Miffy presents: Se Jier in Meddel!

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Thunderforce
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von Thunderforce »

SacredMetalMichael hat geschrieben:Zwei von den genannten Alben sind auch in meiner Top 20.
:)
Pallbearer und Primordial? *im Gegensatz zu den anderen ernst mein* *g*
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Thunderforce
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von Thunderforce »

Apparition hat geschrieben:
MANOWAR – Kings of Metal MMXIV
26 Jahre nach dem Original bringen Manowar „KOM 25“ heraus, das schaffen halt auch nur die. Vollkommen überflüsige Platte natürlich, alles ist zwei bis sieben Klassen schlechter als beim Original. Immerhin kriegen sie es hin, es nicht völlig kaputtzumachen, aber brauchen tut das hier natürlich kein Mensch. Und das klickernde Metronom bei „Sting of the Bumblebee“ ist vermutlich das peinlichste, was jemals jemand auf CD herausgebracht hat.

Warum verschwendest Du Deine Zeit mit sowas? *g*
Um ganz ehrlich zu sein: Katastophentourismus, aber eigentlich noch mehr als das.
Ich stehe unheimlich darauf, wie Manowar seit inzwischen über 20 Jahren jeden Kontakt zur Realität verloren haben und auf ihr Gebirge aus LOLs, Schwachsinn, Peinlichkeiten und Sachen, die Spinal Tap mit dem Kommentar "zu krass" lieber doch nicht gebracht hätten, ihr ohnehin schon lange selbst zestörtes Denkmal immer noch weiter vollpissen, vollkacken und abfackeln.
Dass die zwischen 1980 und 1984 mal legendär und bis 1992 immerhin noch durchaus okay waren, spielt für mich inzwischen gar keine Rolle mehr.
Eine (je nach Sichtweise mindestens) doppelt so lange Zeit sind sie einfach nur die kompletten Vollärsche.

Darum hab ich mir das angehört, um mich weiterhin in diesem Elend zu suhlen. :D

Wobei ich das reguläre letzte Album von denen bis heute nicht gehört habe (bzw. nur den Song "Manowarriors" (Hahahaha, noch so'n Ding!), so krank bin ich dann doch nicht.
*g*

Aber das war schon der Grund, es gibt abgesehen von britischer Comedy einfach nichts lustigeres als Manowar.
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SacredMetalMichael
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von SacredMetalMichael »

Thunderforce hat geschrieben:
SacredMetalMichael hat geschrieben:Zwei von den genannten Alben sind auch in meiner Top 20.
:)
Pallbearer und Primordial? *im Gegensatz zu den anderen ernst mein* *g*
Pallbearer und Opeth. :)
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von Chris777 »

Faith in Others, ein Song des Jahres.
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playloud308
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von playloud308 »

Thunderforce hat geschrieben:Meddl Leude, servus und willkommen!

Da der doofe Misery sich anscheinend nicht mehr für neue Musik interessiert, muss eben der Papa ran. Das Jahr ist rum, im Sinne von es kommt nichts mehr. Ergo im folgenden Kurzbesprechungen aller Alben aus 2014, die ich zumindest einmal gehört habe.
Zusammenfassung: Es war ein verdammt starkes Jahr, größere Enttäuschungen gab es nur eine, positive Überraschungen dafür gleich ein paar viele.



ANATHEMA – Distant Satellites
Satz mit X. Die Band scheint es nach dem letztmaligen Aufbäumen mit dem wirklich guten Vorgänger nun doch hinter sich zu haben. Der immergleiche Songaufbau (ruhiger Beginn, Steigerung, Bombastfinale, dabei null Melodievariation), die immergleichen Bombastschmierereien, die immergleichen Ekellyrics über Liebe und wie toll das Leben ist. Widerlich. Lediglich die elektronischen Experimente gelingen teilweise und das dreigeteilte „The Lost Song“ ist gut, aber halt auch komplett beim Vorgängeralbum abgeschrieben. Tut ein bißchen in der Seele weh, das Ding.

