Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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LordVader
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von LordVader » 19.11.2019 15:47

My Friend Of Misery hat geschrieben:
19.11.2019 13:30
LordVader hat geschrieben:
19.11.2019 08:43
Ich finde es immer wieder schade, dass die Grundidee, dass viel Böses daraus entsteht, dass Leute versuchen Gutes zu tun und nicht weil sie grundsätzlich böse sind bei den allermeisten untergeht.
Gute Ideen allein ergeben halt nicht automatisch gute Filme. Lucas hat(te) oft hervorragende Ideen (neben ein paar saudoofen), aber leider ist er a) kein besonders guter Drehbuchautor, b) ein noch weniger guter Dialogschreiber und c) für die Arbeit mit Schauspielern hat er auch nicht das beste Händchen.
Richtig, ist mir halt aber persönlich lieber als schlechte Ideen (ep8) oder gar keine (ep7).

Aber schon klar, ich vieles an der Kritik an den Prequels durchaus nachvollziehen, die meisten Punkte sind für mich nur groß wie sie gemacht werden.

Geht anderen mit den Sachen die mich an anderen Filmen/Serien stören ja auch so.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von schneezi » 19.11.2019 18:10

My Friend Of Misery hat geschrieben:
19.11.2019 13:30
aber leider ist er a) kein besonders guter Drehbuchautor, b) ein noch weniger guter Dialogschreiber und c) für die Arbeit mit Schauspielern hat er auch nicht das beste Händchen.
Was man auch gut daran merkt, dass in der OT Teil 5 und 6 die besten Filme sind.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 19.11.2019 19:44

schneezi hat geschrieben:
19.11.2019 18:10
My Friend Of Misery hat geschrieben:
19.11.2019 13:30
aber leider ist er a) kein besonders guter Drehbuchautor, b) ein noch weniger guter Dialogschreiber und c) für die Arbeit mit Schauspielern hat er auch nicht das beste Händchen.
Was man auch gut daran merkt, dass in der OT Teil 5 und 6 die besten Filme sind.
Man darf das ja nicht so laut sagen, aber so ist es.

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Rivers
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 19.11.2019 22:57

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Disbeliefer » 19.11.2019 23:30

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery » 20.11.2019 10:30

LordVader hat geschrieben:
19.11.2019 15:47
Richtig, ist mir halt aber persönlich lieber als schlechte Ideen (ep8) oder gar keine (ep7).
Den Ansatz kann ich halt nicht nachvollziehen. Ein Murksfilm mit guten Ideen bleibt ein Murksfilm. Den finde ich zwar vielleicht interessant auf theoretischer Ebene, aber gerne gucken? Eher nicht.
LordVader hat geschrieben:
19.11.2019 15:47
... die meisten Punkte sind für mich nur groß wie sie gemacht werden.
Das sehe ich bei VIII auch so.
schneezi hat geschrieben:
19.11.2019 18:10
My Friend Of Misery hat geschrieben:
19.11.2019 13:30
aber leider ist er a) kein besonders guter Drehbuchautor, b) ein noch weniger guter Dialogschreiber und c) für die Arbeit mit Schauspielern hat er auch nicht das beste Händchen.
Was man auch gut daran merkt, dass in der OT Teil 5 und 6 die besten Filme sind.
Isso.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von schneezi » 20.11.2019 10:55

Ich meine mich zu erinnern, dass Lucas im Vorfeld zu Episode 1 gemeint hat, dass er die Regie nur beim ersten Teil der PT übernimmt um quasi die Richtung vorzugeben und dass er es gern sehen würde, wenn die Episoden 2 und 3 andere Regisseure machen. Was da hätte sein können....
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR » 24.11.2019 10:04

Ich seh, ich seh

Österreichischer Thriller von 2014, produziert von Ulrich Seidl, von dem einige sicher die "Paradies"-Trilogie kennen.

