CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

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Kotzewitsch
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Kotzewitsch »

headbenscha hat geschrieben:so kann man die platte nur bewerten wenn man unrealistische erwartungen hatte, die dann enttäuscht wurden. objektiv müsste sie mindestens 8/10 haben.
Dem schließe ich mich an. War jetz vorher nich so der große Carcass Kenner (klar, schon einige mal angehört und für gut empfunden und alles, aber nie in wirklich intensivem Stil), die große Begeisterung kam erst wirklich durch das Party.San auf... dementsprechend waren meine Erwartungen nu auch nich so exorbitant. Und ich find die Scheibe echt gut. Auch objektiv kann ich mich da der Kritik hier nich anschließen, zumindest nach den bisherigen Durchläufen nich. Mir macht die Scheibe Spass. 6/15 oder 4/10 sind da schon ziemlich über-untertrieben und des kann ich mir außer durch des Erwartungsblubb nich erklären :nerv:
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MetalEschi
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von MetalEschi »

Das Ding is geil. Warum und weshalb - scheißegal. Geil. So einfach ist es machmal.
Sie lasen: Qualitätsposting von MetalEschi (c)2020
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oger
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von oger »

Wie gut, dass ich keine Erwartungen hatte. :-)
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Corpsegrinder72
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Corpsegrinder72 »

Auch unter der Berücksichtigung der unterschiedlichen Geschmäcker sowie der enttäuschten Erwartung des Kollegen von musikreviews, aber "nur" 6/15 Punkten für ein zugegebenermaßen fast schon zu perfekt klingendes Album sind bei aller Liebe ein (schlechter) Witz. Dafür ist das Teil dann doch einfach zu gut ausgefallen, als dass es verdient hätte, mit solch einer mageren Punktzahl abgespeist zu werden. Da fehlt dann ja echt nicht mehr viel bis zur Arschbombe. *g*
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Annullator
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Annullator »

Man stelle sich einen Stahlnagel vor, den man sich spontan unter den Zehnagel rammt, um danach ihn nach oben zu ziehen. Und statt zu schreien, freut man sich mit einem feisten Grinsen im Gesicht. Das waren Carcass früher, beispielsweise auf der Necroticism. Nun stelle man sich vor, wie man eine Reißzwecke auf den Boden legt, um reinzutreten. Stabsmännisch plant man den Weg zu dieser Reißzwecke. Windgeschwindigkeit, Richtung, Erdkrümmung, etc. werden ganz genau berechnet. Man nähert sich stückweise dieser Reißzwecke und hat dabei Erinnerungen an den tollen Stahlnagel. Kurz bevor man reintritt, weicht man aus und nimmt sie wieder auf. So sieht es bei Surgical Steel aus. Erwartet habe ich, dass man sich zumindest den kleinen Zeh irgendwo anstößt. Das wäre wenigstens etwas gewesen. Objektiv gesehen ist das kein schlechtes Album. Aber was bringt mir die Objektivität hier? Deswegen finde ich dann auch die 6 Punkte gerechtfertigt.
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abuzze666
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von abuzze666 »

Öhäää...sollte ich vielleicht doch vorher nochmal reinhören, statt Blindkauf?!
*wohl machen werd*
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Metal Steam
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Metal Steam »

Kingrandy hat geschrieben:Von 6 bis 14 Punkten reicht die Spanne bei uns im Massen-Review. :pommes:
Warum ist Kingrandy's Review am besten?

Zitat:
Wer jedoch von CARCASS soundtechnisch oldschoolige Räudigkeit erwartet, könnte enttäuscht werden.
Das von Colin Richardson produzierte und von Andy Sneap gemixt und gemasterte Album hat einen Sound,
der so hochglänzend ist, wie das Chirurgenbesteck auf dem Cover. Wer also auf richig gute, moderne Pro-
duktionen steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Und wo wir gerade bei Chirurgen sind (und ja, der Ver-
gleich ist abgedroschen, aber zutreffend) – die Gitarrenarbeit und das Drumming sind wirklich so präzise,
wie man es von einem guten medizinischen Handwerker erwarten würde.


