Kryptowährung - Kryptomining

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tafkasc
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon tafkasc » 09.11.2018 10:41

Die Gleichsetzung von Berechnungen die Kryptowährungen am Laufen halten und dem Schürfen von Rohstoffen beruht einfach auf dem Gebrauch der entsprechenden Verben ('minen', 'schürfen'). Das hat nix mit den eigentlichen Vorgängen zu tun und ist deshalb mehr als unsinnig. Man könnten auch sagen, dass eine Putzkraft Sauberkeit schürft oder eine Bank Geld mined.

Unabhängig davon denke ich, dass es theoretisch (und praktisch) schon möglich ist, so etwas wie einer Kryptowährung oder Einheiten dieser Währung einen Wert und einen Geldwert wie einer Menge von Rohstoffen zuzuordnen. Aber das ist ein eigenen Thema.

Ich will was zu Krypto allgemein schreiben. Vlt wiederhole ich aus einiges, was schon in diesem Thread steht. Sry dafür.

1.) Energie

Bitcoin (und andere Kryptowährungen) sind eine Möglichkeit Energiebezug direkt in ökonomischen Wert zu verwandeln. Man braucht dazu nur eine Einmalinvestition (Mining-Hardware). Im Bereich Cloud-Mining/Cloud-Computing noch nicht mal das.

Die Bereitstellung von elektrischer Energie in unserer aktuellen volkswirtschaftlichen Konfiguration ist mit hohen Externalitäten verbunden. Insbesondere erzeugt die Umwandlung von fossilen Brennstoffen in elektrische Energie Treibhausgesemissionen.

Diese Externalität ist in den Energiepreisen (noch) nicht (vollständig) drin. Das ist schlecht. Deshalb ist Bitcoin minen schlecht.

Besonders schlimm ist das dort, wo Beton und Infrastruktur, auf denen sich ggfs. ja ein Wachstumsfilm bilden könnte, in die Landschaft geschmissen werden - wie z.B. in China, weil damit üblicherweise auch eine massive staatliche Subvention von elektrischer Energie aus nicht-erneuerbaren Quellen einhergeht.

Erneuerbare Energie spielen dabei auch eine teilweise etwas schwierige Rolle. Erneuerbare Energie haben zwar keine Externalitäten, aber sie haben oft bestimmte Friktionen.

In dem Beispiel von Negatron weiter oben ist es z.B. nicht möglich die Leistung von Offshore-Windparks einfach zu regulieren. Ganz ähnliche Effekte gibt es aber auch im Bereich der kleinen PV-Anlagen. Für Privatleute greift häufig die sog. 70% - Regelung, die letztendlich dazu führt, dass man nicht die ganze Energie nutzen kann, die die Anlage bietet. Diese Energie kann man benutzen um den Pool zu heizen oder zum Minen.

Oder Privatleute versuchen die Grenzen von 10kW bzw. 20kW Gesamtleistung der Anlage zu unterschreiten, weil man darüber bestimmte Regularien einhalten muss, die wiederum Geld kosten. Man muss bei höherer Leistung dann theoretisch am Lastmanagement des Netzbetriebers teilnehmen. Das kostet Geld, deshalb möchte man das vermeiden. Aber man möchte vlt trotzdem 25kW oder 30kW aufs Dach setzen, weil man dann auch in Zeiten mit wenig Sonne die volle Leistung einspeisen kann. Dann hat man aber natürlich in Zeiten, in denen mehr Sonne zu viel Energie, die man wieder zum Minen benutzen kann.

Natürlich geht es bei den industriellen Anlagen um Leistungen im MW-Bereich und bei den kleinen Anlagen nur um Leistungen im kW-Bereich, aber die kleinen sind da early-adopters und früh dran zu sein spielt eine große Rolle bei starkem Wachstum.

Was bedeutet das mit den Friktionen und den ungenutzen/überschüssigen erneuerbaren Energie jetzt in Bezug auf Krypto?

Krypto ist eine Art negative Externalität von Erneuerbaren. Es entsteht ein Rebound-Effekt. Die erneuerbare Energie, die in Krypto fliesst, führt dazu, dass Krypto mehr Wert wird. Der steigende Wert wiederum führt dazu, dass es sich auch wiederum lohnt mehr nicht-erneuerbare Energie in Krypto zu stecken. Erneuerbare Energie führt dazu, dass die Nachfrage an nicht-erneuerbarer Energie steigt. Das ist schlecht.

