OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

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Rivers
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Rivers »

"Faith in Others" ist das letzte Lied, das fängt an wie weiland Massive Attack. Erinnert mich voll an diesen melancholischen Eletronic-Kram aus den späten 90ern.

Und an manchen Stellen wünsche ich mir, der Drummer wäre mehr ein Cozy Powell. :D
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casta
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von casta »

Crianlarich hat geschrieben: Die "unbequem[e]" (© Axe To Fall) "Heritage" hatte das Problem m.E. nicht, da die Parts dort i.d.R. Opeth-typisch verknüpft waren - nämlich gar nicht *g* - während der Retroprog mit Genre-typischen Verknüpfungen arbeitet. "Heritage" war genauso zerrissen wie alle Vorgänger (mit Ausnahme von "Damnation"), und für mich sind die anstrengenden Reihen von Parts, die nicht zueinander zu gehören scheinen, das, was mich an der Band am meisten reizt.
Verständliche Argumentation. Aber so zerissen wie du die Opeth Songs beschreibst, habe ich sie eigentlich nie empfunden. Auf der Watershed zum Beispiel finde ich das alles recht schlüssig und passend. Die Heritage ist zugegeben etwas ausschweifender, die größeren Differenzen sehe ich aber auch hier eher bei den Songs untereinander. Für sich gesehen, finde ich auch hier das Material recht schlüssig.
Was Opeth für mich bisher ausgemacht hat und als besonderes Markenzeichen gilt, ist diese unverkennbare Stimmung und der besondere Klang. Und der ist bei Pale Communion weiterhin vorhanden.

Witzig, dass du auch die Damnation erwähnst. Die Scheibe gilt für mich als Essenz des Opeth Sounds. Gerade in den ruhigeren Passagen der Opeth Alben, brilliert die Band und kann die eigentliche Virtuosität der beteiligten Musiker zur Schau stellen. Insofern kann ich mit der aktuellen Ausrichtung der Band auch sehr gut leben.
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Kotzewitsch
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Kotzewitsch »

Ach, ich weiss nich, ich weiss nich.

Ich hör in die neue Opeth rein und denk mir... ja... nett. Hab ja nix gegen die Retrorockwelle und so. Eigener Sound ist vorhanden, schon, aber letztendlich gibts da auch ne Menge Alternativen zu. :ka:
Und dann hab ich im Kontrast grad nochmal die Blackwater Park eingelegt. Meine Güte. DAS ist die Essenz des Opeth Sounds! :pommes: Da gibts auch keine Alternativen, nix Vergleichbares. Die eigene düstere Atmosphäre, die Wechsel, das Harte und Zarte - das ist es, was ich von Opeth hörn will und die Band für mich ist.
Deshalb bin ich jetzt, hmm... vielleicht nich enttäuscht... aber etwas ernüchtert, traurig, weil die Band für mich quasi weg ist. Was bleibt ist "Mikael's Magnificent Rock Project & Band", schön und gut, aber kein Opeth :hmpf:
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Crianlarich
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Crianlarich »

casta hat geschrieben:Aber so zerissen wie du die Opeth Songs beschreibst, habe ich sie eigentlich nie empfunden.
:ka: Zumindest schrieben Opeth (vielleicht neben Mr. Bungle und Ron Jarzombek) Songs mit dem größten Mangel an roten Fäden in meiner Musiksammlung. Ein groberes Zusammengestückel kenne ich höchstens noch von manchen kompositorisch unfähigen Proggern aus der dritten Reihe (die ich nach dem Reinhören schnell wieder vergessen habe). (Im Unterschied zu denen ist das bei Opeth [wie bei Mr. Bungle] aber freilich ein gewolltes Prinzip.)

Bevorzugung der ruhigen und melancholischen Passagen ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist auch, wenn sich z.B. jemand Opeth aus einer Mainstream-Richtung nähert und aufgrund dieser Perspektive, die neue interessant findet. Aber ich mag nicht darüber nachdenken, ob Opeth in der Vergangenheit nicht doch was anderes fabriziert haben als Zerrissenes. Denn dass Opeth widersprüchliche Passagen (Hart-weich-hart-hart-weich-hart-weich-weich-wart-heich-portugiesisches Akustik-Outro ohne Zusammenhang) ohne Rücksicht auf dramaturgische Konventionen und Hörgewohnheiten aneinandergereiht haben, ist doch keine Frage der Empfindung. :?

