Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Das Forum für die traditionellen Spielarten des Metal
Benutzeravatar
Alphex
Beiträge: 3828
Registriert: 28.08.2012 16:34

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Alphex »

Es ist schlicht zu lang und hat etwas matschige und uneinheitliche Produktion - Harris war ja diesmal auch involviert.

Jedenfalls, der Titeltrack, Afraid To Shoot Strangers, Childhood's End und Judas Be My Guide sind alle drei super. Das wäre in den 80ern halt ein halbes Album gewesen; hier ist's nur ein Drittel. Ergo gibt es auch Blödsinn wie The Apparition (New-Age Lyrik über gefühlte 4 Takte Musik und sehr viele Wiederholungenzeichen) und den Weekend Warrior. Der Rest ist okay; also ist das Album schwer zu beruteilen, da das Durchhören echt sehr zäh wird, aber es schon einige gute Songs gibt.
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
Benutzeravatar
costaweidner
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 27939
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Wild Frontier
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von costaweidner »

Ich habe auch 'The Fugitive' immer zu den Highlights gezählt.
"We do beg your pardon, but we are in your garden."
-------------------------------------------------------------
-Rocking in the evening with my friend called Stevening-

Letterboxd - My life in film.
Benutzeravatar
Alphex
Beiträge: 3828
Registriert: 28.08.2012 16:34

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Alphex »

Den finde ich okay, habe zumindest Teile im Ohr und ihn nicht als störend in Erinnerung.

Frage mich ja übrigens, ob die vielen "wir machen jetzt auf AC/DC"-Momente wegen dem Erfolg von Bring Your Daughter... waren oder was zur Hölle das damals sollte. Manche funktionieren ja halbwegs, aber es war plötzlich da auf dem Album und danach eigentlich nie wieder.
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
Benutzeravatar
David Lee Hasselhoff
Beiträge: 1869
Registriert: 08.01.2010 16:36
Wohnort: Birmingham
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff »

Ich finde diesen erdig-sleazigen Hard Rock-Anstrich immer noch sehr gelungen.
Benutzeravatar
Alphex
Beiträge: 3828
Registriert: 28.08.2012 16:34

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Alphex »

Finde Bruce den falschen Sänger dafür, aber ja, sagte ja, einige von den Songs funktionieren durchaus, es kam nur so unvermittelt und punktuell. Was ging denn nach Fear Of The Dark noch in die Ecke? Ich glaube ein einziger Song auf der Dance Of Death?
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
Benutzeravatar
David Lee Hasselhoff
Beiträge: 1869
Registriert: 08.01.2010 16:36
Wohnort: Birmingham
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff »

Ich finde es irgendwie doof, dass man mit Blaze nichts derartiges versucht hatte. Das hätte ihm vermutlich besser gelegen und wäre auch etwas nachvollziehbarer gewesen als die Wendung hin zum 7-Minüterfließband.
Benutzeravatar
Flow
Beiträge: 3282
Registriert: 26.03.2004 00:21

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Flow »

David Lee Hasselhoff hat geschrieben:erdig-sleazigen Hard Rock-Anstrich...
M...moment, erdig? Sleazy? Reden wir immer noch von "Fear Of The Dark"?

Die Band intern zerstritten und kommerziell auf dem absteigenden Ast, Dickinson wollte mit den eigenen Ideen mit dem Kopf durch die "Last Exit Selbstverwirklichung"-Wand, und Harris hielt mit allem, was er hatte dagegen - und das war leider mit Ausnahme der Martin Birch angelegten Handschellen und dem Titelsong nicht besonders viel. Ein orientierungsloses, nahe am künstlerischen Wachkoma entlang schrammendes und saft- und kraftlos klingendes Werk.

"Be Quick Or Be Dead", "Afraid To Shoot Strangers" und mit Abstrichen "Fear Is The Key" und "Wasting Love" (beide von Dickinson - und man hört bei beiden heraus, wo er hin wollte) stechen heraus - der Titelsong eh, aber der kommt wenigstens mir mittlerweile aus den Ohren raus.
http://dreikommaviernull.blogspot.com/

You say animals, only animals
But they are more than that to me
Benutzeravatar
Alphex
Beiträge: 3828
Registriert: 28.08.2012 16:34

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Alphex »

From Here To Eternity schwanzrockt allemal um die Kurve, und ist weit weg von den proggig-verkopften Soundtrackwänden eines To Tame A Land. Natürlich waren Maiden für richtigen Sleaze auch in der Variante noch immer zu kopflastig, aber für Bandverhältnisse kann ich die Einordnung verstehen.
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
Benutzeravatar
David Lee Hasselhoff
Beiträge: 1869
Registriert: 08.01.2010 16:36
Wohnort: Birmingham
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff »

