ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

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oger
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von oger »

NegatroN hat geschrieben:
Ganz schön hartes Urteil.
Ich würde dann doch lieber von Meinung sprechen.

Ist auch eigentlich primär schade für mich, da das von Stil und Ausrichtung schon meine Baustelle wäre.
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NegatroN
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von NegatroN »

costaweidner hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:
costaweidner hat geschrieben:Da werden wir was die Studiophilosophie angeht nicht zusammenkommen.
Wie sieht denn deine aus?
Ich rede hier explizit als Hörer, da ich als Musiker nur einmal Aufnahmeerfahrungen gemacht habe und mir grade das Ergebnis viel zu perfekt klang.

Als Hörer brauche ich nur in ganz wenigen Stilen ein Album, das fehlerfrei und perfekt gespielt klingt. Bei neueren Fates Warning funktioniert das. Bei "Demanufacture" auch um mal zwei möglichst verschiedene Sachen zu nennen.
Aber ich brauche das nicht bei Punkrock, bei Epic Metal, Speed Metal und auch seltenst im Thrash oder Death Metal. BM kann gerne gut gespielt sein, aber klingt ja auch andauernd wie Dreck und funktioniert auch dann noch für mich. Ich will nicht den Eindruck haben, dass niemand sich Mühe gegeben hat, aber ich brauche auch in vielen Genres einfach keine hörbar perfektionistische Herangehensweise, auch wenn das natürlich ein ehrbarer Ethos ist.
Du sprichst von was anderem als ich. Das bestmögliche Ergebnis ist absolut nicht deckungsgleich mit Perfektion oder gar glattgebügelt. Das ist was ganz anderes. Das Ziel ist nicht, wie Fear Factory oder Disturbed zu klingen. Die sind nicht gut eingespielt, sondern künstlich so glattgezogen, dass es nicht mehr nach Menschen klingt. Das ist überhaupt nicht das, was ich anstrebe.

Was ich haben will, ist dass die Musiker das, was sie machen, in ihrem Kontext bestmöglich erledigen. Heresiarch würde nicht glattgebügelt klingen, wenn Becker da den Ton sauber treffen würde. Die Produktion von Golden Bough würde auch nicht nach Sneap klingen, wenn man die Frequenzbereiche sauber getrennt hätte. Der Charakter wäre immer noch exakt derselbe. Und generell würde eine Band wie AK nicht steril klingen, wenn die Musiker wirklich aufeinander hören und zusammenspielen würden. Armored Saint, Fates Warning, Queensryche, Deftones, Rage Against The Machine, Dave Matthews, Rush, Thin Lizzy - das alles sind Bands, die genau das machen und keine von ihnen klingt steril oder glattgebügelt (von ein paar 80er-Scheiben mal abgesehen).
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von costaweidner »

NegatroN hat geschrieben: Du sprichst von was anderem als ich. Das bestmögliche Ergebnis ist absolut nicht deckungsgleich mit Perfektion oder gar glattgebügelt. Das ist was ganz anderes. Das Ziel ist nicht, wie Fear Factory oder Disturbed zu klingen. Die sind nicht gut eingespielt, sondern künstlich so glattgezogen, dass es nicht mehr nach Menschen klingt. Das ist überhaupt nicht das, was ich anstrebe.

Was ich haben will, ist dass die Musiker das, was sie machen, in ihrem Kontext bestmöglich erledigen. Heresiarch würde nicht glattgebügelt klingen, wenn Becker da den Ton sauber treffen würde. Die Produktion von Golden Bough würde auch nicht nach Sneap klingen, wenn man die Frequenzbereiche sauber getrennt hätte. Und generell würde eine Band wie AK nicht steril klingen, wenn die Musiker wirklich aufeinander hören und zusammenspielen würden. Armored Saint, Fates Warning, Queensryche, Deftones, Rage Against The Machine, Dave Matthews, Rush, Thin Lizzy - das alles sind Bands, die genau das machen und keine von ihnen klingt steril oder glattgebügelt (von ein paar 80er-Scheiben mal abgesehen).
Touché, ich habe zumindest Teilen völlig an dir vorbeigeredet, du hast Recht.
Wo wir jedoch tatsächlich nicht der selben Ansicht sind, ist wie wichtig das saubere Treffen eines Tons oder ein "perfektes" Solo sind. Ich störe mich nämlich gar nicht daran, wenn sowas nicht klappt. Siehe deine Kritik an den Fehlern des Idle-Hands-Sängers, die ich einfach nicht höre beispielsweise. Und ich denke, was ich oben zuerst geschrieben habe, ergibt sich, glaube ich, daraus, dass mich sowas einfach nicht juckt. *g*

