und dem sicheren Gefühl, frontal in die geistige Erosion zu rasen.

Catamenia - Halls of Frozen North (1998)


Was für eine klanggewordene B-Ware der B-Ware. Ein musikalisch hingerotzter Eiszapfen im Arsch des Genres, bei dem man sich ehrlich fragt, wie einem beim Mastern dieses ranzigen Haufens musikalischer Konservensuppe nicht spätestens das Hirnwasser aus den Ohren läuft. Ein One-Night-Stand mit Children of Bodom und einem zugedröhnten Keyboardazubi, dem man neun Monate später dieses Album aus dem Arsch gezogen hat, mitsamt Nabelschnur aus Neunziger-Kitsch. Wie kann man derart konsequent an der Realität vorbeikomponieren? 1998 war die Zeit, in der alles gesignt wurde, und ich verstehe, dass man damals auch in Finnland mit dem Black Metal-Zug mitfahren wollte, doch Catamenia haben sich gnadenlos mit offenen Armen in die Zuckerwatte geworfen. Alles ist Schablone auf Schablone auf Schablone. Selbst ein Stromausfall klingt aufregender. Man hat es damals hundertmal gehört, jedoch nie freiwillig.
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peterott
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von peterott »

Janeck hat geschrieben: 01.05.2026 16:59 Catamenia - Halls of Frozen North (1998)
Eine Band, die sich nach der Regelblutung benennt... :?
Wantlist und Tradelist: http://www.peterott.net/wanttrad.html

Gute Trader (NWN!-Forum und Metal Archives Forum) hier - bissle nach unten scrollen:
http://www.nwnprod.com/forum/viewtopic.php?t=1339
http://www.metal-archives.com/board/viewtopic.php?t=10942
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Kaleun Thomsen
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Kaleun Thomsen »

Nightwing, ey. Könnte man Löcher in der Unterhose hören, würden sie so klingen. Furchtbare Zeit- und Ressourcenverschwendung. Ein vertonter Montagmorgen im November am Ortsausgangsschild von Coswig/Anhalt.
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Janeck
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

Ophthalamia - Dominion (1998)


Die Band um Night und It bewegte sich stets auf einem schmalen Grat zwischen finsterer Ambition und dem Hang zur Selbstüberforderung, und das ist seltsam, denn es ist nicht so, als hätten sie es einem leicht gemacht. Wo der schwedische Black Metal der frühen Neunziger oft auf bestialische Sorgfalt und überschlagene Barbarei setzte, schlugen Ophthalamia eine andere Richtung ein: okkulte Romantik mit doomschweren Strukturen verknüpfend, in ihrer theatralischen Atmosphäre und den hymnisch anmutenden Gitarren, die sich durch trägen, elegischen Riffbau ziehen, gelegentlich in psychedelischen Umwegen verloren gehend und ihr verführerisches Gift freisetzend. "Dominion" ist das finale und stärkste Album, das die Band vor ihrem Verstummen veröffentlichte. Ein eleganter Schwanengesang, der mit schleppenden Riffs und melodischen Bögen, zwischen der Trauerarbeit von My Dying Bride und den kältesten Momenten von Dissection baumelnd, gegen die eigene Schwere ankämpft. Ophthalamia wollten nie das eine oder das andere sein, sie waren immer ein bisschen anders. Songs wie 'Great Are The Deeds Of Death' sind detailreich bis zur Erschöpfung, insbesondere die melodischen Gitarrenläufe als filigrane Konstrukte, die zu den überzeugendsten Momenten des Albums zählen. Manchmal will das Album zu viel und erreicht nicht immer, was es anstrebt; und doch war Ophthalamia eine Band, die immer ein bisschen aus der Zeit gefallen schien, und hinterließ ein Werk, das aus der Zeit gefallen bleibt.

Astarte - Doomed Dark Years (1998)


Eines der ersten und wenigen rein weiblich besetzten Black Metal-Alben und ein früher Beweis dafür, dass das Genre nicht ausschließlich eine Männerdomäne sein muss. Astarte kreieren einen melodischen, atmosphärischen Sound, der sich zwischen wärmeren, dem mediterranen Klima entsprechend weniger eisigen Gitarrenriffs und unaufdringlichen Keyboard-Arrangements bewegt; die Handschrift des Hellenic Black Metal ist dabei unverkennbar. Die Produktion ist zeittypisch für die späten 90er, kein Wurf, der das Genre musikalisch erschüttert, doch ein kleiner, symbolisch nicht zu unterschätzender Schritt in Richtung einer größeren Offenheit innerhalb der Szene.
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Kaleun Thomsen
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Kaleun Thomsen »