Find ich nicht. Mir gefallen die Lyrics


ARCHIVE – Axiom
Fantastisches Album, relativ kurz, dafür spannend von vorne bis hinten. Und zeitgleich einen ebenfalls sehr gelungenen, düsterbösen Film veröffentlicht, der sozusagen als 40-minütges Musikvideo fungiert. Schön, wenn eine Band tatsächlich mal im Multimedia-Zeitalter ankommt. Experiment geglückt, eines der besten Alben aus 2014.

Steht bei mir auch ganz oben in der Liste.


BEHEMOTH – The Satanist
Sehr großartiges Album, endlich klingen Behemoth mal wie ne Band und nicht wie eine Sammlung von Computern, die aufs Instrumentespielen programmiert wurden. Besonders in der zweiten Hälfte wirklich tolles Album, das ich dringend mal wieder hören muss.

Ja, sehe ich auch so, wobei der Vorgänger geiler war. An Demigod kommt es aber nicht ran.





DREAD SOVEREIGN – All Hell's Martyrs
Aus dem Bereich Metal ziemlich klar meine liebste Veröffentlichung aus 2014. Alan Averill mit zwei Sidekicks inszeniert hier über ca. 70 Minuten eine Art finsteres Begräbnis. Doom, Monotonie, 2 Gitarrentöne, die sich repetitiv durchs komplette Album ziehen, dazu finstere Storys aus dem Mittelalter und der Cthulu-Welt. Besonders gesanglich völlig überzeugend, aber die ganze Scheibe packt einen in den Würgegriff und lässt einen erst wieder los, wenn sie vorbei ist. Geilerweise klingt das ganze dabei aber auch noch total nach Weltraum und Spacerock. Kommender Klassiker, zumindest für mich persönlich. Das Doppelvinyl mit blutroten Platten und dem fiesen Artwork ist zudem das bisherige Prunkstück meiner noch überschaubaren Vinylsammlung. Burn, burn at the stake! Thirteen Clergy to the fire! *niederknie*


Steht noch im Hören Stapel. Momentan habe ich da keinen Bock drauf.


EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN – Lament
Die Neubauten vertonen als Auftragsarbeit einer flämischen Gemeinde den ersten Weltkrieg. Diese Platte ist völlig irre. Industrielle Lärmausbrüche treffen auf ellenlange Percussion-Songs, fast 100 Jahre alte Aufnahmen von Kriegsgefangenen-Gesängen und -gesprächen treffen auf beklemmende Soundinstallationen, nachgemachte Tierstimmen kommentieren den Ausbruch des Weltkriegs und Blixa singt Lieder, die 100 Jahre alt sind und von einer rein schwarzen Kompanie namens Harlem Hellfighters geschrieben wurden, die letztendlich den Jazz nach Europa brachte. Beängstigend, beklemmend, haarsträubend, teilweise wunderschön, teilweise abartig häßlich und letztendlich vor allem eins: Unfassbar beeindruckend, so beeindruckend wie IMO nichts anderes von dieser Band.

Mein erstes EN Album. Grandios sowohl mit als auch ohne booklet. Der DVD vom Konzert fiebere ich schon entgegen.


FLYING COLORS – Second Nature
Weniger eingängig (aber immer noch ziemlich) als der Vorgänger, die Hits springen einen nicht sofort an. Sie sind aber trotzdem da. Durch die Bank tolle Songs, wunderbare Melodieführungen und Arrangements, hier sind eben Profis am Werk und das hört man. Lediglich das Gospelgejodel bei „Peaceful Harbour“ hätte es nicht gebraucht. Ansonsten grandios, die Platte.

Steht auch auf dem Hören Stapel. - Dieses Jahr war mit Musikhören nicht viel gebacken.

GAMMA RAY – Empire Of The Undead
Manchmal überraschen sie einen ja doch noch. Der Hansenkai ist so oder so mein liebster deutscher Metalmusiker und darf machen, was er will, es gefiel mir bloß seit „Majestic“ überhaupt nicht mehr. Und dann hauen Gamma Ray mal eben das beste Album seit ca. 12 Jahren raus. Wahnsinn, wieviel Spaß die Platte macht. Und wenn Kai in „Pale Rider“ das erste „Pale rider... coming for you!“ raushaut, bin ich zu Hause. Dieser Gott, ey.

Ja, so schaut es aus.


