JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Hier sammeln sich nur die Perlen an Threads, die niemals im Datennirvana verschwinden dürfen.
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JAYMZZ
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon JAYMZZ » 03.12.2008 22:37

trujillo hat geschrieben:Jaymzz hast du schon die Pink Floyd Bio Inside Out von Nick Mason gelesen ? glaub mir die ist wirklich empfehlenswert . :)


Die fehlt mir leider noch,aber werde ich mir unbedingt kaufen.
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XzarNado
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Re:

Beitragvon XzarNado » 17.12.2008 00:16

JAYMZZ hat geschrieben:Bild


Platz 10: METALLICA - ...and justice for all (1988)

Justice is lost,, justice is raped,,justice is done! And they did it man!
Dieses Werk war mein drittes Metallica Album und mein drittes Metal-Album überhaupt. Es festigte meinen musikalischen Werdegang hin zu der wohl geilsten Musik, die es auf diesem Planeten gibt: METAL! Nachdem mich schon Ride the lightning und Master of Puppets grenzenlos begeistert hatten festigten Metallica mit diesem progresiven Meisterwerk entgültig den Status meiner Lieblingsband of all time. Es war das erste Album mit Jason Newsted am Bass, der den zu tode gekommenen Cliff Burton (RIP) ersetzten sollte, welches eine extrem schwere Aufgabe darstellte. Hetfield, Ulrich und Hammett standen dem wohl gleich so skeptisch gegenüber, dass man den armen Jason auf diesem Album gar nicht hört. Die etwas gewöhnungsbedürftige Produktion (wiederum Flemming Rasmussen) passt aber für meinen Geschmack perfekt zu den Überlangen Epen, mit denen die Band der Welt präsentieren wollte das sie weitaus mehr könnne als nur schnell und hart zu spielen.
Was schon auf Master...begonnen wurde wurde auf dieser Scheibe bis aufs Extrem getrieben. Nie war ein Metallica Album progressiver, nie fanden sich in einem Song mehr Riffs und Breaks wieder und nie klang die Band so kalt und klinisch. Man merkt, dass die Jungs den Verlust ihres Freundes und Bandmitgliedes mit Hilfe von Kopfmusik verarbeiten wollten und stürzten sich in einen ausladenden und doch genialen Thrash Monolithen. Dieses Album sollte auch den entgültigen Durchbruch für Metallica darstellen und verschaffte ihnen viele neue Fans. Obwohl die Band mit dem Vorgänger schon gezeigt hatten zu was sie im Stande sind, wollten sie es der Welt nun entgültig beweisen. "Wir sind Metallica,Fuck you all!" Los geht´s direkt mit der Thrash Keule "Blackened". Wie auf den letzten beiden Scheiben geht es auch hier direkt voll zur Sache. Die kritischen Lyrics treffen auf eine Break-durchtränkte Speed Granate, die mit einem geilen Mitgröhl Part in der Mitte glänzt und auch sofort zeigt, dass besonders James` Stimme und auch das Können von Lars an den Drums extrem zugenommen hat. Ulrich liefert auf dieser Scheibe sein absolutes Meisterstück ab. Dann folgt der Titeltrack. Ein 10 Minuten Monster voller Breaks, Riffs, Melodien und endlos Refrains, die sich sofort im Kopf festsetzen.
Dieser Song gehört wohl zu den anspruchsvollsten, die die Band je in ihrer Karrie veröffentlicht haben. Die sägenden Riffs und das immer wieder kehrende Hauptmotiv des Songs fräsen sich ohne unterlass in den Gehörgang und zeigen deutlich, dass Metallica auf dem absoluten Höhepunkt ihres musikalischen Schaffens angekommen waren.
Mehr kann man aus einem progressiven Thrash Metal Stück kaum rausholen. Nach dieser Breakorgie folgt der coole Midtempo Stampfer "Eye of the beholder".
Hetfield´s Stimme ist hier voller Hass und Wut. Ich finde auch, dass James auf keinem anderen Album angepisster und besser klang als auf Justice.
Was dann folgt hat mich nach dem ersten Hören vollkommen umgehauen. Die Hallballade "One" ist ohne wenn und aber einer der besten Metalsongs aller Zeiten.
Geniales Songwriting, ein intelligenter Text über das Thema Krieg und Gänsehaut ohne Ende. So kann man diesen Übersong wohl am besten in Worte fassen. Das dazu gehörige Video sagt alles aus, was die Lyrics beschreiben. Bis heute ist dieser Song nicht aus der Live-Setliste der Band wegzudenken und ein absoluter Metal-Klassiker.
Schon alleine dieser Song rechtfertigt eigentlich den Kauf dieses Albums. "Shortest Straw" holt dann wieder die Thrash Keule raus, bevor mit "Harvester of sorrow" ein weiterer Bandklassiker angestimmt wird. Allerdings kommt der Song live noch um einiges besser als auf Platte, da er dort seine komplette Energie entfalten kann.
"The frayed ends of sanity"ist dann ein düsterer, verstörrender Epos. Für mich eines der Highlights der Platte.
Mit "To live is to die" ist auch wieder ein Instrumental vertreten, welches grösstenteils aus Harmonien und Riffs von Cliff besteht. Dieser Song drückt bei mir jedes mal wieder auf die Tränendrüse und im Mittelteil bekomme ich eine Meterdicke Gänsehaut. Wenn man diesen Song hört wird einem noch einmal bewusst welch ein Genie die Band mit Cliff verloren hat.Abgeschlossen wird das Album durch das Live kaum reproduzierbare "Dyers eve".Der mit Abstand härteste und wohl intensivste Song der Platte.
Anspruchsvoller kann man eine Speed-Thrash Granate kaum spielen.Nach diesem extremen Album konzentrierten sich Metallica ja bekanntlich eher auf straightes Material.Für mich stellt dieses Album mit Master of puppets den musikalischen Höhepunkt im Schaffen der Band dar. Ein Meisterwerk das es sich lohnt zu ergründen.
Ich habe das Album damals nicht mehr aus meiner Anlage bekommen und bin auch heute bei jedem Hören immer wieder vollkommen angetan von dem grossartigen Songwriting und den Monsterriffs,die sich die Band am Fließband in diesen Songs aus dem Ärmel schüttelt.Das erste was mir damals durch den Kopf ging war: " man das klingt verdammt anders ,aber es ist trotzdem unverkennbar Metallica" und das ist es was die wohl grösste Metalband aller Zeiten auf den ersten 5 Alben ausgemacht hat.
Eines der besten und anspruchsvollsten Alben,welches jemals die Bay Area verlassen hat.FIGHTING SO GRIM SO TRUE SO REAL!

