Ghost - Prequelle (01.06.2018)

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Wishmonster
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Wishmonster » 04.06.2018 17:53

GoTellSomebody hat geschrieben:Vielleicht ist es ja bescheuert, aber allerspätestens bei „Don‘t you forget about dying...“ werde ich die Assoziation Spinal Tap nicht wieder los.

Der Drummer-Verschleiß könnte ja bereits ähnlich hoch sein.
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GoTellSomebody
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon GoTellSomebody » 04.06.2018 18:13

MetalEschi hat geschrieben:
GoTellSomebody hat geschrieben:Vielleicht ist es ja bescheuert, aber allerspätestens bei „Don‘t you forget about dying...“ werde ich die Assoziation Spinal Tap nicht wieder los.


Ja, ist bescheuert.

So wie Spinal Tap halt.
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Traser
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Traser » 04.06.2018 18:17

Helvetesfönster geht bei mir gerade richtig durch die Decke. Mit den einerseits lieblichen Melodien, übergehend in Savatage-artigen Bombast bis hin zu modernen proggigen Opeth ist hier so ziemlich alles vertreten, was ein Instrumental zu einer kleinen Rockoper werden lassen kann. Und die akustische Gitarre vom Akerfeld ist natürlich das Tüpfelchen auf dem I! Einfach nur perfekt, ich liebe das! :sabber:
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon MetalEschi » 04.06.2018 18:26

Traser hat geschrieben:Helvetesfönster geht bei mir gerade richtig durch die Decke. Mit den einerseits lieblichen Melodien, übergehend in Savatage-artigen Bombast bis hin zu modernen proggigen Opeth ist hier so ziemlich alles vertreten, was ein Instrumental zu einer kleinen Rockoper werden lassen kann. Und die akustische Gitarre vom Akerfeld ist natürlich das Tüpfelchen auf dem I! Einfach nur perfekt, ich liebe das! :sabber:


Mich erinnert das total an die etwas weniger frickeligen King Crimson-Songs.
hier kommt die Signatur hin
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Chris777 » 04.06.2018 18:29

Finde mich in der Einschätzung bei Negatron. Habe auch den Eindruck dass Prequell nicht "ewig" gehört werden kann. Der Grat zwischen längerfristig, ansprechenden Kompositionen und sehr guten Songwriting das sofort zündet ist halt schmal.

Ich höre aber immer wieder einzelne Songs der Vorgänger von Prequelle gerne und werde auch von Prequelle, Songs in Zukunft auflegen.
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon TMW316 » 04.06.2018 21:56

Mal was ganz anderes: Bin ich eigentlich der einzige der findet, dass der neue Papa bzw. Cardinal aussieht wie Stan Lee?

Die Haare, das Kinn, der Schnauzer... wie Mutter und Tochter... diese Ähnlichkeit...

https://i1.wp.com/www.metalinjection.ne ... =700%2C394
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Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon schneezi » 05.06.2018 06:43

TMW316 hat geschrieben:Bin ich eigentlich der einzige


Ja.
"A man may fight for many things: his country, his principles, his friends, the glistening tear on the cheek of a golden child.
But personally, I'd mud-wrestle my own mother for a ton of cash, an amusing clock and a stack of french porn."


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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon playloud308 » 05.06.2018 07:25

Anscheind ja.

Ich bin ja der Ansicht, das der neue Papa von der Maske der schlechteste ist.
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Porcupine » 05.06.2018 08:11

OK, jetzt mal etwas ausführlicher:

Die A-Seite ist quasi perfekt: Rats und Faith sind schön knackig mit herrlich gerolltem "R" und einer unterschwelligen, aber nie wirklich ernstzunehmenden "Bösartigkeit". See The Light dann deutlich melodischer mit typischem Ghost-Flair und Miasma klingt ein wenig wie Carpenter Brut mit Gitarren. Alles super bis dahin.

Die B-Seite ist etwas zwiespältiger: Dance Macabre kann man machen, leichtfüßiger Pop mit Schunkelfaktor. Ein ganzes Album davon wäre schlimm, als einzelner Song funktioniert das gut. Dann das Problemkind des Albums: Pro Memoria ist einfach viel zu süßlich, eine zahnlose Musicalnummer, der auch völlig die ironisch-sinistre Art fehlt, die Ghost ansonsten ausmacht. Witch Image zeigt wie man es besser macht: Zwar ist das auch wieder eine getragenere Nummer (was direkt nach Pro Memoria etwas fragwürdig ist), aber für sich genommen ist das einfach ein geiler Song, der alles hat was ich auch schon auf Meliora geil fand. Helvetesfönster ist musikalisch spannend und - obwohl instrumental - ein echtes Highlight. Danach folgt - schon wieder eine Ballade. Und damit mindestens eine zuviel, obwohl das an sich eigentlich auch ein guter Song ist.

