Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Disbeliefer
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Disbeliefer » 22.09.2019 14:38

Frank2 hat geschrieben:Gestern "Rambo-Last Blood" im Kino gesehen.
Puh, schwierig.

Für alle ( mich eingenommen), die ein sinnfreies Action-
feuerwerk erwartet haben, ist der Streifen sicherlich nichts.
Vielmehr hält sich der Film viel zu sehr mit der Beschreibung
der ach so geschundenen Seele des Protagonisten auf, was weder
Stallones "schauspielerischen Fähigkeiten" noch der Erwartungs-
haltung des Publikums entspricht.
Wenn ich in einen Rambo Film gehe, möchte ich sowas einfach
nicht sehen.
Die letzten 15 Minuten entschädigen dann zwar etwas für den voran-
gegangenen Leerlauf, dennoch eine mehr als enttäuschende
Angelegenheit.

Vielleicht sollte Stallone, inzwischen stattliche 73 Jahre alt, mal
darüber nachdenken, seine zwei bekanntesten Filmfiguren in Form
von Rocky und Rambo einfach mal ruhen zu lassen.
Zumal der letzte, und meiner Meinung nach sehr gelungene, Film der
Reihe "John Rambo" eigentlich der perfekte Abschluss gewesen
wäre.

Wohlwollende 5 von 10 Punkten.
Naja, von Rambo dürfte das dem Titel entsprechend eh der letzte sein. Und was er mit Creed macht, find ich eigentlich recht cool. Ich hoffe nur, er stirbt nicht in einem der nächsten Dreed-Filme den Mickey-Tod.
I M P E R I O U S

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20.12.12 - Aletheia/Scheißegal - Bayreuth / BSV Sportheim

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR » 23.09.2019 06:52

Rambo - Last Blood

Die Story ist schnell erzählt: Rambos Quasi-Tochter wird in Mexiko entführt. Dafür müssen viele Leute sterben.

Die ersten 10 Minuten wird gezeigt, dass JR ein gebrochener Mann ist, und das ist, wie Frank2 schreibt, echt ermüdend und mit dem Dampfhammer: er lebt natürlich in selbstgebauten Tunneln und so weiter. Dann gibt's Blabla und mit einer Journalistin eine Nebenfigur, bei der unklar ist, was sie überhaupt soll, und dann geht's los: Knochen werden gebrochen, Herzen rausgerissen, Köpfe abgetrennt, Bösewichte angezündet. Auf die schmutzige Tour, nicht stylisch-durchorchestriert wie bei John Wick.
Für den schönen hohen Bloodshed-Faktor geb ich 7,5/10, aber braucht man das? Nö, IV war ein würdiger Abschluss, u. I bleibt eh unerreicht.

Extrablöd: in II wird nachträglich der Vietnam-Krieg gewonnen, in III werden die Russen besiegt (und die Taliban unterstützt), und nun sitzen die Übeltäter in Mexiko. Donald Trump dürfte das gefallen.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery » 23.09.2019 16:11

Ich finde es spannend, dass Stallone der einen seiner beiden Paradefiguren einen würdigen Abschluss beschert hat (2x sogar, erst mit Rocky Balboa, dann noch mal mit den Creed-Filmen), während er es bei der anderen völlig verkackt.
Perfektion ist Langeweile.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Projecto » 23.09.2019 17:10

Ich hatte in Rambo 5 Spaß im Kino.
Der Einstieg ist etwas langatmig, dafür geht's im letzten Drittel ordentlich vorwärts.vom Härtegrad her bewegt man sich auf dem Level von Rambo 4. Völlig wahnwitzige, over the Top Gewalt.

Im Gegensatz zu seinem letzten Film Back Trace ein absolute Meisterleistung.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 23.09.2019 17:19

My Friend Of Misery hat geschrieben:Ich finde es spannend, dass Stallone der einen seiner beiden Paradefiguren einen würdigen Abschluss beschert hat (2x sogar, erst mit Rocky Balboa, dann noch mal mit den Creed-Filmen), während er es bei der anderen völlig verkackt.
Weil der allein stehende Boxer eine bessere Identifikation gibt als ein alter Vietnam-Veteran, der in Höhlen lebt.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR » 24.09.2019 06:27

Systemsprenger

Die 9jährige Benni ist aggressiv, autoaggressiv, reißt aus, ist schwer erziehbar, und wird so von Einrichtung zu Einrichtung gereicht. Von der betreuten Wohnung in stationäre Behandlungen usw. Nur für die geschlossene Psychiatrie ist sie noch zu jung. Ein Betreuer möchte einen letzten Versuch wagen mit einer 1-zu-1-Betreuung 3 Wochen irgendwo im Wald.

Irgendwie ein typisch deutscher Debutfilm: Radikal, fordernd, erschütternd, deprimierend, schockierend - und mit knapp 2 Stunden etwas zu lang. Der Film wurde bereits mit Preisen überhäuft und wurde von Deutschland ins Oscar-Rennen geschickt. Es würde mich zwar wundern, wenn der Film da Chancen hat - ist aber trotzdem absolut sehenswert.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=yaj1zttGqIc
“Es erfordert eine Menge Mut, anonym nette Dinge im Internet zu posten.“ (Marge Simpson, Hausfrau und Mutter)

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Crypt0rchild » 26.09.2019 00:20

Between Two Ferns - The Movie

Meine Güte, ey :heul:
Das ist alles so dumm und gut.
Wer die Funny Or Die Webseries kennt, weiss Bescheid. Nun aber halt als Netflix Film und mit Geld dahinter.

