Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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David Lee Hasselhoff
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon David Lee Hasselhoff » 01.01.2019 15:02

Als Eingeborenem ist Heimat für mich eine zwiespältige Angelegenheit. Einerseits ist's dadurch natürlich nochmal interessanter, andererseits bekomm ich bei der Sprache teilweise Pickel an den Ohren. Ähnlich wie bei jüngeren Heinz Becker Folgen. Irgendwann einmal...
TAFKAR
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 03.01.2019 01:26

Unterwerfung

ARD-Fernsehfilm, der jetzt bei Netflix verfügbar ist.
2015 veröffentlichte der französische Autor Michel Houellebecq einen Roman namens "Unterwerfung", in dem ein ziemlich erbärmlicher Uni-Dozent schildert, wie er 2022 die Präsidentschaftswahl in Frankreich (bei der ein muslimischer Politiker gewählt wird, um Marine Le Pen zu verhindern) und ihre Folgen erlebt.

Das Buch trug nochmals zu MH's Ruf als Skandalautor bei. Am Tag der Veröffentlichung war MH auf dem Cover von "Charlie Hebdo". Es war zugleich der Tag des islamistischen Terror-Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo.

Später wurde das Buch fürs Theater als Ein-Mann-Stück mit Edgar Selge adaptiert. Selge spielt auch in der Verfilmung die Hauptrolle. Inszenatorischer Clou ist eigentlich die Vermischung von mehreren Ebenen: Da ist (1) Selge, der in Hamburg ins Theater geht, um das Stück zu spielen, während es in der Stadt zu Unruhen kommt, (2) Selge auf der Bühne inkl. Schnitte ins Publikum und deren Reaktion und schließlich (3) die Romanhandlung selbst.

Fand ich sehr gelungen. Zumal im Bild nochmal viel deutlicher rüber kommt, wie lächerlich das ist, wenn der Ich-Erzähler, der selbst nicht mehr der Jüngste und Schönste ist, vom Verfall des weiblichen Körpers faselt.


Plötzlich Familie

Erster Kinobesuch in 2019, Sneak Preview. Mark Wahlberg und seine Frau wollen ein Kind adoptieren. Es werden dann aber drei Kids aus problematischen Verhältnissen. Good clean family entertainment you can trust. Ein paar sehr amüsante Stellen und ein toller Cast (Octavia Spencer!). Allzu tief wird in das Thema Adoption allerdings nicht eingegangen. Dafür haben es Trans-Siberian Orchestra auf den Soundtrack geschafft.

7,5/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 03.01.2019 01:35

Mission Impossible: Fallout

Bislang letzter Teil der Agentenreihe aus dem Jahr 2018. Neben Tom Cruise brilliert der Superman Darsteller Henry Cavill in diesem wirklich gut gedreht und aufgemachten Film. Bei den Action-Sequenzen ist die Verfolgungsjagd in Paris brilliant, alleine das Durcheinander am Arc de Triomphe mir der beweglichen Kamera ist super. Zum Ende hin ist die Action mit vier gleichzeitigen Konflikten zu überladen, zu lang und auch nicht besonders spannend, v.a. da alles auf die letzte Sekunde passieren muss (was ja noch OK wäre) aber alles am buchstäblichen Abgrund und seidenen Faden passiert.

Zuviel des Guten und zu uninspiriert für einen wirklich unterhaltsamen Film. Da ist wohl auch das Problem bei all den Action Streifen, die am Ende noch etwas zulegen müssen. Oft ist es langweilig und zu lang und wirkt wie ein Fremdkörper wie bei allen letzten James Bond Streifen und wie - auf Dauer - auch hier. Dabei ist das alles eigentlich gut konstruiuert und nett gedreht, aber halt viel zu viele Hin- und Her-Schnitte, so dass ich mir da doch mehr Auf den Punkt kommen gewünscht hätte, und ein Verbleiben an einer Aktion. Nicht bei dreien oder vieren.

Tom Cruise macht es gut. Henry Cavill zeigt eine gute Palette seiner körperlichen Schauspielerei und ist wirklich das zweite schauspielerische Glanzlicht. Der Bösewicht dagegen ist blass und langweilig und kann, außer trefflich in die Luft zu starren, auch nicht viel zeigen. Alle Frauenfiguren sind blass und langweilig und zu sehr auf Cruise konzentriert. Und sein Team hat auch zuwenig Zeit sich zu zeigen. Im Vergleich zu den anderen Filmen also eher solide, aber trotzdem gut.

8/10

Ansonsten kann ich den Honest Trailer empfehlen. VORSICHT SPOILER!