Anspieltipps: Blackened,Dyers Eve,One,the frayed ends of sanity


Ich muss das Review aus aktuellem Anlass mal quoten...

Bis auf die Platzierung /signed.

Ach ja: Einzige Metallica ohne Ausfall!
abuzze666 hat geschrieben:Bier auf Bier, ja das wollen wir!!! :prost:

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Re: Re:

Beitragvon costaweidner » 19.12.2008 12:55

XzarNado hat geschrieben:
JAYMZZ hat geschrieben:*AJFA-Review sei*
Ich muss das Review aus aktuellem Anlass mal quoten...Bis auf die Platzierung /signed.Ach ja: Einzige Metallica ohne Ausfall!


*endgültig jeglichen musikbezogenen Respekt vor Xzar verlier*
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Re: Re:

Beitragvon XzarNado » 19.12.2008 13:16

costaweidner hat geschrieben:
XzarNado hat geschrieben:
JAYMZZ hat geschrieben:*AJFA-Review sei*
Ich muss das Review aus aktuellem Anlass mal quoten...Bis auf die Platzierung /signed.Ach ja: Einzige Metallica ohne Ausfall!


*endgültig jeglichen musikbezogenen Respekt vor Xzar verlier*


*lol* einfach nur *lol* Wie war das?

Nirgens ist die Tolleranz anderer Meinungen gegenüber so gering, wie im Internet.

Passt bei dir immer wieder prima der Spruch.
abuzze666 hat geschrieben:Bier auf Bier, ja das wollen wir!!! :prost:

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Re: Re:

Beitragvon costaweidner » 19.12.2008 13:18

XzarNado hat geschrieben:
costaweidner hat geschrieben:
XzarNado hat geschrieben:
JAYMZZ hat geschrieben:*AJFA-Review sei*
Ich muss das Review aus aktuellem Anlass mal quoten...Bis auf die Platzierung /signed.Ach ja: Einzige Metallica ohne Ausfall!


*endgültig jeglichen musikbezogenen Respekt vor Xzar verlier*


*lol* einfach nur *lol* Wie war das?

Nirgens ist die Tolleranz anderer Meinungen gegenüber so gering, wie im Internet.

Passt bei dir immer wieder prima der Spruch.

