Undo und das Meer

Hier sammeln sich nur die Perlen an Threads, die niemals im Datennirvana verschwinden dürfen.
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Dimebag666
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Dimebag666 » 13.08.2018 18:24

Der Cliffhanger am Ende macht mich ganz wuschig.
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Undo
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 13.08.2018 18:28

Dimebag666 hat geschrieben:Der Cliffhanger am Ende macht mich ganz wuschig.


*träller*

"Dam dam damdidamm, dam dam damdidamm...thiiiiis little town bluuuuuuues....." :D
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon costaweidner » 13.08.2018 19:58

Neuengland während des Indian Summers ist echt der Wahn in Tüten.
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Doktor
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Doktor » 20.08.2018 15:26

Ich habe also doch was verpasst während meiner Abwesenheit. Grossartiger Thread, damit werde ich wohl noch viel Zeit verbringen. Danke, das macht super viel Spaß zu lesen.
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 10.09.2018 12:54

These little town Blues (II)


Ich wandere also so vom Pier los Richtung Empire State Building welches man vom Schiff aus sehen konnte. Unser Liegeplatz war nämlich direkt neben dem Museumsschiff USS Intrepid (ein Flugzeugträger https://www.google.de/maps/place/Intrepid+Sea,+Air+%26+Space+Museum/@40.7627657,-74.0008402,16z/data=!4m5!3m4!1s0x89c2584ed560199f:0x22362b652743ff1!8m2!3d40.7645266!4d-73.9996076
) und da in Manhattan ja alle Straßen abzählbar sind, bin ich einfach mal losgelatscht. Hier um die Ecke, da um die Ecke und einmal um die nächste Ecke und Zack! Times Square. Da musste ich kleines Dorfmädel mich doch grad mal kneifen. Der sieht wirklich so aus wie im Film und ist auch genauso wuselig und laut. Mit einem breiten Lächeln bin ich dann zum nächsten Kiosk und hab mir dann doch lieber einen Stadtplan gekauft, wir hatten nämlich an dem Tag nur ganz früh am Abend Dienst und dann wieder frei. Naiv wie ich war dachte ich mir "Lauf mal kurz zum World Trade Center, fahr da mal eben hoch und dann schön ins MoMa und irgendwo dann was nettes essen". Hatte ich erwähnt, dass ich nur 3 Stunden Zeit hatte und KEINE AHNUNG, wie riesig Manhattan ist? Also im Vergleich zum gemütlichen Hamburg? *g* Natürlich habe ich es nicht mal ansatzweise bis dahin geschafft. Ich musste nämlich noch dringend sämtliche Kiss-Comics kaufen, den Virgin Megastore besuchen, einen neuen Fotoapparat kaufen…essen…staunen…Ende vom Lied: ich hab mir bei McDoof enen Burger geholt und den im Park vor der wunderhübschen Bibliothek (SATC, Der 1. Film) gefuttert und dann war die Zeit um und ich musste per Taxi zurück zum Pier. Nach dem sehr schnellen Dinnerservice sind wir alle Mann wieder in normalen Klamotten raus und in einer Karawane von Stretchlimos (man hat´s ja) zurück zum Times Square. Wir waren essen im Rockefeller Center und dann hoch auf das Empire State Building. Lasst Euch gesagt sein: es sieht da NICHT so aus wie in “Schlaflos in Seattle”. Aber so ganz und gar nicht. Erdnuckel wie ich müssen sich recht strecken, um überhaupt was sehen zu können. Aber es war ein wunderschöner Herbstabend und der Himmel war Lila. Ein tiefes, glitzerndes Lila. Mehr Zeit war dann natürlich auch nicht mehr, also zurück an Bord und die wirklich grandiose Aussicht genießen bei der Ausfahrt. Was für ein irrsinniges Lichtermeer. Danach folgte erstmal ein Seetag Richtung Süden. Alles konnte sich ausruhen (alles = die Passagiere. Wir haben wahrscheinlich geputzt oder so, neben den 18 Stunden Dienst) und dann sind wir um Cape Charles herum in den Potomac River hoch nach Alexandria gefahren. Von dem kleinen Hafen aus kann man übrigens das Capitol in Washington sehen. Wir haben dann freundlich Bill Clinton zugewunken (Damals war gerade die Affäre um ihn und Monica Lewinsky. Kaum zu glauben, dass man damals so einen Wind machte wenn man das mit der Napfnase von heute vergleicht), waren schick essen und dann ging es stetig weiter nach Süden. Südstaaten Flair, warme Nächte, Karibiknächte. Vorher kam aber noch die sogenannte Wetterscheide. Ein recht putziges Phänomen…
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Twinhilde » 21.10.2018 12:53