Edit: Es gibt da ein Beispiel auf "Motivator" von High Spirits. Im Chorus von 'Reach for the Glory' die Lead-Gitarre offenbar verstimmt. Mir war das so halb unterbewusst aufgefallen, aber überall (u.a. im DFF) meinten einige, das sei deshalb unhörbar und schief. Ich bemerke einfach für mich kein Problem und in weniger extremen Fällen finde ich es auch charmant. (Da gibt es ein Beispiel auf der neuen Pascow, aber das führt jetzt zu weit.)
Zuletzt geändert von costaweidner am 20.09.2019 14:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von oger »

NegatroN hat geschrieben:
Und genau da komm ich mit Trummer nicht zusammen. Dass Musiker z.B. nicht zusammenspielen, sondern aneinander vorbei, kann außerhalb von extremer Avantgarde nie das Ziel sein. Und auch da eher selten.
Sehe ich ähnlich. Ich war neulich auf einem Geburtstag, wo bei einer Hobby-Coverband der Bassist konsequent neben dem Schlagzeug lag und auch der Rest häufiger mal die Einsätze verpasst hat. Jeder für sich war gar nicht mal schlecht, was die Spieltechnik/Fingerfertigkeit angeht.

Trotzdem musste ich irgendwann rausgehen, weil mir das körperlich unangenehm war.

Ist vielleicht auch nicht ganz normal...
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von Apparition »

MetalEschi hat geschrieben:Ich habe mal mit Manuel Trummer eine recht lange Diskussion bei FB geführt. In der Hauptsache ging es da um Metal und Authentizität, bzw die Frage, welche Herangehensweise man nun auch als Metal definieren kann/darf usw. Das war zwar fast alles der genaue Gegensatz zu meiner persönlichen Meinung, aber durchaus sachlich und nachvollziehbar vorgetragen. Im Nachgang habe ich mich ein wenig mit der Musik befasst, um eben genau die ansgesprochenen Kritikpunkte wiederzufinden. Ich hatte damals auch aufgrund seine Aussagen den Eindruck, dass dieser Art der Unvollständigkeit genau das ist, was er mit seiner Band anstrebt. Mir erschien es auch so, als ob AK schon eher bewusst den gegenteiligen Ansatz wählen wie den von Negatron angesprochenen. Sprich: Zu perfekte Performance wird ausdrücklich vermieden. Das was schief, unfertig und unbearbeitet klingt, klingt nicht deshalb so, weil Band oder Produzent das Gespür fehlt, sondern weil es bewusst so gemacht wird und auch exakt so klingen soll.
Das ist eigentlich die einzige Definition von "authentisch", die für mich wirklich zählt: Macht der Künstler genau:

a) worauf er Bock hat und
b) genau so, wie er es haben will.

Das umfasst dann sowohl die Hochglanzproduktionen von Devin Townsend als auch das Geschepper von Bathory. Wobei ich mir im zweiten Fall alles andere als sicher bin, ob Quorthon das so wollte. Wenn ich mir z.B. anschaue, wie die Thrashbands der Achtziger heute klingen und wie die frühen Alben teilweise klangen, würde ich sogar vermuten, dass das Geschepper von früher eher unauthentisch ist, weil sie absolut am Limit ihrer Fähigkeiten wie der Aufnahmemöglichkeiten waren.