THE JEZABELS – The Brink
Mein Album des Jahres, dutzende Male gehört, in meiner Last FM-Alltime-Playlist bereits auf Platz 1 und schon auswendig gelernt. Und es ist immer noch so toll, trotz teils deutlichen Schielens Richtung Radio-Airplay. Haley Mary ist inzwischen zu meiner absoluten Lieblingssängerin geworden und die Art wie mich Songs wie „The Brink“, „Time to Dance“ oder „All You Need“ in meinem tiefsten inneren packen und fertigmachen, schaffen nur GANZ wenige Bands. Götter.

Top Ten Album - Richtig


MANIC STREET PREACHERS – Futurology
Nach dem erschreckend schwachhupigen Vorgänger reißen die Manics das Ruder nochmal herum und liefern mit „Futurolgy“ ihr interessantestes Album seit langem ab. Endlich wird mal wieder ein bißchen experimentiert und Wege beschritten, die noch nicht ausgelatscht sind. Kalt, urban, futuristisch und doch irgendwie typisch MSP. Wirklich gelungene Rückmeldung und Songs schreiben können sie ja eh immer noch, wie kaum jemand anders.

Auf dem Hören Stapel ganz oben.


MANOWAR – Kings of Metal MMXIV
26 Jahre nach dem Original bringen Manowar „KOM 25“ heraus, das schaffen halt auch nur die. Vollkommen überflüsige Platte natürlich, alles ist zwei bis sieben Klassen schlechter als beim Original. Immerhin kriegen sie es hin, es nicht völlig kaputtzumachen, aber brauchen tut das hier natürlich kein Mensch. Und das klickernde Metronom bei „Sting of the Bumblebee“ ist vermutlich das peinlichste, was jemals jemand auf CD herausgebracht hat.

Habe mit der Band abgeschlossen. Finde Neuaufnahmen aber generell scheiße. Das ist sowie posts editieren. :D


MANTAR – Death By Burning
Ein wunderschöner Rotzklumpen Hass, der aber gleichzeitig total viel Spaß und irgendwie gute Laune macht. Sehr geile Platte, leider neulich auf Tour mit Beastmilk dann doch nicht dabeigwesen.

Top Ten Teil. Jupp


NECROS CHRISTOS – Nine Graves
Wer „Doom of the Occult“ mochte, der wird auch „Nine Graves“ mögen. Mehr kann man dazu eigentlich gar nicht sagen. Tolle Platte und diese angepisste Stimme ist schon ziemlich einzigartig.

Wusste ich gar nicht, dass die ne neue herausgebracht haben.



OPETH – Plae Communion
Opeth liefern den logischen Nachfolger von „Heritage“, bleiben dem Stil treu, komponieren aber mehr auf den Punkt und mit weniger Schnörkeln und Gedöhns. Das Überraschungsmoment fehlt jetzt natürlich, die Songs überzeugen aber trotzdem alle. Und von dem Sound muss man ja gar nicht erst anfangen. Unfassbar, wie gut Musik klingen kann, wenn man keine Schwachsinnigen an die Knöpfe lässt.

Hören Stapel

PINK FLOYD – The Endless River
Sie konnten eigentlich nur verlieren und haben es wohl auch getan. Anscheinend haben viele Leute trotz endloser Ankündigungen und Interviews, dass es genau das eben nicht ist, ein vollwertiges neues Album erwartet. Für das, was es ist, nämlich eine Sammlung von Demos, Outtakes und nicht verwendeten Stücken aus den 1993er Sessions, hauptsächlich zu Ehren Richard Wrights, ist es aber halt wirklich gut geworden. Einiges ist zwar auch etwas kitschig und flach ausgefallen, es gibt aber eben auch tolle Momente satt. Und wenn dann wieder Stephen Hawking spricht, ist Gänsehaut angesagt. Ich finde, die Platte ist ein würdevoller Abschuß einer totalen Ausnahmekarriere. Auch wenn ich „The Endless River“ sicher nicht endlos oft hören werde.

