Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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6666
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von 6666 »

rambo: last blood

klar, man muss einen dem alter der figur angemessenen plot finden. aber es muss doch bitte kein til-schweiger-tatort sein.
der alte mann quält sich hier durch einen streifen, der in den ersten 80 minuten tatsächlich als fernsehfilm oder direct-to-video durchgehen könnte. Im showdown explodiert dann zumindest noch mal der härtegrad, bevor rambo in den sonnenuntergang und (hoffentlich) den ruhestand reitet.

5,5/10
"I can't only not see light... I can't find the tunnel"
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My Friend Of Misery
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery »

TAFKAR hat geschrieben:
03.02.2020 07:53
02-02-2020, 20:00, Little Women

Kenne weder das Buch noch andere Verfilmungen der Coming-of-Age-Story über 4 Schwestern. Diese hier ist aber wunderbar. Toller Cast, tolle Ausstattung, geschliffene Dialoge, und eine immer noch relevante Sicht auf die Möglichkeiten eines selbstbestimmten und unabhängigen Lebens.
Unterschreibe ich so.
TAFKAR hat geschrieben:
03.02.2020 07:53
Bis auf Le Mans hab ich damit alle Oscarnominierten Filme (Bester Film) gesehen. Tippabgabe im Laufe der Woche. Vielleicht.
Little Women war der Letzte, der mir noch gefehlt hat.

Best Picture

• Ford v Ferrari (Disney/Fox)
• The Irishman (Netflix)
• Jojo Rabbit (Fox Searchlight)
• Joker(Warner Bros.)
• Little Women (Sony)
• Marriage Story (Netflix)
1917 (Universal)
• Once Upon a Time in Hollywood (Sony)
• Parasite (Neon)

Best Director

• Martin Scorsese, The Irishman
• Todd Phillips, Joker
Sam Mendes, 1917
• Quentin Tarantino, Once Upon a Time in Hollywood
• Bong Joon Ho, Parasite

Best Actor

• Antonio Banderas, Pain and Glory
• Leonardo DiCaprio, Once Upon a Time in Hollywood
• Adam Driver, Marriage Story
Joaquin Phoenix, Joker
• Jonathan Pryce, The Two Popes

Best Actress

• Cynthia Erivo, Harriet
• Scarlett Johansson, Marriage Story
• Saoirse Ronan, Little Women
• Charlize Theron, Bombshell
Renee Zellweger, Judy

Supporting Actor

• Tom Hanks, A Beautiful Day in the Neighborhood
• Anthony Hopkins, The Two Popes
• Al Pacino, The Irishman
• Joe Pesci, The Irishman
Brad Pitt, Once Upon a Time in Hollywood

Supporting Actress

• Kathy Bates, Richard Jewell
Laura Dern, Marriage Story
• Scarlett Johansson, Jojo Rabbit
• Florence Pugh, Little Women
• Margot Robbie, Bombshell

Adapted Screenplay

• Jojo Rabbut, Taika Waititi
• The Irishman, Steve Zaillian
• The Two Popes, Anthony McCarten
Little Women, Greta Gerwig
• Joker, Todd Phillips and Scott Silver

Best Original Screenplay

• Knives Out, Rian Johnson
• Marriage Story, Noah Baumbach
• 1917, Sam Mendes and Krysty Wilson-Cairns
Once Upon a Time in Hollywood, Quentin Tarantino
• Parasite, Bong Joon Ho and Han Jin Won

Best Cinematography

• The Irishman, Rodrigo Pietro
• Joker, Lawrence Sher
• The Lighthouse, Jarin Blaschke
1917, Roger Deakins
• Once Upon a Time in Hollywood, Robert Richardson

Film Editing

Ford vs. Ferrari, Michael McCusker and Andrew Buckland
• The Irishman, Thelma Schoonmaker
• Jojo Rabbit, Tom Eagles
• Joker, Jeff Groth
• Parasite, Jang Jinmo

Animated Feature

• How to Train Your Dragon: The Hidden World
• I Lost My Body
• Klaus
• Missing Link
Toy Story 4

International Feature Film

• Corpus Christi (Poland)
• Honeyland (North Macedonia)
• Les Miserables (France)
• Pain and Glory (Spain)
Parasite (South Korea)