Zwei 10jährige Zwillingsbrüder warten irgendwo in einer abgeschiedenen Villa auf die Heimkehr ihrer Mutter, die bei einer OP ist. Als diese zurückkommt, ist ihr Gesicht stark bandagiert, und ihr Verhalten kommt den Jungs seltsam vor. Sie glauben, dass dies gar nicht ihre Mutter ist - und es muss doch möglich sein, dass man sie zum Reden bringt, so dass sie sagt, wo ihre echte Mutter ist.

Ein paar wenige, sehr drastische Szenen und ein Setting, dass ein wenig an "Funny Games" erinnert. Spannungstechnisch fand ich es nicht immer ganz bei 100%, aber das Ende ist schon cool und macht dann schon wieder heiß auf einen zweiten Durchgang. Gibt's bei Netflix.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von logos » 25.11.2019 13:35

Joker

Nun gebt dem Mann endlich seinen scheiß Oscar! Wie sehr der den verdient... meine Güte, sowas hab ich schon lange nicht mehr gesehen. Grandios!

Der Film ist von vorne bis hinten beklemmend, fesselnd und von der Aufmachung her bemerkenswert umgesetzt. Es gab allerdings auch ein paar Längen, die mich schon gestört hätten, wenn ich nicht jede Sekunde genossen hätte, die Joaquin Phoenix schauspielert. Fein fand ich die Spekulationen/Unsicherheiten und Spielereien um die Möglichkeit, dass
Spoiler:
Batman möglicherweise Jokers Bruder ist. Ich kenne die offizielle Origin-Story ja nicht, aber ich glaube, dass er es tatsächlich ist.
Nun ist es ja hinsichtlich der Einspielergebnisse offensichtlich, dass man sich nicht zusammen reißen kann und dem Ganzen noch eine Fortsetzung spendieren wird. Ich bin gespannt, wie das bitte gehen soll.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 25.11.2019 19:20

Die Geldwäscherei (The Laundromat, 2019)

Ein für Netflix produzierter Film von Steven Sonderbergh, u.a. mit Meryl Streep, Gary Oldman und Antonio Banderas, der die Geschichte der Panama-Papers erzählt, der Geldwäsche, von Scheinfirmen und Scheinbriefkästen und das im Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall eines Touristenbootes in Amerika, welches dadurch um die Versicherung geprellt wird.

Der Film erinnerte mich an Theaterstücke von Brecht oder einem deutschen 70er Jahre Film: Die Schauspieler Oldman und Banderas reden mit dem Publikum und bewegen sich in gestellten Kulissen umher. Die moralische Ebene und Anklage wird ironisch durchzogen und mit Meryl Streep über eine normal-naive Grundhaltung (Warum ist niemand da, den das kümmert?) gespiegelt. Der Film ist nach Lektionen aufgeteilt, die wiederum sehr ironisch klingen ("Die Kunst der Bestechung") und einige Handlungsstränge haben nur indirekt was mit der Haupthandlung (von Oldman und Banderas) zu tun. Trotzdem scheint er auf wahren Gegebenheiten zu beruhen, die aber auch wiederum komplett absurd erscheinen bevor man mit Erschrecken feststellt, dass es wohl so gegangen ist.

Dieser theoretische Unterbau des Films stört natürlich auch die Handlung und der Film ist wenig mitreißend. Eigentlich hat man dadurch auch keine Identifkation mit den Figuren, sondern mit der Sache an sich.

Andererseits eröffnet diese Form von Film einen völlig anderen Denkprozess: Denn, weil man sich nicht identifiziert, weil es keine Katharsis, kein richtiges Happy oder Unhappy End gibt, weil es keine richtige Handlung gibt, keinen richtigen Haken an dem man sich festhalten kann. In den einzelnen Episoden ja, die sind auch generell alle unterhaltsam, im Gesamtfilm jedoch nicht.

Komplett sehenswert, sehr ungewohnt, unterhaltsam und nachdenklicher machend als ein Süddeutsche Artikel zum Thema.

Gary Oldman hat übrigens einen deutschen Akzent im Film.