[color=#8]Ich finde es sie auch gut.[/color]

PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen
Aufgrund der Tatsache, dass die erst eine Woche raus ist, erst 2 Mal gehört. Ich habe aber den Eindruck, dass das eine verdammt starke Platte ist. Bis auf 2 Lieder sehr viel langsames Material, gesanglich stärker als alles andere, was ich von Primordial kenne, toller Sound. Nachdem ich letztes Jahr ja Primordial bei einer Fahrt durch das irische Connamara gehört habe und sie da endlich verstanden habe (ich habe das „klick“ tatsächlich gehört, als es kam) und sie durch den Liveauftritt letzte Woche dann vermutlich endgültig begriffen habe, freue ich mich aber einfach, dass es bei einer Band, die ich seit Ewigkeiten gutfinden will, nun endlich geklappt hat *g*

Hören Stapel


SANCTUARY – The Year The Sun Died
Mehr aus Langeweile reingehört und dann doch extrem begeistert gewesen. Ich kann nachvollziehen, was die Kritiker meinen mit zu glatt und zu unkaputt, die Platte geht tatsächlich wie Butter ins Ohr und ist eigentlich fast schon zu eingängig und leicht konsumierbar. Mich stört das aber in dem Fall nicht, weil die Songs fast durch die Bank so dermaßen geil sind, dass mir das Herz aufgeht. Und auf diese theoretischen Diskussionen wie „Mit Loomis hätte das so oder so geklungen“ lasse ich mich auch nicht ein, davon habe ich zum Glück viel zu wenig Peilung von der Theorie. Keine Ahnung, wie Loomis das gespielt hätte, oder wo der Unterschied von ihm zu Ruthledge ist – ich hör das nicht und will es auch nicht. Ich finde einfach die Mucke geil.

Gutes Album, aber ich mag Nevermore lieber. ;-)


SOLSTAFIR – Ótta
Ein famoses Album, weniger wild als man das bisher von Solstafir kannte, aber eben nicht weniger toll. Unglaubliche Songs und Melodien, sehr viel wehmütige Passagen, bei denen man am liebsten sofort losrennen will, irgendwo nach Island, Finnland oder Norwegen und sich da für immer verschanzen und dem Alltagselend hier endgültig den Rücken kehren.

Hören Stapel


SWANS – To be Kind
Ich habe sie bisher nur einmal gehört (unterm Kopfhörer) und mich seit dem nicht mehr rangetraut. Über 2 Stunden, völlig kaputte Musikk von einem offenbar völlig kaputten Typen, alleine die 34-Minutennummer „Bring the Sun“ gleicht einem Ritt in die Hölle und zurück, mitten durchs Feuer. Es gibt zwar auch viele ruhige und schöne Momente, diese werden aber gerne auch konterkariert von völlig krankem Gelächter oder irgendwelchen anderen kranken Sachen. Jemand, der solche Musik macht, hat vermutlich wirklich ernstliche Probleme. Unfassbar intensiv, aber auch unfassbar anstrengend und beängstigend. Unangenehm, sick.

Hören Stapel

THRESHOLD – For The Journey
Das, was ich vermutet hatte, ist eingetreten. Threshold haben sich mit „March of Progress“ die Meßlatte selber so hochgelegt, dass sie nicht mehr drüberkommen, sondern schön drunterherfliegen. „For the Journey“ ist immer noch gut, teilweise sehr gut, mehr aber leider diesmal nicht. Die Ausrichtung ist sehr viel poppiger und weniger verspielt, die Melodien sind nach wie vor göttlich, aber teilweise treten erstmals Abnutzungserscheinungen auf. Damian reißt es mit göttlichem Gesang aber immer noch raus. Trotzdem müssen für die nächste Platte IMO ein paar neue Ideen her, wenn man nicht mittelfristig in der Belanglosigkeit versinken will. 8 Punkte sind das hier noch, mehr IMO nicht.

Hören Stapel

TRIPTYKON – Melana Chasmata
Tom Warrior mit dem zweiten Album seiner aktuellen Band. Auf mich wirkt es abwechslunsgreicher als das Debüt, dafür weniger aus einem Guss. Tolle Platte, die dummerweise mit dem schwächsten Song beginnt. „Aurorae“, „Demon Pact“ oder „In The Sleep Of Death“ sind hingegen der Wahnsinn in Tüten.

