Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

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Perry Rhodan
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Perry Rhodan » 05.03.2020 17:59

Lt. Rolling Stone :
Ozzy Osbourne stellt klar: „Ich werde definitiv wieder Konzerte spielen“
"It's better to burn out than to fade away"

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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Perry Rhodan » 06.03.2020 14:37

Nochmal Ozzy : " Ich weiß gar nicht was ich sonst machen könnte, als Musik und Konzerte."
"It's better to burn out than to fade away"

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Alphex
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Alphex » 11.03.2020 19:08

Sharon Osbourne mag Jeremy Corbyn nicht - ein weiterer Beleg, dass der Wahlausgang tragisch war. Ozzy wollte/konnte dazu aber nichts sagen.
Sharon: "I loathe Jeremy Corbyn. I think that Jeremy is the devil, and I think his party... I loathe him."
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."

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judasmaidenozzyslayer
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von judasmaidenozzyslayer » 17.03.2020 00:24

OriginOfStorms hat geschrieben:
04.03.2020 02:12
costaweidner hat geschrieben:
03.03.2020 18:46
OriginOfStorms hat geschrieben:
03.03.2020 14:32
judasmaidenozzyslayer hat geschrieben:
27.02.2020 22:25
Außerdem ist er nicht eine der, sondern die größte Legende und DAS Urviech (Lemmy und Dio in Ehren) unserer Musik.
Ähhh, nein. Absolut nicht.
Wenn es um die letzten großen Überlebenden geht, würde ich schon auch Ozzy oder Iommi anführen. Ob es langjährig aktive Musiker gibt, deren Musik mir wichtiger ist, ist ja nochmal eine ganz andere Diskussion.
Ich habe das nicht auf Überlebende bezogen. Aber im Vergleich zu den beiden genannten, die zugegebener maßen tot sind, ist er nicht mal nah dran. Egal ob es um musikschöpferische Kraft oder um Persönlichkeit geht ist er bei beiden nicht nah dran.
Bei lebenden Personen müsste ich drüber nachdenken. Aber aus dem Stehgreif wäre er nicht mein erster Gedanke. Viel eher tatsächlich Tony Iommi. Großer Songwriter und tolle Persönlichkeit. Und er hat sich nie der Lächerlichkeit preis gegeben.
Spät aber doch:

Lebendig oder verstorben spielt da einmal keine Rolle, da die Burschen leider in wenigen Jahren eh wieder gleich auf sind. Dazu kommen wird auch keiner mehr also kann man das jetzt ein für alle mal festlegen.

Generell zum Thema große oder tolle Persönlichkeit:
Ist da glaub ich bei näherer Betrachtung keiner auch wenns mir weh tut. Das sind halt alles verdammte Junkies/Alkoholiker, die schon schlimmere Sachen als die meisten hier (=einigermaßen normale Menschen) gemacht haben, trotz cooler Sprüche und geiler Musik.

Iommi hat zumindest laut der Biografie von Lita Ford, selbige wärend ihrer Beziehung geschlagen und misshandelt.
Dio hat in Interviews zum Schluß sinngemäß gemeint das er schon auch ein ziemliches Arschloch war (Austieg bei Sabbath, Wiedereinstieg und Wiederausstieg 91, 92 waren sicher auch keine Freundschaftsdienste. Er hat aber vermutlich zum Schluß noch die Kurve gekriegt und ist mit sich selber ins Reine gekommen).

Ozzys Verfehlungen sind hier eh schon genannt worden und zumindest den Umgang mit Ex Kollegen kann man halt nicht alleine seiner Alten anlasten.

Lemmy: ich mag seine Musik nicht sonderlich aber Interview hab ich jedes gelesen das ich fand und ich freute mich tatsächlich wenn eines wo angekündigt war (beim Ozzy und den anderen aber auch). Bei einer Fernsehdoku ist dann aber seine 25 m2 Messiwohnung zu sehen und sein einziges Hobby: Automatenspielen im "Rainbows" (oder Wiskey a go go?) + X Wiskey Cola. Schlimm? Nein, es ist bzw. war sein Leben aber Persönlichkeit im Sinne von Vorbild oder zu einem Aufschauen?

