Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 1: QUEEN)

Hier sammeln sich nur die Perlen an Threads, die niemals im Datennirvana verschwinden dürfen.
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Schwanzus_Longus
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Schwanzus_Longus » 29.05.2011 16:19

LastInLine hat geschrieben:Ganz klar und mit WEITEM Abstand beste QR.
http://img.hsmagazine.net/2011/02/cat_FACEPALM.jpg
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von LastInLine » 29.05.2011 16:20

Schwanzus_Longus hat geschrieben:
LastInLine hat geschrieben:Ganz klar und mit WEITEM Abstand beste QR.
http://img.hsmagazine.net/2011/02/cat_FACEPALM.jpg
Geh und keul dir einen auf Operation:Mindcrime.

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Schwanzus_Longus
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Schwanzus_Longus » 29.05.2011 16:35

Hab ich heute morgen schon, heut abend wieder!
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 29.05.2011 20:02

The Warning ist schon das einzige 10 Punkte Album der Band, aber so WEIT ist der Abstand zur O:M dann auch nicht.
Spoiler:
1. The Warning 10/10
2. Empire 9,5/10
3. Operation: Mindcrime 9,5/10
4. Promised Land 9,0/10
5. Rage for Order 9,0/10
6. Queensrÿche EP 9,0/10

so ungefähr zur Zeit...
And the lessons that we‘ve learned have all been learned in the hard way
And soon there‘ll be nothing to deny

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von LastInLine » 29.05.2011 20:08

Schwer für mich eine Reihenfolge festzulegen aber ich finde die Warning halt schon EXTREM viel besser als alles andere von der Band. Wobei ich halt nicht sagen will, dass die O:M, die Empire oder die Debut-EP auch nur ansatzweise mittelmäßig wären. Queensryche waren schon bis in die frühen 90er eine extrem gute Heavy Metal-Band.

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Raphi » 29.05.2011 20:42

Mit Queensryche bin ich irgendwie noch nie warm geworden.
Hab nur die Empire und die OM. Mit ersterer kann ich fast garnichts anfagen und letztere finde ich gut, mehr aber auch nicht.
Der beste Queensryche Song den ich kenne ist immernoch Silent Lucidity.

Ride the lightning: Auch für mich die beste Metallica (vlt zusammen mit ...ajfa). Selbstverständlich 10 Punkte!!!

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Glaurung » 29.05.2011 20:48

Reihenfolge ist klar:
Spoiler:
01. Operation: Mindcrime
02. Empire
03. Promised Land
04. Rage For Order
05. Warning
06. Queensryche
07. American Soldier
08. Hear In The Now Frontier
09. Tribe
10. Q2K
11. Operation: Mindcrime II
In my dreams i was drowning my sorrows... but my sorrows they learned to swim.

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von victimizer666 » 01.06.2011 17:06

Nee, hier muss ich mit dem großen Strom schwimmen und sagen dass ich mit der Operation Mindcrime mehr anfangen kann. Im Großen und Ganzen ist es aber auch nicht so wirklich meine Band.
BOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOLT THROWEEEEEEEEEEEEEEEEEEER !!!!!

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Raphi » 18.06.2011 14:03

Du übertreibst es jetzt aber ein bisschen mit dem Spannungsbogen :D

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 19.06.2011 19:38

Ist ja schon gut. Der Zweite Platz scheint ja noch ein paar Rätsel aufzugeben, der Erste dann allen klar zu sein. *g*

Um die Spannung rauszunehmen Platz 2:
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 3: QUEENSRŸCHE)

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 19.06.2011 19:41

Platz 2: Dream Theater – Images and Words (1992)

COVER

I need to live life
like some people never will
so find me kindness
find me beauty
find me truth


