Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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costaweidner
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 19.12.2018 12:55

My Friend Of Misery hat geschrieben:
TAFKAR hat geschrieben:Das hab ich in der Tat übersehen. Eine ganze Woche Kinoverwertung hat man Roma hierzulande zugestanden, schreibt Antje Wessels.

Das ist nicht lang zugegebenermaßen, die Roma-Zielgruppe dürfte allerdings auch sehr überschaubar sein.

Eben. Den schaut jetzt niemand, der den Namen Cuaron mal gehört hat, weil er "Gravity" geil fand.
Und ich muss zugeben, dass mich der Film schon ziemlich reizt, ich aber vermutlich nicht dafür ins Kino gerannt wäre. Mach ich ja aber eh meistens nicht. *g*
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon playloud308 » 20.12.2018 23:35

My Friend Of Misery hat geschrieben:Die Vorstellung, dass man die Originalaufnahmen von Live Aid in in einen Spielfilm von 2018 einbauen könnte, ohne dass es wie Arsch und Rüben wirkt, ist schon Hirnrindenkäse der ranzigsten Sorte. Bohemian Rhapsody hat ganz andere Probleme, z.b. das er mindestens ne halbe Stunde zu kurz ist. Die erste Stunde hat keinen vernünftigen Erzählfluss, es wird einfach nur von Szene zu Szene gesprungen, und wichtige Dinge werden nur angerissen oder gleich ganz übergangen (John Deacons Einstieg, die Beziehungen der Bandmitglieder zueinander, der Aufstieg der Band zu internationalen Superstars). Die faktischen Verbiegungen sind mal mehr (Mercurys Soloambitionen werden als Grund für das angespannte Bandklima dargestellt, derweil hatte Roger Taylor zu dem Zeitpunkt schon zwei Soloalben veröffentlicht / die Instrumentalisierung seiner HIV-Diagnose als Katalysator, der die Band wieder zusammenbringt), mal weniger (chronologische Unstimmigkeiten wie die Entstehung von WWRY) gravierend. Dass alles rund um Mercurys Sexualität und sonstige Eskapaden nur äußerst handzahm dargestellt werden würde, war ja vorher klar, dennoch ist es ärgerlich, dass durch die Art, wie der Film strukturiert ist, der Eindruck entsteht, dass es mit ihm bergab geht, sobald er und Mary Austin sich trennen und er seine homosexuellen Neigungen verstärkt auslebt.

Die Wahl eines stilistisch farblosen Langweilers wie Bryan Singer als Regisseur (der trotz seiner Entlassung für den Großteil des gefilmten Materials verantwortlich war) passt da von Produzentenseite natürlich voll ins Bild, weil eh nie die Absicht bestand, der Extravaganz von Mercury und Queen tatsächlich gerecht werden zu wollen. Bohemian Rhapsody ist für Leute gemacht, deren Queen-Horizont bei We Will Rock You und We Are the Champions endet. Aber selbst in diesem eng gesteckten Rahmen wäre mit einem besseren Drehbuch und einem Regisseur mit besserem Gespür für Musik ein besserer Film machbar gewesen.

Ist natürlich nicht alles Scheiße, im Gegenteil. Rami Malek als Mercury passt wie der Arsch auf den Eimer, May, Taylor und Deacon sind nicht minder perfekt gecastet und halten den Film in seinen schwächeren Momenten über Wasser. In der zweiten Hälfte findet BR endlich seinen Rhythmus und steuert auf ein sehr gelungenes Finale zu. Der Film setzt natürlich einfach darauf, dass man sich der Sogwirkung der Songs nicht entziehen kann, was zwar stinkfaul ist, aber nichtsdestotrotz blendend funktioniert.

Ach ja, dass der Film die Länge von Bohemian Rhapsody thematisiert, es selber aber nicht schafft, auch nur einen einzigen Song in Gänze zu präsentieren, wäre an sich ein gelungener Gag, wenn es denn Absicht gewesen wäre. Aber das darf bei dieser Fußgängerproduktion bezweifelt werden. :D


So viel geschrieben und so viel richtig, dennoch fand ich den Film ziemlich gut und für Queen Nerds ist der mit Sicherheit nicht
gemacht. Die am Besten besetzte Rolle hat der Schauspieler von Brian May inne. Es soll laut Brian May eine Fortsetzung des Films folgen, welcher die letzten 6 Jahre bis zu seinem Tod zeigen soll.
Zuletzt geändert von playloud308 am 21.12.2018 09:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon playloud308 » 20.12.2018 23:40

