Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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David Lee Hasselhoff
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff »

Rotstift hat geschrieben: 19.04.2021 18:16
David Lee Hasselhoff hat geschrieben: 17.04.2021 17:53
The Emerald Forest (1985) - Ingenieur baut Damm im brasilianischen Urwald, Sohn wird von Eingeborenenstamm entführt. Ingenieur sucht 10 Jahre nach ihm und findet ihn als perfekt eingegliedertes Stammesmitglied. Geschossen wird auch noch. Allerfeinste Urwaldkulisse und überhaupt ein toller Film.
Kann mich noch erinnern den damals im Kino gesehen zu haben.
Also auf meinem Fernseher im Volksempfängerformat schon eine Augenweide. Da hätt ich gern im Kino gesessen!
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Rotstift
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rotstift »

Absolut. Ich glaube, fand das Action-Ende damals nicht so überzeugend wie den Rest des Films.
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Im übrigen bin ich der Meinung dass die AfD der politische Arm des Rechtsterrorismus ist.
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David Lee Hasselhoff
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von David Lee Hasselhoff »

Joha, ich finde das letzte Drittel (erst im Nachhinein) ziemlich gelungen - auch wenn es zunächst ein bisschen drangepappt wirkt. Dieses Hin- und Herwogen zwischen Licht- und Schattenseiten sowohl der Moderne als auch des ursprünglicheren Lebens im Urwald finde ich recht clever. Dazu taugt der Konflikt am Ende als gutes Vehikel.
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Rivers
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers »

Star Trek 1: Der Film

Der erste Star Trek Film ist irgendwann 1979 abgedreht worden, ein über 2 Stunden langes, überlangweiliges Nichts, mit Stars in Schlafanzügen und sexuellen Konnotationen allüberall, aber halt...

Star Trek 1 von 1979 ist auch ein Film, gefangen in seiner Zeit. Vergleicht man den Film mit den Alben aus der Zeit, ist es eher ein Rainbow Down To Earth in einer Zeit, wo 2 Jahre vorher schon Van Halen ihr Debüt herausgebracht haben.

Star Trek 1 ist eher in der Tradition von 2001 und Close Encounters, diesen etwas langatmigen Filmen, die sich viel Zeit lassen. Star Trek fängt sogar mit einer Overtüre vor schwarzem Bildschirm an, wie Lawrence von Arabien oder halt 2001 selbst. Dummerweise vergisst der Film, dass 2 Jahre vorher Star Wars mit einem Tusch und einer Menge Character, Siff und Action in die Kinos gekommen ist.

So mag der Film die Suche nach dem Schöpfer sein, die Suche nach dem unlogischen Sinn des Lebens, die Suche nach Sex mit Deltanern, Penetration einer riesigen Raumwolke und der sichtbaren Erregung bei dem minutenlangen Vorbeiflug an einem Raumschiff. Er ist leider kein meditativer Film wie 2001, der das Kino preist und den Zuschauer im Kinoraum in eine Gruppenmeditation hieven will.

Es ist ein langweiliger, in mühsamen Jahren entworfener, als Serie erdachter, dann umgeschwenkter Produzenten/Autor/Creator Mist, solange refactort, bis einfach nur ein hübsches Nichts übriggeblieben ist.

Zwischen 5/10 und 7/10 je nach Jahreszeit und Laune.
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Apparition
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Apparition »

Gibt's eigentlich auch Filme, die Du gut findest? *g*


Mag den unheimlich gerne. 8,5/10

Aus Trotz vielleicht auch 9. :D
Ihr macht Euch das zu einfach. Ihr versucht hier immer, beide Seiten zu verstehen.
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acore
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von acore »

Apparition hat geschrieben: 20.04.2021 07:51 Gibt's eigentlich auch Filme, die Du gut findest? *g*


Mag den unheimlich gerne. 8,5/10

Aus Trotz vielleicht auch 9. :D
In dem Fall verstehe ich Rivers. Mit Abstand das langweiligste Produkt aus dem Star Trek Universum.
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Rotstift
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rotstift »

"Throne of Blood" (Das Schloss im Spinnwebwald, 1957) von Akira Kurosawa. Nach Jahren mal wieder die exzellente Criterion-Fassung gesehen; Kurosawas expressionistische Version des MacBeth-Stoffes. Fordert unsere modernen Sehgewohnheiten ganz schön heraus, einem U-30 Publikum kann man den wohl nur mit psychischen Langzeitschäden zeigen. Formidable Adaption mit einem wie immer überragenden Toshiro Mifune in der Hauptrolle. Aber selbst er wird von Izuzu Yamada (Washizu Asaji/Lady Macbeth) fast an die Wand gespielt. Toller Film, und das Ende konkurriert als Stunt mit dem beklopptesten Stunts von Buster Keaton. Empfehlung für geduldige Zuschauer.
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Rivers
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers »