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 03.01.2019 01:48

Die Firma

John Grisham Verfilmung seines gleichnamigen Romans mit Tom Cruise, Gene Hackman und Ed Harris aber auch einer Reihe anderer toller Schauspieler, so z.B. der tolle Hal Holbrook. Gedreht von Sydney Pollack, was ja dann auch nicht so schlecht sein kann.

Ein junger Anwalt kommt nach seinem Studium in eine Anwaltskanzlei, die mehr und mehr sein Leben bestimmen wird. Kollegen sind auf mysteriöse Weise umgekommen und das FBI heftet sich an ihn um an Informationen der "Firma" ranzukommen. Riecht nach Hitchcock, sieht wie Hitchcock aus, liegt teilweise am Roman, teilweise an der Inszenierung.

Der Film verliert sich nach seinen fast 2 1/2 Stunden leider in seinem wirren Ende, wo Tom Cruise gegen alle kämpft und versucht noch zu retten was zu retten ist. Ich würde das auch jetzt nicht mehr zusammenbekommen, aber das tut dem Film keinen großen Abbruch. Zu schön ist es, dieses paranoide Geflecht zu verfolgen und die sehr professionale Darbietung zu genießen. Der Film spart nicht an Action, wirkt dabei aber doch auch ziemlich altmodisch gedreht, mit genügend ruhigen Phasen.

Sehr sehenswert, auch wenn das holzige Anwaltsgedöns und das Reichen-Amerika nicht besonders interessant ist und alles doch sehr nach 90er aussieht. :D

9/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 04.01.2019 19:29

Der Manchurian Kandidat (Neuauflage)

Jonathan Demme (Das Schweigen der Lämmer) hat diese Neuauflage eines John Frankenheimer Films neu gedreht. Es spielen Denzel Washington, Meryl Streep, Jon Voight und auch Bruno Ganz mit. Ein Irak Veteran hat schreckliche Träume, scheint gehirngewaschen zu sein und geht davon aus, dass der zukünftige Präsidentschaftskandidat das auch sein wird.

Soweit sogut, etwas hoch aufgehangen, aber so ist es nun mal. Kleiner wäre es auch gegangen und heute wirkt das auf mich etwas unglaubwürdig. Insgesamt sowieso ein ziemlich langweiliger Film, ruhig und fast träumerisch gedreht, aber halt wenig spannend. Denzel Washington schaut emotionslos in die Kamera, Liev Schreiber nicht minder. Meryl Streep sieht aus wie Hillary Clinton. Man nimmt niemanden irgendwas ab, der Film ist aber einfach auch so absurd, dass man auch die Handlung und alles nicht ernst nehmen kann.

Zuviel Verschwörung, zu wenig Konzentration auf ein zentrales Thema. Das hätte schon ein interessanter Film werden können, aber hier ist einfach viel zu viel falsch.

5/10
Rotorhead
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rotorhead » 04.01.2019 22:50

Nach über 10 Jahren und das erste mal nüchtern habe ich nun Walk the Line nochmal gesehen. Also quasi das erste Mal *g*

Und was soll man sagen, der Film ist sehr klassisch und unaufgeregt erzählt, wirkt so wenig aufgesetzt und mit Gewalt auf starke Szenen ausgelegt, dass man nur den Hut ziehen kann. Vor Phoenix und Witherspoon sowieso, was für eine Leistung. Witherspoon ist auch die um Welten bessere Sängerin als die echte June Carter *g* Und der Film lässt sich an vielen und genau den richtigen Stellen Zeit und rast nicht von Eventszene zu Eventszene. Es muss auch nicht alles in gestellt wirkenden Szenen erklärt und erläutert werden, was vielleicht drumherum passiert ist. Unglaublich gut, sowas von alles.

Ich möchte ja nicht stänkern, aber Bohemian Rhapsody kann imho in keinem Punkt mit Walk the Line mithalten, auch wenn es natürlich ein guter Film ist.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon metalbart » 04.01.2019 23:24

Kann mich da noch an die St. Quentin Szene erinnern. Das war der Einstieg, oder?
Die fand ich wirklich gut, weil man als Zuschauer quasi mitten drin war.
Sonst sehr klassischer Film, hast recht.
Vergleich zu BR finde ich schwierig, da moderner Ansatz. Fühlte mich bei beiden gut unterhalten.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rotorhead » 05.01.2019 10:56

metalbart hat geschrieben:Kann mich da noch an die St. Quentin Szene erinnern. Das war der Einstieg, oder?
Die fand ich wirklich gut, weil man als Zuschauer quasi mitten drin war.
Sonst sehr klassischer Film, hast recht.
Vergleich zu BR finde ich schwierig, da moderner Ansatz. Fühlte mich bei beiden gut unterhalten.