Ich weiß. Das Internet bin ich! *herumhüpf* *irre glotz*
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon XzarNado » 19.12.2008 13:27

*irre sei*


*verbessert hab*

*so stimmt*
abuzze666 hat geschrieben:Bier auf Bier, ja das wollen wir!!! :prost:

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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon costaweidner » 19.12.2008 13:34

XzarNado hat geschrieben:
*irre sei*


*verbessert hab*

*so stimmt*

Trifft zweifelsohne auch zu. Aber auch auf dich. *g*
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon XzarNado » 19.12.2008 14:03

costaweidner hat geschrieben:
XzarNado hat geschrieben:
*irre sei*


*verbessert hab*

*so stimmt*

Trifft zweifelsohne auch zu. Aber auch auf dich. *g*

Klar, sonst könnte ich diese abgefuckte und kranke Scheiße gar net mehr ertragen *G*.
abuzze666 hat geschrieben:Bier auf Bier, ja das wollen wir!!! :prost:

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Re:

Beitragvon el_dani » 02.01.2009 09:28

Lifesaver hat geschrieben:
JAYMZZ hat geschrieben:
Lifesaver hat geschrieben:Nee, nee, nee. Jede Band die eher nervt als zu Gefallen wird dann als Genialität abgefeiert, die man aber erst erkennen muss...


Na ja zum Glück sehen das noch Millionen andere anders ;)


Und Millionen weitere feiern Jeanette Biedermann ab, so what? *g* Mir gehen die halt aufen Sack und finde die alles andere als genial sondern einfach nur scheiße. Nervige Musik kann ich auch machen. *g*



:kratz: so ein Argument geht aber gar nicht! ich würde sagen die Mehrheit der Menschen bezeichnen jeglichen Metal als nervend und unhörbar, obwohl es doch die Lieblingsmusik von uns ist, aber nur weil wir uns genügend darauf eingelassen haben und so offen wurden für deren Genialität
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon JAYMZZ » 05.01.2009 19:38


PINK FLOYD - The wall

Nach dem Meisterwerk "Animals" übernahm Waters noch mehr das Kommando und die übrigen Bandmitglieder,mit Ausnahme von Gilmour verkamen immer mehr zu Statisten bzw ausführenden Organen,was aber nichts an der weiterhin gegebenen Genialität der Musik änderte,denn Waters ist einfach ein Genius.
Das wohl ehrgeizigste und größte Projekt war die Konzeption des Albums The wall im Jahr 1979. Die Aufnahmen markierten schwerwiegende Differenzen zwischen den Bandmitgliedern,vornehmlich Gilmour und Waters,über die Frage,wohin sich die Band entwickeln sollte. Waters setzte seine Linie alles in allem durch; bis auf wenige Ausnahmen stammen alle Songs von ihm allein.Gilmour war vor allem an Run like hell und Comfortably numb beteiligt,wobei Letzteres auf seinem Soloalbum erscheinen sollte. Wright,der sich auch als Musiker der Kritik der übrigen Bandkollegen ausgesetzt sah,verließ am Ende der Aufnahmen die Band. Zum Bruch kam es im Herbst 1979,als sich Wright dazu entschied,in Griechenland zu bleiben anstatt an den letzten Sessions teilzunehmen. Waters überzeugte Gilmour daraufhin Wright zu entlassen.Laut Waters sei Wright zu ausgebrannt zum spielen gewesen. Wright meinte allerdings: "Roger und ich kamen nicht mehr miteinander zurecht. Egal,was ich