Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Hier sammeln sich nur die Perlen an Threads, die niemals im Datennirvana verschwinden dürfen.
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LadyVader
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 24.11.2009 15:46

Gurkmaster hat geschrieben:Wer ist der nächste?!

Der nächste ist Jürgen Bartsch.

Nochmal zur Erinnerung, bevor hier einer was reinschreibt, möge er die Regeln im Eingangsposting lesen!
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 24.11.2009 18:36

Jürgen Bartsch

Ort: Deutschland
Opfer: 4
Methode: Folterung

Bei seiner Festnahme 1966 war Jürgen Bartsch gerade mal 19 Jahre alt.

Er fällt damit deutlich aus dem Rahmen, seinen ersten Mord hatte er im Alter von 15 Jahren begangen. Er ist der klassische Fall eines homosexuellen pädophilen Sadisten, und viele Psychologen würden ihr eigenes Ohr essen wenn sie heute noch die Gelegenheit hätten, einen Fall wie ihn zu studieren. Er war ein ausgeprägt paraphiler Täter, was bedeutet, dass er unter heftigen Zwängen litt, die ihm eine Steuerung seiner Taten praktisch unmöglich machten.

Jürgen Bartsch wurde am 6.11.1946 als Karl-Heinz Sadrozinski in Essen als uneheliches Kind geboren und vom Ehepaar Bartsch adoptiert. Frau Bartsch ließ ihn nie aus den Augen, sie hatte panische Angst man könne von seiner unehelichen Herkunft erfahren. Daher musste er seine Kleider jeden Abend im Zimmer der Eltern deponieren, sich von seiner Mutter baden lassen (auch mit 19 noch) und sich im Schlafanzug vor den Fernseher setzen, damit sie wussten, dass er brav ins Bett ging. Selbstverständlich war er so schlau, sich draußen Kleidung zu deponieren. Sein Vater ließ ihn in seiner Metzgerei arbeiten und plante, sein Geschäft später ihm zu übergeben.
Jürgen galt als ruhig und freundlich, er hatte sich äußerlich perfekt auf seine Situation eingestellt.

Wie die meisten Pädophilen stand er auf Jungs im Alter zwischen 8 und 12, und er war durchaus umtriebig, was die Opfersuche anging. Mehrere Hundert Jungen sprach er wohl an und lotete im Gespräch sorgsam aus, ob er sie gefahrlos verschleppen könnte.

1962 gelang ihm das zum ersten Mal. Er ging dabei immer gleich vor, er lockte die Kinder in ein Auto oder Taxi, fesselte sie dort und fuhr mit ihm in einen alten Stollen.

Die Einzelheiten der Taten sind absolut fürchterlich und sollen daher hier nicht dargestellt werden.

Sein letztes Opfer saß bereits gefesselt im Stollen, während Jürgen brav daheim sich von Mama abschrubben ließ, die Fernsehstunde absolvierte und scheinbar ins Bett ging. Er plante, seine Tat später zu vollenden.
Dem Jungen gelang es mit einer Kerze seine Fesseln durchzubrennen und konnte fliehen, die Polizei nahm Jürgen Bartsch direkt fest und er gestand gleich seine Taten.

Bartsch kämpfte mit seinem Anwalt jahrelang um Therapien, war irgendwann selbst zu Hirnoperationen und Kastration bereit, was nicht enden wollende Auseinandersetzungen mit sich brachte. 1974 heiratete er eine Pflegerin.

1976 war es soweit, er wollte sich kastrieren lassen, um eine ferne Aussicht auf Freilassung zu erhalten, und starb an den Folgen der falsch dosierten Narkose. Der Arzt bekam dafür 9 Monate Bewährung.
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von victimizer666 » 24.11.2009 22:11

Die Einzelheiten der Taten sind absolut fürchterlich und sollen daher hier nicht dargestellt werden.
musst du mich jetzt so neugierig machen?!?
BOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOLT THROWEEEEEEEEEEEEEEEEEEER !!!!!

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Fleischkrauler » 24.11.2009 22:30

LadyVader hat geschrieben:Jürgen Bartsch

Ort: Deutschland
Opfer: 4
Methode: Folterung

Bei seiner Festnahme 1966 war Jürgen Bartsch gerade mal 19 Jahre alt.

Er fällt damit deutlich aus dem Rahmen, seinen ersten Mord hatte er im Alter von 15 Jahren begangen. Er ist der klassische Fall eines homosexuellen pädophilen Sadisten, und viele Psychologen würden ihr eigenes Ohr essen wenn sie heute noch die Gelegenheit hätten, einen Fall wie ihn zu studieren. Er war ein ausgeprägt paraphiler Täter, was bedeutet, dass er unter heftigen Zwängen litt, die ihm eine Steuerung seiner Taten praktisch unmöglich machten.

Jürgen Bartsch wurde am 6.11.1946 als Karl-Heinz Sadrozinski in Essen als uneheliches Kind geboren und vom Ehepaar Bartsch adoptiert. Frau Bartsch ließ ihn nie aus den Augen, sie hatte panische Angst man könne von seiner unehelichen Herkunft erfahren. Daher musste er seine Kleider jeden Abend im Zimmer der Eltern deponieren, sich von seiner Mutter baden lassen (auch mit 19 noch) und sich im Schlafanzug vor den Fernseher setzen, damit sie wussten, dass er brav ins Bett ging. Selbstverständlich war er so schlau, sich draußen Kleidung zu deponieren. Sein Vater ließ ihn in seiner Metzgerei arbeiten und plante, sein Geschäft später ihm zu übergeben.
Jürgen galt als ruhig und freundlich, er hatte sich äußerlich perfekt auf seine Situation eingestellt.

