Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

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Thunderforce
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Thunderforce »

KingFear hat geschrieben: 16.05.2020 16:44 Nachdem ich mir selbst Maynard als Gesangs-Hassobjekt Nr. 1 genommen habe (zumindest auf Fear Inoculum), lass mir doch wenigstens den Renske [sic].
Versuchs doch mal mit Agent Steel oder so. *g*
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TMW316
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von TMW316 »

Axe To Fall hat geschrieben: 16.05.2020 16:47
TMW316 hat geschrieben: 16.05.2020 16:06 [...]
Die Tragic Idol hab ich damals nicht so ganz verstanden. Man war eigentlich mit der Faith schon fast auf 3/4 Wer zur Plague Within angekommen, aber fährt dann noch mal zurück zur softeren In Requiem oder sogar noch etwas zurück mit der Tragic Idol, nur um dann die Plague und Medusa zu bringen. Hätte man die Tragic vor der Faith oder jetzt nach der Obsidian gebracht, wäre der Schritt viel logischer. Ich bin mit der nie so warm geworden, weil mir der Stilschwenker nicht zur Entwicklung der Band gepasst hat.
Welcher stilistischer Schwenker? Die "Tragic Idol" ist die logische Fortsetzung zu FDUDUU.
Ich fand die war eher der gefühlte Vorgänger, da die Songs wieder straighter und eingängiger waren, als die von der Faith Divides Us. Ich hätte nach der Faith eher gleich die Plague erwartet.
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
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Frank2
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Frank2 »

Nach knapp 10 Durchläufen mein erstes, vorsichtiges Fazit zu
"Obsidian":
Starke Scheibe, wenn auch für meine Begriffe etwas unentschlossen.
Man versucht, sämtliche PL Phasen unter einen Hut zu bringen.
Hier fehlt mir ein wenig die Konsequenz, die beispielsweise das brachial schwere
"Medusa" oder auch ein "One Second" mit seinen zeitgeistigen und dezenten
elektronischen Ansätzen auszeichnete.

Ganz groß bisher: "Darker Thoughts" ( was für eine Gitarre!!! ), "Fall from
Grace", "The Devil Embraced" ( hätte auch auf "Medusa" stehen können )
und "Forsaken" ( erneut dezent eingestreute , grandiose Gitarren ).

"Ghosts" hätte auch locker auf einem der ersten Sisters of Mercy Alben stehen
können ( ich höre hier auch eindeutig ganz frühe Depeche Mode heraus ) , was
nicht negativ gemeint ist, aber den Fluss der Scheibe etwas stört.

"Hope Dies Young" mit seinem seltsam wirkenden Refrain stellt den absoluten
Tiefpunkt des Albums dar, in meinen Augen der schwächste PL Song der letzten
Jahre.

Der Sound knallt ausgewogen aus den Boxen, auch hier ein Pluspunkt.

Positiv sollten die beiden Bonustracks hervorgehoben werden:
Vor allen Dingen "Hear the Night" stellt einen absoluten Mehrwert dar.

Mal sehen, wohin sich die Scheibe in den nächsten Wochen noch entwickelt.
Professor Longhair
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Professor Longhair »

Morgen wird Osidian bei mir im Briefkasten liegen ..... Mann bin ich gespannt !
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Frank2
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Frank2 »

Professor Longhair hat geschrieben: 18.05.2020 19:29 Morgen wird Osidian bei mir im Briefkasten liegen ..... Mann bin ich gespannt !
Mal gespannt auf Deine Meinung :wink:
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MetalEschi
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von MetalEschi »