machte,er war dagegen. Es war für mich unmöglich,mit ihm zu arbeiten." Das Album gilt als das letzte "große" Werk der Band. Das größtenteils von Roger Waters geschriebene Konzeptalbum trägt starke autobiografische Züge und beschreibt die zunehmende,durch starke Vereinnahmung der Mutter und den Verlust des Vaters begründete Vereinsamung eines Rocksängers. Eine aufwendige Bühnenshow umrahmte diesen Inhalt: Während der ersten Konzerthälfte wurde auf der Bühne eine Mauer errichtet,die die Entfremdung zwischen Band und Publikum symbolisieren sollte. In der zweiten Hälfte des Konzerts spielte die Band hinter der Mauer,auf der Vorderseite wurden verschiedene Clips projiziert.
Die Platte an sich ist für mich das mit Abstand beste Konzeptwerk in der Geschichte der Rockmusik. Hier passt wiederum alles und an keiner Stelle der Platte kommt auch nur einen Funken Langeweile auf,auch wenn Waters das Album praktisch im Alleingang geschrieben hat. Die erste CD geht gleich mit "In the flesh?" ruppig los und man wird sofort an Animals erinnert.
Wieder geht es eher hart rockend und zynisch zur Sache,typisch Waters eben. Nach dem kurzen Intermezzo "The thin ice" kommt eines der berühmtesten Triples der Musikgeschichte. Erst das finstere "Another brick in the wall Part 1",in dem die dunklen Gitarrenläufe von Gilmour im Vordergrund stehen,dann "The happiest days of our lives",worauf der Megahit "Another brick in the wall Part 2" folgt. Hier zeigen sich kommerziellere Züge im Sounduniversum der Band,welche aber im Albumkontext perfekt funktionieren. Der sarkastische und bitterböse Text über das Schulsystem wird wohl fast jedem auf disem Planeten bekannt sein. Selbst wenn man nichts von Floyd kennt,aber "we don´t need no education" hat man schon einmal irgendwo gebrüllt. Weitere Highlights sind für mich das traumhafte "Mother" und das finstere,rockige "Empty spaces".Hier brilliert Gilmour wieder an seiner Gitarre. Aber man merkt der Scheibe das fehlende Element Wright an.
Sehr reduziert kann er sich hier nur noch präsentieren,wodurch dem Album der psychedelische Touch fast vollkommen abgeht. Die zweite CD wird eröffnet durch das geniale "Hey you". Bitterer und dunkler geht es kaum noch.
Der absolute Höhepunkt der zweiten Hälfte ist Comfortably numb. Wenn ich einen Song wählen sollte,der der beste aller Zeiten sei,dann würde ich wohl diesen Track nehmen. Ich habe den Song bestimmt tausend mal gehört und er wird einfach nicht langweilig und er verliert nicht ein bisschen von seiner Magie. Die dunklen Strophen,der zauberhafte Refrain und dann natürlich das beste Gitarrensolo aller Zeiten! Gilmour lieferte hiermit sein absolutes Meisterstück ab und setzte damit seinem unglaublichen Werk die Krone auf. Live zieht er das Solo noch mehr in die Länge und baut noch mehr Nuancen ein,aber auch schon das der Studioversion treibt einem die Freudentränen in die Augen.
Der Rest der Platte ist etwas schwerer zugänglich und hat eher Hörbuch-artige Züge,die aber die Geschichte sehr gut abrunden und das Album als Meisterwerk bestätigen.
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon alex1181 » 05.01.2009 19:43