Dieses Thema sollte man sicherlich hinsichtlich seiner Gesamtrelevanz nicht überbewerten, aber ich weiß, dass es einige Privatleute gibt, die schon seit Jahren mit über Aufdach-PV-Energie minen.

2.) Der Nutzen von bitcoins und Kryptowährungen

Es wird oft darauf hingeweisen, dass bitcoins (iund andere Kryptos) einen hohen Nutzen als Zahlungsmittel und als Geldanlage hätten. Ich bin da etwas skeptisch. Ein gewisser Nutzen ist bestimmt da, aber ich denke nicht, dass der so wahnsinnig hoch ist und die Kurse und die Marktkapitalisierung erklären kann.

Für ein Zahlungsmittel ist die Volatilität von Krypto eigentlich zu hoch. Wenn der Preis steigt, dann möchte man Krypto nicht weggeben und wenn der Preis fällt, dann möchte man Krypto nicht haben. Und was den einfachen Einsatz angeht, hat Bitcoin IMO auch nicht die Nutzbarkeit von Bargeld, Kreditkarten, EC, Paypal oder sonstigen Online-Zahlungsarten.

Als Geldanlage und Spekulationsobjekt taugt Krypto natürlich in gewisser Weise, aber es gibt Finanzinstrumente aus dem Bereich Optionen und Derivate, die genauso große oder noch größere Hebel bieten, deshalb ist das auch keine ultimatives Argument. Bzw. es wird nur ein Argument, wenn man das Risiko bei Krypto sehr gering einschätzt. Je größer das Risiko, desto größer muss der Hebel sein und umgekehrt. Das leitet zum nächsten Punkt über.

3.) Hype und Scam

Die Begriffe Kryptowährung und Blockchain sind Teil eines wirren Hypes. Das hat wahrscheinlich jeder schon bemerkt. Blockchain ist eine ganz lustige Technologie, aber sie wird nicht so wichtig werden, wie das teilweise behauptet wird und wurde. Dazu will ich gar nicht viel schreiben, ich zitiere nur kurz Bill Hicks: If anyone here is in advertising or marketing ... kill yourself.

Scam: Ich hab weiter oben einen Artikel verlinkt, da geht es um Mining und Monero. Monero ist eine Kryptowährung, die bei der Gesamtmarktkapitalisierung aktuell irgendwo so um den Rang 10 liegt, noch nicht so lange da ist und einen ziemlich guten Ruf hinsichtlich Anonymität und Sicherheit hat.

In dem Artikel wird beschrieben wie ein US-amerikanischer IT-Prof irgendwann 2013/2014 den Mining-Code vom offiziellen monero-Client innerhalb kürzester Zeit um ein Vielfaches verbessert hat. Damit konnte er einen guten Teil der amazon Cloud-Computing Plattform auslasten und bezahlen und 60% der Mining-Kapazität im gesamten monero-Netzwerk bereitstellen.

Der Witz bei der Sache ist, dass der Prof schildert, dass aus seiner Sicht der Mining-Code absichtlich schlecht (langsam) gemacht war. Dieser schlechte Code war quasi ein Honey-Pot für Krypto-Entwickler und generell Interessierte, damit die sich auf diese neue Währung stürzen und diese verbreiten (und dabei reich werden).

Die Initiatoren der Währung hatten natürlich schon einen gewissen Teil unter sich verteilt und dabei wahrscheinlich auch einen besseren Mining-Code verwendet, den sie aber nicht veröffentlicht haben. Der Rest ist natürlich alles open-source, so wie es sich gehört.

Außerdem sind die Gewinne aus Monero (und andere Kryptowährungen) oftmals direkt wieder in Bitcoins umgewandelt worden, einfach schon um damit neue Investitionen in Hardware oder Cloud zu bezahlen. Es gibt inzwischen etliche Tauschbörsen, die das ermöglichen. Und das führt dazu, dass jede neue Kryptowährung am Markt in gewisser Hinsicht die Marktmacht der zentralen Kryptowährungen (Bitcoin und vlt noch 1, 2 ander wie z.B. ETH) stärkt. Das ist ein Effekt, den man auch bei realen Leitwährungen oft sieht.