Apparition hat geschrieben: 20.04.2021 07:51 Gibt's eigentlich auch Filme, die Du gut findest? *g*


Mag den unheimlich gerne. 8,5/10

Aus Trotz vielleicht auch 9. :D
In Tronz vielleicht 9. :D
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Twinhilde
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Twinhilde »

Rivers hat geschrieben: 06.04.2021 09:28 Whiplash

Musikerfilm der letzten Jahre. Schlagzeugspieler ist auf Musikschule und kommt in die Jazz-Band eines unausstehlichen und gewalttätigen Lehrers. Der Film behandelt die Frage, welche Einschnitte man auf dem persönlichen Weg der musikalischen Perfektion annehmen muss.

Großes Problem für mich an dem Film ist die fehlende Identifikation mit dem Protagonisten, dem Schlagzeuger. Ja, man nimmt auch auf seiner Arbeit viel Schmerz hin, schluckt Dinge herunter oder spricht sie nicht an. Hier jedoch wird der Protagonist in der Probe erniedrigt, mit einem Stuhl beworfen und geohrfeigt. Der Lehrer führt die Band wie der Boot-Camp Leiter von "Full Metal Jacket". Ich denke, dass es genug Arschlöcher im Kunstbereich gibt, aber durch die plakative Darstellung und die fehlende Charakteridee des Protagonisten, hat mich der Film abgehängt. Und wenn dann die Identifikation fehlt, fehlt auch die Spannung und das Interesse, wie der Film weitergeht, ob es schlimmer wird oder besser.

Irgendwie fühlte sich der Film sehr miesepetrig an. Die Erfolge, die diesem Prinzip gegenüberstellen, wurden gar nicht gefilmt und gezeigt. Eigentlich wurde nur der Schmerz und die Erniedrigung ausgewalzt. Für einen Musikfilm etwas seltsam.

gecancelt / 10
Apropos Filme, die du nicht gut findest. Hier wollte ich noch unbedingt an deiner Stelle Punkte vergeben!

Und zwar ganz und gar untrotzige! 9/10 und trozige 10/10. :D

Das ist schon ein verdammt guter Film!
Wahrscheinlich liegt es im Auge des Betrachters, wie sehr man sich gegen diesen Film wehrt.
Oder ob man gewillt ist, die Beziehung zwischen Fletcher und Andrew zu verstehen.
Dazu muss man sich allerdings wirklich auf den Film einlassen wollen, was du nicht kannst, weil es dir schwer fällt, dich mit Andrew zu identifizieren.
Natürlich kann da die Fassungslosigkeit überwiegen und man fragt sich warum er es zulässt, so behandelt zu werden.
Ich habe da so meine Gedanken zu, die sollte sich aber jeder selbst machen.
Der Film ist insgesamt sehr düster und spielt die meiste Zeit in einem Studio des Konservatoriums, was durch den dunklen Hintergrund die Gesichtszüge und Mimik Fletchers besonders gut herausarbeitet.
Dieser Mann hat so unfassbar viel Ausdruck, dass es faszinierend ist, ihn zu beobachten.
Du sagtest, die Erfolge kommen zu kurz... Sie sind durchaus da, aber sie werden nicht ausgesprochen.
Es ist ein Mundwinkel, der fast zu einem Lächeln wird, eine hochgezogene Augenbraue, die Anerkennung verrät.
Das Zusammenspiel zwischen Fletcher und Andrew hat was sehr sadistisches, worauf Andrew sich auch teilweise einlässt und sich seine "Belohnung" hart erarbeitet.
Du kennst das Ende nicht. Das erklärt irgendwie alles, ich will aber nicht zuviel verraten.
Kein netter Filmeabend Film. Mir hängt er immer noch nach.
Ganz klare Empfehlung!
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Rivers
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rivers »

*Augenbraue heb*
*Mundwinkel fast zu einem Lächeln heb*

Es gibt ja Filme, die Unsympathen zeigen und trotzdem fesselnd sind, "Taxi Driver" zum Beispiel. Oder z.B. "Rush" über Niki Lauda und James Hunt, die beide leicht Protagonisten und Antagonisten sind und der gleichzeitig sogar ein Interesse für Formel 1 wecken kann. Whiplash hat es mir da wirklich nicht leicht gemacht und über die Musik hat er mich auch nicht erreicht.

