Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Das Knüppelforum für alle Death/Black/Thrash/Grind Fans
Benutzeravatar
Porcupine
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 37638
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Herne

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Porcupine » 12.01.2019 21:14

Hyronimus hat geschrieben:„Stålfågel“ war wirklich noch von NFO übrig, glaub' ich :?

Geile Hymne, hat auch live Spaß gemacht.
Die melodischere Ausrichtung des Albums gefällt mir sehr gut.
Benutzeravatar
DerIngo
Beiträge: 14270
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Darmstadt
Kontaktdaten:

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon DerIngo » 13.01.2019 15:41

Hmm...nee. Das ist mir mittlerweile alles ein bisschen zu nichtssagend. Live fand ich die auch letztes noch Jahr gut aber auf Platte brauche ich die dann wohl endgültig nicht mehr.
Meine kleine Musiksammlung
RH-Nordlicht-Fraktion
Bild
Benutzeravatar
TMW316
Beiträge: 7055
Registriert: 18.09.2009 21:24
Wohnort: Hessen

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon TMW316 » 18.01.2019 22:26

Nach ein paar Durchgängen gibt's da durchaus ziemliche Hits.

Vor allem Full Moon Shoals ist richtig geil



Oder ist When the Universe Spoke noch besser?



Das Album ist fast schon zu gut.
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
Professor Longhair
Beiträge: 3548
Registriert: 30.01.2016 12:33

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Professor Longhair » 18.01.2019 23:33

Da muß ich Dir ausnahmsweise mal voll und ganz zustimmen ! Tolles Album.
Benutzeravatar
MetalEschi
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 27339
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Leicht nördlich vom Süden

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon MetalEschi » 19.01.2019 12:09

Soilwork sind ja schon seit Figure Number Five eine meiner Lieblingsbands und dass das Album so gut ankommt, freut mich deswegen zunächst mal, grade weil ich immer das Gefühl hatte, dass die letzten paar Alben ziemlich wenig Aufmerksamkeit bekommen haben. Die hatten eine recht progressive Note zum Teil und waren kreativ ziemlich der Höhepunkt. Vielleicht liegt da auch so ein bisschen der entscheidende Faktor: Wenn man Soilwork in den letzten zehn Jahren nicht so verfolgt hat, oder wenn einem das Songmaterial im Bandkontext zu ausladend war, dann findet man die neuen Songs vielleicht erst recht toll, weil es ja schon ein Stück weit back to the roots ist. Mit Full Moon Shoals, Witan and You Aquiver gibt es auch ein paar Highlights, bei denen der alte Spirit nochmal auflodert, die Songs erinnern mich an die völlig unterschätzte The Panic Broadcast.
hier kommt die Signatur hin
Benutzeravatar
TMW316
Beiträge: 7055
Registriert: 18.09.2009 21:24
Wohnort: Hessen

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon TMW316 » 19.01.2019 13:05

Ich hab die kennen gelernt als Natural Born Chaos rauskam aber dann nach Stabbing The Drama hatte ich irgendwie keine Lust mehr drauf, bis ich mit Living Infinite wieder zur Band gefunden hatte. Aber wenn ich das so lese, muss ich mich doch etwas mehr mit dem Zeug dazwischen beschäftigen.

Früher waren die so wie die "kleinen In Flames" aber mittlerweile finde ich sind sie die besseren.
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
Benutzeravatar
Corpsegrinder72
Beiträge: 3189
Registriert: 16.01.2011 14:54
Wohnort: From Beyond

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Corpsegrinder72 » 21.01.2019 11:32

Alter Schwede, die neue Scheibe macht schon Bock, keine Frage. Im Gegensatz zum relativ heftigen Vorgänger ist die Grundausrichtung aber diesmal für meinen Geschmack fast schon ein wenig zu melodiös und entspannt ausgefallen. Ein Schelm, wer nun denkt, dass die letzten Songwritingsessions mit dem Nachtflugorchester auf die Hauptband Soilwork abgefärbt haben. Denn wenn wir mal ehrlich sind und Butter bei die Fische tun: Locker die Hälfte des Verklightenmaterials hätte etwas anders produziert und ohne Growls und Screams auch gut und gerne auf die letzten beiden Werke des AOR-Projekts gepasst. Man merkt also schon ziemlich deutlich, dass der Fokus beim Songwriting mehr auf den Melodien und Harmonien lag, weniger auf progressive Ansätze und abgefahrene Härte. Die Songs sind demzufolge relativ simpel gestrickt, gehen dabei sofort ins Ohr und verharren dort auch ganz bandtypisch für Wochen. Allen voran der fiese Ohrwurm 'Stalfagel', den man fast schon als radiotauglich bezeichnen kann, und auf den wohl selbst Abba stolz wären. *g* Die zwei, drei geradlinigen Blastbeatnummern auf dem Album haben da fast schon Alibicharakter. So nach dem Motto: Guckt mal, wir können auch noch die Sau rauslassen, wenn wir nur wollen. Aber selbst die auf den ersten Blick vordergründige Härte wird hier durch die zuckersüßen Melodien und poppigen Refrains deutlich abgemildert in meinen Augen/Ohren. Mit typischem (Melo)Death-Metal im eigentlichen Sinne hat das ganze also nicht mehr viel zu tun (wohin ich die Band übrigens seit "Natural Born Chaos" sowieso nicht mehr direkt verorte). Macht aber nix, solange das Ergebnis wie hier über weite Strecken überzeugen kann. Speed und Co. schaffen nämlich trotz Wichers-Abgang immer noch irgendwie den nicht ganz einfachen, aber doch stets nachvollziehbaren Spagat zwischen Melodie und Härte - und zwar auf eine stets nachvollziehbare Art und Weise, so dass das eigene Fanklientel nicht schreiend davon rennt, sondern mit jedem weiteren Album bei Laune gehalten werden kann. Ganz im Gegensatz zu ihren Landsleuten In Flames übrigens, deren Alben ja bekanntermaßen auf erschreckende Art und Weise immer bedeutungsloser werden, und fast schon penetrant Richtung Mainstream schielen.
" Hunde, die bellen, haben die dicksten Kartoffeln. "
Benutzeravatar
Porcupine
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 37638
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Herne