Es kann u.U. sogar für die Großgrundbesitzer von Bitcoin Sinn machen andere Kryptowährungen zu starten, inkl. Pre-Mining-Scam. Marketing halt.

Diese Scams sind natürlich einfach ganz krasse Marktmanipulationen.

4.) Dunkelfeld

Ich kann das nicht beweisen, aber es gibt immer mal wieder Meldungen dazu. Die Attraktivität für illegale Geldströme ein international verfügbares, nicht oder kaum überwachten Zahlungsmittel zu haben, mit dem sich auch noch wunderbar Geld waschen lässt, ist natürlich einfach da. Solche Geldströme haben generell mit Problemen und Hindernissen zu kämpfen. Da sind die Probleme, die Kryptowährungen stellen (s.o. 2), vlt einfach gar nicht so groß im Vergleich zu.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Cherusker » 10.11.2018 09:06

Timojugend hat geschrieben:Millionen und Milliarden Facebook Nutzer, die sich tagtäglich gegenseitig Urlaubsfotos von den eigenen Füßen oder Rezepte für veganen Zupfkuchen ohne Eier hin und herposten, verbrauchen täglich mehr Strom als Bitcoin Miner. Behaupte ich jetzt einfach mal. Weil die schiere Masse an unsinnigen Informationen kaum noch überschaubar sein dürfte.

Du zockst doch ganz gerne, ist Dir mal aufgefallen, dass bei einer anspruchsvollen 3D-Grafik der Lüfter des Rechners bzw. der Konsole läuft, während er das beim browsen oder im Menü rumklicken nicht tut?
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Timojugend » 11.11.2018 20:47

monochrom hat geschrieben:Ich würde es echt keiner "Geldanlage" mehr wünschen, komplett abzustürzen. Wahnsinn, wie man sich diesen Scheissdreck noch schönreden kann.


Ich bin zB gerade komplett in Cardano (ADA) investiert.
Ist ein Coin aus Japan, der sich immer noch in der Entwicklungsphase befindet, und trotzdem schon viel Anklang in vielen afrikanischen und südamerikanischen Ländern hat, weil es da schlicht kein eigenes Geld mehr gibt, was noch etwas wert ist. Und selbst kleinste Transaktionen können dort für extrem geringe Gebühren über ADA abgewickelt werden.

ADA ist nach wie vor ein wissenschaftliches Experiment, das mit einer ziemlich gut ausgearbeiteten Roadmap immer mehr und mehr voranschreitet, was die technischen und ökologischen Punkte nach und nach abarbeitet.

Und indem ich darin investiere, unterstütze ich mit meiner privaten Kohle die Entwicklung solcher Projekte, um auch ärmere Länder vielleicht irgendwann mal unabhängig von EUR oder US$ machen zu können.

Dass ich selber durch ne fette Kurssteigerung auch mal ein paar EUR abgrasen möchte, ist dabei selbstverständlich.

Durch diese ganze Cryptowährungszockerei kann man aber lediglich Geld gewinnen oder verlieren, von Leuten die es bereits haben.

Wenn ich an der Börse Soja, Weizen, Orangensaft oder türkische Lira handele, kann ich Leuten Geld wegnehmen, die es dringend benötigen würden.

Cryptowährungen sind nach wie vor ein (grosses) Experiment, bei dem man nur Leuten Geld wegnehmen kann, die auch darin investiert sind.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon tafkasc » 12.11.2018 22:37

Timojugend hat geschrieben:...Durch diese ganze Cryptowährungszockerei kann man aber lediglich Geld gewinnen oder verlieren, von Leuten die es bereits haben.

Wenn ich an der Börse Soja, Weizen, Orangensaft oder türkische Lira handele, kann ich Leuten Geld wegnehmen, die es dringend benötigen würden.

Cryptowährungen sind nach wie vor ein (grosses) Experiment, bei dem man nur Leuten Geld wegnehmen kann, die auch darin investiert sind.



