Jedenfalls: Freitag letzte Woche erschien ziemlich kurzfristig angekündigt das neue Killers-Album, und falls sich (was ich mir kaum vorstellen kann) jemand schonmal gefragt hat, ob die Pathos-Band glaubwürdig eine Nähe zu Heartland Rock transportieren kann, ohne völlig unglaubwürdig zu werden: Naja, im Großen und Ganzen schon.
"Imploding The Mirage" aus dem letzten Jahr ist in den Lauschern noch nicht richtig verhallt, da singt Brandon Flowers plötzlich in Springsteen-Manier über Themen, über die eigentlich nur der Boss singen darf, und dabei klingt die Musik tatsächlich auch noch so ähnlich. Braucht dementsprechend ein paar Durchläufe, weil vom überbrodelnden Enthusiasmus wenig übrig ist, funktioniert dann aber erstaunlich gut, beinahe wie das bodenständige Gegenstück zum Stadion-Bombast. Nephi, Utah heißt der Ort, um den es geht, ziemlich kleines Kaff mit 7000 Einwohnern, in dem Brandon aufgewachsen ist und gleichwohl Jagd und Gottesfurcht erlernt hat. Die Interviewfetzen mit den EInwohnern, die das Konzept zusammenhalten sollen, sind mitunter etwas nervig, die Songs an sich machen aber durchaus Stimmung, wenn auch eine ganz andere, als von der Band erwartet.
Kann man gerne, wenn man sich da stilistisch zu Hause fühlt, mein reinhören.
Single:

