Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von LordVader » 16.05.2018 08:53

TAFKAR hat geschrieben:Maria by Callas

Zweistündige Doku über die amerikanisch-griechische Antwort auf Tarja Turunen. Es gibt nur Interviewaussagen sowie Texte aus Briefen ihrerseits, größtenteils über ihre Liebe zu Aristoteles Onassis. Es gibt also kaum Stimmen anderer über MC. Dazu natürlich jede Menge Auftritte. Wenn man wie ich mit Oper / Operngesang eher wenig anfangen kann, sind das u.U. zwei recht lange Stunden.

6/10
Ok das ist übel... Das ist ja fast wie zu sagen The Hoff ist die amerikanische Antwort auf Freddy Mercury...

Aber das Biographien durchaus zäh sein können glaube ich sofort... da muss mich die Person schon sehr interessieren um mich zu so etwas zu bewegen.
Ich kann die neidischen Blicke im Fitnesstudio nicht mehr ertragen!
Sollen sie sich doch ihre eigene Pizza mitbringen!

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Schmendrick
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Schmendrick » 17.05.2018 08:19

RUROUNI KENSHIN
Nach der Schlacht von Toba-Fushimi rammt der Samurai und Auftragskiller Battosai sein Schwert in den Boden und schwört dem Kampf und das Töten ab.
Zehn Jahre später, wir schreiben das Jahr 1887 und auf den Straßen von Tokio ist der Umbruch in eine andere,moderne Zeit in vollem Gange.
Doch auch der Opiumhandel blüht und ein geheimnisvoller Mörder hält die Polizei auf Trab.
Als Battosai gibt sich der fiese Killer aus und tötet die Gegner des Opiumbosses der Stadt.
Doch dann taucht ein einfacher Wanderer auf und schwingt sein Schwert mit umgedrehter Klinge um sich den Verbrecher entgegen zustellen.
Der echte Battosai ist zurück und mit Hilfe eines Haudegen, der ein vier Meter Riesen-Schwerte mit sich führt und einer Dojo-Besitzerrin stellen sich die neuen Freunde dem Kampf.

Japanische Manga Real-Verfilmung von 2012 die mit ruhigen Einstellungen, schönen Bildern und überzeugenden Kampfszenen Punkten kann.
Die übertriebenen Manga typischen Typen sind recht wenig am Start.Bis auf den äußerlich und auch innerlich durchgeknallten Chef der Opium-Gang und dem immer extrem cool rauchenden Polizisten der Battosai zur Seite steht hält sich die Verrücktheit in Grenzen.
Bleibt ein langer (134min), meist ruhiger Samurai-Streifen der gut Unterhalten kann.
(8/10)

RUROUNI KENSHIN-KYOTO INFERNO
Die Öffnung nach Westen die der japanische Kaiser Anfang des 19.Jahrhunderts beschließt kommt nicht bei allen Gut an.
Samurai Shishio, der in der letzten großen Schlacht von seinen eigene Leuten fast getötet und verbrannt worden ist sammelt Gleichgesinnte um sich um sich gegen den Kaiser zustellen.
Die Polizei ist Machtlos und so beschließt man Kenshin Himuro zu rekrutieren.
Der Samurai mit dem umgedrehten Schwert will aber immer noch nicht töten.
Doch als er sieht wie schrecklich die Taten der Shishiobande sind bleibt ihm keine andere Wahl.
Leider hat Herr Kenshin sein Mojo verloren.

Zweiter Teil der Rurouni Kenshin Reihe.
Fängt mit einen grandiosen Feuerszene an, zieht sich durch einen recht langatmigen Mittelteil um dann kurz vor Schluss mit einem sehr gut inszenierten Gassen-Häuser-Kampf zu begeistern.
Der Bösewicht Shishio ist eine coole Mischung aus „Darkmen“ und „Der Mumie“ die fast schon für einen Gruselstreifen herhalten könnte.
Bis auf die mal wieder geilen Kampfszenen und cool agierenden Hauptpersonen ist der Rest doch etwas langweilig Erzählt.
(7/10)

RUROUNI KENSHIN-THE LEGEND END
Shishio und seine Schergen konnten nicht besiegt werden und mit seinem mächtigen Kriegsschiff ist die Bedrohung für Japan auch nicht geringer geworden.
Kenshin, der nur knapp dem Tod von der Schüppe gesprungen ist wird von seinem Meister gefunden und wieder auf Vordermann getrimmt.
Mit neuer Kraft stellt er sich der Finalen Schlacht.