Ist mir alles in Allem eh Wurst, magische Musik (wieso nennst du eigentlich nur die ersten 5 Soloalben :kratz:, No more tears?) + let the madness begin - Eseleien ab 2000 = Nr. 1 legend

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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Perry Rhodan » 17.03.2020 15:30

Beim Lemmy war es das Rainbows.
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Alphex » 17.03.2020 16:13

judasmaidenozzyslayer hat geschrieben:
17.03.2020 00:24
Lemmy: ich mag seine Musik nicht sonderlich aber Interview hab ich jedes gelesen das ich fand und ich freute mich tatsächlich wenn eines wo angekündigt war (beim Ozzy und den anderen aber auch). Bei einer Fernsehdoku ist dann aber seine 25 m2 Messiwohnung zu sehen und sein einziges Hobby: Automatenspielen im "Rainbows" (oder Wiskey a go go?) + X Wiskey Cola. Schlimm? Nein, es ist bzw. war sein Leben aber Persönlichkeit im Sinne von Vorbild oder zu einem Aufschauen?
Lemmy, der "letzte Gentleman im Rock & Roll" hat ja auch in Interviews immer betont, Freundinnen unter 26 zu bevorzugen, und Silikonbrüste auch, weil die nicht so hängen. Ich meine, gut, der Mensch war ein alter Rockstar, da sind solche Sprüche jetzt nicht unerhört oder unerwartet, und "wer kann der kann", aber das ist halt eine deutlich brutalere Rationalisierung der Situation als es vielen vermutlich recht wäre. Ist ja nicht so, als wäre er selbst blutjung und straff durchs Leben gewandelt. Naja. Trotz der Sauferei und allem halt schon ein echtes Original, und Phrasen wie die oben zeigen halt doch, dass er nicht rumgeschissen hat, sondern direkt gesagt hat, was ihm durch den Kopf ging.
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von BlackMassReverend » 18.03.2020 07:29

Alphex hat geschrieben:
17.03.2020 16:13
judasmaidenozzyslayer hat geschrieben:
17.03.2020 00:24
Lemmy: ich mag seine Musik nicht sonderlich aber Interview hab ich jedes gelesen das ich fand und ich freute mich tatsächlich wenn eines wo angekündigt war (beim Ozzy und den anderen aber auch). Bei einer Fernsehdoku ist dann aber seine 25 m2 Messiwohnung zu sehen und sein einziges Hobby: Automatenspielen im "Rainbows" (oder Wiskey a go go?) + X Wiskey Cola. Schlimm? Nein, es ist bzw. war sein Leben aber Persönlichkeit im Sinne von Vorbild oder zu einem Aufschauen?
Lemmy, der "letzte Gentleman im Rock & Roll" hat ja auch in Interviews immer betont, Freundinnen unter 26 zu bevorzugen, und Silikonbrüste auch, weil die nicht so hängen. Ich meine, gut, der Mensch war ein alter Rockstar, da sind solche Sprüche jetzt nicht unerhört oder unerwartet, und "wer kann der kann", aber das ist halt eine deutlich brutalere Rationalisierung der Situation als es vielen vermutlich recht wäre. Ist ja nicht so, als wäre er selbst blutjung und straff durchs Leben gewandelt. Naja. Trotz der Sauferei und allem halt schon ein echtes Original, und Phrasen wie die oben zeigen halt doch, dass er nicht rumgeschissen hat, sondern direkt gesagt hat, was ihm durch den Kopf ging.
Off-topic zu Lemmy (es ist schließlich ein Ozzy-Thread): Die Romantisierung von Lemmy samt des in seinem Film eigens intoniertem "Piratentum", auf das alle "normalen" Menschen neidisch sind, endet auch genau in diesem Film, weil man hier in seinen Augen schlicht einen einsamen, traurigen und alternden, auf seinen Klischees rumreitenden Mann sieht. Und das sage ich als wirklicher Motörhead-Fan. Seine "historische" Bedeutung für die Musik (gerade auch als Texter und eloquenter Interview-Partner) steht außer Frage, aber ich wünschte ich hätte den Film nie gesehen.