@Undo... Ich musste spontan an deine Story hier denken, als ich gerade von dieser Audible Aktion gelesen habe... :D
https://www.audible.de/meinaudibleoriginal/

Ähm... Und sorry an alle, die jetzt gedacht haben, dass es hier weiter geht...
*verlegen grins und von der Bühne stolper*
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Sambora » 10.01.2019 17:12

Ich habe mir mal gedacht, den Thread ins Museum zu überführen.

Ist halt definitiv zu schade, um gelöscht zu werden. :)
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 15.01.2019 09:53

Sambora hat geschrieben:Ich habe mir mal gedacht, den Thread ins Museum zu überführen.

Ist halt definitiv zu schade, um gelöscht zu werden. :)


Und ich such das Ding...

Ja mei, geht demnächst sicherlich weiter. Wenn ich mal Zeit habe :D
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon ReplicaOfLife » 16.01.2019 14:01

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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 17.01.2019 16:42

Dress an Bord in den Tropen und Halloween

Die normale Uniform ist dunkelblau oder Schwarz. Angenehm in kühleren bis kalten Gefilden. Wird es aber warm, dann ändert sich auch die Uniform. Crew trägt dann morgens bis zum Abend weiße Shorts, rote Polohemden und weiße Sneaker. Ist selbstverständlich angenehmer als das ganze Geplünne sonst (jedenfalls frühmorgens, abends war nach wie vor Etikette angesagt). Die dunkelblauen Uniformen der Schiffsmannschaft wechseln zu strahlend weiß und Zack: Traumschiff. Uah. (Das in dieser Serie alles, aber auch wirklich alles völliger Blödsinn ist, dürfte jedem klar sein. Die doofe Eisbombenparade gibt es allerdings wirklich). Dieser Klimawechsel vollzieht sich rasend schnell, das dauert nur wenige Stunden und wir waren aus einem schönen Herbstklima in den Tropen. Was für Frauen bedeutet: keine Strumpfhosen mehr. Was auch bedeutet: Fuck. Der Pelz muss ab. Gondelt frau allerdings monatelang durch die Eiswüste, braucht man keine Rasierklingen. Was bei der einen Weindüse dazu führte, dass sie sich in höchster Eile morgens mit einem rostigen Rasierer die Haare von den Unterschenkeln schabte und danach ungefähr 20 Pflaster brauchte *g* Gab natürlich auch wieder Gemecker…

Das Leben wird dann etwas langsamer. Für die Passagiere, weil es warm ist. Für uns, weil man so dermaßen schwitzt wenn man draußen an Deck die Riesentabletts herumwuchtet, dass man halt mal langsamer rennt. Blöd nur, dass es drinnen knapp 18° Grad hatte. Und draußen 40° Das kommt nicht so gut, wenn man eh schon eine fiese Erkältung hat und dann wie ein Duracellhase alle 5 Minuten rein und raus rennt.. Ich durfte dann nur noch drinnen ODER draußen arbeiten, was mich einiges an Fieslingsbemerkungen (ja, das Lisl) kostete.