Als sich im Herbst 1985 die Musikstudenten Mike Portnoy, Johny Petrucci und John Myung zusammenfanden um eine Band zu gründen, muss wohl ziemlich klar gewesen sein, welch hohen technischen Level diese Musiker zu erreichen im Stande sind. Kevin Moore und Charlie Dominici fanden in den nächsten Jahren zur Band (Dominici ersetzte den vorigen Sänger Chris Collins) und mit diesem Line-up wurde das Debüt-Album in Angriff genommen. Die Band hat als Majesty schon ein Demo veröffentlicht und damit die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Nach der Umbenennung in Dream Theater kam 1989 das Album WHEN DREAM AND DAY UNITE auf den Markt. Es ist ein unglaublich großartiger Gigant, den Portnoy (Drums), Petrucci (Gitarre), Myung (Bass), Moore (Keyboard) und Dominici (Gesang) da vollbracht haben. Acht Songs, acht Offenbarungen, kein einziger Schwachpunkt. A Fortune in lies (Can you show me your gold and your silver?), Status Seeker (Nothing is sacred… you draw the bottom line with a dollar sign), das Instrumental The Ytse Jam (umgedreht gelesen Majesty), The Killing Hand (No one is left now my one and only land, I laugh at what I’ve done, I am the killing hand), Light fuse and get away (It’s come so clear to me, light fuse and get away, no gain, no pain), Afterlife (In the afterlife will dark be bright?), The One who help to set the Sun (In higher live we seem to be always a moment too late) und als krönenden Abschluss Only a matter of Time (and though the time will come when dream and day unite) sind solch unerreichte Gottsongs, dass es nicht mehr besser werden konnte. Jedenfalls nicht mit diesem Line-up? Ich habe keine Ahnung, was aus Dream Theater geworden wäre, wenn sie in dieser Besetzung weiter gemacht hätten, die Größe, die sie letztlich erreichen sollte, hätten sie wohl nicht erreicht und auf den direkten Nachfolger von WHEN DREAM AND DAY UNITE hätten wir in dieser Form wohl auch verzichten müssen. Und insofern ist es gut, dass 1991 James LaBrie zur Band kam und Charlie Dominici ersetzt hat. IMAGES AND WORDS (1992) ist nämlich tatsächlich noch besser als der Vorgänger und nicht nur das beste Progressive Metal Album aller Zeiten, sondern darüber hinaus sogar das beste Metal-Album überhaupt. Wieder sind es acht Lieder, die das Unmögliche möglich machen und völlig unfassbar gut sind. IMAGES AND WORDS ist das Album, das ich in meinem bisherigen Leben mit Abstand am häufigsten gehört habe und auch wenn ich jedesmal das Gefühl habe jede einzelne Note zu kennen, jeden Ton genau zuordnen zu können und von keinem Break auf dem Album mehr „überrascht“ werden zu können, so schafft es das Album doch immer wieder auch nach diesen unzählbaren Durchgängen immer wieder mich zu beeindrucken und mich zu begeistern. Es lässt einfach nicht nach, egal wie oft ich es höre.

Eröffnet wird es von Pull me under, dem zugänglichsten Song. Ein Hit, eine Hymne. Die Anfangsmelodie ist so simpel und so interessant zugleich. James LaBrie bewegt sich gesanglich in nicht ganz so hohen Bereichen wie sein Vorgänger und die Produktion ist auch nachvollziehbarer, auch wenn sie manchen etwas zu klinisch ist. Für mich passt diese klinische Produktion aber zu hundert Prozent zu diesem Album. Die Melodien, die hier Song für Song wieder eingebaut werden sind sowohl von Dream Theater, als auch von jeder anderen Genre-Band nie erreicht worden. So auch bei Another Day, alleine das kurze Gitarrensolo zu Beginn kann mich schon immer völlig begeistern, dann diese wunderbare Gesangslinie:
Live another day
climb a little higher
find another reason to stay
ashes in your hands
mercy in your eyes
if you’re searching for a silent sky…