Bei Ozzy glaube ich, dass er genau denselben Ritt wie Lemmy hinter sich hat und noch lebt, weil seine Frau und Familie auf ihn aufgepasst hat bzw. aufpasst.
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Alphex » 18.03.2020 10:31

BlackMassReverend hat geschrieben:
18.03.2020 07:29
Off-topic zu Lemmy (es ist schließlich ein Ozzy-Thread): Die Romantisierung von Lemmy samt des in seinem Film eigens intoniertem "Piratentum", auf das alle "normalen" Menschen neidisch sind, endet auch genau in diesem Film, weil man hier in seinen Augen schlicht einen einsamen, traurigen und alternden, auf seinen Klischees rumreitenden Mann sieht. Und das sage ich als wirklicher Motörhead-Fan. Seine "historische" Bedeutung für die Musik (gerade auch als Texter und eloquenter Interview-Partner) steht außer Frage, aber ich wünschte ich hätte den Film nie gesehen.

Bei Ozzy glaube ich, dass er genau denselben Ritt wie Lemmy hinter sich hat und noch lebt, weil seine Frau und Familie auf ihn aufgepasst hat bzw. aufpasst.
Hm, ich weiß nicht - so selbstzerstörerisch wie Ozzy wirkte Lemmy nie; da ist nix mit Ameisen und Pisse reinziehen. Es war ihm ja auch wichtig, immer zu betonen, dass er genau wisse, was er tue - aber gut, ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie Ozzy seinen eigenen Konsum zu Hochzeiten selbst eingestuft hatte. Das Interview, wo er Eier in einer fremden Küche kocht zähle ich mal nicht, da offensichtlich eher aus dramaturgischen Gründen übertrieben...
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Alphex » 18.03.2020 11:24

Übrigens hat der Producer, der das letzte Ozzy-Album mit ihm geschrieben hat, bzw. ihm auch gesagt hatte, "Ozzy, Mann, lass Album machen" den Coronavirus:
Yesterday I was given the results that I am positive for COVID-19. I wanted to tell you all about my journey getting here in an effort to bring awareness to the severity of what's happening in the world...

12 days ago, early morning of March 6th, I started feeling like I was hit by a bus. I couldn't move out of my bed for days and started to run a fever. I was seen by a doctor at my house who told me I am positive for the regular flu and there's no way I could have COVID-19 as I haven't left the country and all I do is go to the studio and go straight home. I told all my friends I had been working with and anyone close to me that I'm laid out with the flu and quarantined myself... none of them even had a sniffle ...

I was put on tamiflu and constant Tylenol to fight the fever... but the chills, sweats, and fevers did not stop. I started to become delusional and then began the dry cough... I immediately rushed to the emergency room and begged to be tested for COVID-19 as this 'flu' was not subsiding.

I was turned down for the test because of federal regulations. I begged and pleaded to be evaluated and finally was given a chest x-ray...the results of which were Viral Pneumonia...but still...No Test. A private doctor was finally able to test me himself and yesterday afternoon it came back Positive for COVID-19...

Currently... My fevers have gotten much much better and I have begun to have somewhat of an appetite again but it is very hard for me to breathe as a result of this pneumonia.. I am laid out in bed chugging gatorade and using an oxygen machine to give my lungs as much relief as possible.

I am 29 years old. I am a healthy young man and I am going to get through this no matter what. I am going to make a full recovery... But...there are so many people in my life and in the world that could possibly not get through this due to their age and/or a compromised immune system... this is why I am writing this post.

I can't stress this enough...This is not a joke. Stay inside, stay sanitized. Please stop everything and take care of yourselves And the people you love around you, until we are all through this.

To have the mentality 'I'm young this can't affect me' is just straight up stupid and so dangerous to everyone around you. Social distancing is to protect someone's mom and dad, someone's grandmother...it's not about you. It's about everyone together fighting this as a team. Stay safe. Now more than ever...

Okay. I'm going back to Men in Black III. -love, Andy
Quelle: https://www.instagram.com/p/B91WLdxHWy6/ bzw. Ultimate Guitar.

Krass, wie man in den Staaten einfach nicht an die Tests rankommt, außer man ist A-Promi - wirkt zumindest so. Also wohl vorerst mal keine Arbeit an einem neuen Album für Ozzy.
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 18.03.2020 11:26