Du kannst mir ja beizeiten mal das Ende verraten. ;)
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Rotstift
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rotstift »

Twinhilde hat geschrieben: 20.04.2021 19:41
Rivers hat geschrieben: 06.04.2021 09:28 Whiplash

Musikerfilm der letzten Jahre. Schlagzeugspieler ist auf Musikschule und kommt in die Jazz-Band eines unausstehlichen und gewalttätigen Lehrers. Der Film behandelt die Frage, welche Einschnitte man auf dem persönlichen Weg der musikalischen Perfektion annehmen muss.

Großes Problem für mich an dem Film ist die fehlende Identifikation mit dem Protagonisten, dem Schlagzeuger. Ja, man nimmt auch auf seiner Arbeit viel Schmerz hin, schluckt Dinge herunter oder spricht sie nicht an. Hier jedoch wird der Protagonist in der Probe erniedrigt, mit einem Stuhl beworfen und geohrfeigt. Der Lehrer führt die Band wie der Boot-Camp Leiter von "Full Metal Jacket". Ich denke, dass es genug Arschlöcher im Kunstbereich gibt, aber durch die plakative Darstellung und die fehlende Charakteridee des Protagonisten, hat mich der Film abgehängt. Und wenn dann die Identifikation fehlt, fehlt auch die Spannung und das Interesse, wie der Film weitergeht, ob es schlimmer wird oder besser.

Irgendwie fühlte sich der Film sehr miesepetrig an. Die Erfolge, die diesem Prinzip gegenüberstellen, wurden gar nicht gefilmt und gezeigt. Eigentlich wurde nur der Schmerz und die Erniedrigung ausgewalzt. Für einen Musikfilm etwas seltsam.

gecancelt / 10
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Und zwar ganz und gar untrotzige! 9/10 und trozige 10/10. :D

Das ist schon ein verdammt guter Film!
Wahrscheinlich liegt es im Auge des Betrachters, wie sehr man sich gegen diesen Film wehrt.
Oder ob man gewillt ist, die Beziehung zwischen Fletcher und Andrew zu verstehen.
Dazu muss man sich allerdings wirklich auf den Film einlassen wollen, was du nicht kannst, weil es dir schwer fällt, dich mit Andrew zu identifizieren.
Natürlich kann da die Fassungslosigkeit überwiegen und man fragt sich warum er es zulässt, so behandelt zu werden.
Ich habe da so meine Gedanken zu, die sollte sich aber jeder selbst machen.
Der Film ist insgesamt sehr düster und spielt die meiste Zeit in einem Studio des Konservatoriums, was durch den dunklen Hintergrund die Gesichtszüge und Mimik Fletchers besonders gut herausarbeitet.
Dieser Mann hat so unfassbar viel Ausdruck, dass es faszinierend ist, ihn zu beobachten.
Du sagtest, die Erfolge kommen zu kurz... Sie sind durchaus da, aber sie werden nicht ausgesprochen.
Es ist ein Mundwinkel, der fast zu einem Lächeln wird, eine hochgezogene Augenbraue, die Anerkennung verrät.
Das Zusammenspiel zwischen Fletcher und Andrew hat was sehr sadistisches, worauf Andrew sich auch teilweise einlässt und sich seine "Belohnung" hart erarbeitet.
Du kennst das Ende nicht. Das erklärt irgendwie alles, ich will aber nicht zuviel verraten.
Kein netter Filmeabend Film. Mir hängt er immer noch nach.
Ganz klare Empfehlung!
Widerspruch hier. Ich mag echt keine Filme mehr ansehen in denen missbräuchliches Verhalten im Namen der Kunst oder als "tough love" abgefeiert wird. Dieses "nur durch Leiden kann der Künstler Großes erreichen" ist nicht nur falsch, sondern auch total abgenutzt.
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Twinhilde
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Twinhilde »

Rotstift hat geschrieben: 20.04.2021 21:38
Twinhilde hat geschrieben: 20.04.2021 19:41
Rivers hat geschrieben: 06.04.2021 09:28 Whiplash

Musikerfilm der letzten Jahre. Schlagzeugspieler ist auf Musikschule und kommt in die Jazz-Band eines unausstehlichen und gewalttätigen Lehrers. Der Film behandelt die Frage, welche Einschnitte man auf dem persönlichen Weg der musikalischen Perfektion annehmen muss.