Erstmal war aber Halloween an Bord. Der HotMan (Hotel Manager) war auch so ein verspieltes Kind wie ich, also durfte ich helfen, einen Spezialabend zu entwerfen: schwarze Tischdecken, schwarze Kerzen, schwarze Servietten. Überall Spinnweben und eine durch und durch widerliche Speisekarte. Also “Schleimschmodder von der Schneck mit knusprigem Haus derselbigen”, was eigentlich eine Forellencremesuppe mit Croutons war. Und das quer durch alle 8 Gänge. Ich glaube, ich habe die Speisekarte nicht mehr, aber ich muss die direkt mal suchen. Jede einzelne war mit Glitzerfledermäusen, Kürbissen und Katzen beklebt. Wir selber sahen auch etwas anders aus: Schwarze Klamotten! Yeah, der einzige Abend wo wir in Jeans und Shirt bedienen durften. Ich hatte natürlich Vampirzähne am Start. Die zwar passten (adhesive, also über die eigenen geklebt), aber man kann damit nicht so gut sprechen. Man lispelt, dass es nur so sprüht. Das klang dann dezent deppert, wenn ich fragte “Fönen guten Abend, willkommen fum Dinner. Wir ferfieren heute fu Beginn ein fneckenfleimfmodderfüppchen. Ich hoffe, es fmeckt ihnen.” Weiß auch nicht, wieso mein ganzer Bereich so gegackert hat…

In der Mitte über dem Dessertbuffet hatte der andere Maitre übrigens so ein Dingsgespenst gehängt, das losheulte und mit den Augen blinkte, wenn man in die Hände klatschte. Und ratet mal, wen ständig um das Buffet herumschlich und immer wenn ein Passagier verträumt das ganze Essen anguckte, in die Hände klatschte? Nein, nicht nur ich. Er auch. Oppa Max steht vor dem Schokobrunnen und überlegt, ob noch was reingeht und Maitre Johann “klatschklatsch” von hinten. Gespenst “Kreiiiiischblink” Oppa Max: *fast in Schokobrunnen fall* Irgendwann war leider die Batterie alle. Also die von dem Dings. Nicht die vom Oppa.

Tagsüber waren wir noch kurz in Port Canaveral, sind herumgefahren (war mal wieder Embarkation Day) und konnte etwas sehr aufregendes sehen. Dazu mehr im nächsten Kapitel :)
Zuletzt geändert von Undo am 18.01.2019 08:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Porcupine » 17.01.2019 16:46

Mal wieder typisch: Kaum wird der Thread verschoben, geht es hier weiter. :D

*freu* @ Vampirzahnstory
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon My Friend Of Misery » 17.01.2019 17:07

Fein :)
Perfektion ist Langeweile.

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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 17.01.2019 17:13

Porcupine hat geschrieben:Mal wieder typisch: Kaum wird der Thread verschoben, geht es hier weiter. :D

*freu* @ Vampirzahnstory


Iff ...Ich habe plötzlich 2 Stunden Leerlauf. Und ich hab gerade einen Flow. Geht gleich weiter :D
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Twinhilde » 17.01.2019 17:22

Ich les das sooo gerne! Großartig! *in die Hände klatsch* :traenenlach:

Spätestens jetzt mit der Vampierzahnnummer muss doch ein Hörbuch her... :D
*nich locker lass*
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Re: Undo und das Meer

Beitragvon Undo » 17.01.2019 17:45

Space Shuttle und Key West

Port Canaveral, na, klickert es? Richtig: wir haben von See aus den Start des Space Shuttle gesehen! Auch wenn die Abschussrampe (heißt das so?) recht weit weg war, wir waren in Küstennähe und Florida ist ja flach wie ein Brett, der Himmel war blitzblau und von daher konnte man den Start super beobachten. Danach ein kurzer Landgang per Auto. Ich weiß ums Verrecken nicht mehr, wieso wir Auto gefahren sind und wo wir eigentlich hinwollten. Wahrscheinlich noch irgendwas für das bereits erwähnte Halloweendinner einkaufen. 1998 war es jedenfalls hierzulande noch nicht so groß wie heute. Und ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich in einer Mall in einem Friseurladen einen Gorilla erblickte, der eifrig Haare schnitt. Wirklich jeder war verkleidet, ich fand es super.

