Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

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Hyronimus
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Hyronimus »

Schnabelrock hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben: Ich würde - basierend auf dem geläufigen Verständnis von Ehe - die Ehe mit Sex als Normalform, die Ehe ohne Sex als Sonderform sehen.

Rein empirisch ist es wohl genau anders herum.
Ich habe Sex in der Ehe. Empirisch gesehen... muss ich weg :D
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JudasRising
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von JudasRising »

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borsti
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von borsti »

NegatroN hat geschrieben:
borsti hat geschrieben:Am Ende kann der Gesetzgeber nur dafür sorgen, dass rechtlich für Alle die gleichen Rahmenbedingungen gelten. Dinge wie Familien- und Kinder Förderung müssten vom Konstrukt der Ehe aber eigentlich komplett abgekoppelt werden.
Das meine ich ja, denn ich vermute, dass die diversen Förderungen, die mit der Ehe verbunden sind, nicht mehr unbedingt zur Vorstellung der Mehrheit passt.
Ich glaube, der Punkt ist unheimlich komplex - und auch, eine faire und sinnvolle Regelung zu finden, ist sehr schwierig. Einerseits wird die Ehe von der Funktion als Keimzelle der Familie immer weiter abgekoppelt, andererseits bleibt es so, dass für Kinder und deren Wohl bei Paaren, die in einer Ehe leben, mehr Sicherheit herrscht, als bei solchen, die einfach nur "in einer Beziehung" sind. Einfach weil beide Partner mit der Ehe eine gewisse, rechtlich bindende Verpflichtung eingegangen sind und weil sie füreinander verschiedene Sicherheiten bieten.

Eigentlich ein Thema bei dem sich die Parteien, wenn denn die überwiegende Mehrheit für eine Reform ist, mal in Ruhe zusammensetzen und eine sinnvolle Lösung erarbeiten könnten. Jetzt gerade wird es als Wahlkampf-Thema ausgeschlachtet und es geht nur darum, wer dem anderen am Ende die lange Nase zeigen kann.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN »

Hyronimus hat geschrieben: Option im Sinne von "die Möglichkeit, Kinder zu zeugen". Und von der Legitimation, Kinder zu zeugen, stand da gar nichts. Wir sind doch hier nicht in China! :D
Aber diese Option besteht immer und völlig unabhängig von der Ehe. Die beiden Sachen miteinander zu verknüpfen ist deine persönliche Interpretation. In der Ehe steckt das nicht implizit drin.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von chaosbraut78 »

Ich muss gestehen, ich verstehe diese Inzest-Diskussion nicht. Blödsinn. Ehen zwischen Verwandten ersten Grades sind in Deutschland nicht erlaubt, vollkommen unabhängig vom Geschlecht.
Es steht doch gar nicht zur Debatte, dass das erlaubt werden soll, wie kommt man jetzt darauf?
...Aber wisse, dass gerade jetzt und heutzutage diese Menschen mehr denn je davon überzeugt sind, vollkommen frei zu sein; und dabei haben sie selbst uns ihre Freiheit dargebracht und sie uns gehorsam zu Füßen gelegt. ...
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN »

chaosbraut78 hat geschrieben:Ich muss gestehen, ich verstehe diese Inzest-Diskussion nicht. Blödsinn. Ehen zwischen Verwandten ersten Grades sind in Deutschland nicht erlaubt, vollkommen unabhängig vom Geschlecht.
Es steht doch gar nicht zur Debatte, dass das erlaubt werden soll, wie kommt man jetzt darauf?
Weil das Verbot genau so wenig Sinn ergibt wie die Argumente gegen die Homoehe.
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borsti
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von borsti »

chaosbraut78 hat geschrieben:Ich muss gestehen, ich verstehe diese Inzest-Diskussion nicht. Blödsinn. Ehen zwischen Verwandten ersten Grades sind in Deutschland nicht erlaubt, vollkommen unabhängig vom Geschlecht.
Es steht doch gar nicht zur Debatte, dass das erlaubt werden soll, wie kommt man jetzt darauf?
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Nagrach »

borsti hat geschrieben:
chaosbraut78 hat geschrieben:Ich muss gestehen, ich verstehe diese Inzest-Diskussion nicht. Blödsinn. Ehen zwischen Verwandten ersten Grades sind in Deutschland nicht erlaubt, vollkommen unabhängig vom Geschlecht.
Es steht doch gar nicht zur Debatte, dass das erlaubt werden soll, wie kommt man jetzt darauf?
Ehe für Alle, heißt der Slogan. Wenn man was anderes meint, soll man es anders nennen.
Ich versteh gar nicht, wo du das Problem siehst. Die "Ehe für alle" ist genau das, was mit der Gleichstellung der Homosexuellen passiert: Jeder darf mit seinem Partner eine Ehe schließen, egal ob das nun Mann und Frau, Mann und Mann oder Frau und Frau sind. Bisher ging das nicht.