Janeck hat geschrieben: 03.05.2026 17:19

Astarte - Doomed Dark Years (1998)


Eines der ersten und wenigen rein weiblich besetzten Black Metal-Alben und ein früher Beweis dafür, dass das Genre nicht ausschließlich eine Männerdomäne sein muss. Astarte kreieren einen melodischen, atmosphärischen Sound, der sich zwischen wärmeren, dem mediterranen Klima entsprechend weniger eisigen Gitarrenriffs und unaufdringlichen Keyboard-Arrangements bewegt; die Handschrift des Hellenic Black Metal ist dabei unverkennbar. Die Produktion ist zeittypisch für die späten 90er, kein Wurf, der das Genre musikalisch erschüttert, doch ein kleiner, symbolisch nicht zu unterschätzender Schritt in Richtung einer größeren Offenheit innerhalb der Szene.
Die hatte ich auch, und ja, die habe ich 17jähriger Pickel-Warrior mir damals natürlich nur gekauft, weil es eine reine Frauen-Band war. Der ganz große Wurf war das Album rückblickend nicht, aber auch nicht schlecht. Ein nettes Album, gut hörbar, aber eben auch nicht sensationell.
Ist die Sängerin (?) nicht ein paar Jahre später leider verstorben?


Edit: Grad mal geguckt und das ist schon etwas kurios: Astarte hatten sich in Lloth umbenannt und bestehen nun nach mehreren Besetzungswechseln auschließlich aus Männern. :D
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

Kaleun Thomsen hat geschrieben: 04.05.2026 09:00
Janeck hat geschrieben: 03.05.2026 17:19

Astarte - Doomed Dark Years (1998)


Eines der ersten und wenigen rein weiblich besetzten Black Metal-Alben und ein früher Beweis dafür, dass das Genre nicht ausschließlich eine Männerdomäne sein muss. Astarte kreieren einen melodischen, atmosphärischen Sound, der sich zwischen wärmeren, dem mediterranen Klima entsprechend weniger eisigen Gitarrenriffs und unaufdringlichen Keyboard-Arrangements bewegt; die Handschrift des Hellenic Black Metal ist dabei unverkennbar. Die Produktion ist zeittypisch für die späten 90er, kein Wurf, der das Genre musikalisch erschüttert, doch ein kleiner, symbolisch nicht zu unterschätzender Schritt in Richtung einer größeren Offenheit innerhalb der Szene.
Die hatte ich auch, und ja, die habe ich 17jähriger Pickel-Warrior mir damals natürlich nur gekauft, weil es eine reine Frauen-Band war. Der ganz große Wurf war das Album rückblickend nicht, aber auch nicht schlecht. Ein nettes Album, gut hörbar, aber eben auch nicht sensationell.
Ist die Sängerin (?) nicht ein paar Jahre später leider verstorben?


Edit: Grad mal geguckt und das ist schon etwas kurios: Astarte hatten sich in Lloth umbenannt und bestehen nun nach mehreren Besetzungswechseln auschließlich aus Männern. :D
Tatsache. Da ist schon ziemlich sonderbar.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Janeck »

Impending Doom - Signum Of Hate (1998)


"Signum Of Hate", das 1998 erschienene Zweitwerk der deutschen Impending Doom, ist ein Relikt aus den Untergrundkatakomben der Republik, das zwischen melodischem Black Metal und thrashigen Riff-Attacken wütet (Patrick W. Engel lässt hier bereits sein Talent erkennen). Der Opener 'The Age Of Antichrist' lässt keinen Zweifel daran, dass die Reise nach unten geht. Die Produktion ist roh, die musikalische Vision jedoch klar. Hämmernde Blastbeats, rasende Riffs und giftige Vocals mit bitterkaltem Atem bohren sich in die Rippen; Impending Doom haben den kompositorischen Mittelweg nicht gesucht, und es wird rasch klar, dass sie mehr als das Raster ihres Genres kennen. Die schnörkellose Intensität dieser apokalyptischen Aura ist die einzige Währung, die zählt. Eines der besseren Statements aus dem deutschen Untergrund dieser Jahre, harsch und zielstrebig, ohne Ansprüche auf mehr als das, was es ist; und dennoch hinterließen die Thüringer einen deutlichen Abdruck in der damals noch überschaubaren deutschen Black Metal-Szene. Man höre nur mal ihren packenden Hit 'Demon-(Mon)archy' – das sind schon ganze Welten zu dem, was man sonst aus dem (ost)deutschen Umfeld kannte.

