Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Apparition
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Apparition » 11.06.2019 08:19

My Friend Of Misery hat geschrieben:The Dead Don't Die

Ein Zombiefilm ist mit das Letzte was man von Jim Jarmusch erwartet, aber nachdem er mit Only Lovers Left Alive schon dem Vampirfilm neues Leben eingehaucht hatte, was sollte da schief gehen? So ziemlich alles. Komplett uninspirierter Eichelkäse, der nicht einen gelungenen Gag vorzuweisen hat. Beispiel: Steve Buscemi spielt einen "Make America White Again"-Farmer, der auf Danny Glover trifft und das einzige was dabei rum kommt ist ein lahmer Spruch über schwarzen Kaffee. Adam Driver und Bill Murray haben zwei, drei Schmunzelmomente und Tilda Swintons schwertschwingende schottische Gerichtsmedizinerin ist leidlich unterhaltsam, aber es täuscht zu keiner Sekunde über die generelle Lustlosigkeit des Drehbuchs hinweg. Damit eine Parodie funktioniert, sollte man als Filmemacher ein gewisses Interesse an der Thematik haben, was hier nicht der Fall gewesen zu sein scheint. Bei der feinen Linie zwischen self-awareness und arroganter Herablassung landet Jarmusch am Ende auch auf der falschen Seite, wenn er seinen beiden Hauptfiguren nen Dialog über das Drehbuch in den Mund legt. Irgendeine prätentiöse Hipster-Null wird das garantiert abfeiern weil meta und hassenichgesehen, aber es bleibt einfach erbärmlich.


Uff. Den wollte ich eigentlich sehen. Naja, hab eh keine Zeit im Moment.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 11.06.2019 14:38

Shaun of the Dead (2004)

Wie eine Zombie-Kömodie geht zeigt der englische Film mit Simon Pegg u.a. Nicht nur ist er lustig, sondern auch sehr geil gedreht. Alleine die Szene, in der der Plan drei- bis viermal durchgespielt wird ist wahnsinnig lustig, v.a. wenn man kurz sieht, wie alle sich über die Rettungsaktion freuen und es so unproblematisch aussieht.

Wahrscheinlich hat ihn jeder eh' schon gesehen, aber wer das noch nicht gemacht hat, bekommt eine runde, leicht spannende, überaus humorvolle und nette Komödie ins Haus, in der man einige Szenen (der komplett alle Zombies ignorierende Gang zum Laden, die letzte Aktion des Vadder-Zombies, der das Autoradio ausschaltet) in Lagerfeuergesprächen wiedergeben kann. :D

9/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 11.06.2019 14:43

Der ist Bombe, "Hot Fuzz" mag ich von der Bande aber noch lieber.
Dass der neue Jarmusch anscheinend nix ist passt mir hingegen gar nicht. Hmpf.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 11.06.2019 14:50

My Friend Of Misery hat geschrieben:The Dead Don't Die
Irgendeine prätentiöse Hipster-Null wird das garantiert abfeiern weil meta und hassenichgesehen, aber es bleibt einfach erbärmlich.


Der Film-Dienst findet den ganz gut und sieht auch sogar einen Sinn in dieser schlurfigen Inszenierung. Hipster sind die ja nicht :D, aber es passt in deren Beuteschema.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 11.06.2019 14:51

costaweidner hat geschrieben:Der ist Bombe, "Hot Fuzz" mag ich von der Bande aber noch lieber.


Ich gehe die jetzt mal der Reihe nach durch, v.a. da ich gehört habe, dass Pegg innerhalb der Filme auch sein eigenes Alkoholproblem und die Sozialisierung des Alkohols in den Film gebracht hat.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 11.06.2019 14:54

Rivers hat geschrieben:
costaweidner hat geschrieben:Der ist Bombe, "Hot Fuzz" mag ich von der Bande aber noch lieber.


Ich gehe die jetzt mal der Reihe nach durch, v.a. da ich gehört habe, dass Pegg innerhalb der Filme auch sein eigenes Alkoholproblem und die Sozialisierung des Alkohols in den Film gebracht hat.

Keine Ahnung ehrlich gesagt.
Auf jeden Fall gilt Fuzz > Shaun > End.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 11.06.2019 16:13

Und noch was tolles zum Regisseuer der Filme von "Every Frame a Painting".

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon My Friend Of Misery » 12.06.2019 11:13

Rivers hat geschrieben:Der Film-Dienst findet den ganz gut und sieht auch sogar einen Sinn in dieser schlurfigen Inszenierung. Hipster sind die ja nicht :D, aber es passt in deren Beuteschema.

