Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Janeck
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

Zu Thema "schlimme" Filme:

* Red White & Blue / drastisch und schonungslos zum Ende

* 13 Tzameti / verstörend gute Idee, hätte aber etwas besser umgesetzt werden können

* Tony / ekelhafte Stimmung und kein bisschen britisch. Peter Ferdinando regelt ganz derb in seiner Rolle!

* Kokuhaku (Geständnisse) / erstklassig erzähltes Drama mit Rachethematik und fantastischem Soundtrack

* Nobody Knows / unglaublich intensive, bewegende und herzzerreißende Filmperle aus Japan. Ein berührendes Meisterwerk mit fantastischen Jungschauspielern. Meilenweit grandioser als alle Dramen aus Hollywood und unglaublich traurig.

* Kaïro (Pulse) / geile Bilder, super Stimmung

* und noch mein edit, falls es untergegangen ist: Snowtown / tat echt weh, als ich den gesehen hatte. War ich gar nicht darauf eingestellt. Übel deprimierender Scheiß. Konzigwenzlos, ausweglos, hoffnungslos - eine ganz derbe bittere Pille, dieser Film. Dabei ist das auch irgendwie so authentisch nah am Geschehen gefilmt, dass man denkt, es ist so eine halbe Doku. Der Film zieht einen ganz schön runter.

Sind jetzt so die aktuelleren Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Kann ich mir alle auch immer wieder ansehen. Nobody Knows sticht dabei allerdings schon heraus.

edit: argh, "Tyrannosaur" vergessen. Unbedingt Pflicht für alle! Grandioses kraftvolles Meisterwerk aus England mit einem herausragenden Peter Mullan und einer grandiosen Olivia Colman. Einer meiner Lieblingsfilme der letzten Jahre.
Trailer:
Zuletzt geändert von Janeck am 08.11.2013 12:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Thunderforce
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Thunderforce »

Sagen mir alle nix, von daher weiß ich nicht, ob es Deinen Geschmack trifft, aber der Film "The Heart Is Deceitful Avove All Things" ist auch eine richtig schön finstere Angelegenheit

Hier mein Review von damals:
http://forum.rockhard.de/rhf/viewtopic. ... 2#p3647622
There was no box, mate.
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Janeck
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

Thunderforce hat geschrieben:Sagen mir alle nix, von daher weiß ich nicht, ob es Deinen Geschmack trifft, aber der Film "The Heart Is Deceitful Avove All Things" ist auch eine richtig schön finstere Angelegenheit

Hier mein Review von damals:
http://forum.rockhard.de/rhf/viewtopic. ... 2#p3647622
Ist notiert. Wetter passt auch. Werde in den nächsten Wochen eh wieder öfters Filme und Serien konsumieren. Brauchst da auch nicht immer so viel schreiben; bei mir hätte es völlig ausgereicht, wenn du Asia Argento geschrieben hättest. *g*
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Nahemah
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Nahemah »

Snowtown, ist das inspiriert von diesen Snowtown-Morden in den 90ern? Puh, da weiß ich nicht ob ich mir das wirklich geben würde, vermutlich eher nicht. Bzw. da kommt es drauf an, worauf der Fokus gelegt wird, auf Folterspiele und sowas hab ich keinen Bock.

Tyrannosaur klingt aber vormerkenswert. Da spielt immerhin auch Sophie aus Peep Show mit.
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Janeck
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

Nahemah hat geschrieben:Snowtown, ist das inspiriert von diesen Snowtown-Morden in den 90ern? Puh, da weiß ich nicht ob ich mir das wirklich geben würde, vermutlich eher nicht. Bzw. da kommt es drauf an, worauf der Fokus gelegt wird, auf Folterspiele und sowas hab ich keinen Bock.

Tyrannosaur klingt aber vormerkenswert. Da spielt immerhin auch Sophie aus Peep Show mit.
@ Snowtown: jupp! Folter und Splatter ist da eher weniger bis gar nicht vorhanden. Es ist einfach ein "mieses Stück Film" und wirkt zu 99% psychologisch. Teilweise auch recht zäh. Ich würde ihn dir nicht unbedingt empfehlen, aber mit so dumme Folter und Gewaltpornoaction hat der Film nix am Hut. Da hatte "Antichrist" so einige schlimmere Szenen zu bieten! (macht immer wieder Spass, darauf herumzureiten :D )