BlackMassReverend hat geschrieben:
18.03.2020 07:29
Alphex hat geschrieben:
17.03.2020 16:13
judasmaidenozzyslayer hat geschrieben:
17.03.2020 00:24
Lemmy: ich mag seine Musik nicht sonderlich aber Interview hab ich jedes gelesen das ich fand und ich freute mich tatsächlich wenn eines wo angekündigt war (beim Ozzy und den anderen aber auch). Bei einer Fernsehdoku ist dann aber seine 25 m2 Messiwohnung zu sehen und sein einziges Hobby: Automatenspielen im "Rainbows" (oder Wiskey a go go?) + X Wiskey Cola. Schlimm? Nein, es ist bzw. war sein Leben aber Persönlichkeit im Sinne von Vorbild oder zu einem Aufschauen?
Lemmy, der "letzte Gentleman im Rock & Roll" hat ja auch in Interviews immer betont, Freundinnen unter 26 zu bevorzugen, und Silikonbrüste auch, weil die nicht so hängen. Ich meine, gut, der Mensch war ein alter Rockstar, da sind solche Sprüche jetzt nicht unerhört oder unerwartet, und "wer kann der kann", aber das ist halt eine deutlich brutalere Rationalisierung der Situation als es vielen vermutlich recht wäre. Ist ja nicht so, als wäre er selbst blutjung und straff durchs Leben gewandelt. Naja. Trotz der Sauferei und allem halt schon ein echtes Original, und Phrasen wie die oben zeigen halt doch, dass er nicht rumgeschissen hat, sondern direkt gesagt hat, was ihm durch den Kopf ging.
Off-topic zu Lemmy (es ist schließlich ein Ozzy-Thread): Die Romantisierung von Lemmy samt des in seinem Film eigens intoniertem "Piratentum", auf das alle "normalen" Menschen neidisch sind, endet auch genau in diesem Film, weil man hier in seinen Augen schlicht einen einsamen, traurigen und alternden, auf seinen Klischees rumreitenden Mann sieht. Und das sage ich als wirklicher Motörhead-Fan. Seine "historische" Bedeutung für die Musik (gerade auch als Texter und eloquenter Interview-Partner) steht außer Frage, aber ich wünschte ich hätte den Film nie gesehen.

Bei Ozzy glaube ich, dass er genau denselben Ritt wie Lemmy hinter sich hat und noch lebt, weil seine Frau und Familie auf ihn aufgepasst hat bzw. aufpasst.
Was du aus diesem Film liest, sei dir belassen. Ich sehe da jemanden, der mit seinen Kumpels immer noch um die Welt reist, immer noch Rock'n'Roll spielt, immer noch junge Dinger vögelt und immer noch Automat spielt. Aus der liebgewonnenen Perspektive eines Ü40ers, verheiratet mit Kindern ist das vielleicht scheisse, aber es stellt sich die Frage, ob nicht letzterer statt Lemmy falsch abgebogen ist. Lemmy hätte mit bequemer Kohle ein 0815 Leben führen können, wenn er gewollt hätte. Hat er aber nicht. Also geh ich mal stark davon aus, dass er was besseres am Start hatte.

Dass Ozzy nur Dank Sharon noch lebt ist dagegen ziemlich plausibel. Dürfte womöglich das einzig Nette sein, was man über diese Kuh sagen kann.

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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von BlackMassReverend » 18.03.2020 13:23

David Lee Hasselhoff hat geschrieben:
18.03.2020 11:26

Was du aus diesem Film liest, sei dir belassen. Ich sehe da jemanden, der mit seinen Kumpels immer noch um die Welt reist, immer noch Rock'n'Roll spielt, immer noch junge Dinger vögelt und immer noch Automat spielt. Aus der liebgewonnenen Perspektive eines Ü40ers, verheiratet mit Kindern ist das vielleicht scheisse, aber es stellt sich die Frage, ob nicht letzterer statt Lemmy falsch abgebogen ist. Lemmy hätte mit bequemer Kohle ein 0815 Leben führen können, wenn er gewollt hätte. Hat er aber nicht. Also geh ich mal stark davon aus, dass er was besseres am Start hatte.
Ja sicher hat hier jeder seine eigene Sichtweise, keine Frage. Was allerdings die jungen Dinger angeht, sagt er im Film auf die Frage nach Groupies im leeren Backstagebereich (glaube in Moskau) selbst: "See any ?"
Und auch die Anfangsszene, als er sich mit zitternden Händen ein paar Fritten schnippelt, lässt mir in meiner Betrachtungsweise wenig Spielraum. Die Augen, die ich da in einigen Sequenzen sehe, kenne ich aus beruflich zurückliegender Erfahrung.....aber gut. Bis zu einem gewissen Punkt war es definitiv bei Lemmy so, wie Du es darstellst. Und ja, das hat alles ganz ohne Frage seinen Reiz. Zum späteren Abbiegen war es bei ihm sicher neben der bewussten (und frühen) Entscheidung für seinen Lebensstil auch in anderen Belangen zu spät.

