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Weakling
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von Weakling »

Zico Chain sind amtlich. Paar mal reingehört und gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. In "A Place to Bury Strangers" (hattest mir ja den Link hierher gepostet als ich nach Anspieltipps gefragt habe - genau sowas ahtte ich gesucht ;) ) habe ich jetzt auch mal reingehört, aber momentan nicht so viel Lust auf die Mucke irgendwie und weiß nicht, ob ich das live brauche, aber bis dahin mal entscheiden :)
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PetePetePete
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

:-) @ Zico Chain

Die Strangers sind durch die teilweise etwas sterile Atmosphäre und die Noise-Effekte sicher nicht für jeden Alltagsmusik und passen auch nicht sorecht zum anstehenden Frühling, aber wenn man sich darauf einlässt und allgemein drauf steht, hat man eine neue Lieblingsband. Live würde ich mir das auf jeden Fall geben, allerdings wird die Band zurecht 'NY's loudest Band' genannt, was sie vorallem live immer wieder beweisen.
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

Als nächstes gibts Grizzly Bear, die wie TV on the Radio aus Brooklyn kommen. Das ist aber auch die einzige Gemeinsamkeit, denn die Teddys machen Indierock, teilweise auch Folkrock, alles sehr nach amerikanischer Wildnis klingend, teilweise etwas psychedelic und unter den lastfm-Tags finde ich auch das Wort 'baroque', was es teilweise auch ganz gut beschreibt. Die Band wird ganz gerne zu einer Welle an Folk-Künstlern aus Amerika gezählt, die man unter dem Begriff "New Weird America" zusammenfasst. Darunter versteht man Bands und Künstler, die in den letzten knapp 10 Jahren aufkamen, die meist folkigen oder psychedelischen Indierock spielen und etwas hippiemäßig aussehen. Bekannt aus der Richtung sind bspw Iron and Wine, Fleet Foxes oder Bon Iver. Aber zurück zu Grizzly Bear, die btw eher aussehen wie Physikstudenten auf der Kommunion ihrer kleinen Schwester als wirklich Hippie-esque.
Besonders ragt das letzte Album der Band 'Veckatimest' aus dem Über-Musikjahr 2009 heraus, welches in jedem anderen Jahr ohne wenn und aber als absolutes Highlight gelten würde... in 2009 war es dann dank Japandroids, Mumford, Mastodon, Converge, Editors, Isis, Baroness und wie sie nicht alle heißen, ein von mir zuerst übersehenes Juwel. Aber im lahmen 2010 hab ich das Album dann ins Herz geschlossen und es läuft seitdem sogar öfter als einige der oben genannten Knalleralben. Das Album beginnt gleicht mit den drei größten Hits, 'Southern Point', 'Two Weeks' und 'All we ask'. Zweiterer war auch ein recht großer Indie-Hit in den Staaten, da er u.a. in einer How I Met Your Mother-Folge vorkam, die Band ihn bei Letterman gespielt hat und er sogar in einer Super Bowl-Werbung von VW verwendet wird. Aber auch nach den drei Ohrwürmern nimmt das Songmaterial nicht ab und über eine Gesamtlänge von 52 Minuten in 12 Songs gibt es meiner Meinung nach keinen Durchhänger auf dem gesamten Album.

Reinhören:
http://youtu.be/F5mGYiLSYiI Southern Point
http://youtu.be/mQ4jZeGUFzI While you wait for the Others
http://youtu.be/tjecYugTbIQ Two Weeks
http://youtu.be/EbhO7rsnAz0 Cheerleader