Best Costume Design

• The Irishman
• Jojo Rabbit
• Joker
Little Women
• Once Upon a Time in Hollywood

Makeup and Hairstyling

Bombshell
• Joker
• Judy
• Maleficent: Mistress of Evil
• 1917

Original Score

Joker, Hildur Guðnadóttir
• Little Women, Alexandre Desplat
• Marriage Story, Randy Newman
• 1917, Thomas Newman
• Star Wars: The Rise of Skywalker, John Williams

Original Song

• I Can’t Let You Throw Yourself Away”, Toy Story 4
“I’m Gonna Love Me Again”, Rocketman
• “I’m Standing With You”, Breakthrough
• “Into the Unknown”, Frozen 2
• “Stand Up", Harriet

Production Design

• The Irishman
• Jojo Rabbit
• 1917
Once Upon a Time in Hollywood
• Parasite

Sound Editing

• Ford v Ferrari
• Joker
1917
• Once Upon a Time in Hollywood
• Star Wars: The Rise of Skywalker

Sound Mixing

• Ad Astra
• Ford vs. Ferrari
• Joker
1917
• Once Upon a Time in Hollywood

Visual Effects

• Avengers: Endgame
The Irishman
• The Lion King
• 1917
• Star Wars: The Rise of Skywalker
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von costaweidner »

Sehe ich bei den Sachen, bei denen ich mir einbilde es halbwegs einschätzen zu können in der Tat genau so. Wobei ich bei Visual Effects für "The Irishman" unsicher bin.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery »

costaweidner hat geschrieben:
03.02.2020 12:06
Sehe ich bei den Sachen, bei denen ich mir einbilde es halbwegs einschätzen zu können in der Tat genau so. Wobei ich bei Visual Effects für "The Irishman" unsicher bin.
Das wird halt der Trostpreis. Wobei 1917 den auch abräumen könnte für das Verstecken der Schnitte.
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Thunderforce
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thunderforce »

Apparition hat geschrieben:
28.10.2019 21:36
Ad Astra

Ein Science Fiction-Film, der eigentlich nur in zweiter Linie einer ist, den man aber nicht nur als Weltraumfan unbedingt gesehen haben muss.

Roy McBride (Brad Pitt), Astronaut und Spezialist für komplizierte Jobs im All, repariert eine riesige Antenne, die von der Erdoberfläche bis ins Weltall ragt. Dann ein Energieblitz, und er stürzt Kilometertief ab, kann aber mit seinem Fallschirm sicher landen. Diese und ähnliche gefährliche Situationen meistert er nur, weil sein Puls nie über 80 geht und er stets besonnen immer die richtigen Entscheidungen trifft. Die Energiestöße, die ihn fast das Leben gekostet hätten, drohen das ganze Sonnensystem zu vernichten. Sie stammen vom Neptun, wohin einst sein Vater (Tommy Lee Jones) mit einer großen Expedition aufbrach, um nach intelligentem Leben zu lauschen. Falls er noch am Leben ist, ist er vermutlich verantwortlich für die Entladungen und muss gestoppt werden. McBride soll mit ihm Kontakt aufnehmen. Als das nicht gelingt und klar wird, dass die Raumstation im Neptunorbit vernichtet werden soll, macht McBride sich auf den Weg...

Kurz: Wahnsinn. Ad Astra ist sowas wie in modernes "2001", nur ohne die metaphysische Ebene. Wo Kubrick sich in rätselhaften philosphischen Betrachtungen erging, verpflanzt James Gray im Prinzip "Herz der Finsternis" in den Weltraum, baut es aber zum Vater-Sohn-Drama aus. Philosophie gibt es auch hier, aber viel nahbarer, erdverbundener. Wie überhaupt alles hier mit de Erde zu tun hat, soweit es auch ins all geht. Die Menschheit hat den Mond kolonisiert, und nun gibt es Piraten, die aus dem Hinterhalt Expeditionen überfallen. Sie haben den Mars kolonisiert, und die Menschen dort müssen mit kitschigen Filmen von Landschaften und dem Leben auf der Erde vom Selbstmord abgehalten werden. Erst am Neptun spürt man wirklich Einsamkeit und Und was Menschen antreibt und was wirklich wichtig ist.