Nachdem wir also fröhlich Halloween hinter uns hatten, war Key West an der Reihe. Partyzone der Staaten mit einem ganz eigenen Menschenschlag. Hippiesk-schwul-freiheitlich-selbstbestimmt kommt in etwa hin. Plus unglaublicher Sonnenuntergänge (die ich aber erst wenige Jahre später bei einem Privaturlaub richtig genießen konnte. Ich sag nur Mellory Square. Haaaaach.) Die Offiziere waren schon öfters da gewesen und lotsten uns alle in´s “Sloppy Joe”. Eine zu den Seiten offene Kneipe/Pub mit Livemusik und dem “Sloppy Joe Burger”, was im Grunde genommen Hackpampe in weichem Brötchen ist. Aber ich fand damals alles superlecker, was nicht aus Kohl und Reis bestand ;) Dazu eine Key West Lemonade, die mit Limonade soviel zu tun hat wie Trump mit Politik. Hui. Erwähnte Jahre später hatte mein eigentlich kaum trinkender Freund davon drei Stück “Wiescho? Ischdoch Limo?”. War gar nicht so einfach, den gackernden Kerl wieder ins Hotel zu kriegen *g*

Die Hanseatic blieb leider nur bis zum Abend da und pöddelte dann gemütlich weiter Richtung Karibik. Die ich zwar hübsch fand, aber irgendwie auch langweilig. Palmen, Strand, Wasser. Und das alles leider ziemlich zerwumst, weil ein Hurricane erst kürzlich vorbeigedonnert war. Wir sind dem Monster gefolgt und wirklich fast jede Insel, auf der wir ankamen war zerdeppert. Aktive Notfallhilfe haben wir nirgends gesehen. Das müsste Hurricane Georges gewesen sein.

Der Kurs war in etwa: Key West, an Kuba vorbei, Bahamas, Dom Rep (Punta Cana), US Virgin Islands, Antigua, Barbuda, Dominica, Barbados, Grenada. Die einzige dieser ganzen Inseln die ich sehr toll fand, war Grenada. Das lag auch vielleicht daran, dass wir mittags frei hatten, weil die Paxen auf einem “Rum-Runner” unterwegs waren (und wahnsinnig angeschickert frühabends wieder an Bord kamen, mit der kichernden Crew als Zuschauer). Wir sind also in den Dschungel spaziert und haben uns ein Taxi gemietet, das uns für ein paar Dollar um die Insel fuhr, hoch in die Berge und rein in den Dschungel. Sehr toll. Mangos direkt vom Baum schmecken halt doch anders als hier. Was ich bis dato ja nie geglaubt hatte: dass es in den Tropen sehr pünktlich und sehr heftig täglich zur gleichen Zeit einen Wolkenbruch gibt. Gibt es. Und man sollte dann NICHT ein weißes Oberteil anhaben. Oder wenn, dann zumindest ein Bikini-Oberteil und nicht den ollen Schlabber-BH… Man ist in 30 Sekunden bis auf die Haut durchnässt. Aber das ist überhaupt nicht nervig, der Regen ist total warm und nach wenigen Minuten hört es auch wieder auf. Frau kann dann zusehen, wie sie möglichst ungesehen wieder auf den Kahn klettert.

Irgendwo in der Dom Rep oder so wollte ich dann auch mal schnorcheln gehen. Ja, tolle Idee. Ich stampf so über den Strand und trete dabei fast auf eine ertrunkene Ratte, die wohl schon etwas länger da so herumschwamm. Ein aufgedunsenes Vieh kurz vorm Platzen. Ärrrrgh. Also vorsichtig ins Wasser gestelzt und losgeschnorchelt. Und dann ein Brennen an der Schulter. Andere Schulter. Finger. Ellenbogen. Oberschenkel, Unterschenkel, Bauch, Po, Beine, Rücken, GESICHT?? Was zur Hölle ist hier los, ich kann im glasklaren Wasser nichts sehen was mich da so anpiekst. Bis ich mal aufhöre zu fluchen, genauer hingucke und sehe, dass ich in mitten in einem Schwarm von Babyquallen gelandet bin. So wie diese Dinger aus “Findet Nemo”, die Schwibbelschwabbels. Scheißviecher, Scheißtropen, ich will wieder nach Nova Scotia! Aber nööö. Das Schiff steuert gen Orinoco. Gibt´s da große Spinnen?
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