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Porcupine » 21.01.2019 11:45

Corpsegrinder72 hat geschrieben:Alter Schwede, die neue Scheibe macht schon Bock, keine Frage. Im Gegensatz zum relativ heftigen Vorgänger ist die Grundausrichtung aber diesmal für meinen Geschmack fast schon ein wenig zu melodiös und entspannt ausgefallen. Ein Schelm, wer nun denkt, dass die letzten Songwritingsessions mit dem Nachtflugorchester auf die Hauptband Soilwork abgefärbt haben. Denn wenn wir mal ehrlich sind und Butter bei die Fische tun: Locker die Hälfte des Verklightenmaterials hätte etwas anders produziert und ohne Growls und Screams auch gut und gerne auf die letzten beiden Werke des AOR-Projekts gepasst. Man merkt also schon ziemlich deutlich, dass der Fokus beim Songwriting mehr auf den Melodien und Harmonien lag, weniger auf progressive Ansätze und abgefahrene Härte. Die Songs sind demzufolge relativ simpel gestrickt, gehen dabei sofort ins Ohr und verharren dort auch ganz bandtypisch für Wochen. Allen voran der fiese Ohrwurm 'Stalfagel', den man fast schon als radiotauglich bezeichnen kann, und auf den wohl selbst Abba stolz wären. *g* Die zwei, drei geradlinigen Blastbeatnummern auf dem Album haben da fast schon Alibicharakter. So nach dem Motto: Guckt mal, wir können auch noch die Sau rauslassen, wenn wir nur wollen. Aber selbst die auf den ersten Blick vordergründige Härte wird hier durch die zuckersüßen Melodien und poppigen Refrains deutlich abgemildert in meinen Augen/Ohren. Mit typischem (Melo)Death-Metal im eigentlichen Sinne hat das ganze also nicht mehr viel zu tun (wohin ich die Band übrigens seit "Natural Born Chaos" sowieso nicht mehr direkt verorte). Macht aber nix, solange das Ergebnis wie hier über weite Strecken überzeugen kann. Speed und Co. schaffen nämlich trotz Wichers-Abgang immer noch irgendwie den nicht ganz einfachen, aber doch stets nachvollziehbaren Spagat zwischen Melodie und Härte - und zwar auf eine stets nachvollziehbare Art und Weise, so dass das eigene Fanklientel nicht schreiend davon rennt, sondern mit jedem weiteren Album bei Laune gehalten werden kann. Ganz im Gegensatz zu ihren Landsleuten In Flames übrigens, deren Alben ja bekanntermaßen auf erschreckende Art und Weise immer bedeutungsloser werden, und fast schon penetrant Richtung Mainstream schielen.

Kann ich alles unterschreiben. Das Album ist jetzt nicht gerade tiefgründig oder anspruchsvoll, aber es macht halt Spaß. Gute Autofahrmucke, kein einziger (regulärer) Song fällt nennenswert ab. Dass man laut Aussage von Speed die Hardcore-Elemente runtergefahren hat und nun wieder "europäischer" klingt, finde ich übrigens super. Folgerichtig ist das auch tatsächlich das erste Soilwork-Album seit Figure Number Five das mir richtig gut gefällt.

Erkenntnis am Rande: Verkligheten heißt ja "Realität" und wird (wie Speed während des Konzerts neulich angekündigt hat) "Warglichethen" (oder so ähnlich) ausgesprochen. Mit etwas Fantasie kann man da eine Wortmischung aus "Wahrheit" und "Wirklichkeit" raushören, was sehr gut zur korrekten Übersetzung passt. Schwedisch und deutsch haben wohl mehr miteinander gemeinsam als ich dachte.
Benutzeravatar
Eiswalzer
Beiträge: 18146
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: In the Land of Wind and Rain
Kontaktdaten:

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Eiswalzer » 21.01.2019 20:40