Tyrannosaur ist einfach ein durch und durch toller (englischer) Film. Beide Hauptdarsteller sind da anbetungswürdig. Da wurde auch die richtige Mischung aus Drama, häusliche Gewalt (da gibt es allerdings ein paar richtig derbe, aber nicht übertriebene Szenen, die Olivia Colman unglaublich intensiv spielt. Einen Traumehemann hat sie da!), zwischenmenschliche Beziehungen, ganz, ganz leise Romantik, britisches Unterschichtenleben und straffer Story gefunden. Und alles ohne Happy End, wobei damit auch nix gespoilert ist.
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Kaleun Thomsen
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Kaleun Thomsen »

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Cryptorchid
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Cryptorchid »

Bei Martyrs habe ich Blut und Wasser geschwitzt, der hat mich echt aus der Bahn geworfen.
Definitiv der beste der mir bekannten Franzosenalbträume und halt auch irre gut gemacht.
Den Vorwurf des Gewaltpornos kann ich nicht unterschreiben, die Message und das Ende fand ich auf schlimme Art und Weise plausibel und auch irgendwie befriedigend.
9,5/10
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Rotstift
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rotstift »

Das ihr Euch das alle ansehen könnt...

Geht gar nicht bei mir. :sick:

Ich halte so etwas echt nicht aus.
Mille millions de mille sabords!

Music is no good if it can't be sung by the human voice in some way. (John Tavener)

Im übrigen bin ich der Meinung dass die AfD der politische Arm des Rechtsterrorismus ist.
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Kaleun Thomsen
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Kaleun Thomsen »

Rotstift hat geschrieben:Das ihr Euch das alle ansehen könnt...

Geht gar nicht bei mir. :sick:

Ich halte so etwas echt nicht aus.

Bei mir ist's halt so, dass ich Gewalt bis zu einem gewissen Grad ab kann, vor allem, wenn sie wie in vielen Filmen komplett überzogen ist und sich somit selbst nicht ernst nimmt.
Probleme bekomme ich, wenn's real/realistisch wirkt, wie eben in Martyrs, THC2, Funny Games etc... da ist auch meine Grenze erreicht. Vor allem kann ich Gewalt gegen Frauen oder gar Kinder nicht ansehen, da muss ich halt echt abbrechen. Kettensägen-Zombie-Splatter-Feuerwerke gehen aber immer.
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Janeck
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

Rotstift hat geschrieben:Das ihr Euch das alle ansehen könnt...

Geht gar nicht bei mir. :sick:

Ich halte so etwas echt nicht aus.
Ich kann es nur für mich ganz klar sagen: in 99% dieser Filme sind mir die Charaktere völlig egal.
Ich finde da nie eine Nähe zu einer Person, weil es schlicht in 90 Minuten nicht möglich ist, eine ordentliche "Beziehung" aufzubauen. Damit kann ich sehr gut umgehen - bei Filmen - bei einer Serie sieht das alles ganz anders aus. Da trauere ich auch ewig hinter Personen hinterher und bin da auch wirklich berührt. Es sind halt auch meistens in diesen Filmen 0815-Charaktere, die in der kurzen Zeit kein Leben entwickeln (können). Zudem habe ich mich vor Jahren mit dem "Dahinter" beschäftigt. Masken, Effekte, zugehörige Dokus und Bücher studiert. Das sitzt dann auch immer im Kopf, wenn ich mir mal so einen bestimmten Film ansehe. Ich weiß, dass es nicht real ist.
Gewalt, Blut und Splatter haben da sehr selten Wirkung bei mir. Mich machen eher Szenen und ganze Filme fertig, die rein psychologisch wirken, die die Psyche direkt angreifen. Filme wie "Menschenfeind", "Mann beißt Hund", "Das Turiner Pferd", "Komm und sieh", "Threads", "Dogville" oder auch ein "Erasherhead", um nur ein paar Beispiele zu nennen, haben mich echt tagelang beschäftigt. Die gingen direkt in den Kopf - und alles fast ohne "Gewalt". Die genannten Filme gehören komischerweise auch durchweg zur Speerspitze meiner Lieblingsfilme.
Bei "Irreversibel" hat mich allerdings diese Feuerlöschszene extrem verstört. Da war mir wirklich richtig schlecht danach, die Vergewaltigung habe ich dann freiwillig beendet. Das ist für mich nicht zu weit über der Grenze, ich kann und will das aber nicht verarbeiten, um nicht zu sagen, dass ich mir das nicht ansehen könnte. Ich finde es dennoch gut und mutig, dass es solche Filme und Regisseure gibt. "Mann beißt Hund" hat das alles bis auf die Spitze getrieben PERFEKT in sich vereint. Ich habe den Film bestimmt schon 10x gesehen und bin immer wieder erstaunt, wie überragend der Film auch heute noch ist, wie überlegen und viel weiter als aktuelle Filme aus diesem Genre. Es gibt da kein Tabu, keine "Gnade". Es muss aber auch so sein, damit gerade dieser Film überhaupt funktionieren kann. Schaut nur mal in manche Theaterstücke rein, da geht zum Teil mehr ab als in besagten Filmen. Bücher sind auch kaum Thema.