Dritter und letzter Teil der Reihe die wieder mit großen Kampfszenen und etwas flotterer Story überzeugt.
(7/10)

BIG BAD WOLVES
Micki arbeitet bei der Mordkommission und ist einem Kinderschänder auf der Spur.
Als er einen unauffälligen und ruhigen Lehrer auf die Spur kommt versucht er mit Schlägen ein Geständnis aus dem Mann raus zu prügeln.
Doch die brutale Attacke wird gefilmt und ins Netz gestellt.
Dem Vorgesetzten von Micki bleibt keine andere Wahl und so kommt der vermutliche Täter wieder frei und Micki wird suspendiert.
Da er nun quasi kein Cop mehr ist verfolgt Micki seinen Verdächtigen auf eigene Faust und trifft dabei auf einen Vater dessen Tochter Opfer eines Kinderschänder geworden ist.
Für beide ist klar das der Lehrer der Täter ist und sie wollen ein Geständnis.
Egal wie!

Krasses Teil aus Israel.
Was hier zum Thema Selbstjuists auf den Teller gelegt wird ist schon schwere Kost und bestimmt nicht für jedermann zu schlucken.
Stellenweise versucht man die Situation mit etwas Humor verdaulicher zumachen, was das Ganze aber irgendwie noch krasser macht.
Es ist jetzt kein extrem blutrünstiges Splatterfest, aber da man selbst als Zuschauer bis zur aller letzten Sekunde nicht weiß ob der Verdächtige auch der Täter ist bleibt die ganze Zeit ein ungutes Gefühl zurück.
(9/10)

AVENGERS-INFINITY WAR
Ist ja wohl schon alles zu gesagt.
Bis auf den etwas zu großen Humor Anteil im der ersten Hälfte ein echt geiler Streifen!
(9/10)
1.Vorsitzender und Gründer der AOTSWTETGTMATB

Nein, ich brauche keinen Grabstein.Ihr dürft mit meiner Asche grillen!

www.draussenraus.de

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LordVader
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von LordVader » 20.05.2018 10:16

Schmendrick hat geschrieben: READY PLAYER ONE
In naher Zukunft hat die Menschheit es mal wieder geschafft, die gute,alte Erde fast an die Wand zufahren.
Um der Trostlosigkeit zu entkommen flüchtet man in die Oasis, eine virtuelle Welt in der eigentlich alles geht.
Eines Tages stirbt der Erfinder des Multipalyer-VR-Spieles.
In seinem Testament verspricht er seinen ganzen Reichtum und die alleinige Kontrolle der Oasis demjenigen der drei Aufgaben lösen kann damit in den Besitzt eines Easter Eggs kommt.
Die Suche kann beginnen.

Da ich das Buch zum Film nicht kenne, konnte ich mich voll und ganz auf das Gesehene konzentrieren und das war der Oberhammer!!
Großartiges CGI , grandiose Optik , gute Songs, coole Typen in der Oasis, überzeugende Typen außerhalb und das alles in einer gelungene Story verpackt.
Auch wenn man nicht ein Computerspiel in den 80ziger gespielt hat oder sonst was aus dieser Zeit erlebt hat, müsste man sich in dem Streifen völlig wohlfühlen.
Für alle die irgend etwas aus den 80ziger kenne, können soviel kleines finden und großes entdecken
Er macht einfach von vorn bis hinten Spaß!
Die „Shinning“ Sequenz kann alles, der „Skeletor-Auftragskiller“ vom Bösewicht ist völlig großartig, Mechagodzilla ist sehr geil und und und
(10/10)
Statt RHF waren wir gestern im Kino...
die 10 würde ich jetzt nicht ziehen, dafür waren mir einige Szenen zu lang gezogen und auch die Handlung hatte mMn unschöne kleine "Rumpler". Aber insgesamt schon ein großer Spaß. Alleine die ganzen Gimmicks am Rande... der Orb war doch in der Kiste in der Gizmo verkauft wurde, oder?
Ausnahmsweise auch mal gutes 3D.
9/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von metalbart » 20.05.2018 19:15

heute in der Nachmittag Vorstellung von "Jim Knopf"
Fazit: Wenig nervige Blagen und wirklich schön gemachter Film mit top Besetzung.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR » 22.05.2018 20:06