Weil er der einzige ist, der eine absolut perfekte Assoziation zu dem Cover zieht.
Genau dies, lieber Kingrandy, habe ich mir nämlich auch gedacht. Wo bleiben die
versifften und bluttriefenden Motive auf dem Cover? Und genau dies hört man dem
Carcass-Album eben nicht heraus, sondern so, wie Kingrandy es beschreibt.

Lieber Kingrandy, bitte beziehe das Cover noch mehr in deine Reviews ein, dies
wäre nicht nur ein Stilmittel, sondern ein Markenzeichen des Schreibers. Potenzial
haste und wie ich weiss, bedeuten dir Covers auch ein wenig mehr als vermutlich
bei deinen Kollegen.

Weiter so!

:pommes: :pommes:

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Tolpan hat geschrieben:Metal Steam, der Forenretter.
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Hyronimus
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Hyronimus »

Man muss nur mal an das bluttriefende Cover von “Heartwork“ zurückdenken! :klatsch:
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Metal Steam
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Metal Steam »

Hyronimus hat geschrieben:Man muss nur mal an das bluttriefende Cover von “Heartwork“ zurückdenken! :klatsch:
:klatsch:

Eben, deshalb erinnert dieses neue Album auch an 'Heartwork' und eben nicht an die ganz alten Sachen.
Oder anders ausgedrückt für Spätzünder: Dank dem Cover habe ich auch genau diese Mukke erwartet.

:traenenlach:

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Hyronimus
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Hyronimus »

Metal Steam hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:Man muss nur mal an das bluttriefende Cover von “Heartwork“ zurückdenken! :klatsch:
:klatsch:

Eben, deshalb erinnert dieses neue Album auch an 'Heartwork' und eben nicht an die ganz alten Sachen.
Oder anders ausgedrückt für Spätzünder: Dank dem Cover habe ich auch genau diese Mukke erwartet.

:traenenlach:

M.S.
Mit “bluttriefend“ würde ich kleines der Carcass-Cover assoziieren. Und “Symphonies of Sickness, Teil 2“ hat so oder so niemand erwartet.
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Metal Steam
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Metal Steam »

Hyronimus hat geschrieben:Und “Symphonies of Sickness, Teil 2“ hat so oder so niemand erwartet.
Naja, ich will ehrlich sein. Ich habe es nicht erwartet, aber befürchtet.
Aber sowas will anno 2013 sicher kaum noch einer hören. Daher sagt mir
der aktuelle Stil von Carcass auch mehr zu.

:)

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Koblonksi
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Koblonksi »

Comeback Album des Jahres! Einfach fantastisch! Mehr braucht man dazu nicht sagen...Ein Comeback Album in Richtung "Symphonies..." oder "Reek..." hätte überhaupt nicht gepasst und wäre nur enttäuschend gewesen! Die weiterentwicklung von Album zu Album bei Carcass war und ist immer noch Klasse! Viele Bands haben sich doch auch zum positiven weiterentwickelt...Und das ist auch gut so...Gibt genug andere Bands die von Album zu Album das gleiche machen...
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Susi666
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von Susi666 »

headbenscha hat geschrieben:so kann man die platte nur bewerten wenn man unrealistische erwartungen hatte, die dann enttäuscht wurden. objektiv müsste sie mindestens 8/10 haben.
Oder wenn man eh geringe Erwartungen hatte, die dann erfüllt wurden. Daß sich Bill Steer kein Necroticism II aus dem Ärmel schüttelt, war mir schon klar. Möglicherweise spielt auch ne Rolle, was vor "Surgical Steel" war: nämlich zehn Jahre Musik komponieren für die inzwischen aufgelösten Firebird. Vielleicht ist es nicht so einfach, danach nochmal richtig geile extreme Songs zu schreiben? Und was war vor "Necroticism"? Genau, die ersten beiden Carcass Alben sowie Napalm Death. Aber das ist natürlich nur meine persönliche Theorie... :D

Und trotzdem kann die subjektive, also einzig relevante Bewertung, ja niedriger sein.
Kennt ihr dieses leichte Prickeln der Vorfreude und Herzklopfen, wenn ihr einen Thread öffnet, dessen neueste Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit mit beleidigter Leberwurst bestrichen ist?