Große Gedanken brauchen große Bilder, und die gibt es. Die wollt Ihr sehen, alle. In den letzten Jahren gab es einige Filme, die die Weite des Weltraums abbilden wollten, aber der hier schafft es wie kein anderer. Dieser Film kann kaum im Fernsehen funktionieren, so mächtig wie manche Einstellungen hier sind. Ich kann das gar nicht beschreiben, allein wie Neptun aussieht, ist kaum fassbar. Viel sattes Monochrom, grau, orange, blau. Einerseits viel von den sterilen SF-Decors der Siebziger (Andromeda, 2001), aber viel mehr Farbsättigung, viel mehr Nahbarkeit. Ach ja, und sowohl Pitt als auch Jones spiele super. Komplett unaufgeregt, aber mit viel Tiefe und vor allem ohne jeden Kitsch und Gefühligkeit.

Kommender SF-Klassiker, ohne jede Frage.

9,5/10
Stimmt alles und ist 100% so wie es da steht .
Auch am TV immer noch beeindruckend, aber wenn ich mich daran zurückerinnere, wie mich letztes Jahr Kubricks 2001 im Kino komplett weggeballert hat, nachden ich ihn schon 350 mal zuhause gesehen hatte, ärgere ich mich trotzdem, Ad Astra im Kino verpasst zu haben.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR »

Academy Awards-Tipps:

Best Picture
• 1917
Außenseiter-Chancen für Parasite. Oder die Academy ist voll mutig und stimmt für Little Women.

Best Director
Spätestens seit der kurzen Doku über die Dreharbeiten, bei denen man teils tagelang rumsaß, um auf das perfekte Licht zu warten, sowie die langen Szenen, bei denen teils 5-6 Minuten am Stück gedreht wurden:
• Sam Mendes, 1917
Obwohl ich eigentlich gerne für Gerwig gestimmt hätte. Aber die ist ja gar nicht nominiert.

Best Actor
Das ist die einfachste Kategorie:
• Joaquin Phoenix, Joker
Kleine Außenseiter-Chance für den High Sparrow.

Best Actress
Und das ist die schwierigste. Johannsson, Ronan? Beide mit grandiosen Leistungen. Aber ich geh auf Nummer Sicher und orientiere mich ungesehen daran, wer schon im Vorfeld die meisten Preise gekriegt hat:
• Renee Zellweger, Judy

Supporting Actor
Die finde ich auch schwer. Warum kriegt BP dafür so viel Applaus?
• Brad Pitt, Once Upon a Time in Hollywood
Kleine Außenseiter-Chance für Hopkins

Supporting Actress
• Laura Dern, Marriage Story


Adapted Screenplay
• Little Women, Greta Gerwig

Best Original Screenplay
• Parasite, Bong Joon Ho and Han Jin Won

Best Cinematography
• 1917, Roger Deakins

Film Editing
• Ford vs. Ferrari, Michael McCusker and Andrew Buckland
Hab ich nicht gesehen, aber in einem Rennfahrfilm wird bestimmt ganz toll geschnitten. ;-)

Animated Feature
keine Ahnung, nix gesehen:
• Toy Story 4

International Feature Film
• Parasite (South Korea)
Außenseiterchance für Les Mis.

Best Costume Design
• Little Women

Makeup and Hairstyling
Keine Ahnung.
• Maleficent: Mistress of Evil

Original Score
• Little Women, Alexandre Desplat

Original Song
mal kurz bei YT in alles reingehört, aber nix ist hängengeblieben. Aber mit Elton liegt man bestimmt nicht falsch:
• “I’m Gonna Love Me Again”, Rocketman

Production Design
• 1917

Sound Editing
Tonschnitt und Ton gehören zu meinen Lieblings-"ich weiß nicht mal genau, worum es geht und was der Unterschied ist! Egal, Hauptsache, die Musik knallt!"-Kategorien! Ungesehen tippe ich 2x auf:
• Ford v Ferrari

Sound Mixing
• Ford vs. Ferrari

Visual Effects
Miffy tippt hier ja auf The Irishman, was ich total strange fände, schließlich ist der Verjüngungsversuch doch komplett lächerlich und neben der Überlänge die große Schwäche des Films?
• Avengers: Endgame
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My Friend Of Misery
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery »

Es ist nicht perfekt, aber komplett lächerlich?
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR »

My Friend Of Misery hat geschrieben:
07.02.2020 11:56
Es ist nicht perfekt, aber komplett lächerlich?
Klar, überzogen formuliert. Aber es ist halt in meinen Augen so offensichtlich künstlich, dass ich wirklich überrascht wäre, wenn der Film in dieser Hinsicht das beste sein soll, was in dem Jahr rauskam?!
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Thomas L
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thomas L »

Thunderforce hat geschrieben:
06.02.2020 22:41
Apparition hat geschrieben:
28.10.2019 21:36
Ad Astra

Ein Science Fiction-Film, der eigentlich nur in zweiter Linie einer ist, den man aber nicht nur als Weltraumfan unbedingt gesehen haben muss.

Roy McBride (Brad Pitt), Astronaut und Spezialist für komplizierte Jobs im All, repariert eine riesige Antenne, die von der Erdoberfläche bis ins Weltall ragt. Dann ein Energieblitz, und er stürzt Kilometertief ab, kann aber mit seinem Fallschirm sicher landen. Diese und ähnliche gefährliche Situationen meistert er nur, weil sein Puls nie über 80 geht und er stets besonnen immer die richtigen Entscheidungen trifft. Die Energiestöße, die ihn fast das Leben gekostet hätten, drohen das ganze Sonnensystem zu vernichten. Sie stammen vom Neptun, wohin einst sein Vater (Tommy Lee Jones) mit einer großen Expedition aufbrach, um nach intelligentem Leben zu lauschen. Falls er noch am Leben ist, ist er vermutlich verantwortlich für die Entladungen und muss gestoppt werden. McBride soll mit ihm Kontakt aufnehmen. Als das nicht gelingt und klar wird, dass die Raumstation im Neptunorbit vernichtet werden soll, macht McBride sich auf den Weg...

Kurz: Wahnsinn. Ad Astra ist sowas wie in modernes "2001", nur ohne die metaphysische Ebene. Wo Kubrick sich in rätselhaften philosphischen Betrachtungen erging, verpflanzt James Gray im Prinzip "Herz der Finsternis" in den Weltraum, baut es aber zum Vater-Sohn-Drama aus. Philosophie gibt es auch hier, aber viel nahbarer, erdverbundener. Wie überhaupt alles hier mit de Erde zu tun hat, soweit es auch ins all geht. Die Menschheit hat den Mond kolonisiert, und nun gibt es Piraten, die aus dem Hinterhalt Expeditionen überfallen. Sie haben den Mars kolonisiert, und die Menschen dort müssen mit kitschigen Filmen von Landschaften und dem Leben auf der Erde vom Selbstmord abgehalten werden. Erst am Neptun spürt man wirklich Einsamkeit und Und was Menschen antreibt und was wirklich wichtig ist.

Große Gedanken brauchen große Bilder, und die gibt es. Die wollt Ihr sehen, alle. In den letzten Jahren gab es einige Filme, die die Weite des Weltraums abbilden wollten, aber der hier schafft es wie kein anderer. Dieser Film kann kaum im Fernsehen funktionieren, so mächtig wie manche Einstellungen hier sind. Ich kann das gar nicht beschreiben, allein wie Neptun aussieht, ist kaum fassbar. Viel sattes Monochrom, grau, orange, blau. Einerseits viel von den sterilen SF-Decors der Siebziger (Andromeda, 2001), aber viel mehr Farbsättigung, viel mehr Nahbarkeit. Ach ja, und sowohl Pitt als auch Jones spiele super. Komplett unaufgeregt, aber mit viel Tiefe und vor allem ohne jeden Kitsch und Gefühligkeit.

Kommender SF-Klassiker, ohne jede Frage.

9,5/10
Stimmt alles und ist 100% so wie es da steht .
Auch am TV immer noch beeindruckend, aber wenn ich mich daran zurückerinnere, wie mich letztes Jahr Kubricks 2001 im Kino komplett weggeballert hat, nachden ich ihn schon 350 mal zuhause gesehen hatte, ärgere ich mich trotzdem, Ad Astra im Kino verpasst zu haben.
Beindruckend sind die Bilder schon. Pitt spielt auch gut, und Sutherland freut mich auch immer zu sehen.
Aber irgendwie ist da trotz der ganzen Opulenz der Funken bei mir nicht rübergesprungen. Irgendwie versucht der Film krampfhaft mit interstellar oder halt 2001 mithalten zu wollen. Schaffts aber nicht. Und das liegt schlicht und ergreifend an der Handlung.
Spoiler:
Was hat es mit den Mondpiraten auf sich? Warum waren die da und was wollten die eigentlich?
Die Geschichte mit dem Pavian! Warum baut man so einen losen Strang ein? Oder hab ich da irgendwie den Zusammenhang nicht mitbekommen
Und da fühlte ich mich sogar richtig verarscht:
Spoiler:
Wenn er am Ende von der Schiffsantenne mit einem Schild durch den kompletten Neptunring katapultiert wird und direkt auf sein Schiff zufliegt.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thunderforce »