Was du meinst, wäre ja eher "Ehe mit allen", also die Erlaubnis, jeden heiraten zu dürfen, den ich will. Das fordert aber keiner. :)

Edit: Ok, ein klein wenig ernsthafter: Jeder weiß doch, was im allgemeinen Sprachgebrauch mit "Ehe für alle" gemeint ist. Nicht "Du darfst dein Auto heiraten", auch nicht "Es ist ok, wenn Mutter und Sohn vor den Traualtar treten", sondern der normale Durchschnittsdeutsche verbindet damit die gesetzliche Gleichbehandlung homosexueller Partnerschaften.
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LordVader
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von LordVader »

Hyronimus hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:Da innerhalb einer Ehe Sex immer eine Option ist, fände ich jetzt eine heterosexuelle Eheschließung zwischen Blutsverwandten eher mäh, und ich fände es ziemlich befremdlich, wenn eine Frau ihre Schwester oder ein Vater seinen Sohn heiraten würde.
Das ergibt für mich keinen Sinn. Sex ist völlig unabhängig von der Ehe immer eine Option. Eine Ehe macht ihn weder wahrscheinlicher noch unwahrscheinlicher, sondern da besteht einfach kein Zusammenhang.
AFAIK ist Inzest - zumindest in Deutschland - strafbar, auch ohne Option auf gemeinsame Kinder, sprich bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Eine Eheschließung zwischen Blutsverwandten würde Inzest legitimieren. Oder soll bei der Eheschließung eidesstattlich versichert werden, dass Sex innerhalb der Ehe ausgeschlossen wird?
Wieso? Seit wann legitimiert die Ehe den Sex? Maximal die kirchliche Ehe für strenggläubige, denen außerhalb der Ehe alles verboten ist.
Aber die Standesamtliche Ehe hat mit Sex nun gar nichts zu tun. Sie erlaubt auch bisher nicht Mann und Frau endlich vorher verbotenen Sex zu haben: Weder erzwungenen Sex noch Inzest. Wenn man der abstrusen Vorstellung folgt, dass eine Ehe ansonsten Verbotenen Sex erlaubt, dann muss man demnächst aber auch genau prüfen, ob die beiden Partner von der Libido her zueinander passen, sonst fördert man ja Vergewaltigung in der Ehe.
(Das war jetzt nur um die in meine Augen vorhandene Absurdität der Argumentation zu zeigen, ich weiß sehr wohl, dass nur ein kleiner Teil von Vergewaltigungen sexuell motiviert sind)


Edit: Oder einfach anders herum formuliert: Es war also auch außerhalb der Kirchen in Deutschland illegitim, dass ich mit meiner Frau vor der Ehe Sex hatte?
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Darth_Kai »

JudasRising hat geschrieben:Arbeitskollege (Anfang 40) vor kurzem: "Seitdem ich verheiratet bin, bin ich nur noch am wi***en!" Also mal keine Angst wegen Inzest usw. :)
Arbeiten bei euch eigentlich auch normale Leute?
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN »

LordVader hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:Da innerhalb einer Ehe Sex immer eine Option ist, fände ich jetzt eine heterosexuelle Eheschließung zwischen Blutsverwandten eher mäh, und ich fände es ziemlich befremdlich, wenn eine Frau ihre Schwester oder ein Vater seinen Sohn heiraten würde.
Das ergibt für mich keinen Sinn. Sex ist völlig unabhängig von der Ehe immer eine Option. Eine Ehe macht ihn weder wahrscheinlicher noch unwahrscheinlicher, sondern da besteht einfach kein Zusammenhang.
AFAIK ist Inzest - zumindest in Deutschland - strafbar, auch ohne Option auf gemeinsame Kinder, sprich bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Eine Eheschließung zwischen Blutsverwandten würde Inzest legitimieren. Oder soll bei der Eheschließung eidesstattlich versichert werden, dass Sex innerhalb der Ehe ausgeschlossen wird?
Wieso? Seit wann legitimiert die Ehe den Sex? Maximal die kirchliche Ehe für strenggläubige, denen außerhalb der Ehe alles verboten ist.
Aber die Standesamtliche Ehe hat mit Sex nun gar nichts zu tun. Sie erlaubt auch bisher nicht Mann und Frau endlich vorher verbotenen Sex zu haben: Weder erzwungenen Sex noch Inzest. Wenn man der abstrusen Vorstellung folgt, dass eine Ehe ansonsten Verbotenen Sex erlaubt, dann muss man demnächst aber auch genau prüfen, ob die beiden Partner von der Libido her zueinander passen, sonst fördert man ja Vergewaltigung in der Ehe.
(Das war jetzt nur um die in meine Augen vorhandene Absurdität der Argumentation zu zeigen, ich weiß sehr wohl, dass nur ein kleiner Teil von Vergewaltigungen sexuell motiviert sind)