Neben FHTE klingen in meinen Ohren auch Fear Is The Key (sehr schmieriger Groove), Chains Of Misery, The Apparition (der Groove wieder) und Wasting Love sleazig. Natürlich nicht in der Form wie LA Guns oder Faster Pussycat. Aber das Gemisch find ich halt schon töfte. Ein bisschen Sex, ein bisschen Horror, ein bisschen Echte-Welt Probleme. Fast die selbe Mischung wie Alice Cooper's Hey Stoopid, die ich auch sehr gern mag.
Benutzeravatar
BlackMassReverend
Beiträge: 8936
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: 22 Acacia Avenue

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von BlackMassReverend »

Senf:

1) Judas Be My Guide ist neben Childhoods End, dem Titelsong, Wasting Love und Be Quick Or Be Dead DAS Highlight der Scheibe
2) Afraid To Shoot Strangers, Fear Is The Key und The Apparition sind song-schreiberisch und teils auch rhythmisch die X-Factor-Vorlagen
3) Das Album wirkt in sich unrund und wie krampfhaft versucht alle relevanten musikalischen Bereiche abzudecken (Ballade, Speed, bisken Epik, bisken Hard Rock etc.)
4) All das haben Maiden zuvor in teils einem Song geschafft (Revelations oder Infinite Dream mal als Beispiele), und genau DAS war auf FOTD fast ganz weg
1989 haben wir komplett durchgesoffen !
Benutzeravatar
metalbart
Beiträge: 2304
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: hinter den sieben Bergen

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von metalbart »

eerste 4 Songs top, danach baut sie mächtig ab, bis auf 'Judas be my guide'. Der Schluß ist totgespielt.
Benutzeravatar
Glaurung
Beiträge: 14036
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Ibb Rock City

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Glaurung »

Be Quick or Be Dead 8/10
From Here to Eternity 2/10
Afraid to Shoot Strangers 8/10
Fear Is the Key 5/10
Childhood’s End 6/10
Wasting Love 6/10
The Fugitive 7/10
Chains of Misery 7/10
The Apparition 1/10
Judas Be My Guide 8/10
Weekend Warrior 1/10
Fear of the Dark 10/10
In my dreams i was drowning my sorrows... but my sorrows they learned to swim.
Benutzeravatar
Thunderforce
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 29999
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Bad Spänzer
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von Thunderforce »

Die ersten drei finde ich super, ja, auch From Here to Eternity. So eine Art Guilty Pleasure, aber ich mag das Lied
Afraid... ist richtig groß.
Fear is the key wäre okay, wird aber durch diese "Lies and lies and lies..." Stellen zum Komplettausfall, was eine Rotze.
Childhoods End wieder großartig
Wasting Love langweiliger Rotz
The Fugitive wieder großartig, nach Afraid... der beste Song.
Ab jetzt wirds dünn.
Fear of the Dark ist natürlich an sich gut, aber den kann ja kein normaler Mensch noch hören.
Judas... ist vom Rest noch der beste Song, aber essentiell ist der auch nicht.
Chains of Misery und Weekend Warrior sind doofe Prollkacke und The Apparition bei den Top 3 der schlechtesten Maidensongs ziemlich weit vorne *g*


Insgesamt also eine ziemliche Achterbahnfahrt und auch ziemlich durchwachsen. Ein paar grandiose Einzelsongs, ein paar Komplettausfälle und ein bißchen Füllmaterial. So gesehen eigentlich das Maiden-Album mit der größten qualitativen Spannweite innerhalb einer Platte.
There was no box, mate.
Thekenumschau | RYM Diary 2021 | Letterboxd
Benutzeravatar
costaweidner
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 27939
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Wild Frontier
Kontaktdaten:

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von costaweidner »

Glaurung hat geschrieben: From Here to Eternity 2/10
Childhood’s End 6/10
Lächerlich.
Albern.
"We do beg your pardon, but we are in your garden."
-------------------------------------------------------------
-Rocking in the evening with my friend called Stevening-

Letterboxd - My life in film.
Benutzeravatar
OriginOfStorms
Stammposter
Stammposter
Beiträge: 11726
Registriert: 26.03.2004 00:21
Wohnort: Münster, wo sonst!?

Re: Up The Irons - Der Iron Maiden-Thread

Beitrag von OriginOfStorms »

Jeder Punkt für einen Unsong wie From Here To Eternity ist einer zu viel. Die Nummer ist dermaßen peinlich.
¡No pasarán!

FICK DICH, DFB!
Antworten