Cargo (Netflix)

Im Zombiefilm muss ja ständig irgendwas ein wenig anders sein, um sich abzugrenzen. Hier ist Martin Freeman infiziert, und er hat 48 Stunden Zeit, bevor er mutiert. In dieser Zeit sucht er in Australiens Outback einen sicheren Ort für sein kleines Baby.

Eher ruhig angelegt, wenige blutige Szenen, dafür Landschaftsaufnahmen und natürlich Freeman, der wohl immer toll ist. Aber auch etwas langatmig.

7,5/10
"Jeder von uns Angestellten fühlt sich als Künstler und Anarchist, als freie Seele, als geheimer Wahnsinniger, der weder Zwang kennt noch Norm (...), und keiner will begreifen, dass er schon lange zu denen gehört, von denen er nie einer hat sein wollen (...) und dass ihn gerade das Gefühl, anders zu sein, vollends Regel sein lässt." (Kehlmann)

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von TAFKAR » 29.05.2018 08:28

Tanz ins Leben

Nach 35 Jahren Ehe erwischt eine leicht affektierte Dame ihren Mann beim Fremdgehen und zieht zurück zu ihrer Schwester, von der sie sich eigentlich längst entfremdet hat. Über eine Rentner-Tanzgruppe ... äh... tanzt sie sich zurück ins Leben.
Britische RomCom mit der erwartbaren Dosis Drama für die Fraktion Ü50. Nett und vorhersehbar. Billy Elliot für Best Ager. Ladet doch mal eure Eltern ins Kino ein!

7,5/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition » 01.06.2018 15:12

Ich habe vorgestern tatsächlich zum ersten Mal "The Texas Chainsaw Massacre" gesehen. Fragt nicht, warum der so lange hinten runter gefallen ist, passiert manchmal halt einfach. Oder deshalb, weil ich immer dachte, dass er nur deswegen so gehypt wird, weil's halt mit der erste moderne Slasher-Streifen war. Da bin ich aber eines besseren belehrt worden, denn Tobe Hooper macht verdammt viel richtig. Angefangen damit, dass die Schauspieler ihre Sache überwiegend ziemlich gut machen, was ich zuerst daran gemerkt habe, dass mir alle Teenager ausser Sally nach 5 Minuten derb auf die Nüsse gingen und es mir um keinen einzigen davon leid tat. *g*

Darüber hinaus ist das alles aber auch verdammt gut gefilmt und die Story ist eigentlich ziemlich anders als man es erwarten würde. Es gibt nämlich kaum Suspense in dem Sinn, wie man es z.B. von Halloween kennt, sondern fast alles passiert ziemlich unvermittelt. Damit ist man ziemlich nahe an den Opfern dran, weil die Position des gespannten Beobachters wegfällt. Und die Liebe zum Detail ist halt schon beeindruckend. Man sehe sich nur die "Einrichtung" des Hauses an. Was man quasi ohne Budget nicht so alles hinkriegt.

9/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers » 03.06.2018 07:54

Coco

Disneys/Pixars großer Zeichentrickfilm aus dem letzten Jahr spielt im aktuellen Mexiko und bewegt sich in der Welt der Lebenden und der Toten hin und her. Am mexikanischen Todentag, wenn die Toten die Lebenden besuchen, um mit ihnen zu feiern, geschehen für den kleinen Miguel, der entgegen seiner Familienratschläge Musiker werden will, seltsame Dinge.