Edit: Oder einfach anders herum formuliert: Es war also auch außerhalb der Kirchen in Deutschland illegitim, dass ich mit meiner Frau vor der Ehe Sex hatte?
Sex ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Es ging um Kinder, nicht um Sex.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Nagrach »

NegatroN hat geschrieben: Sex ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Es ging um Kinder, nicht um Sex.
Fun fact: Sex zwischen Blutsverwandten ersten Grades steht in Deutschland unter Strafe. Kinder bekommen (soweit ich weiß, man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege) nicht. Angesichts des Stands der modernen Medizin ist das irgendwie schon sehr archaisch. :)
Zuletzt geändert von Nagrach am 28.06.2017 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von LordVader »

Äh wie?
Also für mich geht es bei dem Statement los: Sex ist in einer Ehe immer eine Option... also würde eine Eheschließung Inzest (Also den GV zwischen Blutsverwandten) legitimieren...
Wo sind hier Kinder das Thema?
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Hyronimus »

LordVader hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:
Hyronimus hat geschrieben:Da innerhalb einer Ehe Sex immer eine Option ist, fände ich jetzt eine heterosexuelle Eheschließung zwischen Blutsverwandten eher mäh, und ich fände es ziemlich befremdlich, wenn eine Frau ihre Schwester oder ein Vater seinen Sohn heiraten würde.
Das ergibt für mich keinen Sinn. Sex ist völlig unabhängig von der Ehe immer eine Option. Eine Ehe macht ihn weder wahrscheinlicher noch unwahrscheinlicher, sondern da besteht einfach kein Zusammenhang.
AFAIK ist Inzest - zumindest in Deutschland - strafbar, auch ohne Option auf gemeinsame Kinder, sprich bei gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Eine Eheschließung zwischen Blutsverwandten würde Inzest legitimieren. Oder soll bei der Eheschließung eidesstattlich versichert werden, dass Sex innerhalb der Ehe ausgeschlossen wird?
Wieso? Seit wann legitimiert die Ehe den Sex? Maximal die kirchliche Ehe für strenggläubige, denen außerhalb der Ehe alles verboten ist.
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Edit: Oder einfach anders herum formuliert: Es war also auch außerhalb der Kirchen in Deutschland illegitim, dass ich mit meiner Frau vor der Ehe Sex hatte?
*Hände über Kopf zusammenschlag*

Sex wird nicht durch Ehe legitimiert, das habe ich nirgends geschrieben und das wäre auch völliger Blödsinn. Implizit würde durch eine Ehe zwischen Blutsverwandten aber Inzest legitimiert. Außer, ich entkopple die Ehe vollständig von den geläufigen Vorstellungen, dann würde ich das allerdings nicht mehr Ehe nennen (wollen).

Ihr hängt euch doch nicht ernsthaft am Slogan "Ehe für alle!" auf, oder? Alle bedeutet 'alle sexuellen Orientierungen', und zwar im Rahmen dessen, was bisher unter einer Ehe verstanden wurde, eben erweitert um den Fakt, dass die Ehe jetzt nicht mehr auf gleichgeschlechtliche Paare beschränkt ist. Mit alle sind sicher keine Pädophilen oder Inzestuösen gemeint, die sich außerhalb der Legalität bewegen. Wenn ihr Sprachkritik üben wollt, dann übt gefälligst auch Sprachkritik, kritisiert den Slogan als solches und fordert, dass es nicht mehr "Ehe für alle!", sondern "Ehe auch für Schwule, Lesben und Transsexuelle!" heißt.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von MetalEschi »

Nagrach hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben: Sex ist ja nochmal ein ganz anderes Thema. Es ging um Kinder, nicht um Sex.
Fun fact: Sex zwischen Blutsverwandten ersten Grades steht in Deutschland unter Strafe. Kinder bekommen (soweit ich weiß, man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege) nicht. Angesichts des Stands der modernen Medizin ist das irgendwie schon sehr archaisch, wo doch die erhöhte Wahrscheinlichkeit von Erbkrankheiten eigentlich der einzige echte Grund sind, den man dagegen ins Feld führen könnte.
Du meinst Kinderkriegen zwischen Blutsverwandten steht nicht unter Strafe?
Soll vermutlich die Kinder schützen, die ab der Zeugung ein Recht auf Leben haben. Ein Verbot würde ja deren Existenz in Frage stellen.
Gesetzlich verboten ist also so gesehen der Akt der Zeugung, nicht aber das Kind dann zur Welt zu bringen.
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