Leider zuviel "Behind the scenes".

Wer von Zach Galafianakis alles "interviewt" wird, mag ich nicht spoilern.

8/10
Ich segne den Regen unten in Afrika.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Defeated Hero » 26.09.2019 08:51

Crypt0rchild hat geschrieben:Between Two Ferns - The Movie
Ich bin ja großer Fan der (Web-) Serie, aber den Film fand ich einfach nur enttäuschend. Das absolute Highlight waren die Outtakes am Schluss, sonst noch 2-3 ganz witzige Szenen (eine mit Will Ferrell), aber ansonsten wirkte das alles viel zu fahrig, zusammengestückelt und zu zahm. Die Storyline war komplett alberner, überflüssiger Scheiss, die Interviews waren größtenteils viel zu kurz und bei einigen Darstellern wirkte es fast so, als ob sie für ein paar Sekunden vor die Kamera gezerrt wurden, um einen weiteren interessanten Namen auf der Castliste zu haben. Hätte es imo nicht gebraucht und ist eigentlich ein unwürdiger Abschluss für Between Two Ferns (kann mir nicht vorstellen, dass da jetzt nochmal was kommt).

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 26.09.2019 19:29

Trailer Scorsese Irishman.
Music: Muddy Waters: Mannish Boy

Für mich sehen die übrigens alle wie 70 aus. Egal in welcher Zeit. :D


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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 26.09.2019 19:30

Defeated Hero hat geschrieben:
Crypt0rchild hat geschrieben:Between Two Ferns - The Movie
Ich bin ja großer Fan der (Web-) Serie, aber den Film fand ich einfach nur enttäuschend. Das absolute Highlight waren die Outtakes am Schluss.
Yepp.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von costaweidner » 26.09.2019 19:54

Rivers hat geschrieben:Für mich sehen die übrigens alle wie 70 aus. Egal in welcher Zeit. :D
Wat? Wieso das denn? Die würden die Kerle vielleicht nicht auf 30 runterkriegen, aber die sehen da doch nicht konstant aus wie 70.
TMW316 hat geschrieben:Mit Musik kenn ich mich aus. Das sind Noten bzw. Töne in bestimmter Reihenfolge.
"-So, your forefathers were from Germany, right?"
-"I don't have four fathers."


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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Defeated Hero » 26.09.2019 21:43

Rivers hat geschrieben:Trailer Scorsese Irishman.
Hab ich so richtig Bock drauf. Scorsese, Robert de Niro, Al Pacino, Joe Pesci...kann eigentlich nur geil werden.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 28.09.2019 07:44

Der Film hat ja bisher fantastische Kritiken bekommen.

https://old.reddit.com/r/movies/comment ... ew_thread/

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition » 29.09.2019 13:16

Midsommar

Erst gestern davon gelesen, spontan rein gegangen. Resultat: Meh.

Die Kombi Horror, Schweden, Sekte klang erstmal nicht schlecht, letztendlich ist es aber einfach eine Kopie von "The Wicker Man". Und zwar eine recht unoriginelle und eine mit Schwächen. Die Handlung muss ich daher nicht weiter beschreiben, ausser dass an Stelle eines schottischen Polizisten eine Gruppe amerikanischer Anthropologiestudenten ins Verderben gelockt wird. Da ich das Vorbild kenne, wusste ich ab
Spoiler:
dem Moment, wo Pelle Dani das Foto von der Maikönigin zeigt
in etwa, wo es hinlaufen würde. Es ging dann eigentlich nur um das wie. Das ist zwar nicht so schlecht, aber hier und da auch ziemlich hölzern:
Spoiler:
Ab der Stelle, wo die zwei Alten sich in den Tod stürzen, verliert der Film für mich den Faden. Zwei Menschen verlieren auf grausamste Art und Weise ihr Leben und fast alle Mitglieder der Expedition gehen mehr oder weniger zur Tagesordnung über? Hallo?
Zudem werden atmosphärischer Horror und Splatterelemente recht ungelenk kombiniert. Eigentlich bräuchte es das ganze Blut gar nicht, weil der Film weitgehend vom Psychohorror leben will. Am schwersten wiegt aber, dass der Film fast alle wichtigen Ereignisse eigentlich schon im Voraus verrät. Ein, zweimal führt das zwar zu ein paar coolen Ideen (der rot eingefärbte Trinkbecher...), aber oft denkt man einfach nur "jetzt macht doch endlich mal". Das Ende ist zwar nicht ganz so vorhersehbar, aber halt doch nur eine etwas veränderte Wicker Man-Kopie. Auf der Habenseite stehen ein paar gelungene Spannungsmomente und einige wirklich hervorragende Einstellungen der Szenerie. Vor allem die Rituale der Kommune werden toll eingefangen. Das sind die starken Momente, wo der Film wirklich eine sehr mystische Atmosphäre aufbaut, aber leider werden die immer wieder von allzu diesseitigen Horrorelementen unterbrochen.

Schade, da wäre mehr drin gewesen, trotz des völlig unoriginellen Plots.

6/10
"A romantic," said Nightingale. "The most dangerous people on earth."

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 29.09.2019 15:40

Hihi. Im lokalen Käseblatt wurde Midsommar als revolutionär gelobt. Fand ich direkt amüsant, da mir der Plot doch arg bekannt vorkam. In der Tat Schade. Eine Kopie vom Wicker Man brauch ich nicht. Hereditary fand ich sehr gut.

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