Schwer zu beschreibender Inhalt, ohne viel spoilern zu wollen. Sehr hübscher, aufwändiger und bunter Film mit einer schönen und eigenen Bildsprache die den gesamten Betrieb auf ein neues Level hebt. Es ist genug Action vorhanden, ein paar nette Plot-Twists. Die Nachteile sind eine elendig lange Exposition und eine am Ende doch etwas komplizierte Universumslogik für eine sehr einfache moralische Wahrheit.

Aber auf jeden Fall sehenswert und immer wieder erstaunlich, mit welchem Mut Pixar diese Themen aufnimmt und umsetzt. Ein Film, der nur in Mexiko spielt, die mal nicht die Bösen sind, der weltweit funktioniert und einem noch in eine kleine aber fremde Welt eintauchen lässt, dabei unterhaltsam aber nicht besonders blöd bleibt... Bemerkenswert.

8.5/10

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Apparition
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition » 04.06.2018 07:52

Feinde (Hostiles)

bin am Samstag ohne je davon gehört zu haben reingegangen, weil "Western" draufstand. Bekommen habe ich über 2 Stunden feinstes Drama, Charakterstudie, Reflexion über Krieg, Schuld, Werte und Veränderung, das halt zufällig Ende des 19. Jahrhunderts in den USA spielt. Plot: Nach den großen Indianerkriegen leben die amerikanischen Ureinwohner in Reservaten, ihre großen Stammesführer sind tot oder eingekerkert. Bewacht werden sie von Armeeoffizieren, die stolz darauf sind, möglichst viele von ihnen wie Tiere abgeschlachtet zu haben. Einer von ihnen (Christian Bale) wird zum ende seiner Karriere abgestellt, einen krebskranken Häuptling samt Anhang ins Land seiner Vorfahren zurückzubringen, damit er dort als "Gnadenakt" als freier Mann sterben kann. Die Reise fordert einen hohen Blutzoll, und auf dem Weg findet man noch eine Frau, deren ganze Familie von Indianern abgeschlachtet wurde. In großen und ganzen geht es um die Verarbeitung furchtbarer Traumata auf allen Seiten, was sie mit Menschen machen und wie sich die Gruppe unter Druck von außen zusammenrauft.

Großer Film, der meist in eher getragenem Tempo daherkommt, aber auch einige blutige und rasante Actionszenen hat, und sich auf keine Seite schlägt, sondern Raum für Grausamkeit und Menschlichkeit bei allen Beteiligten lässt.

9/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von infected » 04.06.2018 09:18

Klingt sehr interessant. Hier wird er wohl eher nicht im Kino laufen, so dass ich mir davon die Blue Ray als UK Import bestellt habe.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Frank2 » 04.06.2018 17:48

Apparition hat geschrieben:Feinde (Hostiles)

bin am Samstag ohne je davon gehört zu haben reingegangen, weil "Western" draufstand. Bekommen habe ich über 2 Stunden feinstes Drama, Charakterstudie, Reflexion über Krieg, Schuld, Werte und Veränderung, das halt zufällig Ende des 19. Jahrhunderts in den USA spielt. Plot: Nach den großen Indianerkriegen leben die amerikanischen Ureinwohner in Reservaten, ihre großen Stammesführer sind tot oder eingekerkert. Bewacht werden sie von Armeeoffizieren, die stolz darauf sind, möglichst viele von ihnen wie Tiere abgeschlachtet zu haben. Einer von ihnen (Christian Bale) wird zum ende seiner Karriere abgestellt, einen krebskranken Häuptling samt Anhang ins Land seiner Vorfahren zurückzubringen, damit er dort als "Gnadenakt" als freier Mann sterben kann. Die Reise fordert einen hohen Blutzoll, und auf dem Weg findet man noch eine Frau, deren ganze Familie von Indianern abgeschlachtet wurde. In großen und ganzen geht es um die Verarbeitung furchtbarer Traumata auf allen Seiten, was sie mit Menschen machen und wie sich die Gruppe unter Druck von außen zusammenrauft.

Großer Film, der meist in eher getragenem Tempo daherkommt, aber auch einige blutige und rasante Actionszenen hat, und sich auf keine Seite schlägt, sondern Raum für Grausamkeit und Menschlichkeit bei allen Beteiligten lässt.