Eine wunderbare Ballade. Es folgt dann ein Prog-Hammer. Take the Time. Ja, Zeit sollte man sich nehmen, um diesen Song wirken zu lassen, denn trotz der vordergründigen Zugänglichkeit gibt es hier in knapp achteinhalb Minuten so viel zu entdecken und es ist so unverschämt routiniert und brillant eingespielt, dass es keiner der vielen vielen von diesem Album inspirierten Bands je gelungen ist, auch nur in die Nähe dieser Großartigkeit zu reichen. Dieser aggressive Gesang nach dem beinahe geflüstertem Just let me catch my breath…

I’ve heard the promises, I’ve seen the mistakes!


Dieser gigantische spielerische Break rund um die zweite Strophe vor dem Refrain. Es geht einfach nicht besser und das tolle ist, dass man beim unaufmerksamen Hören des Albums genauso mitgerissen wird, wie beim völlig darauf konzentriertem. Take the Time quillt vor genialen Wechseln in Tempi und Stimmungen nur so über und trotzdem kann man den Song auch ohne Kopfhörer und vorliegendem Textblatt nachvollziehen und genauestens Verfolgen. Ein Gigant und doch wird auch dieser Song auf diesem Album noch in den Schatten gestellt. Zwar noch nicht vom nächsten Song, dem ebenfalls fantastischem Surrounded, aber danach gleich vierfach. Aber zunächst zu Surrounded. Der Song fängt wieder ruhiger an und wie bei Another Day sind es die ersten Gesangslinien, die einen, unterstützt von Moores großartigem Pianospiel direkt einnehmen.

Morning comes too early, and nighttime falls too late
and sometimes all I want to do is wait
The shadow I’ve been hiding in has fled from me today

I know it’s easier to walk away, than look it in the eye
But I will raise a shelter to the sky and here beneath this star tonight I’ll lie


Der Song nimmt dann immer mehr Fahrt auf und kann vor allem durch diesen leichten Off-Beat Rhythmus völlig mitreißen, bis er dann nach gut dreieinhalb Minuten überragend wird. LaBrie schafft es, seine Stimme an die Grenzen zu bringen, auch wenn er gerade Live dann schnell zum Überschlagen derselben neigt. Zum Ende rundet sich dieser Song noch mit einer ruhigen Passage wie zu Beginn ab. Und dann der zweitbeste Song den die Band je geschrieben hat. Metropolis – Part 1 „The Miracle and the Sleeper“. Neuneinhalb Minuten purer Göttlichkeit. Es sitzt jede Note, jeder Musiker vollbringt unglaubliches und die Riffs von Petrucci sind hier die besten die er je geschrieben hat. Und dann diese Melodien, man kann für ein solches Maß an Brillanz keine passenden Wörter finden, es wäre wohl so ziemlich alles untertrieben!

There’s no more freedom
the both of you will be confined to this mind

I was told there’s a miracle for each day that I try
I was told there’s a new love that’s born for each one that has died
I was told there’d be now one to call when I feel alone and afraid
I was told if you dream of the next world you’ll find yourself swimming in a lake of fire


Und nachdem die ersten zwei von drei Tänzen besungen wurden, folgt der dritte Tanz, der erstmal in einen Mittelteil führt, in dem die Band ein Sologewitter loslässt, das seines gleichen vergeblich sucht. Wie schon gesagt, die Musiker gehen an die Grenze und es sitzt dennoch jeder Ton. Nach gut acht Minuten folgt dann auch der gesangliche Teil zum dritten Tanz.