Obsidians objektiv größte Stärke ist auch zugleich seine Schwäche: Es wird nie wirklich klar, ob Paradise Lost nun Doom, Death, Gohic, so eine Art Dark Pop oder eine Mischung aus Allem sein wollen. Die große Abwechslung (im Bandkontext) ist hier dann tatsächlich nicht immer ein Vorteil. Die Folge aus diesem Cocktail wirkt nämlich ungleich schwerer: Obsidian ist dadurch nicht düster genug, weil es immer dann, wenn es das sein könnte, plötzlich doch wieder lieblich umher säuseln will. Paradise Lost können beides, sollten es aber nicht unbedingt immer auf einmal versuchen. Hope Dies Young halte ich dann nicht direkt für einen schlechten Song, aber, da hat Frank schon recht, das beinahe fröhliche Geträller passt nicht zu der Dunkelheit, die sie mit dem Opener antäuschen. Ghosts ist ein guter Gothic-Rocker, aber eben auch so speziell, dass er fast fehlplatziert wirkt. Die bei einigen Songs angedeuteten Choräle wirken dann umso mehr bemüht.
So gesehen eine Scheibe mit wirklich guten, teilweise sehr guten Einzelsongs, bei der mir das Albumfeeling aber komplett abgeht, weil die Band sich nicht entscheiden konnte, ob sie nun ein düsteres oder ein eher luftigeres Album machen wollte.
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GoTellSomebody
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von GoTellSomebody »

MetalEschi hat geschrieben: 19.05.2020 21:12 Obsidians objektiv größte Stärke ist auch zugleich seine Schwäche: Es wird nie wirklich klar, ob Paradise Lost nun Doom, Death, Gohic, so eine Art Dark Pop oder eine Mischung aus Allem sein wollen. Die große Abwechslung (im Bandkontext) ist hier dann tatsächlich nicht immer ein Vorteil. Die Folge aus diesem Cocktail wirkt nämlich ungleich schwerer: Obsidian ist dadurch nicht düster genug, weil es immer dann, wenn es das sein könnte, plötzlich doch wieder lieblich umher säuseln will. Paradise Lost können beides, sollten es aber nicht unbedingt immer auf einmal versuchen. Hope Dies Young halte ich dann nicht direkt für einen schlechten Song, aber, da hat Frank schon recht, das beinahe fröhliche Geträller passt nicht zu der Dunkelheit, die sie mit dem Opener antäuschen. Ghosts ist ein guter Gothic-Rocker, aber eben auch so speziell, dass er fast fehlplatziert wirkt. Die bei einigen Songs angedeuteten Choräle wirken dann umso mehr bemüht.
So gesehen eine Scheibe mit wirklich guten, teilweise sehr guten Einzelsongs, bei der mir das Albumfeeling aber komplett abgeht, weil die Band sich nicht entscheiden konnte, ob sie nun ein düsteres oder ein eher luftigeres Album machen wollte.
Wenn das so ist, könnte mir das gefallen, da ich die sehr homogenen PL-Alben auf Dauer meistens eher nicht so spannend finde.
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Porcupine
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Porcupine »

Ich finde die ersten 6 Songs wirklich saustark, bis dahin gehört das Album für mich mit zu den besten der letzen 25 Jahre. Danach flacht es aber doch etwas ab. Sowohl die letzten drei regulären Songs als auch die beiden Bonustracks sind immer noch gut, aber letztlich nicht mehr als solide 8 Punkte Kost. Unter dem Strich ein erfreulich gutes Album das mit den beiden Vorgängern locker den Boden aufwischt.
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Professor Longhair »

Nach dem ersten "gierigen Durchlauf" von Obsidian eine erste vorsichtige Einschätzung: Da ich PL von Anfang an mochte und mag , kann ich das Album gar nicht schlecht finden .... nein , ich habe es aufmerksam und sehr konzentriert durchhören können, was wahrscheinlich AUCH daran liegen könnte, daß soviel Unterschiedliches und Abwechslungsreiches passiert von Song zu Song. Da bin ich recht nah an #Metal Eschis Einschätzung - PL lassen sich nur schwer kategorisieren ! Ein Vorteil wie ich finde , bleiben sie doch damit stets interessant. Ich bin ebenfalls bei #Porcupine - die ersten 6 Tracks sind erste Sahne, danach gehts doch etwas runter mit meiner inneren Spannungskurve. Das ist wie gesagt mein ERSTER Eindruck !
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TMW316
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von TMW316 »

Der erste Song ist irgendwie komisch, 2 und 3 sind zu 0815, danach wird das Album eigentlich erst interessant. Dass die letzten Bonus Songs sind, ist mir garnicht so aufgefallen.