9/10
Der steht auch ganz oben auf meiner Liste.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von My Friend Of Misery » 05.06.2018 09:07

Apparition hat geschrieben:Feinde (Hostiles)

bin am Samstag ohne je davon gehört zu haben reingegangen, weil "Western" draufstand. Bekommen habe ich über 2 Stunden feinstes Drama, Charakterstudie, Reflexion über Krieg, Schuld, Werte und Veränderung, das halt zufällig Ende des 19. Jahrhunderts in den USA spielt. Plot: Nach den großen Indianerkriegen leben die amerikanischen Ureinwohner in Reservaten, ihre großen Stammesführer sind tot oder eingekerkert. Bewacht werden sie von Armeeoffizieren, die stolz darauf sind, möglichst viele von ihnen wie Tiere abgeschlachtet zu haben. Einer von ihnen (Christian Bale) wird zum ende seiner Karriere abgestellt, einen krebskranken Häuptling samt Anhang ins Land seiner Vorfahren zurückzubringen, damit er dort als "Gnadenakt" als freier Mann sterben kann. Die Reise fordert einen hohen Blutzoll, und auf dem Weg findet man noch eine Frau, deren ganze Familie von Indianern abgeschlachtet wurde. In großen und ganzen geht es um die Verarbeitung furchtbarer Traumata auf allen Seiten, was sie mit Menschen machen und wie sich die Gruppe unter Druck von außen zusammenrauft.

Großer Film, der meist in eher getragenem Tempo daherkommt, aber auch einige blutige und rasante Actionszenen hat, und sich auf keine Seite schlägt, sondern Raum für Grausamkeit und Menschlichkeit bei allen Beteiligten lässt.

9/10
Kann mich dem nur anschließen.
Perfektion ist Langeweile.

"[If] you don't know anything about society, you don't have the satisfaction of avoiding it." (Nicholas van Orton)

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 05.06.2018 15:06

Ich brauche mal kurz Hilfe. Habe gestern mal schnell in Blade Runner 2049 reingeschaut. Gleich am Anfang wird der Gosling beim Kampf mit einem Replikanten durch eine dünne Wand geprügelt. Hahaha. *Ellbogenindieseiteknuff* - "Wie im ersten Teil!!! Gelle?!" Ich hasse sowas. Kommen derartige Verweise auf das Original im Film noch öfter vor? Dann spar ich mir nämlich die drei Stunden und starre anstattdessen die Tapete an.

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von SushiFish » 05.06.2018 15:11

David Lee Hasselhoff hat geschrieben:Ich brauche mal kurz Hilfe. Habe gestern mal schnell in Blade Runner 2049 reingeschaut. Gleich am Anfang wird der Gosling beim Kampf mit einem Replikanten durch eine dünne Wand geprügelt. Hahaha. *Ellbogenindieseiteknuff* - "Wie im ersten Teil!!! Gelle?!" Ich hasse sowas. Kommen derartige Verweise auf das Original im Film noch öfter vor? Dann spar ich mir nämlich die drei Stunden und starre anstattdessen die Tapete an.
Wenn du dir von sowas einen großartigen Film kaputt machen lassen willst... :ka:

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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff » 05.06.2018 21:33

SushiFish hat geschrieben:
David Lee Hasselhoff hat geschrieben:Ich brauche mal kurz Hilfe. Habe gestern mal schnell in Blade Runner 2049 reingeschaut. Gleich am Anfang wird der Gosling beim Kampf mit einem Replikanten durch eine dünne Wand geprügelt. Hahaha. *Ellbogenindieseiteknuff* - "Wie im ersten Teil!!! Gelle?!" Ich hasse sowas. Kommen derartige Verweise auf das Original im Film noch öfter vor? Dann spar ich mir nämlich die drei Stunden und starre anstattdessen die Tapete an.
Wenn du dir von sowas einen großartigen Film kaputt machen lassen willst... :ka:
Wenn ein Film vollgepackt ist mit Referenzen und Reminiszenzen, macht mir das meistens die Atmosphäre völlig kaputt.

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