Folsom Prison :D Ja, das war der Einstieg. Ab da wurde dann in Rückblende erzählt.

Wenn du mit modernem Ansatz "möglichst viel Story in möglichst wenig Zeit" meinst, kannst du Recht haben.

Ich meine damit halt so ärgerliche Szenen wie beim ersten Konzert mit Mercury, als er zu blöd ist das Mikrofon zu nehmen und dann versehentlich den Mikroständer kaputt macht. Um aus der Not eine Tugend zu machen und künftig immer mit dem halben Ding aufzutreten. Damit man den denken soll "ah, so war das also." Als ob.
Solche Szenen sind mir in Walk the Line nicht wirklich aufgefallen.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 05.01.2019 13:31

Bird Box (Netflix)
Der Ausgangspunkt dieses von Netflix extrem gehypten Horrorfilms ("meiste Zugriffe überhaupt!", "#birdboxchallenge geht viral, ist aber sehr gefährlich") erinnert sehr an "The Happening": Etwas Unerklärliches lässt Menschen wahnsinnig werden und Selbstmord begehen.

Dann wird recht schnell klar: was einen wahnsinnig werden lässt, ist etwas, was man sieht. Also verbindet man sich doch am besten die Augen und begibt sich quasi blind auf die Flucht.

Von der Stimmung her ganz nett, und am Ende auch ziemlich spannend, aber auch jede Menge "Äh? Warum machst du das?"- und "Nee, das kann ich jetzt nicht so ganz glauben!"-Momente.

6,5/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Nagrach » 05.01.2019 14:56

TAFKAR hat geschrieben:#birdboxchallenge


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Ich hatte einen Traum und dieser Traum war wundervoll.
Europacup - Es war ein Auswärtsspiel, in Amsterdam.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Schmendrick » 06.01.2019 10:56

DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT
Der kleine Hans-Peter wägst Anfang der siebziger Jahre im Pott auf.Zuerst bei Omma im grünen vor den Toren der Stadt, dann im Zechenhaus direkt in Recklinghausen.
Vatta ist oft auf Montage,Mutti ist krank und wird depressiv.
Früh weiß Hans-Peter schon das er ins Fernseher will, macht Witze, beobachtet Nachbarn und die zahlreichen Verwandten um sich rum, macht sie nach und unterhält damit die ganze Familie.
Besonders seine Mutti möchte der Kleine bespaßen und sie wieder fröhlich sehen.
„Vielleicht hätte ich mich mehr anstrengen sollen“

In ruhigen Bilder werden die jungen Jahre von Hape Kerkeling wundervoll in Szene gesetzt.
Leider waren diese nicht immer so lustig, das man fast mehr heulen als lachen muss.
Julius Weckauf brilliert als klein Hape und spielt die Erwachsenen(die alle nicht schlecht sind) mühelos an die Wand.
Auch die 70ziger werden schön eingefangen.
Ob TateEmmaLaden, Mettigel&Käsespieße,Eierlikörchen für Omma oder mit Kissen unter den Armen aussen Fenster gucken,Alles da!
8/10

MORTAL ENGINES
In der dystopischen Zukunft unserer Erde wurden Städte in fahrende Festungen umgewandelt, die jetzt raubend über den Planeten fahren.
Nun hat sich London aufs Festland vorgewagt um sich den Rest der Welt einzuverleiben.
Mit einer tödlichen,neuen,alten Waffe wollen sie den Widerstand und alle anderen Städte zerstören.

Optik und Ausstattung sind der Hammer. Mit vielen kleinen und großen Details rast London durch den Streifen.Auch die wunderbaren Flugschiffe des Wiederstandes können überzeugen.
Dafür ist die Story 08/15 und eigentlich alle Darsteller nur Durchschnitt.
Die Ideen die man hier in 130min verballert hätten locker für drei Filme gereicht.
Da es sich um eine vierteilige Roman Serie handelt und ich nicht genau weiß ob man jetzt nur das erste Buch verfilmt oder alle vier verwurstet hat, ist auf jeden Fall Potenzial verschenk worden.
So oder so, es bleiben sehr schöne Bilder mit wenig Tiefgang.Knappe
7/10
1.Vorsitzender und Gründer der AOTSWTETGTMATB

Nein, ich brauche keinen Grabstein.Ihr dürft mit meiner Asche grillen!

www.draussenraus.de
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Apparition » 07.01.2019 08:42

My Friend Of Misery hat geschrieben:A Star Is Born

Was Musikfilme angeht, wird Bohemian Rhapsody hier um Lichtjahre abgehängt. Warum? Weil hier alle Involvierten vor und hinter der Kamera mit ganzen Herzen bei der Sache waren und nicht bloß der Darsteller der Hauptfigur. ASIB ist auch nicht perfekt, zum Ende hin wirkt die Inszenierungen nicht mehr ganz so selbstsicher wie der restliche Film und auch hier hätten zehn Minuten mehr nicht geschadet, aber die emotionale Wucht, die der Film mit seinen fiktiven Charakteren entwickelt, lässt das reale Drama von BR vergleichsweise blass aussehen.