My Friend Of Misery hat geschrieben:A Star Is Born

Was Musikfilme angeht, wird Bohemian Rhapsody hier um Lichtjahre abgehängt. Warum? Weil hier alle Involvierten vor und hinter der Kamera mit ganzen Herzen bei der Sache waren und nicht bloß der Darsteller der Hauptfigur. ASIB ist auch nicht perfekt, zum Ende hin wirkt die Inszenierungen nicht mehr ganz so selbstsicher wie der restliche Film und auch hier hätten zehn Minuten mehr nicht geschadet, aber die emotionale Wucht, die der Film mit seinen fiktiven Charakteren entwickelt, lässt das reale Drama von BR vergleichsweise blass aussehen.


Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber anhand dem Soundtrack geht die Musik ja auf einmal musikalisch in eine komplett
andere Richtung. Erst Rock, Balladen und auf einmal kommt dann überproduzierte Chart Popscheiße. Ist das auch im Film so?
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Nagrach » 21.12.2018 01:26

playloud308 hat geschrieben:Die am Besten besetzte Rolle hat der Schauspieler von Brian May inne. Es soll laut Brian May eine Fortsetzung des Films folgen, welches die letzten 6 Jahre bis zu seinem Tod geht.

Der is doch noch gar nich tot.
Ich hatte einen Traum und dieser Traum war wundervoll.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Thunderforce » 21.12.2018 08:37

Nagrach hat geschrieben:
playloud308 hat geschrieben:Die am Besten besetzte Rolle hat der Schauspieler von Brian May inne. Es soll laut Brian May eine Fortsetzung des Films folgen, welches die letzten 6 Jahre bis zu seinem Tod geht.

Der is doch noch gar nich tot.


So schlecht und doch so gut :D
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon playloud308 » 21.12.2018 08:59

Der war gut. :D
Bei genauer Betrachtung aber unsinnig.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Dimebag666 » 21.12.2018 09:34

Nagrach hat geschrieben:
playloud308 hat geschrieben:Die am Besten besetzte Rolle hat der Schauspieler von Brian May inne. Es soll laut Brian May eine Fortsetzung des Films folgen, welches die letzten 6 Jahre bis zu seinem Tod geht.

Der is doch noch gar nich tot.


:D
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon My Friend Of Misery » 21.12.2018 10:05

playloud308 hat geschrieben:
My Friend Of Misery hat geschrieben:A Star Is Born

Was Musikfilme angeht, wird Bohemian Rhapsody hier um Lichtjahre abgehängt. Warum? Weil hier alle Involvierten vor und hinter der Kamera mit ganzen Herzen bei der Sache waren und nicht bloß der Darsteller der Hauptfigur. ASIB ist auch nicht perfekt, zum Ende hin wirkt die Inszenierungen nicht mehr ganz so selbstsicher wie der restliche Film und auch hier hätten zehn Minuten mehr nicht geschadet, aber die emotionale Wucht, die der Film mit seinen fiktiven Charakteren entwickelt, lässt das reale Drama von BR vergleichsweise blass aussehen.


Ich habe den Film noch nicht gesehen, aber anhand dem Soundtrack geht die Musik ja auf einmal musikalisch in eine komplett
andere Richtung. Erst Rock, Balladen und auf einmal kommt dann überproduzierte Chart Popscheiße. Ist das auch im Film so?

Ja. Diese Entwicklung thematisiert der Film auch.
Perfektion ist Langeweile.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Jutting » 28.12.2018 15:42

Wilde Kräuter

Unbedingt anschauen. Es passiert ziemlich viel und eigentlich habe ich auch gar keine Lust hier vorweg was zu schreiben :D Im weitesten Sinne eine Feelgood Komödie, die aber immer wieder mit Szenen punktet, in denen einem das Lachen sofort vergeht. Auch wenn das Ende vorhersehbar ist gerne 8,5/10 Punkte.
Nur im Notfall drücken.

Spoiler:
Nur im Notfall du Depp!