Spoiler 1: Diese Szenen sind mir auch aufgefallen. haben mich aber nicht groß gestört.
Könnte man evtl. so interpetieren:
Spoiler:
Dass irgendwelche Kräfte innerhalb der Spacecom seinen Versuch, den Vadder zu erreichen von vorneherein sabotieren wollen und diese Sachen darum inszenieren.
Spoiler 2: Ist mir ebenfalls aufgefallen, hab ich mir wie folgt schöngeredet:
Spoiler:
Sein Anzug hat so eine Art Home-Taste, die man drücken muss und der fliegt dann selbständig zurück zum Schiff *g*

Ansonsten las ich noch, dass die Voice-Overs bemängelt werden, weil sie einen zu sehr "lenken" und und vorgeben, was man zu fühlen hat.
Das fand ich allerdings gar nicht.
Spoiler:
Pitt spielt dafür ja sehr sehr nüchtern und distanziert, bzw. die Figur ist so angelgt. Die einzige Gefühlsregung im gesamten Film ist ja, wo die Leiterein der Marsstation ihm das Video von seinem Vadder zeigt. Sonst bleibt er immer fast maschinell ruhig und emotionslos. In anderen Filmen würde dieses "lenken" des Zuschauers dann eben durch emotionale Ausbrüche und/oder überbordende Musik beim Zuschauer ausgelöst, ich sehe da keinen Unterschied, bzw. finde es so sogar subtiler
Es hilft allerdings auch, dass ich Pitts Sprechstimme sehr mag.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery »

TAFKAR hat geschrieben:
07.02.2020 13:09
My Friend Of Misery hat geschrieben:
07.02.2020 11:56
Es ist nicht perfekt, aber komplett lächerlich?
Klar, überzogen formuliert. Aber es ist halt in meinen Augen so offensichtlich künstlich, dass ich wirklich überrascht wäre, wenn der Film in dieser Hinsicht das beste sein soll, was in dem Jahr rauskam?!
Ich finde es dagegen bis auf wenige Momente überzeugend genug, dass ich gar nicht darüber nachdenke.

Sam Jackson in Captain Marvel finde ich noch beeindruckender, aber der Film ist halt nicht nominiert.

1917 könnte genauso gut gewinnen für das Kaschieren der Schnitte.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thomas L »

Thunderforce hat geschrieben:
07.02.2020 14:16
Spoiler 1: Diese Szenen sind mir auch aufgefallen. haben mich aber nicht groß gestört.
Spoiler:
Dass irgendwelche Kräfte innerhalb der Spacecom seinen Versuch, den Vadder zu erreichen von vorneherein sabotieren wollen und diese Sachen darum inszenieren.
Spoiler:
Mit einem Pavian?
Thunderforce hat geschrieben:
07.02.2020 14:16
Spoiler 2: Ist mir ebenfalls aufgefallen, hab ich mir wie folgt schöngeredet:
Spoiler:
Sein Anzug hat so eine Art Home-Taste, die man drücken muss und der fliegt dann selbständig zurück zum Schiff *g*
Spoiler:
Haha genau! Und auf der Antenne wollte er nur ein paar Runden Karussell fahren. Aber du weißt was ich mein. Da zieht man einen mords Film auf mit selten dagewesenen Bildern und haut dann am Schluss so einen Hund rein, der ein extrem fads Gschmäckle hinterlässt.
Und ja, die zu dick aufgetragen Voice-Overs haben mich auch irgenwann gestört. Im Zusammenhang mit Pitt geb ich dir recht.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition »

Thomas L hat geschrieben:
07.02.2020 13:55
Beindruckend sind die Bilder schon. Pitt spielt auch gut, und Sutherland freut mich auch immer zu sehen.
Aber irgendwie ist da trotz der ganzen Opulenz der Funken bei mir nicht rübergesprungen. Irgendwie versucht der Film krampfhaft mit interstellar oder halt 2001 mithalten zu wollen. Schaffts aber nicht. Und das liegt schlicht und ergreifend an der Handlung.
Spoiler:
Was hat es mit den Mondpiraten auf sich? Warum waren die da und was wollten die eigentlich?
Die Geschichte mit dem Pavian! Warum baut man so einen losen Strang ein? Oder hab ich da irgendwie den Zusammenhang nicht mitbekommen
Und da fühlte ich mich sogar richtig verarscht:
Spoiler:
Wenn er am Ende von der Schiffsantenne mit einem Schild durch den kompletten Neptunring katapultiert wird und direkt auf sein Schiff zufliegt.
Spoiler:
Ein ganz zentrales Element des Films ist der Export menschlicher/irdischer Probleme. Wir nehmen sie mit, wohin wir auch gehen. Sie gehören zu uns, machen uns menschlich, aber korrumpieren auch. Selbst den Weltraum, soweit wir uns auch hinaus wagen. Früher war der Mond ein Sehnsuchtsort, heute nur noch eine Kolonie voller Bürokratie und Verbrechen. Keine Ahnung wie Piraten auf dem Mond überleben, ist aber auch nicht so wichtig.

Der Pavian genauso: Natürlich ist der völlig absurd, aber meiner Meinung nach ist der genau deswegen da, weil er unserer Meinung nach nicht in den Weltraum gehört. Wir wollen den Weltraum erkunden, stattdessen schlagen wir uns mit wild gewordenen Affen rum.

Und die Rückkehr zum Schiff ist geil, basta. *g*
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR »

Parasite; selten habe ich mich mehr gefreut, bei Film und Regie daneben gelegen zu haben.
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Apparition
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition »

Thunderforce hat geschrieben:
20.01.2020 09:58
1917
Gerade frisch im Kino angelaufen. Spielt im ersten Weltkrieg, zwei Soldaten erhalten den Auftrag durch feindliches Gebiet zu einer anderen Kompanie zu gelangen, um diese vor einem deutschen Hinterhalt zu warnen, der der gesamten Kompanie (der auch der Bruder eines der Hauptdarsteller angehört) das Leben kosten wird, insgesamt 1600 Männer. Das besondere ist, dass der Film in Echtzeit spielt und (zumindest augenscheinlich) in einem Take, ohne Schnitte gedreht ist. Das ist derart gut gemacht, dass es bis auf eine sehr offensichtliche Szene (wo es eben tatsächlich einen Cut gibt, der aber eben dann auch inhaltlich nötig ist)) tatsächlich so wirkt, als sei hier kein Schnitt erfolgt und die ganzen Massenszenen, Kämpfe, aber auch die nicht gerade leichte Reise der beiden jungen Männer wirklich an einem Stück gedreht. Der Krieg kommt dem Zuschauer hier teilweise ziemlich nah, es gibt keinerlei Distanz durch Schnitte oder irgendwelche Totalen. Man ist durchgehend quasi als dritter Mann dabei, hat genausoviel Übersicht über die Situation wie die beiden Jungs (keine) und krallt sich in einer Tour am Sessel fest. Emotional ging der Film mir weniger nahe, als ich vermutet hätte, er ist vor allem unglaublich spannend und filmtechnisch wirklich beeindruckend. Dennoch finde ich FSK 12 dafür schon einigermaßen heftig. Die Filmmusik war mir teilweise zu präsent, dadurch war halt das Gefühl, dass es eben doch nur ein Film ist, teilweise zu weit im Vordergrund, ansonsten absolut lohnenswert und wirklich großartig, auch schauspielerisch.
9/10
Schließe mich an. Die Bilderwucht ist manchmal fast schon übertrieben (die brennende Stadt...), aber das Gefühl, dauernd unter Druck zu stehen, nicht zu wissen, was als nächstes passiert, kommt sehr gut rüber. Warnung für die O-Ton Gucker: Untertitel sind sinnvoll. Das britische Genuschel ist für Non-Native Speaker nicht selten grenzwertig verständlich.
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