JAYMZZ hat geschrieben:
PINK FLOYD - The wall

Nach dem Meisterwerk "Animals" übernahm Waters noch mehr das Kommando und die übrigen Bandmitglieder,mit Ausnahme von Gilmour verkamen immer mehr zu Statisten bzw ausführenden Organen,was aber nichts an der weiterhin gegebenen Genialität der Musik änderte,denn Waters ist einfach ein Genius.
Das wohl ehrgeizigste und größte Projekt war die Konzeption des Albums The wall im Jahr 1979. Die Aufnahmen markierten schwerwiegende Differenzen zwischen den Bandmitgliedern,vornehmlich Gilmour und Waters,über die Frage,wohin sich die Band entwickeln sollte. Waters setzte seine Linie alles in allem durch; bis auf wenige Ausnahmen stammen alle Songs von ihm allein.Gilmour war vor allem an Run like hell und Comfortably numb beteiligt,wobei Letzteres auf seinem Soloalbum erscheinen sollte. Wright,der sich auch als Musiker der Kritik der übrigen Bandkollegen ausgesetzt sah,verließ am Ende der Aufnahmen die Band. Zum Bruch kam es im Herbst 1979,als sich Wright dazu entschied,in Griechenland zu bleiben anstatt an den letzten Sessions teilzunehmen. Waters überzeugte Gilmour daraufhin Wright zu entlassen.Laut Waters sei Wright zu ausgebrannt zum spielen gewesen. Wright meinte allerdings: "Roger und ich kamen nicht mehr miteinander zurecht. Egal,was ich machte,er war dagegen. Es war für mich unmöglich,mit ihm zu arbeiten." Das Album gilt als das letzte "große" Werk der Band. Das größtenteils von Roger Waters geschriebene Konzeptalbum trägt starke autobiografische Züge und beschreibt die zunehmende,durch starke Vereinnahmung der Mutter und den Verlust des Vaters begründete Vereinsamung eines Rocksängers. Eine aufwendige Bühnenshow umrahmte diesen Inhalt: Während der ersten Konzerthälfte wurde auf der Bühne eine Mauer errichtet,die die Entfremdung zwischen Band und Publikum symbolisieren sollte. In der zweiten Hälfte des Konzerts spielte die Band hinter der Mauer,auf der Vorderseite wurden verschiedene Clips projiziert.
Die Platte an sich ist für mich das mit Abstand beste Konzeptwerk in der Geschichte der Rockmusik. Hier passt wiederum alles und an keiner Stelle der Platte kommt auch nur einen Funken Langeweile auf,auch wenn Waters das Album praktisch im Alleingang geschrieben hat. Die erste CD geht gleich mit "In the flesh?" ruppig los und man wird sofort an Animals erinnert.
Wieder geht es eher hart rockend und zynisch zur Sache,typisch Waters eben. Nach dem kurzen Intermezzo "The thin ice" kommt eines der berühmtesten Triples der Musikgeschichte. Erst das finstere "Another brick in the wall Part 1",in dem die dunklen Gitarrenläufe von Gilmour im Vordergrund stehen,dann "The happiest days of our lives",worauf der Megahit "Another brick in the wall Part 2" folgt. Hier zeigen sich kommerziellere Züge im Sounduniversum der Band,welche aber im Albumkontext perfekt funktionieren. Der sarkastische und bitterböse Text über das Schulsystem wird wohl fast jedem auf disem Planeten bekannt sein. Selbst wenn man nichts von Floyd kennt,aber "we don´t need no education" hat man schon einmal irgendwo gebrüllt. Weitere Highlights sind für mich das traumhafte "Mother" und das finstere,rockige "Empty spaces".Hier brilliert Gilmour wieder an seiner Gitarre. Aber man merkt der Scheibe das fehlende Element Wright an.
Sehr reduziert kann er sich hier nur noch präsentieren,wodurch dem Album der psychedelische Touch fast vollkommen abgeht. Die zweite CD wird eröffnet durch das geniale "Hey you". Bitterer und dunkler geht es kaum noch.
Der absolute Höhepunkt der zweiten Hälfte ist Comfortably numb. Wenn ich einen Song wählen sollte,der der beste aller Zeiten sei,dann würde ich wohl diesen Track nehmen. Ich habe den Song bestimmt tausend mal gehört und er wird einfach nicht langweilig und er verliert nicht ein bisschen von seiner Magie. Die dunklen Strophen,der zauberhafte Refrain und dann natürlich das beste Gitarrensolo aller Zeiten! Gilmour lieferte hiermit sein absolutes Meisterstück ab und setzte damit seinem unglaublichen Werk die Krone auf. Live zieht er das Solo noch mehr in die Länge und baut noch mehr Nuancen ein,aber auch schon das der Studioversion treibt einem die Freudentränen in die Augen.
Der Rest der Platte ist etwas schwerer zugänglich und hat eher Hörbuch-artige Züge,die aber die Geschichte sehr gut abrunden und das Album als Meisterwerk bestätigen.



ich weiss nicht..ein Meisterwerk ist es allemal, ohne Frage...nur halt nicht wirklich die Musik, die man sich öfters geben kann, vom Comfortably Numb mal abgesehen.

ebenfalls essenziell: der 80er Live-Mitschnitt "Is Everybody Out There" + der Film (sagt mir mehr als das Album zu)
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon JAYMZZ » 05.01.2009 20:20

Für das Album braucht man auf alle Fälle Zeit.
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon Sharkattack » 05.01.2009 21:11

JAYMZZ hat geschrieben:Für das Album braucht man auf alle Fälle Zeit.



Zeit brauchte bei mir dieses Meisterwerk garnet, hat sozusagen sofort gezündet.
Für mich Das Konzept-Album schlechthin, mit unsterblichen Songs versehen, wie mein Fave "Hey You" + natürlich "Comfortably Numb", "Mother", "Another Brick...".
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon Ghost_in_the_Ruin » 06.01.2009 13:12

Hey You und Comfortably Numb sind natürlich riesig, wie auch manch anderer Song des Albums. Aber IMO schafft es das Album nicht über beide LPs die Qualität konstant hoch zu halten, was den (Einzel-LP) Vorgängern gelungen ist!
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Re: JAYMZZ TOP 100-REVIEW LISTE! + PINK FLOYD SPECIAL!

Beitragvon Stepfather » 06.01.2009 13:15

The Wall: Grossartige Songs, nur die Hörbuchartigen Passagen nerven mich noch heute. Konzept hin oder her. Trotzdem natürlich von der Musik her überragend. :)
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Threshold, Rheine
Fünf kleine Jägermeister, Villa im Park
Ray Wilson, Villa im Park

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