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wolverin
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von wolverin »

Annullator hat geschrieben:Man stelle sich einen Stahlnagel vor, den man sich spontan unter den Zehnagel rammt, um danach ihn nach oben zu ziehen. Und statt zu schreien, freut man sich mit einem feisten Grinsen im Gesicht. Das waren Carcass früher, beispielsweise auf der Necroticism. Nun stelle man sich vor, wie man eine Reißzwecke auf den Boden legt, um reinzutreten. Stabsmännisch plant man den Weg zu dieser Reißzwecke. Windgeschwindigkeit, Richtung, Erdkrümmung, etc. werden ganz genau berechnet. Man nähert sich stückweise dieser Reißzwecke und hat dabei Erinnerungen an den tollen Stahlnagel. Kurz bevor man reintritt, weicht man aus und nimmt sie wieder auf. So sieht es bei Surgical Steel aus. Erwartet habe ich, dass man sich zumindest den kleinen Zeh irgendwo anstößt. Das wäre wenigstens etwas gewesen. Objektiv gesehen ist das kein schlechtes Album. Aber was bringt mir die Objektivität hier? Deswegen finde ich dann auch die 6 Punkte gerechtfertigt.

Haha, geil! Für den Text bekommst du 13/15 Punkten. :wink:
Wenn Slayer wieder auf Tour gehen würden, würde Corona seine Ausbreitung canceln.
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wolverin
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Re: CARCASS - Surgical Steel [13.09.]

Beitrag von wolverin »

Metal Steam hat geschrieben:
Kingrandy hat geschrieben:Von 6 bis 14 Punkten reicht die Spanne bei uns im Massen-Review. :pommes:
Warum ist Kingrandy's Review am besten?

Zitat:
Wer jedoch von CARCASS soundtechnisch oldschoolige Räudigkeit erwartet, könnte enttäuscht werden.
Das von Colin Richardson produzierte und von Andy Sneap gemixt und gemasterte Album hat einen Sound,
der so hochglänzend ist, wie das Chirurgenbesteck auf dem Cover. Wer also auf richig gute, moderne Pro-
duktionen steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Und wo wir gerade bei Chirurgen sind (und ja, der Ver-
gleich ist abgedroschen, aber zutreffend) – die Gitarrenarbeit und das Drumming sind wirklich so präzise,
wie man es von einem guten medizinischen Handwerker erwarten würde.


Weil er der einzige ist, der eine absolut perfekte Assoziation zu dem Cover zieht.
Genau dies, lieber Kingrandy, habe ich mir nämlich auch gedacht. Wo bleiben die
versifften und bluttriefenden Motive auf dem Cover? Und genau dies hört man dem
Carcass-Album eben nicht heraus, sondern so, wie Kingrandy es beschreibt.

Lieber Kingrandy, bitte beziehe das Cover noch mehr in deine Reviews ein, dies
wäre nicht nur ein Stilmittel, sondern ein Markenzeichen des Schreibers. Potenzial
haste und wie ich weiss, bedeuten dir Covers auch ein wenig mehr als vermutlich
bei deinen Kollegen.

Weiter so!

:pommes: :pommes:

M.S.

Obwohl ich die Platte noch nicht gehört habe (nur einen Song), denke ich auch dass dieses Review der Wahrheit am nächsten kommt. Ich glaube nicht, dass man von Andy Sneap einen räudigen Sound erwartet hat. Und dass es eher in Richtung Heartwork gehen würde, war ja glaube ich auch von der Band selbst zu lesen, oder?
Ich persönlich halte Necrotism auch für das Masterpiece der Band, aber danach folgt bei mir eben Heartwork und nicht Reek Of Putrefaction oder Symphonies Of Sickness.

Die Vergleiche mit Kreator und Arch Enemy sind übrigens gar nicht so so zum kopfschütteln, denn

1. Wude Heartwork damals mit Kreators Coma Of Souls verglichen.

2. Galten Arch Enemy mit Johan Liva als inoffizielle Carcass-Nachfolger ( zu Heartwork-Zeiten).
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