Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Chris777
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Chris777 »

Ich hab über Netflix geschaut. Ist auch ein Film den ich mir bestimmt noch mal ansehen werde.
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Schnabelrock
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Schnabelrock »

Wenn ich für jedes Mal, dass Rita in Dexter mir auf die Eier geht, einen Euro hätte, müsste ich nie mehr arbeiten.
In dubio contra googlio.
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metalbart
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von metalbart »

Schnabelrock hat geschrieben: 11.07.2024 18:33 Wenn ich für jedes Mal, dass Rita in Dexter mir auf die Eier geht, einen Euro hätte, müsste ich nie mehr arbeiten.
Zwar der Film Thread, aber die blöde Lache von Masuka und seine Sprüche sind deutlich schlimmer.
Aber geil, hab die Serie eigentlich vor 10 Jahren das letzte Mal gesehen und flasht mich grade wieder ziemlich.
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Rivers
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers »

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Review des 90er Jahre Films. Das Seltsame an dem Film ist, dass er in der einen Hälfte eine wunderbare Science Fiction ist. Auf der anderen Seite verlässt der Film sobald der Kontakt hergestellt wird, jegliches wissenschaftliche Fundament und landet in einem fürchterlichen Melodram. Die Liebesbeziehung zu dem Pastor ist eigentlich auch unerträglich, weil es nicht nur um eine Beziehung geht, sondern holzhammermäßig irgendwie um den Konflikt und die Verbindung von Wissenschaft und Religion. Die amerikanisch zentrierte Sicht auf den Untersuchungsausschuss, ohne dass der Rest der Welt irgendwie auch eine Meinung hat ist halt auch nur Mittel zum Zweck um das ganze auf die "sucht nach euren eigenen Antworten" zu beenden, was heute auch sehr gealtert ist.

Der Film hat dafür in der Mitte eine sehr spannende und gut gedrehte Stunde Power und Drive. Anfang und das letzte Drittel sind leider misslungen und trüben den Film. Diese lose Moral macht es dann eigentlich ziemlich schlimm und hüftsteif.

7 Cringe / 10
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Thunderforce
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thunderforce »

King on Screen
Es handelt sich hierbei um eine Dokumentation über die Film-Adaptionen der Stephen King-Romane. Vorangestellt ist eine kurze Spielfilmsequenz, die in den Film einleitet und die so detailverliebt mit King-Figuren, -orten, -marken, -anspielungen usw vollgepackt ist, dass sich der Film allein dafür lohnt. Der Hauptteil sind dann in erster Linie die verschiedenen Regisseure der zahlreichen King-Verfilmungen, wobei Frank Darabont (Shawshank Redemption, The Green Mile, The Mist) wohl die meiste Screentime hat. Typische „Talking Heads“-Doku, in der natürlich altbekanntes vorkommt (King mag die Verfilmung von „The Shining“ nicht, ach?), aber die auch durchaus interessante Infos und nerdige Facts und Anekdoten zu bieten hat. Macht Laune, kann man sich gut angucken.

7.5/10




Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis
Die nächste Doku, diesmal geht es um Hipgnosis, also die Coverkünstler Aubrey Powell und Storm Thorgerson, die gemeinsam als „Hipgnosis“ vor allem in den 1970ern und auch 1980er Jahren viele ikonische und legendäre Albumcover für Pink Floyd, 10cc, Wings, Led Zeppelin, Peter Gabriel und andere designten. Die Doku beginnt Ende der 60er im Dunstkreis von Pink Floyd, zu dem auch die Hipgnosis-Typen gehörten und endet mit der Trennung der beiden im Streit und schließlich Thorgersons Tod. Das Ende kam mir im Film zu schnell und der Film endet auch recht bitter und nicht „on a high note“, aber wenn es so war, dann war es nunmal so.
Neben Powell kommen natürlich auch die ganzen Musiker und andere Weggefährten ausführlich zu Wort. Und Noel Gallagher, der aus irgendeinem Grund seine unegale Fresse in die Kamera halten muss und sich darüber beschwert, dass Alben ja heute nix mehr wert seien und früher alles besser war. Und wieso überhaupt Cover, fragt seine Tochter? Auf dem kleinen Handy sieht man doch eh nix. Und was ist überhaupt ein Album, Dad? - Gimme a break, ey. - Von Gallagher abgesehen haben aber alle Interviewten durchaus auch Substantielles beizutragen, sogar Roger Waters. Neben reichlich EInblicke in die Arbeitsweise von Hipgnosis bekommt man auch einen tiefen Einblick in die beiden Menschen dahinter, die wohl unterschiedlicher kaum sein könnten. Der Film ist von Anton Corbijn und sieht dementsprechend aus (stylischer s/w-Look). Lohnt. Etwas schade fand ich, dass Floyds göttliches „A Momentary Lapse of Reason“-Cover nicht besprochen wird, aber das hat eben auch Storm Thorgerson alleine bzw. ohne Aubrey Powell gemacht. Von daher folgerichtig. Aber trotzdem schade.