EDIT: Was mir aber etwas fehlt ist der mittelharte Gesang. Entweder er ist wie auf One Second oder Death Metal wie auf den letzten. Aber so in der Mitte wie auf der In Requiem oder Faith oder auch Icon fehlt ein wenig.

EDIT2: Ich glaube ja man hat die Bonus Tracks vertauscht. Eigentlich sind das Ending Days und Hope Dies Young. Die beiden Songs passen so garnicht zum Rest, während die "Bonus Tracks" überhaupt nicht auffallen im Vergleich zu den anderen wie Forsaken oder The Devil Embraced, die IMO die besten Songs sind.
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FTS
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von FTS »

"Darker Thoughts" ist einer der besten PL-Songs aller Zeiten. Gänsehaut! Stilistisch können sie im Prinzip machen was sie wollen. Die haben den Kram mehr oder weniger erfunden. Ich mag die Mischung aus dem kauzigen Grundton der letzten Scheiben in Kombination mit eingängigeren Melodien und Texten.
https://mirroredinsecrecy.bandcamp.com - Dark Rock / Gothic Metal
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Disbeliefer
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Disbeliefer »

Nach mittlerweile 5 Durchläufen kann ich zumindest schonmal sagen, dass "Obsidian" defintiv keine Schwächen hat.
'Darker Thoughts' ist ein ungewöhnlicher, aber starker Opener und vor allem auch generell ein geiler Song.
'Ghosts' auch saustark - hätte mit leicht anderer Instrumentierung (wenn man die eine oder andere Spur mal hier, mal da in den Synth-Bereich verlagert hätte) auch gut auf "Symbol Of Life" stehen können. Atmet auf jeden Fall ein ähnliches Flair.

Zum Rest kann und will ich noch gar nicht ins Detail gehen. Zum einen, weil da 5 Durchläufe nicht reichen und zum anderen, weil das Album für mich nicht wie eine Ansammlung von Einzelsongs daherkommt, sondern als eine Art großes Ganzes wirkt.
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Master_of_Insanity
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Master_of_Insanity »

Thunderforce hat geschrieben: 16.05.2020 16:26Das Drumming ist mir, obwohl ich bewusst null auf sowas achte, zum Teil arg prollig vorgekommen.
Mal 3 Takte nen Beat halten geht nicht, immer schön alles vollbreaken, zufillen und kaputtrollen.
Geh halt zu Machine Head, Du Poser. :gelb:
LOL, Stratmann lobt in seinem Review im neuen Heft ausdrücklich den jungen finnischen Drummer, bezeichnet ihn als erstaunlich routiniert. Nicht dass der RH Chef jetzt die Wahrheit mit den Löffeln gefressen hätte, aber so unterschiedlich können Wahrnehmungen zweier ausgewiesener Experten sein... :D Aber das wird Ploppi auch herzlich egal sein
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MetalEschi
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von MetalEschi »

Paradise Lost sind halt auch die denkbar unpassendste Band, wenn man sich als Drummer auszeichnen will.
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Thunderforce
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Re: Paradise Lost - Obsidian (15.05.2020)

Beitrag von Thunderforce »

Master_of_Insanity hat geschrieben: 24.05.2020 04:39
Thunderforce hat geschrieben: 16.05.2020 16:26Das Drumming ist mir, obwohl ich bewusst null auf sowas achte, zum Teil arg prollig vorgekommen.
Mal 3 Takte nen Beat halten geht nicht, immer schön alles vollbreaken, zufillen und kaputtrollen.
Geh halt zu Machine Head, Du Poser. :gelb:
LOL, Stratmann lobt in seinem Review im neuen Heft ausdrücklich den jungen finnischen Drummer, bezeichnet ihn als erstaunlich routiniert. Nicht dass der RH Chef jetzt die Wahrheit mit den Löffeln gefressen hätte, aber so unterschiedlich können Wahrnehmungen zweier ausgewiesener Experten sein... :D Aber das wird Ploppi auch herzlich egal sein
Immerhin scheint ja was dran zu sein, dass das Drumming irgendwie auffällig ist. Ob man das dann gut oder schlecht findet, ist ja Auslegungssache :)
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