Schlechter als der Vorgänger, aber immer noch bombastisch. Ich freu mich auf das Konzert

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SacredMetalMichael
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von SacredMetalMichael »

Wer übrigens das sacköde GammaRay-Album noch haben möchte - das gibt es gleich bei Amazon im Cyber-Deal.
Wird, denke ich, so um die 9-10 Euro kosten in der Special Edition.
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von Dimebag666 »

SacredMetalMichael hat geschrieben:Wer übrigens das sacköde GammaRay-Album noch haben möchte - das gibt es gleich bei Amazon im Cyber-Deal.
Wird, denke ich, so um die 9-10 Euro kosten in der Special Edition.
6,56 € und das ist das Album locker wert.
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von SacredMetalMichael »

Dimebag666 hat geschrieben:
SacredMetalMichael hat geschrieben:Wer übrigens das sacköde GammaRay-Album noch haben möchte - das gibt es gleich bei Amazon im Cyber-Deal.
Wird, denke ich, so um die 9-10 Euro kosten in der Special Edition.
6,56 € und das ist das Album locker wert.
Bei mir kostet das jetzt 8,99.
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von Chris777 »

DREAD SOVEREIGN – All Hell's Martyrs
Aus dem Bereich Metal ziemlich klar meine liebste Veröffentlichung aus 2014. Alan Averill mit zwei Sidekicks inszeniert hier über ca. 70 Minuten eine Art finsteres Begräbnis. Doom, Monotonie, 2 Gitarrentöne, die sich repetitiv durchs komplette Album ziehen, dazu finstere Storys aus dem Mittelalter und der Cthulu-Welt. Besonders gesanglich völlig überzeugend, aber die ganze Scheibe packt einen in den Würgegriff und lässt einen erst wieder los, wenn sie vorbei ist. Geilerweise klingt das ganze dabei aber auch noch total nach Weltraum und Spacerock. Kommender Klassiker, zumindest für mich persönlich. Das Doppelvinyl mit blutroten Platten und dem fiesen Artwork ist zudem das bisherige Prunkstück meiner noch überschaubaren Vinylsammlung. Burn, burn at the stake! Thirteen Clergy to the fire! *niederknie*

Kann man so stehen lassen, sehr einvernehmende Atmosphäre. Ich bin sowieso mehr der durch Atmo gepackt wird als durch den Verstand in Musik.

GAMMA RAY – Empire Of The Undead
Manchmal überraschen sie einen ja doch noch. Der Hansenkai ist so oder so mein liebster deutscher Metalmusiker und darf machen, was er will, es gefiel mir bloß seit „Majestic“ überhaupt nicht mehr. Und dann hauen Gamma Ray mal eben das beste Album seit ca. 12 Jahren raus. Wahnsinn, wieviel Spaß die Platte macht. Und wenn Kai in „Pale Rider“ das erste „Pale rider... coming for you!“ raushaut, bin ich zu Hause. Dieser Gott, ey.

Spielfreude die man hier merkt. Hat sich aber ziemlich schnell bei mir abgenutzt. Dennoch eines der besseren Gamma Ray Alben.

THE JEZABELS – The Brink
Mein Album des Jahres, dutzende Male gehört, in meiner Last FM-Alltime-Playlist bereits auf Platz 1 und schon auswendig gelernt. Und es ist immer noch so toll, trotz teils deutlichen Schielens Richtung Radio-Airplay. Haley Mary ist inzwischen zu meiner absoluten Lieblingssängerin geworden und die Art wie mich Songs wie „The Brink“, „Time to Dance“ oder „All You Need“ in meinem tiefsten inneren packen und fertigmachen, schaffen nur GANZ wenige Bands. Götter.

Objektiv sehr toll, erreicht mich aber nur selten. Nichts was ich mehrmals im Jahr hören kann, dann aber so richtig.

MANOWAR – Kings of Metal MMXIV
26 Jahre nach dem Original bringen Manowar „KOM 25“ heraus, das schaffen halt auch nur die. Vollkommen überflüsige Platte natürlich, alles ist zwei bis sieben Klassen schlechter als beim Original. Immerhin kriegen sie es hin, es nicht völlig kaputtzumachen, aber brauchen tut das hier natürlich kein Mensch. Und das klickernde Metronom bei „Sting of the Bumblebee“ ist vermutlich das peinlichste, was jemals jemand auf CD herausgebracht hat.
Überflüssig.