Absu - In the Eyes of Ioldánach (1998)


Absu hatten mit "The Third Storm Of Cythrául" ein Jahr zuvor ein Album entlassen, das seinen mythologischen Ehrgeiz schon im Titel trug; die EP "In The Eyes of Ioldánach" ist kein reines Nachspiel, eher eine Vertiefung, die sich in die Eingeweide dieser Mythologie vorwühlt. Vier Songs, technische Brillanz, atmosphärischer Tiefgang, mythologisch aufgeladene Texte, wie es für Absu typisch ist. Der wüste texanische Okkultismus, den Absu betreiben, hat mit dem Esoterikgestus vieler Zeitgenossen nichts gemein. Proscriptor McGoverns Schlagzeugspiel auf donnernden Kriegstrommeln ist auch hier das Herzstück, nicht durch virtuoses Angeben, sondern durch ein wahnsinniges Gespür für ein Treiben, das in Songform gegossen wird. Die hektischen Tempobrüche in 'V.I.T.R.I.O.L.' fügen sich nicht aneinander, sie prallen aufeinander; das Schlagzeug wird mit physischer Rücksichtslosigkeit eingesetzt – zur damaligen Zeit nicht nur unerhört, sondern bis heute einzigartig, und doch käme auch das seiner eigentlichen Wirkung nicht nahe. "In The Eyes of Ioldánach" ist als brennender Scheiterhaufen kein Werk für den gemächlichen Einstieg in das Absu'sche Universum und beansprucht diesen Stellenwert auch nicht für sich, doch beschwören bereits hier die Leadgitarren einen Hauch von Epik, der in der späteren Diskographie noch monumentaler werden sollte. Es ist ein ungnädiger Zwischenschritt, der die Richtung dessen, was auf "Tara" schließlich in seiner vollen Monumentalität erscheinen sollte, bereits mit dem sprintgetriebenen, durch Chaos peitschenden Übersong 'Manannán' einzeichnet (was zieht McGovern da bitte am Kessel vom Leder?). "In The Eyes of Ioldánach" ist Pflichtlektüre und ein essenzielles Werk des aufkommenden Blackened Thrash.
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Re: Der Teufel haben Söhne (Oops!...I Did It Again) - B(lack) Metal-Ware der Neunziger

Beitrag von Susi666 »

Janeck hat geschrieben: 10.05.2026 16:56
Absu - In the Eyes of Ioldánach (1998)


Absu hatten mit "The Third Storm Of Cythrául" ein Jahr zuvor ein Album entlassen, das seinen mythologischen Ehrgeiz schon im Titel trug; die EP "In The Eyes of Ioldánach" ist kein reines Nachspiel, eher eine Vertiefung, die sich in die Eingeweide dieser Mythologie vorwühlt. Vier Songs, technische Brillanz, atmosphärischer Tiefgang, mythologisch aufgeladene Texte, wie es für Absu typisch ist. Der wüste texanische Okkultismus, den Absu betreiben, hat mit dem Esoterikgestus vieler Zeitgenossen nichts gemein. Proscriptor McGoverns Schlagzeugspiel auf donnernden Kriegstrommeln ist auch hier das Herzstück, nicht durch virtuoses Angeben, sondern durch ein wahnsinniges Gespür für ein Treiben, das in Songform gegossen wird. Die hektischen Tempobrüche in 'V.I.T.R.I.O.L.' fügen sich nicht aneinander, sie prallen aufeinander; das Schlagzeug wird mit physischer Rücksichtslosigkeit eingesetzt – zur damaligen Zeit nicht nur unerhört, sondern bis heute einzigartig, und doch käme auch das seiner eigentlichen Wirkung nicht nahe. "In The Eyes of Ioldánach" ist als brennender Scheiterhaufen kein Werk für den gemächlichen Einstieg in das Absu'sche Universum und beansprucht diesen Stellenwert auch nicht für sich, doch beschwören bereits hier die Leadgitarren einen Hauch von Epik, der in der späteren Diskographie noch monumentaler werden sollte. Es ist ein ungnädiger Zwischenschritt, der die Richtung dessen, was auf "Tara" schließlich in seiner vollen Monumentalität erscheinen sollte, bereits mit dem sprintgetriebenen, durch Chaos peitschenden Übersong 'Manannán' einzeichnet (was zieht McGovern da bitte am Kessel vom Leder?). "In The Eyes of Ioldánach" ist Pflichtlektüre und ein essenzielles Werk des aufkommenden Blackened Thrash.
Wahnsinns-EP!
"Manannan" auch für mich der Übersong, wo mich neben dem Drumming v.a. auch die Gitarren im positiven Sinne völlig fertig machen. :pommes:
Substanzlos. Selbstverliebt. Bösartig.
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