Das Lemmy - um zur Ausgangsfrage zurückzukehren - genauso wie Ozzy neben den vier Masken von Kiss und der Schuluniform von Angus aber vermutlich die vier Dinge sind, die man allgemein im Hardrock/Metal mit "Legendenstatus" betiteln kann, ist meiner Ansicht nach gesetzt.....
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Schnabelrock » 18.03.2020 13:26

David Lee Hasselhoff hat geschrieben:
18.03.2020 11:26
Was du aus diesem Film liest, sei dir belassen. Ich sehe da jemanden, der mit seinen Kumpels immer noch um die Welt reist, immer noch Rock'n'Roll spielt, immer noch junge Dinger vögelt und immer noch Automat spielt. Aus der liebgewonnenen Perspektive eines Ü40ers, verheiratet mit Kindern ist das vielleicht scheisse, aber es stellt sich die Frage, ob nicht letzterer statt Lemmy falsch abgebogen ist. Lemmy hätte mit bequemer Kohle ein 0815 Leben führen können, wenn er gewollt hätte. Hat er aber nicht. Also geh ich mal stark davon aus, dass er was besseres am Start hatte.
Das lässt sich nur anhand der jeweiligen, eigenen Einstellung in richtig und falsch einordnen.
Aber es kling an: Lemmys Werte sind Deine Werte :D
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 18.03.2020 16:23

Hehehe. Nun ja. Lemmys Einstellung muss man sich ja auch leisten können und dafür fehlen mir der Ruhm und die Warzen.

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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Alphex » 18.03.2020 17:53

BlackMassReverend hat geschrieben:
18.03.2020 13:23
Bis zu einem gewissen Punkt war es definitiv bei Lemmy so, wie Du es darstellst. Und ja, das hat alles ganz ohne Frage seinen Reiz. Zum späteren Abbiegen war es bei ihm sicher neben der bewussten (und frühen) Entscheidung für seinen Lebensstil auch in anderen Belangen zu spät.
Das gilt aber auch wieder in alle Richtungen. Klar, keine Frau, die was Solides will, würde einen polygamen Alkoholiker, der 11 Monate im Jahr nicht da ist, ehelichen. Kinder hatte er ja sowieso, und 40+, naja, sagen wir mal "aber hallo". Aber ein solider Lifestyle... Ich hatte das ja schon mal gesagt: Dass Lemmy am Ende auf Tour gelebt hat, auch, als er schon nicht mehr so fitt war, mag schon auch damit zu tun haben dass er ja nix anderes im Leben hatte als dieses - wie er ja selbst gesagt hatte - Leben. Das WAR ja sein Leben. Ein Rentner, der im Rainbow rumhängt und erzählt, wie wild er früher war, beeindruckt halt deutlich weniger als ein Rentner, der auf der Bühne steht und wild scheint. Und was sollte er denn machen, alleine daheim saufen und die ganze Zeit irgendwelche Hitler-Deko putzen?

Gilt aber eben auch andersrum: Dominik F. aus der Verwaltung, 42, der jetzt in der Midlife-Crisis der wilde Vagabund sein will und bei 23jährigen Bad Girls den harten Rock & Roller markiert, der sieht gewissermaßen auch den leeren Backstageraum, und der wird als Poser verschrien werden. Gut, außer er hat genug Geld, um die Dead Daisies zu kaufen, da meckert dann nur Schnabel.
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Re: Ozzy Osbourne - Ordinary Man 2020

Beitrag von Schnabelrock » 18.03.2020 18:43

Alphex hat geschrieben:
18.03.2020 17:53
Gut, außer er hat genug Geld, um die Dead Daisies zu kaufen, da meckert dann nur Schnabel.
Jein, immer noch besser als ein paar Millionen in dämliche Autorennen oder XXL-Yachten zu pumpen, denke ich mir.
Warum er aber Glenn Hughes kauft, das will mir nun gar nicht in den Kopf. Gibt es irgendeine Kapelle, die der Mann nicht zerstört hat? Da kann das Rocknroller-Gebiss noch so steinhart saniert sein, Hughes ist der Turbokaries für jede Formation.
Hamstern? Plündern!

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