Großes Problem für mich an dem Film ist die fehlende Identifikation mit dem Protagonisten, dem Schlagzeuger. Ja, man nimmt auch auf seiner Arbeit viel Schmerz hin, schluckt Dinge herunter oder spricht sie nicht an. Hier jedoch wird der Protagonist in der Probe erniedrigt, mit einem Stuhl beworfen und geohrfeigt. Der Lehrer führt die Band wie der Boot-Camp Leiter von "Full Metal Jacket". Ich denke, dass es genug Arschlöcher im Kunstbereich gibt, aber durch die plakative Darstellung und die fehlende Charakteridee des Protagonisten, hat mich der Film abgehängt. Und wenn dann die Identifikation fehlt, fehlt auch die Spannung und das Interesse, wie der Film weitergeht, ob es schlimmer wird oder besser.

Irgendwie fühlte sich der Film sehr miesepetrig an. Die Erfolge, die diesem Prinzip gegenüberstellen, wurden gar nicht gefilmt und gezeigt. Eigentlich wurde nur der Schmerz und die Erniedrigung ausgewalzt. Für einen Musikfilm etwas seltsam.

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Apropos Filme, die du nicht gut findest. Hier wollte ich noch unbedingt an deiner Stelle Punkte vergeben!

Und zwar ganz und gar untrotzige! 9/10 und trozige 10/10. :D

Das ist schon ein verdammt guter Film!
Wahrscheinlich liegt es im Auge des Betrachters, wie sehr man sich gegen diesen Film wehrt.
Oder ob man gewillt ist, die Beziehung zwischen Fletcher und Andrew zu verstehen.
Dazu muss man sich allerdings wirklich auf den Film einlassen wollen, was du nicht kannst, weil es dir schwer fällt, dich mit Andrew zu identifizieren.
Natürlich kann da die Fassungslosigkeit überwiegen und man fragt sich warum er es zulässt, so behandelt zu werden.
Ich habe da so meine Gedanken zu, die sollte sich aber jeder selbst machen.
Der Film ist insgesamt sehr düster und spielt die meiste Zeit in einem Studio des Konservatoriums, was durch den dunklen Hintergrund die Gesichtszüge und Mimik Fletchers besonders gut herausarbeitet.
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Es ist ein Mundwinkel, der fast zu einem Lächeln wird, eine hochgezogene Augenbraue, die Anerkennung verrät.
Das Zusammenspiel zwischen Fletcher und Andrew hat was sehr sadistisches, worauf Andrew sich auch teilweise einlässt und sich seine "Belohnung" hart erarbeitet.
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Widerspruch hier. Ich mag echt keine Filme mehr ansehen in denen missbräuchliches Verhalten im Namen der Kunst oder als "tough love" abgefeiert wird. Dieses "nur durch Leiden kann der Künstler Großes erreichen" ist nicht nur falsch, sondern auch total abgenutzt.
Das war für mich auch nicht vordergründig in dem Film, eher nur der Rahmen. Das ist sicherlich austauschbar.
Ich finde Andrews Entwicklung total spannend und es ist toll gespielt.
Was aus den beiden am Ende wird, was sicherlich auch etwas übertrieben ist, hat mir schon Gänsehaut bereitet.
Doch. Ich bleibe dabei.
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LordVader
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von LordVader »

Rotstift hat geschrieben: 20.04.2021 21:38 Dieses "nur durch Leiden kann der Künstler Großes erreichen" ist nicht nur falsch, sondern auch total abgenutzt.
Schau Dir mal in Amsterdam die Bilder eines gewissen van Gogh an ;-) und lies mal seine Briefe...


Ich verstehe schon was Du meinst, und als Klischee ist das sicherlich auch sehr abgenutzt, es gibt dann aber halt doch auch Beispiele die halt tatsächlich ihre Art der Kunst durch das persönliche Leid entwickelt haben...
Ich kann die neidischen Blicke im Fitnesstudio nicht mehr ertragen!
Sollen sie sich doch ihre eigene Pizza mitbringen!
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Rotstift »

LordVader hat geschrieben: 21.04.2021 06:25
Rotstift hat geschrieben: 20.04.2021 21:38 Dieses "nur durch Leiden kann der Künstler Großes erreichen" ist nicht nur falsch, sondern auch total abgenutzt.
Schau Dir mal in Amsterdam die Bilder eines gewissen van Gogh an ;-) und lies mal seine Briefe...