OPETH – Plae Communion
Opeth liefern den logischen Nachfolger von „Heritage“, bleiben dem Stil treu, komponieren aber mehr auf den Punkt und mit weniger Schnörkeln und Gedöhns. Das Überraschungsmoment fehlt jetzt natürlich, die Songs überzeugen aber trotzdem alle. Und von dem Sound muss man ja gar nicht erst anfangen. Unfassbar, wie gut Musik klingen kann, wenn man keine Schwachsinnigen an die Knöpfe lässt.

Ich finde hier mehr einen Roten Pfaden als beim Vorgänger. Und Faith in Others ist einer der großen Songs des Jahres.


SANCTUARY – The Year The Sun Died
Mehr aus Langeweile reingehört und dann doch extrem begeistert gewesen. Ich kann nachvollziehen, was die Kritiker meinen mit zu glatt und zu unkaputt, die Platte geht tatsächlich wie Butter ins Ohr und ist eigentlich fast schon zu eingängig und leicht konsumierbar. Mich stört das aber in dem Fall nicht, weil die Songs fast durch die Bank so dermaßen geil sind, dass mir das Herz aufgeht. Und auf diese theoretischen Diskussionen wie „Mit Loomis hätte das so oder so geklungen“ lasse ich mich auch nicht ein, davon habe ich zum Glück viel zu wenig Peilung von der Theorie. Keine Ahnung, wie Loomis das gespielt hätte, oder wo der Unterschied von ihm zu Ruthledge ist – ich hör das nicht und will es auch nicht. Ich finde einfach die Mucke geil.

Da fehlt mir das Räudige und Unvollkommene von Refuge Denied, was ja auf ITMB auch kaum noch vorhanden war. Mit den beiden Alben kann sich das nicht messen. Vom Sound aber eindeutig Sanctuary. Klingt für mich auch nicht wie eine Nevermore-Kopie. Gutes Album!

PRIMORDIAL – Where Greater Men Have Fallen
Aufgrund der Tatsache, dass die erst eine Woche raus ist, erst 2 Mal gehört. Ich habe aber den Eindruck, dass das eine verdammt starke Platte ist. Bis auf 2 Lieder sehr viel langsames Material, gesanglich stärker als alles andere, was ich von Primordial kenne, toller Sound. Nachdem ich letztes Jahr ja Primordial bei einer Fahrt durch das irische Connamara gehört habe und sie da endlich verstanden habe (ich habe das „klick“ tatsächlich gehört, als es kam) und sie durch den Liveauftritt letzte Woche dann vermutlich endgültig begriffen habe, freue ich mich aber einfach, dass es bei einer Band, die ich seit Ewigkeiten gutfinden will, nun endlich geklappt hat *g*

Habe ich erst kurz und bin doch begeistert. Gesanglich etwas heller und weniger melancholisch. Es klingt mehr nach Wut als nach Depression. Der vierte Song ist für mich das Highlight, komme gerade nicht auf den Titel.

THRESHOLD – For The Journey
Das, was ich vermutet hatte, ist eingetreten. Threshold haben sich mit „March of Progress“ die Meßlatte selber so hochgelegt, dass sie nicht mehr drüberkommen, sondern schön drunterherfliegen. „For the Journey“ ist immer noch gut, teilweise sehr gut, mehr aber leider diesmal nicht. Die Ausrichtung ist sehr viel poppiger und weniger verspielt, die Melodien sind nach wie vor göttlich, aber teilweise treten erstmals Abnutzungserscheinungen auf. Damian reißt es mit göttlichem Gesang aber immer noch raus. Trotzdem müssen für die nächste Platte IMO ein paar neue Ideen her, wenn man nicht mittelfristig in der Belanglosigkeit versinken will. 8 Punkte sind das hier noch, mehr IMO nicht.