Dass Jarmusch diese stoische Inszenierung bewusst gewählt hat, ist mir schon klar. Es funktioniert nur meiner Meinung nach nicht, weil ich keinerlei Bezug zu den Figuren hatte. Die haben nichts Interessantes zu bieten, nicht mal Stereotype (von Buscemis MAWA-Trottel mal abgesehen).
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon My Friend Of Misery » 12.06.2019 11:16

Rivers hat geschrieben:Ich gehe die jetzt mal der Reihe nach durch, v.a. da ich gehört habe, dass Pegg innerhalb der Filme auch sein eigenes Alkoholproblem und die Sozialisierung des Alkohols in den Film gebracht hat.

Das ist hauptsächlich in The World's End Thema.
Perfektion ist Langeweile.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 12.06.2019 22:15

Hot Fuzz - zwei abgewichste Profis (seufz)

War "Shaun of the Dead" ein Zombie-Film mit Botschaft ist Hot Fuzz eine Parodie auf Action-Filme kombiniert mit dem Unleben einer englischen Kleinstadt und der Frage, was einem Workaholic so fehlt.

Sehr lustiger Film mit einem großartigen Timothy Dalton, einer absurden Kleinstadt-Geschichte und einem großen Teil körperlichem Slapstick. Zweiter Teil der Cornetto-Trilogie, wie ich gelesen habe, Cornetto wie das Eis. Weniger tiefsinnig wie Shaun of the Dead, dafür ein Ticken leichtfüßiger und Action-reicher.

9/10


The World's End (2013)

Dritter Teil der ganzen Serie. Dieses mal Pierce Brosnan in einer Nebenrolle. Damit sind ja ein paar Bond-Darsteller dann auch durch. *g* Eine Sauftour, angeführt von einem in der Vergangenheit lebenden Jungspund endet - aus Gründen - in einem dramatischen Finale.

Die absurdeste Handlung aller drei Filme, die persönlichste Note aller drei Filme. Wie interpretiert man das Verlangen, die Jugend-Sauftour durch 12 Kneipen mit etwa 40 Jahren zu wiederholen? Midlife Crisis, Alkoholismus und selbstmörderische Depressionen, Kleinstadt-Soziologie zwischen alten Schulfreunden, alten Ängsten? Die Vergangenheit verfolgt unsere 5 Protagonisten die Ganze Zeit. Zu Beginn mit der Idee, die Vergangenheit nochmal zurückholen zu wollen, dann in der Form unheimlicher Aliens und am meisten in den Gesprächen zwischen all dieser Action: Die Liebe zur alten Schulfreundin, das absurde Bückeln zum alten Schulprofessor, der Bully von früher...

Der Film an sich schwächelt an vielen Ecken und der gesamte "Plot" will etwas holzhammer-mäßig mit Sinn gefüllt werden. Die Leichtigkeit fehlt ein wenig zu Gunsten einer größeren Tiefe und einer größeren Moral.

9/10

Ich bin echt froh diese Filme endlich mal gesehen zu haben. Es hat sich echt gelohnt.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Deornoth » 12.06.2019 22:30

costaweidner hat geschrieben:Auf jeden Fall gilt Fuzz > Shaun > End.


What he says.
"I've been getting really into jazz and cinnamon toast crunch and misquoting bible verses to piss off my friends"
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 12.06.2019 22:31

Da will ich mal Begründungen hören. :)
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 12.06.2019 22:33

Rivers hat geschrieben:Da will ich mal Begründungen hören. :)

"Hot Fuzz" und "Shaun of the Dead" sind beide perfekte Komödien und Parodien. Ersteres weil die Witze zünden, zweiteres weil sie gleichzeitig gute Filme in den Genres sind, die sie persiflieren. In beiden Aspekten fällt der dritte da IMO etwas ab.
"Hot Fuzz" liegt bei mir vorne, da mir das parodierte Genre deutlich mehr liegt und weil ich das Setting so cool finde.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Rivers » 12.06.2019 22:37

costaweidner hat geschrieben:
Rivers hat geschrieben:Da will ich mal Begründungen hören. :)

"Hot Fuzz" und "Shaun of the Dead" sind beide perfekte Komödien und Parodien. Ersteres weil die Witze zünden, zweiteres weil sie gleichzeitig gute Filme in den Genres sind, die sie persiflieren. In beiden Aspekten fällt der dritte da IMO etwas ab.
"Hot Fuzz" liegt bei mir vorne, da mir das parodierte Genre deutlich mehr liegt und weil ich das Setting so cool finde.


Die Lebende Statue fällt mir da als erstes ein. :D Die auf den Überwachungsbildern immer gleich da steht. :traenenlach:
Danke für die Begründung.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon costaweidner » 12.06.2019 22:40

Ich meine mit dem Setting auch einfach dieses Ding mit der (britischen) vorgeblich idyllischen Kleinstadt, in der es nicht mit rechten Dingen zugeht. Für sowas hab ich ein Faible.

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