24 Stunden reichen um das Verhaltensmuster dieses Forums zu erkennen. Hier geht es abenteuerlich zu, vogelwild.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon logos » 28.12.2018 22:06

Ich habe gerade "Mother! " gesehen und fühle mich genötigt, zu behaupten, dass das wohl der unerträglichste Film seit "Funny Games" war. Da muss ich jetzt erstmal an die frische Luft. Heiliger Johannes!
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Porcupine » 28.12.2018 23:57

Black Mirror - Bandersnatch

Interaktiver Netflix-Film über ein interaktives Computerspiel im Jahr 1984, das wiederum auf einem interaktiven Buch basiert.
Der Zuschauer muss an mehreren Stellen entscheiden, was der Hauptdarsteller machen soll. Sind deine Entscheidungen richtig, kommt irgendwann auch das richtige Ende. Wenn nicht, scheitert das Projekt und du kannst es nochmal versuchen. Ich hab den Film gerade dreimal geschaut, um alle Optionen durchzuspielen. Das macht richtig Spaß!
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Mustafa_Manson » 29.12.2018 00:16

logos hat geschrieben:Ich habe gerade "Mother! " gesehen und fühle mich genötigt, zu behaupten, dass das wohl der unerträglichste Film seit "Funny Games" war. Da muss ich jetzt erstmal an die frische Luft. Heiliger Johannes!



Der erste "Aronofsky", den ich mir gar nicht erst ansehen will. "Unerträgliche" Filme mag ich mir nicht mehr geben.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 29.12.2018 09:14

Mustafa_Manson hat geschrieben:
logos hat geschrieben:Ich habe gerade "Mother! " gesehen und fühle mich genötigt, zu behaupten, dass das wohl der unerträglichste Film seit "Funny Games" war. Da muss ich jetzt erstmal an die frische Luft. Heiliger Johannes!



Der erste "Aronofsky", den ich mir gar nicht erst ansehen will. "Unerträgliche" Filme mag ich mir nicht mehr geben.

Also ich fand den nicht unerträglich, ganz im Gegensatz zu "Funny Games".
"mother!" hat ein paar sehr unangenehme Szenen und zeigt diese sehr viel "lauter" und graphischer als andere Aronofksy-Filme. Ich fand ihn jetzt aber nicht schlimmer als z.B. "Requiem for a Dream". Tatsächlich finde ich Teile von "The Wrestler" bis heute weitaus unangenehmer weil sie mir näher gehen.
"mother!" ist eigentlich recht super, leidet abet leicht an der Holzhammermethode, mit der die Message rübergeprügelt wird.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Twinhilde » 29.12.2018 09:47

Porcupine hat geschrieben:Black Mirror - Bandersnatch

Interaktiver Netflix-Film über ein interaktives Computerspiel im Jahr 1984, das wiederum auf einem interaktiven Buch basiert.
Der Zuschauer muss an mehreren Stellen entscheiden, was der Hauptdarsteller machen soll. Sind deine Entscheidungen richtig, kommt irgendwann auch das richtige Ende. Wenn nicht, scheitert das Projekt und du kannst es nochmal versuchen. Ich hab den Film gerade dreimal geschaut, um alle Optionen durchzuspielen. Das macht richtig Spaß!

Klingt sehr interessant, schreibe ich mir für heute Abend mal aufs Programm. :)

Edit:
Grmpf... Ich darf nicht zurück spulen um meine Entscheidung zu ändern...
Gibt's da nen Cheat? *g*

Doppeledit:
Aaaah... Sehr cool gemacht! Macht Spaß! :D
Zuletzt geändert von Twinhilde am 29.12.2018 16:39, insgesamt 2-mal geändert.
With my feet upon the ground
I lose myself between the sounds
And open wide to suck it in
I feel it move across my skin
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon monochrom » 29.12.2018 10:29

costaweidner hat geschrieben:
Mustafa_Manson hat geschrieben:
logos hat geschrieben:Ich habe gerade "Mother! " gesehen und fühle mich genötigt, zu behaupten, dass das wohl der unerträglichste Film seit "Funny Games" war. Da muss ich jetzt erstmal an die frische Luft. Heiliger Johannes!



Der erste "Aronofsky", den ich mir gar nicht erst ansehen will. "Unerträgliche" Filme mag ich mir nicht mehr geben.

Also ich fand den nicht unerträglich, ganz im Gegensatz zu "Funny Games".
"mother!" hat ein paar sehr unangenehme Szenen und zeigt diese sehr viel "lauter" und graphischer als andere Aronofksy-Filme. Ich fand ihn jetzt aber nicht schlimmer als z.B. "Requiem for a Dream". Tatsächlich finde ich Teile von "The Wrestler" bis heute weitaus unangenehmer weil sie mir näher gehen.
"mother!" ist eigentlich recht super, leidet abet leicht an der Holzhammermethode, mit der die Message rübergeprügelt wird.


Also ich mochte "Mother!". Und so irre hart ist der eigentlich auch nicht.
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