Als zweites gibts noch eine Band, die mir ganz besonders am Herzen liegt, und auch wenn sie hier wohl kaum viele Anhänger finden wird, ist es mir ein dringendes Bedürfnis, sie hier zu erwähnen. Es geht um The xx. neben den Japandroids dürfte ich in den letzten zweieinhalb Jahren keinen Bandnamen öfter in Donnerstagslisten gehabt haben als The xx. Und dabei haben die Londoner erst ein Album. 'xx', so der äußerst kreative Titel, kam ebenfalls 2009. Darauf spielt das Quartett (das leider inzwischen durch den Ausstieg der Sängerin nur noch ein Trio ist) sehr minimalistischen, ruhigen, melancholischen, düsteren, "shoegaze-igen" und vorallem brillianten Indiepop. Und das erstaunliche an diesem Album sind die Beats. Die sind nämlich besser arangiert als bei jedem einzelnen RnB-Album, das Radio und Charts vollschwemmt. Der Rhythmus ausm Drumcomputer macht jeden einzelnen Song automatisch zum Tanzflächenfeger einer jeden Indie-Disko. Dafür verantwortlich ist Jamie Smith, ein recht berühmter britischer Produzent und Remix-Künstler, der schon Sachen von Florence and The Machine oder Adele geremixed hat und neben seinen Bandkollegen mit Leuten wie Burial oder Four Tet auf der Elliiot School in London war, einem sehr berühmten College, das schon viele Künstler hervorgebracht hat. Zu Smiths Beats gibt es den Schlafzimmergesang von Oliver Sim und das liebenswürdige Lispeln von Baria Qureshi, die völlig kitschfrei und immermehr verträumt als glücklich oder traurig über Gefühle und Sehnsüchte singen.
Ihr seht schon, es ist die perfekte Band um im Rockhard Forum vorgestellt zu werden. *g* Aber beschreiben kann man das eh nicht wirklich gut und ich habe bislang wohl eher abgeschreckt als angepriesen. Also wenn euch in dem Thread schon das ein oder andere gefallen hat, gebt The xx bitte zumindest eine Chance. *g*
An Hörproben verlinke ich jetzt mal als erstes das Intro, welches eben ganz besonders schön zeigt, wie großartig das instrumentale an diesem Album ist. Was hier für eine Dynamik und für ein Groove mit nem Computer und ein bisschen Saitengezupfe binnen zwei Minuten erzielt wird, schaffen viele Künstler in ihrer ganzen Karriere nicht. Wahrscheinlich hat darum auch Rihanna 'Intro' als Instrumental für einen ihrer Songs auf dem letzten Album verwendet.

Da:
http://youtu.be/WHBDoYo2oa0 Intro
http://youtu.be/ItX2cntpWtE Night Time
http://youtu.be/Pib8eYDSFEI Chrystalised
http://youtu.be/eaWWqmnNAxg Islands (live@Studio)
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

Immernoch keine Reaktionen? Püh!
Dann eben etwas psychedelic Rock aus dem dritten Jahrtausend, der mir gerade bei einer relativ guten Flasche Weißwein vom Aldi eine Menge Spaß bereitet.

Tame Impala aus Perth, Album 'Innerspeaker' von 2010 ist super, davor gabs zwei EPs, davon kenn ich die zweite nur, die ist genauso wie das Album supergeil und von jener EP (sowie der Bonusdisc des Albums) ist auch der erste verlinkte Song. Die Band ist mehr Hippie, mehr Kiffer und mehr 68er als viele originale 68er. Zumindest wenn man es aus der heutigen Perspektive betrachtet (zu der Zeit war mein Vater immerhin gerade erst in der Pubertät). Der Flow und das Händchen für gute Songs sind richtig super und es klingt, obwohl es natürlich einen Innovationsfaktor von unter null hat, ziemlich eigenständig.
http://youtu.be/zfcHq0hhFWg Half Full Glas of Wine
http://youtu.be/vxvf7gR4-2M Solitude is Bliss (HIT!)

Als zweites nochmal eben ganz fix: Imaad Wasif aus Vancouver habe ich ungefähr zur gleichen Zeit wie TI kennengelernt, nämlich mit dem 2009er Album 'The Voidist'. Das finde ich sogar noch ein bisschen besser als die o.g. TI. Auf 'The Voidist' gehts chilliger, bluesiger,experimenteller und teilweise folkiger zur Sache und das ganze ist genausoviel Drogentripp wie auch das Runterkommen danach. Außerdem klingt es hier nicht unbedingt nach Woodstock, sondern man kann sich auch vorstellen, dass der gute Imaad gerade jetzt in einem Stadtpark mit seiner Klampfe sitzt und Songs schreibt.
http://youtu.be/KHHo9ukt27w Redeemer
http://youtu.be/x1xfun0lEWw Razorlike (mein Albumhighlight)
http://youtu.be/rv0scgquZAM Priestess
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von Nezyrael »

Hohe Trefferquote mal wieder, nix schlechtes dabei :)

Imaad Wasif kannte ich noch nicht, klingt aber auch interessant genug um das zu ändern.
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

Zwar keine 25° Sonnenschein-Musik, aber trotzdem bin ich gerade derbst geflasht:
http://youtu.be/40Br07CF0qk Antony and the Johnsons - Bird Gehrl
http://youtu.be/278j0D6nY0A Antony and the Johnsons - Crazy in love (Beyonce Cover)

Zweiteres ist eines der besten Coverversionen, die ich jemals gehört habe.
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

HÖRT MEHR PIXIES!