Before the leaves are falling
before we lock the doors
there must be the third and last dance
this one will last forever


Under a Glass Moon heißt dann der sechste Song des Albums. Petruccis Gitarre klingt wie die vom Saitenzauberer Joe Satriani und das Petrucci da auch technisch ranreicht weiß man ja. Und so ist dieser Song insgesamt eine Demonstration von diesem Meistergitarristen. Er spielt hier mit viel Groove, mit viel Gefühl, mit Härte und mit höchster technischer Brillanz. Das Solo ist sicherlich eine Blaupause, und so vielseitig wie die Geschichte der Rockmusik. Aber auch abseits der Gitarre passt auch in diesem Song einfach wieder alles zusammen und alle Teile fallen an ihren Platz. Fantastisch! Mit Wait for sleep folgt dann der beeindruckende Beweis, dass Kevin Moore unersetzlich war für diese Band. Sein Gespür für die perfekten Melodien konnte nicht aufgefangen werden, auch wenn das erst nach dem Nachfolger akut sein sollte. Wait for sleep ist zwar mit gerade zweieinhalb Minuten mit Abstand der kürzeste Song des Albums, aber was bedeutet schon Zeit, wenn einem zweieinhalb Minuten wahrscheinlich ein Leben lang einen Soundtrack bringen. Wait for sleep gibt dem Album Namen (where Images and Words are running deep) und Titelbild. Es ist der beste Dream Theater Song überhaupt, obwohl er überhaupt nicht typisch für die Band ist. Aber hier wird einfach direkt in die Seele musiziert. Unglaublich, einer der besten Songs aller Zeiten! Dasselbe gilt auch für das abschließende Learning to live, von dem ich lange gesagt habe, es handele sich hierbei um den besten Dream Theater Song und noch immer gefällt mir der Song so gut, wie zu Zeiten dieser Aussage. Da aber Metropolis - Part 1 und Wait for sleep vorbeigezogen sind, liegt Learning to live eben jetzt auf dem dritten Platz. Elfeinhalb Minuten, und auch hier nicht ein Ton zu viel, nicht eine Sekunde der Langeweile. Die Textzeilen vom Beginn des Reviews fesseln mich noch immer und immer wieder.

I need to live life
like some people never will
so find me kindness
find me beauty
find me truth
when temptation brings me to my knees
and I lay here drained of strength
show me kindness
show me beauty
show me truth

The way your heart sounds makes all the difference
It’s what decides if you’ll endure the pain that we all feel
the way your heart beats makes all the difference
in learning to live


John Myung hat hier tolle Zeilen zu Papier gebracht und hervorragend Bassläufe auf sein Instrument. Mike Portnoy gilt sowieso zu Recht als einer der besten seiner Zunft und über die anderen Musiker habe ich schon genug geschrieben. Danke Dream Theater, für IMAGES AND WORD. Ein unerreichter Meilenstein, ein Meisterwerk!