Gewalt gegen Kinder ist auch so ein Thema. Sterben Kinder nicht? Werden sie nicht ermordet, gefoltert, was weiß ich in der großen weiten Welt? Warum wird das immer verharmlost? Das ist für mich unrealistisch. Genau wie, wenn in einem Film nach christlichem Sex die Frau aus dem Bett steigt und sich die komplette Bettwäsche um ihren Körper schlingt. Da drücke ich sofort auf den roten Knopf auf meiner Fernbedienung. Es ist nun mal so. Klar, das will keiner sehen und wahr haben, aber es sind auch ganz - bitte nicht falsch interpretieren! - "alltägliche" Dinge, wenn Kinder getötet werden. (der Satz gefällt mir gerade selber nicht)
In John Carpenters Allround-Meisterwerk "Assault on Precinct 13" aus dem Jahr 1976, gibt es auch einen Kindermord. Wie diese Szene damals bei mir gesessen hat, extremer Schock und alles ohne draufhalten. Das war ein perfekt inszenierter Angriff auf die Psyche. Warum nicht? Machen Mörder vor Kindern halt?

Ich kann allerdings auch verstehen, wenn man damit Probleme hat.
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Sambora
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Sambora »

Janeck hat geschrieben: In John Carpenters Allround-Meisterwerk "Assault on Precinct 13" aus dem Jahr 1976, gibt es auch einen Kindermord. Wie diese Szene damals bei mir gesessen hat, extremer Schock und alles ohne draufhalten. Das war ein perfekt inszenierter Angriff auf die Psyche. Warum nicht? Machen Mörder vor Kindern halt?
Aber warum sollte ich einen solchen Angriff auf meine Psyche zulassen? Welchen Profit könnte ich davon haben?

Ich weiß, daß mir eine solche Attacke eher schadet und was mir nicht gut tut, versuche ich zu vermeiden.
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Kaleun Thomsen
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Kaleun Thomsen »

Janeck hat geschrieben: Warum nicht? Machen Mörder vor Kindern halt?
Natürlich nicht. Aber du hast es schon angesprochen : Das Verarbeiten. Gerade sowas beschäftigt mich nach einem Film noch tagelang und ich tu mich sehr schwer damit, das irgendwie zu verdauen. Ich fand z.B. die Szene mit dem kleinen Bruder in "High Tension" im Maisfeld viel derber, als alles andere, obwohl man da genau 0 sieht und er auch "nur" erschossen wird. Wie ich schon sagte, sobald Gewaltdarstellung real(istisch) wirkt, ist bei mir Feierabend. Das Wissen, dass sowas tagtäglich zigfach wirklich passiert reicht mir vollauf, ein Bedürfnis, mir das auch noch explizit vor Augen zu führen ( warum eigentlich? Um mir das zu vergegenwärtigen? Oder doch nur, um wenigstens doch noch sowas wie Nervenkitzel und Schock zu verspüren und um mir bestätigen zu können, noch nicht komplett verroht zu sein? ) habe ich nicht.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

@ Sambora: Gut, dein Argument könnte ich jetzt auch für Til Schweiger-Filme verwenden. *g*
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Sambora
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Sambora »

Janeck hat geschrieben:@ Sambora: Gut, dein Argument könnte ich jetzt auch für Til Schweiger-Filme verwenden. *g*
Zwingend sogar! *g*
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Janeck »

Ich gehe da auch überhaupt nicht mit diesem "Verlangen" an solche Filme heran. Die Szenen kenne ich ja vorher nicht. Ich habe auch kein Bedürfnis, dass mir in vielen Filmen Schönheitsideale vorgesetzt werden.
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