Fazit: Wenn man Pro Memoria durch eine flottere Granate (wie z.B. Square Hammer oder ähnliches) ersetzen würde, wäre das Album nahezu perfekt. So ist vor allem die zweite Hälfte viel zu balladenlastig und daher etwas zwiespältig. Als LP-Käufer würde ich wahrscheinlich die A-Seite mindestens dreimal so oft laufen lassen wie die B-Seite.
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon TMW316 » 05.06.2018 10:17

Ich hätte sogar nichts dagegen wenn noch zwei Rats und Dance Macabres auf der Scheibe wären. A) wäre noch Platz und b) würden die eher ruhigen Stücke dann nicht so ins Gewicht fallen.
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon KreaHead » 05.06.2018 14:06

Also ich muss sagen, ich verstehe die ganze Aufregung um "beste Band der Welt" etc. nicht. Prequelle ist ok, aber nun nicht der große Brecher. Ich verstehe auch den Seziertisch nicht ganz, in dem Opus Eponymous als "unfertig" oder nicht ausgereift dargestellt wird. Genau das war es doch, was Ghost damals ausmachte. Das aktuelle Werk ist mir zu glatt, zu schmierig, textlich nicht weiterentwickelt … Schade. Das nächste große Ding ist es wirklich nicht. Sorry. Meine Meinung. Dance Macabre …. naja, wers braucht. Weitermachen.
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Seelenfaenger » 05.06.2018 20:23

Porcupine hat geschrieben:OK, jetzt mal etwas ausführlicher:

Die A-Seite ist quasi perfekt: Rats und Faith sind schön knackig mit herrlich gerolltem "R" und einer unterschwelligen, aber nie wirklich ernstzunehmenden "Bösartigkeit". See The Light dann deutlich melodischer mit typischem Ghost-Flair und Miasma klingt ein wenig wie Carpenter Brut mit Gitarren. Alles super bis dahin.

Die B-Seite ist etwas zwiespältiger: Dance Macabre kann man machen, leichtfüßiger Pop mit Schunkelfaktor. Ein ganzes Album davon wäre schlimm, als einzelner Song funktioniert das gut. Dann das Problemkind des Albums: Pro Memoria ist einfach viel zu süßlich, eine zahnlose Musicalnummer, der auch völlig die ironisch-sinistre Art fehlt, die Ghost ansonsten ausmacht. Witch Image zeigt wie man es besser macht: Zwar ist das auch wieder eine getragenere Nummer (was direkt nach Pro Memoria etwas fragwürdig ist), aber für sich genommen ist das einfach ein geiler Song, der alles hat was ich auch schon auf Meliora geil fand. Helvetesfönster ist musikalisch spannend und - obwohl instrumental - ein echtes Highlight. Danach folgt - schon wieder eine Ballade. Und damit mindestens eine zuviel, obwohl das an sich eigentlich auch ein guter Song ist.

Fazit: Wenn man Pro Memoria durch eine flottere Granate (wie z.B. Square Hammer oder ähnliches) ersetzen würde, wäre das Album nahezu perfekt. So ist vor allem die zweite Hälfte viel zu balladenlastig und daher etwas zwiespältig. Als LP-Käufer würde ich wahrscheinlich die A-Seite mindestens dreimal so oft laufen lassen wie die B-Seite.


So gehen die Geschmäcker auseinander.
Ich finde die B-Seite wesentlich spannender, gerade die letzten 4 Songs mit dem überragendem Pro Memoria, dem orgiastischen Abschluss Life Eternal sowie dem genialen Instrumental „Höllenfenster“ und Ohrwurmkiller Witch Image sind meine persönlichen Highlights der Scheibe und laufen fast in Dauerrotation.
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon schneezi » 05.06.2018 20:26

Äußerst gutes Album um dabei ein wohliges Vollbad zu genießen und sich ganz der Körperpflege hinzugeben. *eben getestet hab*
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon Apparition » 05.06.2018 21:02

schneezi hat geschrieben:Äußerst gutes Album um dabei ein wohliges Vollbad zu genießen und sich ganz der Körperpflege hinzugeben. *eben getestet hab*


Weiss Rudy das schon?
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Re: Ghost - Prequelle (01.06.2018)

Beitragvon silentforce » 05.06.2018 23:21

playloud308 hat geschrieben:Anscheind ja.

Ich bin ja der Ansicht, das der neue Papa von der Maske der schlechteste ist.


Sehe ich auch so. Das neue Gesicht macht viel des Ghost-Charmes kaputt. Ich kann mich damit optisch nicht anfreunden.
Musikalisch ist die neue Platte jedoch für mich von vorne bis hinten ein Knaller! Sicherlich ist das Ganze eine extreme Anbiederung an den Mainstream - ob bewusst oder nicht. Aber das ändert ja nichts an der Tatsache, dass die Songs einfach klasse sind und sofort ins Ohr gehen. Ich bin mir sicher dass das Teil durch die Decke geht!

Interessant finde ich die Interviews im neuen Heft. Sowohl mit Forge selbst, als auch mit einem seiner ehemaligen Mitstreiter. Scheinbar hat der Gute ja durchaus eine Vision für die er über Leichen geht. Das macht ihn nicht gerade sympathischer. Bei ihm liegt das oft besagte "Genie und Wahnsinn" wohl tatsächlich dicht beieinander.
Hier geht's zu meiner Sammlung!

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