In diesem Line-up wurde auch der Nachfolger AWAKE (1994) eingespielt. Das Album reicht trotz einiger Großtaten, wie vor allem Space-Dye Vest schon nicht mehr an die Vorgänger heran und ist die letzte Beteiligung von Kevin Moore, auch wenn er noch Anteil an der EP A CHANGE OF SEASONS (1995) hat, die aber schon von Derek Sherinian eingespielt wurde. Der Titeltrack ist über zwanzig Minuten lang und über mehrere Jahre hinweg entstanden, bietet mir aber nicht über die gesamte Dauer genügend interessantes, um es so zu nennen. FALLING INTO INFINITY (1997) ist dann eine zwiespältige Sache. Zwar finden sich mit Trial of Tears und vor allem Peruvian Skies mindestens zwei absolute Song-Giganten hierauf wieder, aber auch einiges an nichtssagendem Material, so dass man hier von einem durchschnittlichen Album sprechen muss. Im Anschluss hieran ersetzt der Speed-Klimperer Jordan Rudess Derek Sherinian an den Keys und mit METROPOLIS PART 2: SCENES FROM A MEMORY (1999) hat die Band tatsächlich einen Pfeil im Köcher, der zwar nicht an die ersten beiden Alben heranreicht, aber immerhin mit AWAKE auf Augenhöhe oder sogar leicht darüber ist. Ein Konzeptalbum, mit teilweise großartigen Parts und vor allem der Abschluss Finally free kann einfach auch alles. Seitdem bleibt die Band zwar ohne Scheuklappen und es wird auch immer wieder neues probiert und gemacht, aber irgendwie klingt es doch alles recht ähnlich und uninspiriert. SIX DEGREES OF INNER TURBULENCE (2000) ist schon deutlich härter als die Alben zuvor, und hat eine über vierzigminütige Suite als zweite CD, die mir aber nichts gibt. TRAIN OF THOUGHT (2003) gefällt mir eigentlich recht gut, wenn nicht jeder Song durch unpassendes und wie bloße Selbstdarstellung wirkendes rumgefrickel zerstört würde. OCTAVARIUM (2005) zeigt zum ersten Mal, dass die Band auch Muse mag, und andere Bands aus dieser Ecke kennt. Aber trotz einer Website, die einem in beeindruckender Art dieses Album erklärt hat es sich mir nicht interessanter dargestellt. SYSTEMATIC CHAOS (2007) fand ich bei Erscheinen zunächst extrem gut, bevor es dann nach und nach abgebaut hat, und sich heute fast am Ende der gesamten Discographie wiederfindet. Vor allem Prophets of War verhindert den letzten Platz. Dort steht aber tatsächlich das noch aktuelle BLACK CLOUDS & SILVER LININGS (2009), dass mich richtiggehend ärgert, und dass für mich die seelenloseste Veröffentlichung ist die ich kenne. Selbst das anfangs von mir noch abgefeierte The Count of Tuscany kann ich mir kaum noch geben, trotz einiger guter Passagen. Und trotzdem hat die Band auch in der Zeit großes Vollbracht, denn auf jedem der Alben von SIX DEGREES… bis BLACK CLOUDS… findet sich ein Song, die zusammen die TWELVE STEP SUITE ergeben und die als Gesamtwerk tatsächlich ziemlich fantastisch rüberkommen, obwohl nicht jeder Song auf dem jeweiligen Album gefällt. Aktuell gab es dann eine Personalie, die ich so nie erwartet hätte. Bandkopf Mike Portnoy hat die Band aus nicht ganz durchsichtigen Gründen verlassen und wurde inzwischen durch Mike Mangini ersetzt. Noch in diesem Jahr soll das nächste Album herauskommen. Vielleicht bringt dieser extreme Wechsel ja die Band wieder dahin etwas Spannendes und Großartiges zu veröffentlichen. Ihre ersten beiden Alben werden aber auf ewig in meinem persönlichem Olymp stehen.

METROPOLIS PART 1 (feat. Charlie Dominici!!!)
Zuletzt geändert von Ghost_in_the_Ruin am 19.06.2011 21:32, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 2: DREAM THEATER)

Beitrag von oger » 19.06.2011 19:49

Zwischen den ersten beiden DT-Alben seh ich kaum einen Unterschied und die nehmen auch bei mir ganz klar die Spitze in der Band-Disko ein, auch wenn ich den Rest des DT-Schaffens nicht ganz so kritisch sehe und mittlerweile eigentlich jedem Album - mal mehr mal weniger - etwas abgewinnen kann.

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 2: DREAM THEATER)

Beitrag von FW » 19.06.2011 20:05

zweitbeste!

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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 2: DREAM THEATER)

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 19.06.2011 20:06

FW hat geschrieben:zweitbeste!
Kommt ja noch ein Album... *g*
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Re: Ghostwriters Thread (Aktuell: Platz 2: DREAM THEATER)

Beitrag von Susi666 » 19.06.2011 20:07

Auch meine liebste DT. Die ersten beiden sind musikalisch praktisch gleichauf, aber auf der IAW singt halt der James LaBrie! :D
Kennt ihr dieses leichte Prickeln der Vorfreude und Herzklopfen, wenn ihr einen Thread öffnet, dessen neueste Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit mit beleidigter Leberwurst bestrichen ist?

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