PS: Nach dem Intro entpuppt sich "Eternal Rains will Come" als "The Incident"-Outtake. Wilson ist überall, der große Gleichmacher. :( Um die heutige Musik zu retten, sollte ihm mal jemand 50 Jahre fiebrige Bettlägerigkeit verschreiben.
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Frank73
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Frank73 »

Kommt das Album nicht erst nächste Woche raus?
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Rivers
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Rivers »

Frank73 hat geschrieben:Kommt das Album nicht erst nächste Woche raus?
Nein, morgen. Omerch scheint aber auch erst ab 25.08., also Montag, auszuliefern.
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GoTellSomebody
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von GoTellSomebody »

Rivers hat geschrieben:
Frank73 hat geschrieben:Kommt das Album nicht erst nächste Woche raus?
Nein, morgen. Omerch scheint aber auch erst ab 25.08., also Montag, auszuliefern.
Opeth gehabt.
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Rivers
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Rivers »

GoTellSomebody hat geschrieben:
Rivers hat geschrieben:
Frank73 hat geschrieben:Kommt das Album nicht erst nächste Woche raus?
Nein, morgen. Omerch scheint aber auch erst ab 25.08., also Montag, auszuliefern.
Opeth gehabt.
*über Antwort nachdenk*

Hmmmm....: http://i.imgur.com/fqrJUCI.gif
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Porcupine
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Porcupine »

Hab die Scheibe gestern schon im Media Markt bekommen. Erster Eindruck: Vor allem in der ersten Hälfte erinnern viele Melodien und Stimmungen an die ruhigen Passagen der Watershed. Ansonsten eine konsequente Weiterentwicklung der Heritage, aber mit besserem Klang: Genauso organisch, aber deutlich entstaubt.
Zu den Songs selbst kann ich nach einem Durchlauf noch nicht allzu viel sagen, etwas besser als die Heritage ist die Scheibe aber auf jeden Fall.
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ReubenKlopek
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von ReubenKlopek »

Heute auch hier angekommen.
Hatte mit Heritage so meine Schwierigkeiten...nicht weil ich was gegen klassischen Prog habe, sondern weil "meine" Opeth in meiner Vorstellung eben anders klingen sollten :D .

Nach drei Durchläufen: das Eröffnungsdoppel "Eternal Rains Will Come" und das schon bekannte "Cusp Of Eternity" laufen mir gut rein, ansonsten bleibt nicht wirklich viel hängen. Mal weiterschauen.
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GoTellSomebody
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von GoTellSomebody »

Ich sehe für mich bei dieser Platte nur zwei Möglichkeiten: entweder ich lasse den Oberschlaumeier raushängen (was ich ja sonst nie tue) und sage, OPETH haben ihr Alleinstellungsmerkmal endgültig verloren, "Heritage" war wenigstens noch schön kauzig, anders und damit interessant, und finde es sehr unangenehm und höchst verdächtig, das SPOCK'S BEARD oder NEAL MORSE so manche Gesangspassage oder Instrumentalpart auch nicht schöner hinbekommen hätten, von den ganzen Zitaten von 70er-Jahre ProgRock-Großmeistern mal ganz abgesehen, oder ich schmeiß die ganzen Schablonen in den Müll und höre mir die Platte einfach an. Dann komme ich nämlich nicht umhin festzustellen das mir das Teil mit jedem Mal mehr Spaß macht, weil sie einfach toll klingt und mir die Musik gefällt, und damit ist meine Argumentationskette auch schon beendet. Mehr brauche ich dann nicht. Ich glaube, das mache ich.
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von TMW316 »

Ich höre gerade in den Stream und kann mich nicht zwischen "langweilig" und "schön" entscheiden.
Im Zweifel muss man immer das richtige tun!!
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MetalEschi
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von MetalEschi »

So ähnlich gehts mir tatsächlich auch. Wie erwartet nichts, was mich erschrocken zurückweichen lässt, und grundsätzlich eine angenehme Atmosphäre. Die Songs an sich schlagen aber nicht so ein, wie es sein müsste, damit ich da wirklich drin verlieren kann.
Sie lasen: Qualitätsposting von MetalEschi (c)2021
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von Rivers »

"Moon above, Sun below" beginnt schon zu nerven.

Früher war auch mehr Gitarre *find*. Also überhaupt Gitarre. Das ist schon so wie vor 3 RH Ausgaben stand: Die Orgelei dominiert die Songs schon sehr. "Eternal Rains will come" würde ohne Keyboards gar nicht funktionieren.
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casta
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Re: OPETH - Pale Communion (Juni 2014)

Beitrag von casta »

Beides Übersongs in meine Ohren. Eternal Rains will gar nicht mehr aus dem Kopf seit gestern.
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