Hab ich die Tage endlich gesehen, und stimme zu. Zum Ende hin wirkt es tatsächlich etwas hastig, und manche Entwicklung geht mir etwas zu schnell, aber das Spiel von Lady Gaga (die sich ein Stück weit selber spielt) und Bradley Cooper ist wirklich brillant. Zudem endlich mal wieder nicht nur ein guter Musik- sondern auch ein unkitschiger Liebesfilm, den man sich angucken kann ohne sich vor lauter Klischees zu schämen.
"A romantic," said Nightingale. "The most dangerous people on earth."
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rotorhead » 07.01.2019 12:56

Hell or High Water

Wurde mir hier im Zuge meiner Nachfrage nach modernen Western empfohlen, mit dem Zusatz, dass man hier nur bedingt von Western sprechen kann. Stimmt soweit.
Passt trotzdem zum Thema, da wir uns in der texanischen Einöde der Neuzeit befinden, in der sich zwei recht ungleiche (Typus: White Trash, vom Leben verarscht) aber nicht unsympathische Brüder durch eine Reihe Banküberfälle aus der Schuldenmisere rauszuhieven versuchen.
Der kauzige und kurz vor der Pensionierung stehende Chef der örtlichen Texas Rangers (Jeff Bridges) nimmt zusammen mit seinem Kollegen die Fährte auf. Da dieser halb Mexikaner und halb Indianer ist, verarscht ihn Bridges ständig aufs Unangenehmste :D
Naja und so schlittert der Film zwischen einer Art Roadmovie und Kriminalfilm irgendwo im Fahrwasser der Coens dahin und weiß durchaus durch spannende und witzig-skurille Momente zu überzeugen.
Gibt es umsonst auf Prime, ich habe mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn man hier kein Meisterwerk vor sich hat. Schön dargestellt war die Trostlosigkeit des ruralen Texas.
7,5/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 08.01.2019 07:43

Ben is back

Mit der Story (Mama kümmert sich um den über Weihnachten aus der Entzugsklinik heimkehrenden Sohn) und dem VÖ-Termin des Dramas in der Award-Season ist der Film natürlich eine Oscar-Bewerbung für Julia Roberts & Lucas Hedges (der Junge in Manchester-by-the-Sea). Aber Stereotypen wird klug ausgewischen, und im letzten Drittel geht es ein wenig in Richtung Krimi. Ich fand's ziemlich gut.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon metalbart » 08.01.2019 10:54

Rotorhead hat geschrieben:Hell or High Water

Wurde mir hier im Zuge meiner Nachfrage nach modernen Western empfohlen, mit dem Zusatz, dass man hier nur bedingt von Western sprechen kann. Stimmt soweit.
Passt trotzdem zum Thema, da wir uns in der texanischen Einöde der Neuzeit befinden, in der sich zwei recht ungleiche (Typus: White Trash, vom Leben verarscht) aber nicht unsympathische Brüder durch eine Reihe Banküberfälle aus der Schuldenmisere rauszuhieven versuchen.
Der kauzige und kurz vor der Pensionierung stehende Chef der örtlichen Texas Rangers (Jeff Bridges) nimmt zusammen mit seinem Kollegen die Fährte auf. Da dieser halb Mexikaner und halb Indianer ist, verarscht ihn Bridges ständig aufs Unangenehmste :D
Naja und so schlittert der Film zwischen einer Art Roadmovie und Kriminalfilm irgendwo im Fahrwasser der Coens dahin und weiß durchaus durch spannende und witzig-skurille Momente zu überzeugen.
Gibt es umsonst auf Prime, ich habe mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn man hier kein Meisterwerk vor sich hat. Schön dargestellt war die Trostlosigkeit des ruralen Texas.
7,5/10

Dann auch den Nachfolger 'Wind River' anchecken. Den gibt es auch bei prime. Schauplatz ist hier die eisige und trostlose Reservatslandschaft von Montana/Nort Dakota.
Eine Native American wird ermordet, die zuständige FBI Agentin muss erst mal mit den Umständen klar kommen. Joa, der Film lebt eher von dieser Reservatslandschaft aber 7 Punkte würde ich auch geben.

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