Oder allgemein mehr 90s-Indie/Alternative. Jesus Lizard, Slint, Pavement, Fugazi, Sonic Youth, Yo La Tengo, Dinosaur Jr, ... und noch mindestens zwanzig weitere, absolut empfehlenswerte Bands. Der Wahn. Alleine in der ersten Jahrzehnthälfte da kam genug Qualität und Abwechslung raus, dass man sein ganzes Leben nur aus der Zeit hören bräuchte und einem nie langweilig würde.

Alleine die beiden Nebenband von Pixies-Bassistin Kim Deal, The Breeders und The Amps, machen mich gerade völlig fertig. Ich tanze schon seit zwei Stunden durch die Bude.

The Breeders
http://youtu.be/XP69qrPiiDc Safari
http://youtu.be/b2h22b9flvs Cannonball (live)
http://youtu.be/Bt5MWCwFhCI Saints

Vielleicht bau ich die Tage mal eine schicke yt-Playlist als 90s-Übersicht.
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von munsche »

Fugazi und Sonic Youth ok, aber der Rest ist m.E. nicht der Rede wert. :ka:
In den 90ern kam m.E. ziemlich wenig wirklich Interessantes aus der Indie-Ecke, ich finde, es klafft eine große Lücke zwischen den frühen 80ern und ca. 2000.
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Phil_Harmonika
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von Phil_Harmonika »

Könnt ich echt nicht unterschiedlicher sehen, die 90er waren imo die mit Abstand interessanteste Zeit für solche Musik (eigentlich Musik im allgemeinen). Die oben genannten, dann noch Guided by Voices, Archers of Loaf, Modest Mouse...
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PetePetePete
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

Phil_Harmonika hat geschrieben:Könnt ich echt nicht unterschiedlicher sehen, die 90er waren imo die mit Abstand interessanteste Zeit für solche Musik (eigentlich Musik im allgemeinen).
Meiner Meinung nach gilt das absolut für Musik im Allgemeinen. Und ich behaupte auch, dass es in keiner Zeit mehr unerkannte Perlen gibt als von, sagen wir mal grob, 88-97. Zu der Zeit gabs immer mehr neue, junge, innovative Bands, aber eben kein Internet und der Mainstream spielte sich auch erst ab dem neuen Millenium eher in der Richtung ab mit der Welle der "The-Bands" (Strokes, Hives, Franz Ferdinand, Bloc Party, Kaiser Chiefs...).
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munsche
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von munsche »

Die 90er waren für mich Death und Black Metal, was da aus der Indie-Szene kam, war mir damals zu lasch und eintönig. Manches entdecke ich heute neu und find´s gar nicht mehr so schlecht, aber für mich wurde der "Indie"-Bereich erst wieder mit "OK Computer" und später "Turn on the Bright Lights" langsam wieder interessant. Ab dann konnte ich mich wieder für moderates Gitarrengeschrammel begeistern.
Aber gut, könnte man ewig diskutieren, es ist letztendlich reine Geschmackssache. Und überhaupt. :D
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von PetePetePete »

Wäre ich nicht vorher schon in Reginé von Arcade Fire verliebt gewesen, jetzt wäre ich es.
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Assaulter
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von Assaulter »

Die 90er waren musikalisch natürlich absolut großartig. Nur wird das wegen diesen ganzen Retro-Fetischisten, die wie eine Seuche über das Land herfallen, gerne unter den Teppich gekehrt.
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munsche
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von munsche »

Herrschaften! Wie sieht´s denn mit Moonface aus? Habe ich kürzlich durch Zufall entdeckt und für toll befunden.
Wunderbarer melancholischer Pop. Von vorne bis hinten zusammengeklaut aber toll!
[youtube]?v=RZvYgWX2NkA[/youtube]

[youtube]?v=pkOlOHSu33E&feature=related[/youtube]

[youtube]?v=2FpnbBzzjZA&feature=related[/youtube]
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|menschmaschine|
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Re: (inzwischen noch mehr) Tipps für alle Guten.

Beitrag von |menschmaschine| »

musikalisch find ich die ganz schön, nur mit dem fergal sharkey meets paul banks sänger habe ich so meine probleme...
The Durango '95 purred away a real horrowshow - a nice, warm vibraty feeling all through your guttiwuts.
And soon it was trees and dark, my brothers, with real country dark...
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