8.5/10




X: The Man with the X-Ray Eyes
Roger Corman-Film von 1963 – Ein Wissenschaftler (Ray Milland) hat Augentropfen entwickelt, die das menschliche Auge bzw. dessen Sehkraft verstärken. Mangels Erlaubnis, dieses Mittel an Menschen zu testen, testet er es eben an sich selbst *g* - So kann er neben dem gesamten Farbspektrum von UV bis Infrarot nun auch Sachen in sehr großer Entfernung besser wahrnehmen und hat zudem die Fähigkeit, durch Wände etc. hindurchzusehen. Neben all dem Scheiß, den man damit machen kann (Leute nackt sehen, beim Blackjack betrügen), versucht er aber auch seine Fähigkeiten zum Wohle der Menschheit, beispielsweise bei Operationen, einzusetzen. Was er nicht bedacht hat, sind die Nachteile, zum Beispiel, dass er zwar die Augen zumachen kann, das aber keinerlei Effekt mehr hat. Der Film war durchaus ganz unterhaltsam, hatte aber auch Passagen die sich amtlich gezogen haben. Zudem verschwendet er IMO zu viel Zeit auf die Scharlatanerie und findet irgendwie keine richtige Linie. Geile Idee, aber die Umsetzung hätte besser sein können. Aber ganz gut ist der Film dennoch.

6.5/10




Not of this Earth
Nochmal Roger Corman, diesmal 1957. – Ein menschlich aussehendes Alien (Paul Birch) tritt auf der Erde als alleinstehender, recht exzentrischer Millionär auf, der mit seinem Diener und einer Krankenschwester (Beverly Garland) in einer Villa lebt. Vorgeblich braucht er täglich Blutinfusionen (darum die Krankenschwester), weil er an einer seltenen Blutkrankheit leidet. In Wirklichkeit aber ist er dabei, große Mengen von Blut zu sammeln, da auf seinem Heimatplaneten eine Epidemie ausgebrochen ist und die Menschen (genannt „subhumans“ *g*) als unterlegene Spezies quasi als Blutkonserven dienen sollen. Der Film hat mir klar besser gefallen als „X“, die Stimmung ist kohärenter, er kommt weitgehend ohne Humor aus und die Story ist einfach besser erzählt. Gegen Ende taucht zudem eine Lebensform auf, die 100% den Facehugger aus den Alien-Filmen „inspiriert“ hat. Allein dafür ein dickes Huld.

7.5 bis 8/10




Killer Klowns from Outer Space
Komplette Trash-Granate aus 1988. Horrorkomödie um eine Alien-Invasion, bei der die Aliens eben aussehen wie (Horror)clowns, das Raumschiff hat die Form eines Zirkuszeltes, sie schießen mit Popcorn-Kanonen und haben lebende Luftballon-Tiere als Spürhunde. Gefangene Menschen werden in Kokons aus rosa Zuckerwatte eingesponnen usw. Und der Film ist voll von diesen Ideen. Dazu ein Farben-Tourette, das sich gewaschen hat, ein einziger LSD-Trip. Sehen wollte ich den Streifen schon länger, nun war er bei Prime verfügbar. Hammergeil. Natürlich totaler Schwachsinn, die Schauspieler sind durch die Bank unterirdisch und zudem wandelnde Klischees (allein dieser reaktionäre Polizist, ey), aber da der Film sich zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise ernstnimmt, macht das nichts. Definitiv nicht zum letzten mal gesehen, der läuft 100%ig auf dem nächsten Trashfilm-Event.

LOL/10





Wicked Little Letters
Zum Schluss noch was Aktuelles. Im Kino leider verpasst, aber seit kurzem ist er bei Apple oder Prime verfügbar. Der Film spielt vor ca. 100 Jahren in einem kleinen Dorf in England. Die „alte Jungfer“ (engl. „spinster“) Edith Swan (brillant wie immer: Olivia Coleman) wohnt zusammen mit ihren Eltern in einem kleinen Haus. Sie sind gottesfürchtige Christen. Nebenan wohnt Rose Gooding (brillant wie immer: Jessie Buckley) mit ihrer Tochter und einem Mann, der sehr offensichtlich nicht der Vater des Kindes ist. Rose ist vulgär, flucht wie ein Henker und lässt sich auch gerne mal vollaufen. Trotzdem ist sie mit Edith befreundet bzw. zumindest mögen sich die beiden. Bis Edith eines Tages per Post einen Brief nach dem anderen erhält, diese Briefe sind voll von übelsten Beleidigungen, vulgären Begriffen und sexualisierten Schimpfwörtern. Schnell ist der Familie Swan klar: Diese Briefe können nur von Rose Gooding stammen, weil es halt zu ihr passt. Die Polizei ist da ähnlicher Meinung, und schon bald findet sich Rose im Polizeigewahrsam wieder. Lediglich die junge Polizistin Glayds Moss (Anjana Vasan) hat so ihre Zweifel an der Schuld Rose Goodings. In einer noch komplett von Männern dominierten Polizeibehörde versucht sie nun, den Fall gegen jede Menge Widerstand zu lösen.
Sehr, sehr toller Film. Er ist vor allem lustig, hat aber auch ein paar dramatische Elemente und streift auch in paar ernste Themen. Schön ist zudem, dass er auf einer wahren Geschichte beruht. Zudem wird eben geflucht und gepöbelt, als gäbe es kein Morgen. Plus die einfach grandiosen Performances von Colman und Buckley, die auch untereinander eine super Chemie haben. Als Bonusschmankerl dürfen sich Taskmaster-Fans außerdem über Tim Key in einer kleinen und Lolly Adefope in einer etwas größeren Nebenrolle freuen. Ich war und bin begeistert.