Wie die meisten Pädophilen stand er auf Jungs im Alter zwischen 8 und 12, und er war durchaus umtriebig, was die Opfersuche anging. Mehrere Hundert Jungen sprach er wohl an und lotete im Gespräch sorgsam aus, ob er sie gefahrlos verschleppen könnte.

1962 gelang ihm das zum ersten Mal. Er ging dabei immer gleich vor, er lockte die Kinder in ein Auto oder Taxi, fesselte sie dort und fuhr mit ihm in einen alten Stollen.

Die Einzelheiten der Taten sind absolut fürchterlich und sollen daher hier nicht dargestellt werden.

Sein letztes Opfer saß bereits gefesselt im Stollen, während Jürgen brav daheim sich von Mama abschrubben ließ, die Fernsehstunde absolvierte und scheinbar ins Bett ging. Er plante, seine Tat später zu vollenden.
Dem Jungen gelang es mit einer Kerze seine Fesseln durchzubrennen und konnte fliehen, die Polizei nahm Jürgen Bartsch direkt fest und er gestand gleich seine Taten.

Bartsch kämpfte mit seinem Anwalt jahrelang um Therapien, war irgendwann selbst zu Hirnoperationen und Kastration bereit, was nicht enden wollende Auseinandersetzungen mit sich brachte. 1974 heiratete er eine Pflegerin.

1976 war es soweit, er wollte sich kastrieren lassen, um eine ferne Aussicht auf Freilassung zu erhalten, und starb an den Folgen der falsch dosierten Narkose. Der Arzt bekam dafür 9 Monate Bewährung.

Erinnert mich irgendwie an das Buch "Der Kindersammler" von Sabine Thiesler.
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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Endamon

Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Endamon » 24.11.2009 23:09

Weil der Mensch ja aus Essen kam der das alles verbrochen hat, haben meine Eltern damals öfters die Story erzählt (ich wohne ja im Pott) und da hieß es immer der Arzt hätte das extra mit der Narkose gemacht und nicht aus Fahrlässigkeit.

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Assaulter » 25.11.2009 00:00

victimizer666 hat geschrieben:
Die Einzelheiten der Taten sind absolut fürchterlich und sollen daher hier nicht dargestellt werden.
musst du mich jetzt so neugierig machen?!?
Es gibt Dinge, die muss man nicht wissen.

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von el_dani » 25.11.2009 01:01

aber fuhr denn der mit 16 mit einer Karre durch die Gegend?

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von icaros » 25.11.2009 10:29

el_dani hat geschrieben:aber fuhr denn der mit 16 mit einer Karre durch die Gegend?
Und ist den Taxi-Fahrern nicht aufgefallen, was sich in ihrem Auto abspielt? Ist ja wohl nicht normal, wenn jemand im Taxi gefesselt wird. Nehme mal an das die Stelle etwas unglücklich formuliert ist.

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 25.11.2009 14:50

icaros hat geschrieben:
el_dani hat geschrieben:aber fuhr denn der mit 16 mit einer Karre durch die Gegend?
Und ist den Taxi-Fahrern nicht aufgefallen, was sich in ihrem Auto abspielt? Ist ja wohl nicht normal, wenn jemand im Taxi gefesselt wird. Nehme mal an das die Stelle etwas unglücklich formuliert ist.

Ein Kind fesselt das andere? Kann man als Taxifahrer drüber den Kopf schütteln (so man's denn mitkriegt, Straße ist ja vorne), würde ich aber wohl unter Spieltrieb verbuchen.

Das Geld fürs Taxi klaute er übrigens aus der Ladenkasse seiner Eltern.

@Endamon: das war auch nicht der erste Insasse, den der Arzt mit der Methode in den Sarg brachte, daher die Bewährungsstrafe.
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Nothingface666 » 26.11.2009 12:34

Sehr interessanter Thread.

Hat jemand gute Buchempfehlungen zu dem Thema?
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 26.11.2009 14:10

John Douglas
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sind gute Autoren mMn
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Fleischkrauler » 26.11.2009 14:13

LadyVader hat geschrieben: Mark Benecke
Das ist doch der Gott von Autopsie-Mysteriöse Todesfälle, oder?
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 26.11.2009 14:18

Fleischkrauler hat geschrieben:
LadyVader hat geschrieben: Mark Benecke
Das ist doch der Gott von Autopsie-Mysteriöse Todesfälle, oder?

Der ist schon sowas wie ein Kultfigur, bei Autopsie tauchte er oft auf, wie auch bei Galileo etc.

Sogar bei Tim Mälzer ist der schon aufgetreten *g*
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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von Fleischkrauler » 26.11.2009 15:58

LadyVader hat geschrieben: Sogar bei Tim Mälzer ist der schon aufgetreten *g*
Huch. Da gab´s bestimmt Innereien. *g*
Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

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Re: Die spektakulärsten Mörder aller Zeiten

Beitrag von LadyVader » 26.11.2009 16:04

Fleischkrauler hat geschrieben:
LadyVader hat geschrieben: Sogar bei Tim Mälzer ist der schon aufgetreten *g*
Huch. Da gab´s bestimmt Innereien. *g*

Nope. Er ist Vegetarier *gg*

Auf Tims Frage ob ihm nach all den Untersuchungen, Käfern und Maden noch das Mittagessen schmecken würde, antwortete er:

"Ich esse tagsüber nichts."

Pathologen sind also doch nicht ganz so abgebrüht manchmal
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