Pattern-Seeking Animals - Prehensile Tales (15.05.2020)

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stormcloak
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Pattern-Seeking Animals - Prehensile Tales (15.05.2020)

Beitrag von stormcloak »

Das Debüt-Album ist gerade erschienen, da kommt schon die nächste Scheibe um die Ecke. "Prehensile Tales" erscheint im Mai. Die haben wohl viel Spaß im Studio.

Neuer Song, knüpft mit schön melodischem Prog nahtlos ans erste Album an:
reissdorf
Beiträge: 656
Registriert: 23.01.2009 02:50

Re: Pattern-Seeking Animals - Prehensile Tales (15.05.2020)

Beitrag von reissdorf »

Wer das Debut mochte wird auch mit dem Zweitwerk glücklich.
Das gilt zumindest für mich. Ob hier neue Hörer gewonnen werden können oder sollen versehen wir mal mit einem ?.

Die Geschichten beginnen mit einem leichten achtziger Groove (Michael Jackson?) und schwelgen sich bald in wohlige, melodiöse Pop gefilde. Eventuell wird ein wenig zuviel belanglos soliert in "Raining Hard In Heaven" ansonsten ist es ein schöner Opener.
Daran schließt sich auch "Here in My Autumn" an, für den dasselbe gilt, auch wenn die Grundstimmung überraschenderweise ein wenig herbstlicher ausfällt.

Elegant wie ein Vampir schwingt sich Ted Leonard durch die dritte Nummer, er ist nicht nur hier derjenige, der das Album trägt. Der Rest der Stammbesetzung bleibt ein wenig blass. Meros liefert solide Bassläufe und versteht hier und da ein ! zu setzen. Keegan kann mehr und Boegehold nervt stellenweise mit seinem gefiepe.

Nach der schwächsten Nummer, kommt glücklicherweise das Highlight.
"Why Don't We Run" ist ein echter Sommerhit. Schritt für Schritt wird das Tempo und die Wohlfühlatmosphäre angezogen. Die echten Trompeten in der erst eingestreuten und dann durchgehaltenen Salsa steuern auf einen mexikanischen Strandabend hin. Packt mich voll, finde ich großartig. Keep Moving, keep Moving.

Kommen wir zum ersten Longtrack. Guter Aufbau, zu jederzeit spannend, schlüssig und flüssig. Und es zeigt sich einmal mehr, dass Boegehold Melodien schreiben kann, die im Ohr bleiben.
Bei mir ist es die "Dull The Sword Of Damocles" Section, die mich völlig niederknien lässt.

Balladesk beginnt der letzte Track "Soon But Not Today" der dann aber ein wenig fanziger und fast schon improvisiert jazzig zu seinem Kern findet. Näher am Prog war man bis dato noch nicht, viele Variationen, immer nah entlang an einem Reggea Rhythmus, bevor man dann wieder zu einer typisch schönen Melodie kommt, die jedem Disney Film gut stehen würde. Zauberhaft. Im Anschluss folgt noch eine kleine Achterbahnfaht, durch nahezu alle Stimmungen des Albums mit teils kuriosen Wendungen und weiteren Großtaten von Ted. Voll gut.
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