9/10
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Apparition
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition »

Thunderforce hat geschrieben: 16.07.2024 10:07 Squaring the Circle – The Story of Hipgnosis
Die nächste Doku, diesmal geht es um Hipgnosis, also die Coverkünstler Aubrey Powell und Storm Thorgerson, die gemeinsam als „Hipgnosis“ vor allem in den 1970ern und auch 1980er Jahren viele ikonische und legendäre Albumcover für Pink Floyd, 10cc, Wings, Led Zeppelin, Peter Gabriel und andere designten. Die Doku beginnt Ende der 60er im Dunstkreis von Pink Floyd, zu dem auch die Hipgnosis-Typen gehörten und endet mit der Trennung der beiden im Streit und schließlich Thorgersons Tod. Das Ende kam mir im Film zu schnell und der Film endet auch recht bitter und nicht „on a high note“, aber wenn es so war, dann war es nunmal so.
Neben Powell kommen natürlich auch die ganzen Musiker und andere Weggefährten ausführlich zu Wort. Und Noel Gallagher, der aus irgendeinem Grund seine unegale Fresse in die Kamera halten muss und sich darüber beschwert, dass Alben ja heute nix mehr wert seien und früher alles besser war. Und wieso überhaupt Cover, fragt seine Tochter? Auf dem kleinen Handy sieht man doch eh nix. Und was ist überhaupt ein Album, Dad? - Gimme a break, ey. - Von Gallagher abgesehen haben aber alle Interviewten durchaus auch Substantielles beizutragen, sogar Roger Waters. Neben reichlich EInblicke in die Arbeitsweise von Hipgnosis bekommt man auch einen tiefen Einblick in die beiden Menschen dahinter, die wohl unterschiedlicher kaum sein könnten. Der Film ist von Anton Corbijn und sieht dementsprechend aus (stylischer s/w-Look). Lohnt. Etwas schade fand ich, dass Floyds göttliches „A Momentary Lapse of Reason“-Cover nicht besprochen wird, aber das hat eben auch Storm Thorgerson alleine bzw. ohne Aubrey Powell gemacht. Von daher folgerichtig. Aber trotzdem schade.

8.5/10
Die Doku hab ich auch als gut in Erinnerung, Noel Gallagher aber verdrängt. *g* Hier nochmal die Empfehlung für die Werkschau mit allen Covern: https://www.amazon.de/Vinyl-Album-Cover ... 3841906087.
Lohnt sich sehr, zumal von Aubrey Powell selbst, der auch viel zur Enstehung einzelner Cover erklärt.
Thunderforce hat geschrieben: 16.07.2024 10:07 X: The Man with the X-Ray Eyes
Roger Corman-Film von 1963 – Ein Wissenschaftler (Ray Milland) hat Augentropfen entwickelt, die das menschliche Auge bzw. dessen Sehkraft verstärken. Mangels Erlaubnis, dieses Mittel an Menschen zu testen, testet er es eben an sich selbst *g* - So kann er neben dem gesamten Farbspektrum von UV bis Infrarot nun auch Sachen in sehr großer Entfernung besser wahrnehmen und hat zudem die Fähigkeit, durch Wände etc. hindurchzusehen. Neben all dem Scheiß, den man damit machen kann (Leute nackt sehen, beim Blackjack betrügen), versucht er aber auch seine Fähigkeiten zum Wohle der Menschheit, beispielsweise bei Operationen, einzusetzen. Was er nicht bedacht hat, sind die Nachteile, zum Beispiel, dass er zwar die Augen zumachen kann, das aber keinerlei Effekt mehr hat. Der Film war durchaus ganz unterhaltsam, hatte aber auch Passagen die sich amtlich gezogen haben. Zudem verschwendet er IMO zu viel Zeit auf die Scharlatanerie und findet irgendwie keine richtige Linie. Geile Idee, aber die Umsetzung hätte besser sein können. Aber ganz gut ist der Film dennoch.

6.5/10
Als Teenager hab ich den geliebt, aber auch seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Kann sein, das ich den heute schlecher fände. Einer der am besten gefilmten Cormans ist das aber auf jeden Fall.
That is delightful news for someone who cares.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thunderforce »

Das Buch habe ich auch so lose auf dem Schirm, wir waren neulich auch (am letzten Tag *g*) in der Hipgnosis-Ausstellung in Oberhausen.

Leider bzw. zum Glück hatten die keinen Gift Shop (mehr?), sonst hätte ich das Buch da garantiert auch mitgenommen plus was es sonst noch so an Merch gegeben hätte *g*
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