Auf jeden Fall ein sehr unterhaltsames Album so nach den ersten 3-4 Durchgängen - und einige der schönsten Melodien auf so einer Platte seit "Holographic Universe" von Scar Symmetry sind da zu hören. Die "neue" Lockerheit steht der Band ganz gut, die Platten davor waren ja im Vergleich dazu regelrecht verbissen. Andererseits finde ich, dass immer noch ein gewaltiger Abstand zu TNFO besteht. Wenn ein Song wie "Stålfågel" da drüben abgelehnt bzw. aussortiert wurde, hier aber blendend funktioniert, dann liegt das wohl einfach daran, dass das Mehr an Härte, also die schneidenderen Sounds und die entsprechende Produktion die im Vergleich zu, wasweißich, "Speedwagon", "Pretty Things Coming In" oder "Winged And Serpentine" weniger zugkräftige und etwas zu wenig verschnörkelt-verspielte Melodie mehr als aufwiegen - im "Metal" (im weitesten Sinne) braucht man anscheinend kompositorisch gar nicht so viel, wenn man sich dafür nur auf Wucht und Atmosphäre verlassen kann.
Benutzeravatar
TMW316
Beiträge: 7055
Registriert: 18.09.2009 21:24
Wohnort: Hessen

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon TMW316 » 21.01.2019 22:22

Ich hör da sogar noch was anderes raus: The Nurturing Glance könnte fast auch von Kvelertak sein, oder?

Spoiler:
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
Benutzeravatar
Corpsegrinder72
Beiträge: 3189
Registriert: 16.01.2011 14:54
Wohnort: From Beyond

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Corpsegrinder72 » 22.01.2019 15:49

Kleine Randnotiz noch für Unentschlossene:

Die auf der limitierten Digipakversion von Verkligheten angehängte Underworld EP kann übrigens ebenfalls restlos überzeugen. Die Songs sind im Großen und Ganzen zwar nicht so aufdringlich melodisch ausgefallen wie das Hauptmaterial, sprich: mehr Melodeath-kompatibel, wirken im Gesamtkontext gesehen aber keinesfalls als Fremdkörper (zumal auch alles einheitlich produziert wurde).

Macht also roundabout 70 Minuten feinster Melodic-Ikeastahl ohne echte Ausfälle. Value for money eben. Einzig das an die NBC/FNF-Phase erinnernde 'Bleeder Despoiler' fällt für meinen Geschmack ein klein wenig ab, hat aber dafür einen wunderschönen, herzerwärmend-melancholischen Abschluss.

Kurz: Wer sich also für diesen Sound schon immer irgendwie begeistern konnte, jetzt aber immer noch zögert und nicht zuschlägt, der ist wirklich selber schuld. *g*
" Hunde, die bellen, haben die dicksten Kartoffeln. "
Benutzeravatar
Porcupine
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 37638
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Herne

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Porcupine » 22.01.2019 16:21

Corpsegrinder72 hat geschrieben: Einzig das an die NBC/FNF-Phase erinnernde 'Bleeder Despoiler' fällt für meinen Geschmack ein klein wenig ab, hat aber dafür einen wunderschönen, herzerwärmend-melancholischen Abschluss.

Als erklärter Devin Townsend Fan kann ich das nicht bestätigen, der Song ist klasse! :)
Benutzeravatar
Corpsegrinder72
Beiträge: 3189
Registriert: 16.01.2011 14:54
Wohnort: From Beyond

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon Corpsegrinder72 » 22.01.2019 16:58

Porcupine hat geschrieben:
Corpsegrinder72 hat geschrieben: Einzig das an die NBC/FNF-Phase erinnernde 'Bleeder Despoiler' fällt für meinen Geschmack ein klein wenig ab, hat aber dafür einen wunderschönen, herzerwärmend-melancholischen Abschluss.

Als erklärter Devin Townsend Fan kann ich das nicht bestätigen, der Song ist klasse! :)

Wie gesagt, der Song ist auch kein Schwachpunkt im eigentlichen Sinne, weit gefehlt, und der Abschluss wertet diesen auch noch deutlich auf. Finde das Restmaterial aber eben noch stärker (und beispielsweise auch die von Devin Townsend produzierten Highlights der NBC). Letztendlich ist und bleibt eben halt alles Geschmackssache.
Zuletzt geändert von Corpsegrinder72 am 22.01.2019 17:49, insgesamt 1-mal geändert.
" Hunde, die bellen, haben die dicksten Kartoffeln. "
Benutzeravatar
GoTellSomebody
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 34394
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Rheine

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon GoTellSomebody » 22.01.2019 16:59

Gehört. Natural Borm Chaos bleibt nach wie vor die letzte, die ich brauche.
Benutzeravatar
TMW316
Beiträge: 7055
Registriert: 18.09.2009 21:24
Wohnort: Hessen

Re: Soilwork - Verkligheten (11.01.19)

Beitragvon TMW316 » 22.01.2019 19:01

Hab gerade festgestellt, dass In this Master's Tale garnicht zum regulären Album gehört. Der beste In Flames Song seit langer Zeit! :)

Nach jedem Durchgang wird das besser.

Weitere Hit's

Wolfs are back in Town

Spoiler:


The Ageless Whispere

Spoiler:
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 24 Gäste