Du nimmst niemand Geld weg, wenn du mit ihm handelst. Derjenige der verkauft macht das, weil er damit einen bestimmten Zweck verfolgt. Vlt möchte er den Erlös für einen bestimmten private Zweck verwenden, den du gar nicht realisieren kannst, weil du nicht er bist. Oder er hat eine bessere Anlageidee als du und legt das Geld einfach in einer anderen Form an und verdient damit noch mehr; vlt klappt das auch nicht, dann hatte er zumindest durch den Verkauf die Möglichkeit dazu.

Auch wenn du davon ausgehst, dass der ganze Kryptomarkt nur ein Spiel mit heissen Kohlen ist und alle, die bei der Reise nach Jerusalem keinen Platz finden, am Ende leer ausgehen, so ist es doch so, dass sich alle darauf eingelassen haben. Genau wie beim Lotto.

Der Bäcker nimmt dir auch kein Geld weg, wenn er dir ein Brötchen verkauft. Das funktioniert gerade deshalb, weil das Brötchen für dich und für ihn unterschiedlichen subjektiven Nutzen hat. (Gesetzt den Fall, dass du selbst kein Bäcker bist).

Ganz im Gegenteil, wenn du heute das letzte Roggenbrötchen kaufst, und die Leute die nach dir kommen keins mehr kriegen, ist die Wahrscheinlichkeit gar nicht so gering, dass der Bäcker morgen ein paar Roggenbrötchen mehr macht. Wenn man mehr Timojugends und mehr Bäcker nimmt, dann wird aus der Wahrscheinlichkeit sogar eine Sicherheit.

Handel kann schaden, wenn er Notsituationen ausnutzt oder unter Zwang erfolgt. Das könnte man als Geld wegnehmen interpretieren. Aber das dürfte beim Handel mit Kryptowährungen eigentlich nie direkt unter den Handelspartner der Fall sein und wenn doch, dann ist es nicht erkennbar.

Ökonomische Aktivität kann negative Wirkungen auf Dritte, Unbeteiligte haben. Diese negativen Wirkung können direkt auftauchen (z.B. wenn eine Fabrik schmutzigen Staub in die Umgebung abgibt) oder auch zeitlich und räumlich versetzt (z.B. wenn Zigarettenrauch Nichtraucher schädigt). Solchen negativen Nebenwirkungen kann man auch Geldwerte zuordnen. Die komplette Krypto-Community bezieht ziemlich viel elektr. Energie und die hat momentan solche Nebenwirkungen.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Rotstift » 13.11.2018 17:43

Cherusker hat geschrieben:
Timojugend hat geschrieben:Millionen und Milliarden Facebook Nutzer, die sich tagtäglich gegenseitig Urlaubsfotos von den eigenen Füßen oder Rezepte für veganen Zupfkuchen ohne Eier hin und herposten, verbrauchen täglich mehr Strom als Bitcoin Miner. Behaupte ich jetzt einfach mal. Weil die schiere Masse an unsinnigen Informationen kaum noch überschaubar sein dürfte.

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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon NegatroN » 14.11.2018 09:38

Rotstift hat geschrieben:
Cherusker hat geschrieben:
Timojugend hat geschrieben:Millionen und Milliarden Facebook Nutzer, die sich tagtäglich gegenseitig Urlaubsfotos von den eigenen Füßen oder Rezepte für veganen Zupfkuchen ohne Eier hin und herposten, verbrauchen täglich mehr Strom als Bitcoin Miner. Behaupte ich jetzt einfach mal. Weil die schiere Masse an unsinnigen Informationen kaum noch überschaubar sein dürfte.

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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon infected » 14.11.2018 09:58

NegatroN hat geschrieben:
Rotstift hat geschrieben:
Cherusker hat geschrieben:
Timojugend hat geschrieben:Millionen und Milliarden Facebook Nutzer, die sich tagtäglich gegenseitig Urlaubsfotos von den eigenen Füßen oder Rezepte für veganen Zupfkuchen ohne Eier hin und herposten, verbrauchen täglich mehr Strom als Bitcoin Miner. Behaupte ich jetzt einfach mal. Weil die schiere Masse an unsinnigen Informationen kaum noch überschaubar sein dürfte.

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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon NegatroN » 14.11.2018 10:53

infected hat geschrieben:Lässt du daheim alle nur noch auf dem Fahrrad strampeln bei Kerzenlicht während vorne ein Vorleser die ausgedruckten Audiodeskription der Filme und Serien vorliest oder wie hältst du den Verbrauch so niedrig?