Ob fugenlose Betonwand oder moosbewachsene Natursteinmauer ist im Bezug auf die Authentizität egal, Hauptsache die eigene Vorstellung ist umgesetzt. Das ist authentisch.
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von NegatroN »

costaweidner hat geschrieben:Wo wir jedoch tatsächlich nicht der selben Ansicht sind, ist wie wichtig das saubere Treffen eines Tons oder ein "perfektes" Solo sind. Ich störe mich nämlich gar nicht daran, wenn sowas nicht klappt. Siehe deine Kritik an den Fehlern des Idle-Hands-Sängers, die ich einfach nicht höre beispielsweise. Und ich denke, was ich oben zuerst geschrieben habe, ergibt sich, glaube ich, daraus, dass mich sowas einfach nicht juckt. *g*

Edit: Es gibt da ein Beispiel auf "Motivator" von High Spirits. Im Chorus von 'Reach for the Glory' die Lead-Gitarre offenbar verstimmt. Mir war das so halb unterbewusst aufgefallen, aber überall (u.a. im DFF) meinten einige, das sei deshalb unhörbar und schief. Ich bemerke einfach für mich kein Problem und in weniger extremen Fällen finde ich es auch charmant. (Da gibt es ein Beispiel auf der neuen Pascow, aber das führt jetzt zu weit.)
Ja, da hast du Recht. Das ist aber gar keine bewusste Entscheidung, sondern mir drehen sich bei sowas einfach die Fußnägel auf, ohne dass ich da was dagegen tun kann. Ich finde es aber völlig OK, wenn man sich daran nicht stört.

Mein Punkt ist nur, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum man es als Musiker unnötig oder gar falsch finden kann, das im Studio besser zu machen. Denn selbst wenn es einige Leute letztlich nicht stört - ich denke nicht, dass es dadurch irgendjemand geiler findet. Oder würdest du Idle Hands schlechter finden, wenn er die Töne sauber treffen würde?
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von oger »

Apparition hat geschrieben:
Ob fugenlose Betonwand oder moosbewachsene Natursteinmauer ist im Bezug auf die Authentizität egal, Hauptsache die eigene Vorstellung ist umgesetzt. Das ist authentisch.
Wobei Authentizität allein (die würde ich AK nie absprechen) für mich kein Qualitätsmerkmal von Musik ist...
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Beitrag von costaweidner »

NegatroN hat geschrieben:
costaweidner hat geschrieben:Wo wir jedoch tatsächlich nicht der selben Ansicht sind, ist wie wichtig das saubere Treffen eines Tons oder ein "perfektes" Solo sind. Ich störe mich nämlich gar nicht daran, wenn sowas nicht klappt. Siehe deine Kritik an den Fehlern des Idle-Hands-Sängers, die ich einfach nicht höre beispielsweise. Und ich denke, was ich oben zuerst geschrieben habe, ergibt sich, glaube ich, daraus, dass mich sowas einfach nicht juckt. *g*

Edit: Es gibt da ein Beispiel auf "Motivator" von High Spirits. Im Chorus von 'Reach for the Glory' die Lead-Gitarre offenbar verstimmt. Mir war das so halb unterbewusst aufgefallen, aber überall (u.a. im DFF) meinten einige, das sei deshalb unhörbar und schief. Ich bemerke einfach für mich kein Problem und in weniger extremen Fällen finde ich es auch charmant. (Da gibt es ein Beispiel auf der neuen Pascow, aber das führt jetzt zu weit.)
Ja, da hast du Recht. Das ist aber gar keine bewusste Entscheidung, sondern mir drehen sich bei sowas einfach die Fußnägel auf, ohne dass ich da was dagegen tun kann. Ich finde es aber völlig OK, wenn man sich daran nicht stört.

Mein Punkt ist nur, dass ich nicht nachvollziehen kann, warum man es als Musiker unnötig oder gar falsch finden kann, das im Studio besser zu machen. Denn selbst wenn es einige Leute letztlich nicht stört - ich denke nicht, dass es dadurch irgendjemand geiler findet. Oder würdest du Idle Hands schlechter finden, wenn er die Töne sauber treffen würde?
Keine Ahnung, weil ich seinen Gesang so wie er ist ziemlich geil finde und nach wie vor nicht ganz raushöre, wo das Problem liegt. *g*