In der Wilson eigenen Discographie für mich am Ende, aber dennoch ein gutes Album. Was heißt das die Band halt nur gut kann. Muss man auch erst mal schaffen. Aber kein Überflieger, dafür wieder mit schönen Solis von Groom.


Muss ich rein hören: Behemoth, Neubauten, Solstafir.
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von PetePetePete »

Thunderforce hat geschrieben:ARCHIVE – Axiom
Fantastisches Album, relativ kurz, dafür spannend von vorne bis hinten. Und zeitgleich einen ebenfalls sehr gelungenen, düsterbösen Film veröffentlicht, der sozusagen als 40-minütges Musikvideo fungiert. Schön, wenn eine Band tatsächlich mal im Multimedia-Zeitalter ankommt. Experiment geglückt, eines der besten Alben aus 2014.

Bin ich Fan von.


BOHREN UND DER CLUB OF GORE – Piano Nights
Kann ich mich nicht wirklich dran erinnern, war aber gut. Letztendlich lege ich aber dann doch immer die „Black Earth“ oder „Dolores“ auf, wenn ich Bohren hören will. Live aber immer wieder eine geniale Erfahrung, die man ca. einmal pro Jahr machen sollte (genau wie Hagen Rether, klappt aber bei dem nie *g*)

Wie immer, sehr, sehr toll, aber kein Dolores oder gar Geisterfaust. Weil ich es nahezu nie auflege, wirds wohl nicht in den Poll kommen.


THE JEZABELS – The Brink
Mein Album des Jahres, dutzende Male gehört, in meiner Last FM-Alltime-Playlist bereits auf Platz 1 und schon auswendig gelernt. Und es ist immer noch so toll, trotz teils deutlichen Schielens Richtung Radio-Airplay. Haley Mary ist inzwischen zu meiner absoluten Lieblingssängerin geworden und die Art wie mich Songs wie „The Brink“, „Time to Dance“ oder „All You Need“ in meinem tiefsten inneren packen und fertigmachen, schaffen nur GANZ wenige Bands. Götter.

Gut, aber bei Weitem nicht so gut wie der Vorgänger.


PALLBEARER – Foundations Of Burden
Recht sperriges, aber tolles Doom Metal-Album. Klassischer Doom, episch und erhaben mit Vocals, die deutlich an Psychotic Waltz erinnern. Es fehlt noch das letzte Eckchen, um richtig grandios zu sein, verdammt gut ist es aber bereits.

Ich finde sie richtig, richtig geil. Zusammen mit der ersten Dawnbringer das "traditionelle" Metalalbum, das mir am meisten zusagt. Die Einflüsse und das Songwriting halte ich für unheimlich spannend.


SOLSTAFIR – Ótta
Ein famoses Album, weniger wild als man das bisher von Solstafir kannte, aber eben nicht weniger toll. Unglaubliche Songs und Melodien, sehr viel wehmütige Passagen, bei denen man am liebsten sofort losrennen will, irgendwo nach Island, Finnland oder Norwegen und sich da für immer verschanzen und dem Alltagselend hier endgültig den Rücken kehren.

Hatter recht, der Mann.


SWANS – To be Kind
Ich habe sie bisher nur einmal gehört (unterm Kopfhörer) und mich seit dem nicht mehr rangetraut. Über 2 Stunden, völlig kaputte Musikk von einem offenbar völlig kaputten Typen, alleine die 34-Minutennummer „Bring the Sun“ gleicht einem Ritt in die Hölle und zurück, mitten durchs Feuer. Es gibt zwar auch viele ruhige und schöne Momente, diese werden aber gerne auch konterkariert von völlig krankem Gelächter oder irgendwelchen anderen kranken Sachen. Jemand, der solche Musik macht, hat vermutlich wirklich ernstliche Probleme. Unfassbar intensiv, aber auch unfassbar anstrengend und beängstigend. Unangenehm, sick.

Alles richtig. Ich kenne es seit... vielleicht einem Monat nach VÖ und habe es in der Zeit fünf oder sechs mal komplett gehört. Komplett irre, definitiv das extremste Hörerlebnis meines Lebens, aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt zu viel des Guten, auch wenn ich den Eindruck zu Beginn hatte. Es ist auf eine sadistische und fraglos komplett durchgeknallte Weise ein durchweg stimmiges, zweistündiges Musikwerk. Fasziniert mich total und selbst die Tatsache, dass ich das Album in Zukunft vielleicht nur zwei, drei mal im Jahr ausm Schrank holen werde, schmälert die Qualität und meinen Respekt vor dem Album zu keinem Zeitpunkt.