8.5/10

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 25.11.2019 19:29

Spiderman (2002)

Handlung und Film ist wohl überall klar, ist ja auch schon mehr als 15 Jahre her. Was mir gefallen hat, war der Jugendfilm Anstrich, den der Film hat, von der Handlung zur Inszenierung. Ich hatte den im 16:10 Format geschaut und einiges sah auch sehr nach Fernsehfilm aus, von den Bildausschnitten, der manchmal mittelmäßigen Inszenierung: Als wollte man den Zuschauern nicht zuviel zumuten, daher eher Jugendfilm als die düsteren Erwachsenenfilme dieser Jahre. Vielleicht gibt es den auch in einem anderen Seitenverhältnis, sah' halt einfach manchmal aus diese auf 4:3 beschnittenen Filme.

Das letzte Viertel zieht sich dann doch, mit einer Ausnahme (als die New Yorker den Bösewicht mit allem möglichen bewerfen, sehr schön!). Insgesamt auch sehenswert. Hat mich irgendwie auch an den ersten Batman Film erinnert, so von der seltsam hellen Atmosphäre her.

8/10

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von metalbart » 27.11.2019 15:06

Rivers hat geschrieben:
25.11.2019 19:29
Spiderman (2002)

Handlung und Film ist wohl überall klar, ist ja auch schon mehr als 15 Jahre her. Was mir gefallen hat, war der Jugendfilm Anstrich, den der Film hat, von der Handlung zur Inszenierung. Ich hatte den im 16:10 Format geschaut und einiges sah auch sehr nach Fernsehfilm aus, von den Bildausschnitten, der manchmal mittelmäßigen Inszenierung: Als wollte man den Zuschauern nicht zuviel zumuten, daher eher Jugendfilm als die düsteren Erwachsenenfilme dieser Jahre. Vielleicht gibt es den auch in einem anderen Seitenverhältnis, sah' halt einfach manchmal aus diese auf 4:3 beschnittenen Filme.

Das letzte Viertel zieht sich dann doch, mit einer Ausnahme (als die New Yorker den Bösewicht mit allem möglichen bewerfen, sehr schön!). Insgesamt auch sehenswert. Hat mich irgendwie auch an den ersten Batman Film erinnert, so von der seltsam hellen Atmosphäre her.

8/10
Zu amerikanischen Superhelden gibt es auch auch grade ne schöne Podcastfolge bei eine Stunde History auf Deutschlandfunk Nova

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von metalbart » 27.11.2019 15:07

The Irishmen bei Neflix.
Dachte ich mach mir nen schönen Abend.
Aber 3,5 Stunden WTF?
Lohnen die sich?

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Jutting » 27.11.2019 16:48

Ich werde warten bis ich die Zeit habe und ohne Unterbrechung schauen kann. Erwartet wird natürlich großes :)
Nur im Notfall drücken.
Spoiler:
Nur im Notfall du Depp!
24 Stunden reichen um das Verhaltensmuster dieses Forums zu erkennen. Hier geht es abenteuerlich zu, vogelwild.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 27.11.2019 22:56

metalbart hat geschrieben:
27.11.2019 15:07
The Irishmen bei Neflix.
Dachte ich mach mir nen schönen Abend.
Aber 3,5 Stunden WTF?
Lohnen die sich?
Jesus Christus, was für ein Film. Ich fühle mich wie 75 Jahre alt. Ziemlich gut, sehr rückblickend und tja, ein Film über alte Menschen. Auch wenn sie jung aussehen. So nebenher habe ich irgendwie auch nicht alles verstanden, es geht zwar hauptsächlich um DeNiro, Pacino und Pesci, aber irgendwo kommt halt Joe Bananas vor und Tony whoever... Naja. Joe Pesci ist wunderbar, einfach toll anzusehen. Und herrje, Stephen Graham, mein Gott, wie toll der spielt.

Die Tricktechnik ist nicht so überzeugend, aber eigentlich ist es eh' auch egal, weil dafür ist das Tempo zu langsam.

Hammer.

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