Aber ich verstehe, was du meinst. Als Herangehensweise finde ich es auch etwas abwegig. Dann jetzt doch Pascow-Beispiel mit Video im Spoiler. Bei dem Video unten geht ab 0:08 oder 0:09 so eine Gitarrenmelodie los. Bevor die Hi-Hat-Wirbel einsetzen spielt er das genau viermal - und direkt beim ersten Mal falsch bzw. greift die Saite nicht richtig. Das ist mir über Kopfhörer aufgefallen, ich fand's witzig, seitdem höre ich es halt jedes Mal, aber es ist mir total egal - wieso man es dann nicht nochmal macht, ist in der Tat irgendwie rätselhaft, spielen kann er es ja.
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von Apparition »

oger hat geschrieben:
Apparition hat geschrieben:
Ob fugenlose Betonwand oder moosbewachsene Natursteinmauer ist im Bezug auf die Authentizität egal, Hauptsache die eigene Vorstellung ist umgesetzt. Das ist authentisch.
Wobei Authentizität allein (die würde ich AK nie absprechen) für mich kein Qualitätsmerkmal von Musik ist...
Natürlich nicht. Davon, dass wir das kapieren müssen, war nie die Rede. *g*
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von MetalEschi »

Ich verstehe halt die Intention dahinter nicht. Warum will man absichtlich unfertig und schief klingen und warum will man, dass der Sänger auch mal einen Ton nicht trifft, wenn man doch eigentlich seine Instrumente beherrscht? Wo ist denn der Mehrweit eines schiefen Tons im Gegenatz zu einem geraden?
Sie lasen: Qualitätsposting von MetalEschi (c)2020
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Beitrag von oger »

@Pascow: Spielt er die nicht sogar jedes mal ein bisschen anders vom Anschlag her?
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Beitrag von costaweidner »

oger hat geschrieben:@Pascow: Spielt er die nicht sogar jedes mal ein bisschen anders vom Anschlag her?
Möglich. *g*
Die sind aber auch live nicht immer die tighteste Band zugegebenermaßen.
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von Apparition »

MetalEschi hat geschrieben:Ich verstehe halt die Intention dahinter nicht. Warum will man absichtlich unfertig und schief klingen und warum will man, dass der Sänger auch mal einen Ton nicht trifft, wenn man doch eigentlich seine Instrumente beherrscht? Wo ist denn der Mehrweit eines schiefen Tons im Gegenatz zu einem geraden?
Ich glaube, es ist andersrum: man will das bestmögliche Gesamtbild, das man hinkriegt, vom Ausdruck, von der Power, vom Feeling her. Wenn da dann technische Unsauberkeiten drin sind, ist das halt so. Aber es ist die eine Version, die der eigenen Vorstellung am nächsten kommt.
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Beitrag von NegatroN »

Apparition hat geschrieben:
MetalEschi hat geschrieben:Ich verstehe halt die Intention dahinter nicht. Warum will man absichtlich unfertig und schief klingen und warum will man, dass der Sänger auch mal einen Ton nicht trifft, wenn man doch eigentlich seine Instrumente beherrscht? Wo ist denn der Mehrweit eines schiefen Tons im Gegenatz zu einem geraden?
Ich glaube, es ist andersrum: man will das bestmögliche Gesamtbild, das man hinkriegt, vom Ausdruck, von der Power, vom Feeling her. Wenn da dann technische Unsauberkeiten drin sind, ist das halt so. Aber es ist die eine Version, die der eigenen Vorstellung am nächsten kommt.
Das stimmt schon. Wir haben auch damals Takes verwendet, die nicht fehlerfrei waren, aber insgesamt halt trotzdem am besten geklungen haben. Das kann vorkommen und das finde ich auch völlig richtig so. Das gilt dann vielleicht auch für die Pascow-Nummer da oben. Aber insgesamt sind das doch eher Ausnahmen. Und vor allem, wenn es um fehlendes Zusammenspiel geht, ist es halt einfach nicht geil.
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Re: ATLANTEAN KODEX - The Course of Empire [13.09.]

Beitrag von Perry Rhodan »

"Ob fugenlose Betonwand oder moosbewachsene Natursteinmauer ist im Bezug auf die Authentizität egal, Hauptsache die eigene Vorstellung ist umgesetzt. Das ist authentisch."

Das ist ja mal geil! :)
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