THE WAR ON DRUGS – Lost In The Dream
Nichtsahnend lauscht man in einen Tip vom Hobbit rein und wird sogleich völlig kaputtgemacht von einem wunderschönen Album irgendwo zwischen Folk, Indie, Bob Dylan, Tom Petty, Mark Knopfler und Bruce Springsteen. Ausladende, zum heulen schöne Kompositionen, zurückhaltender Gesang, Melodien groß wie Universen. Absolut grandios.
Neben Dread Sovereign für mich DIE Entdeckung des Jahres.

Darf ich nicht gutfinden, ich bin Kozelek-Fanboy. *g*
Nee, ernsthaft, sollte eigentlich mein Ding sein, ist es aber leider nicht.
Zu einigen Sachen in deinem Post könnte ich jetzt noch negatives schreiben, dafür fehlt mir aber gerade die Ausdauer. Darum schreibe ich nochmal ne handvoll aus meinem 2014er-Schmierzettel hinzu.


Young and in the Way - When Life comes to Death
Wie sehr ich dieses Teil liebe, ey. Raserei, Intensität, Rotz und Galle und noch viel mehr haben die Jungs hier auf Platte gebraten. Kommt meilenweit kein Extremmetal-Werk dieses Jahr heran.


Sun Kil Moon - Benji
Mark Kozelek eben. Ein einfach nur schönes und überraschend persönliches Slowcore/Folk/Indie/Shoegaze-Werk. Abseits der Red House Painters war er meiner Meinung nach nie, oder zumindest nur sehr selten besser.


Crowbar - Symmetry in Black
Grundsolides Album, das mir letztlich sogar besser gefällt als der Vorgänger. Kirks Ausstieg bei Down hilft da sicherlich, denn jetzt kann er viel intensiver all seinen Sludge/Beardcore/Deprimetal-Output hier einbringen.


Misery Index - The Killing Gods
Retaliate und Traitors bleiben weiterhin unerreicht, aber da bin ich zu keinem Zeitpunkt böse drum. Ich mag das Album sehr und werde es ebenso wie den Vorgänger weiterhin regelmäßig auflegen.


The Life and Times - Lost Bees
Sie haben es wiedermal geschafft. Hat jemand daran gezweifelt? Nein, weil kein Schwein sie kennt. Wenn es nur eine einzige Band auf der Welt gäbe, der ich mehr Aufmerksamkeit wünschen würde, es wären meine Homeboys aus Kansas City. Spaceiger (Alternative)Rock mit Post-Sonstwas Anleihen und einem gewissen Feeling, das die Indiehelden der 90er ins Hier und Jetzt holt. Auch wenn die noisige Kante fehlt, die Stimmung erinnert teilweise an die großen Perlen des Shoegaze.
Sie haben mittlerweile vier Alben, alle auf dem selben Niveau, aber keines klingt wie das andere. Bemerkenswerte Truppe.
Pog? Pog.

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gunto
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Re: Miffy presents: Se Jier in Meddel!

Beitrag von gunto »

PetePetePete hat geschrieben:
Young and in the Way - When Life comes to Death
Wie sehr ich dieses Teil liebe, ey. Raserei, Intensität, Rotz und Galle und noch viel mehr haben die Jungs hier auf Platte gebraten. Kommt meilenweit kein Extremmetal-Werk dieses Jahr heran.
Ich habe mich dieses Jahr extrem wenig mit neuer Musik beschäftigt, aber in ein paar Alben habe ich reingehört. Abgesehen von der Mastodon, die einfach Pflicht war, ist das das einzige Album, das hängen geblieben ist. Erinnert mich in gewisser Weise an die Celeste - Großtaten, auch wenn es nicht ganz die Klasse von Nihiliste(s) oder Misantrope(s) erreicht. Dafür ist dann doch wieder zuviel Leerlauf.
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