Kann ich dir nicht sagen. Wir haben grundsätzlich eher sparsame Geräte und lassen die auch nicht unnötig laufen, aber ansonsten machen wir jetzt nichts spezielles. Nach meinem Wissenstand sind ~200 kwh / Monat für einen Dreipersonenhaushalt in einer Wohnung jetzt aber auch nicht außergewöhnlich niedrig, sondern nur knapp unter Durchschnitt.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Rotorhead » 14.11.2018 11:16

NegatroN hat geschrieben:
infected hat geschrieben:Lässt du daheim alle nur noch auf dem Fahrrad strampeln bei Kerzenlicht während vorne ein Vorleser die ausgedruckten Audiodeskription der Filme und Serien vorliest oder wie hältst du den Verbrauch so niedrig?


Kann ich dir nicht sagen. Wir haben grundsätzlich eher sparsame Geräte und lassen die auch nicht unnötig laufen, aber ansonsten machen wir jetzt nichts spezielles. Nach meinem Wissenstand sind ~200 kwh / Monat für einen Dreipersonenhaushalt in einer Wohnung jetzt aber auch nicht außergewöhnlich niedrig, sondern nur knapp unter Durchschnitt.



Jop.

Mein Rekord als ich alleine lebte waren knapp unter 700 kW/h in einem Jahr. Das war echt stark. Da war aber in den Wintermonaten z.B. auch der Kühlschrank aus.
Das kann ich meiner Freundin jetzt nicht mehr so wirklich verkaufen ...

Ich hatte auch kein Gefrierfach im Kühlschrank, Internet bei jedem Verlassen der Bude ausgesteckt, wenn's ging mit Kerzen dagesessen etc.

Ich gebe zu, dass wurde teilweise richtig obeszessiv.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon NegatroN » 14.11.2018 11:24

Bei uns weicht das zwischen Sommer und Winter stark ab, da wir aus baulichen Gründen leider ausgerechnet im Bad eine strombetriebene Fußbodenheizung haben, was halt alles andere als optimal ist. In den Sommermonaten geht der Verbrauch bis auf 130 kwh runter, im Winter bis 270 kwh rauf, was vor allem an dieser Heizung liegen dürfte.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Timojugend » 15.11.2018 00:39

Ich bin 2017 auf exaxt 3.128 kwh als Single gekommen, und finde das schon viel.

Zu Hause läuft bei mir lediglich täglich der LED TV und mein Mini-PC, Beleuchtung ist komplett auf LED umgerüstet, und ich besitze weder ne Waschmaschine noch ne Spülmaschine.

Heißes Wasser kommt hier lediglich aus der Dusche, die an nem Durchlauferhitzer hängt.

Ich habe es vor Jahren aber auch schonmal geschafft auf mehr als 6000 kwH im Jahr zu kommen, weil ich der Meinung war, das 6 permanent eingeschaltete Flipper für eine wohlige Beleuchtung sorgen.

Die Karren haben in der Tat für eine wohlige Beleuchtung gesorgt, aber der Preis dafür war dann auch ziemlich stark. Seitdem setze ich eher auf Teelichter. :D
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Apparition » 15.11.2018 09:56

tafkasc hat geschrieben:Man könnte auch sagen, dass eine Putzkraft Sauberkeit schürft.



Solche Wohnungen hab ich schon gesehen.

Entschuldigung, bitte weitermachen. *g*
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon NegatroN » 27.11.2018 10:30

Noch was zu Kryptowährung und Stromverbrauch: https://www.heise.de/tr/artikel/Mehr-Kl ... 10227.html
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Apparition » 27.11.2018 11:40

NegatroN hat geschrieben:Noch was zu Kryptowährung und Stromverbrauch: https://www.heise.de/tr/artikel/Mehr-Kl ... 10227.html


Ich las gestern, dass der Wert von Bitcoin um 70% eingebrochen ist. Falls das stimmt, erledigt sich das Problem vielleicht schneller als wir denken.
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Re: Kryptowährung - Kryptomining

Beitragvon Rotstift » 27.11.2018 11:56

Dann werden Garfikkarten hoffentlich auch bald wieder billiger.
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