Ich verstehe schon was Du meinst, und als Klischee ist das sicherlich auch sehr abgenutzt, es gibt dann aber halt doch auch Beispiele die halt tatsächlich ihre Art der Kunst durch das persönliche Leid entwickelt haben...
Darum geht es doch gar nicht. Mir geht es um abgedroschene filmische Klischees.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitrag von Schmendrick »

MA
Ein paar Kids wollen feiern und fragen am örtlichen Schnapsladen Passanten ob Sie ihnen keinen Stoff besorgen könnten.
Alle sagen NÖ.
Doch dann kommt Ma, lebt einsam vor den Toren der Stadt, ist Tierarzthelferin und scheint nett zu sein.
Sie kauft denn Schnaps und lädt die Gruppe sogar ein bei ihr im Keller zu feiern.
Doch Ma ist ja gar nicht nett, sondern eine durchgeknallte Irre.

Amerikanischer Teeny-Horror-Thriller von 2019 den man mal gucken kann, wenn so gar nix anderes läuft.

THE NIGHT EATS THE WORLD
Ein junger Mann zieht sich bei einer Haus-Party in ein Zimmer zurück und pennt ein.
Er scheint einen sehr gesunden Schlaf zuhaben, den in den anderen Räumen so wie in ganz Paris bricht die Zombie Apokalypse aus.
Am nächsten Morgen findet er alle Party-People zerfleischt verteilt in der Wohnung und auf den Straßen wandeln die Toten.
Also, was macht ein normaler, nicht bewaffneter Mensch?
Richtig!
Er putzt die Wohnung, sammelt Vorräte und beschäftigt sich mit Musikhören und joggen in den vier Wänden.

Französischer Zombie Streifen von 2019 von Dominique Rocher ist eine fast One-Men-Show die quasi nur in einem Haus spielt.
Obwohl eigentlich so gut wie nix passiert und man Sam (Anders Danielsen Lie) nur beim Leben oder besser gesagt beim überleben zuschaut, ist der Film echt sehenswert.
Überzeugender Schauspieler, realistisches Setting und schön gestaltete Zombies.
Nur zum Schluss wird es eigentlich schon viel zu dramatisch für diesen ruhigen Streifen.

THE DEAD DONT DIE
Centerville ist ein beschauliches Kaff irgendwo im Nirgendwo.
Die Cops haben wenig zu tun, im Dinner schmeckt der Kaffee und im Motel ist auch nix los.
Doch dann wird es nicht mehr dunkel, obwohl es laut Uhrzeit dunkel seinen sollte und der Mond sieht auch komisch aus und die Toten steigen aus ihren Gräbern und wollen Kaffee oder Weißwein und die neue Bestatterrin spricht so komisch und hat ein Samuraischwert.

Jim Jarmusch scharte 2019 so einige bekannte Gesichter um sich, um dieses Horror Lustspiel in Szene zu setzten.
Bill Murray, Adam Driver, Tilda Swinton, Steve Buscemi, Danny Clover und und und.
Alle spielen und reden so ruhig, fast gelangweilt das man fast einschläft.
Aber man kann nicht schlafen, weil es so großartig ist.
Ich kann es nicht besser erklären.
Es ist ein sehr geiles Werk!!

YOU CANT KILL STEPHEN KING
Drei Boys und drei Girls fahren nach Maine um im gerbten Haus zweier Probanden ein paar nette Tage zu verbringen.
Einer der sechs ist ein King-Nerd und möchte unbedingt den Meister des Horror besuchen.
Nach und nach sind alle Tot.

Vollrotz!!

VIKING
Kiewer Rus im 10.Jahrhundert.
Der König von Novgorod ist Tod und unter drei Brüdern beginnt der Kampf um den Thron.

Alles andere würde zu weit führen*g*
Viele Darsteller, viele Namen, leicht verwirrende Handlung zu Beginn in dem russischen Vikinger-Epos von 2016.
Hier bekommst Du alles was man braucht.
Schöne Kulissen, tolle Ausstattung, schmutzige Krieger und herausgeputzte Damen, schwingende Äxte und klirrende Schwerter, Intrigen, Heiden&Christen, Römer&Priester, blutige Kämpfe und ein wirklich sehr schreckliches Ende.
Über 2 Stunden Spaß für die ganze Familie ( wenn die nur aus Erwachsenen besteht)

AMERICA 3000
Die Erdbevölkerung hat sich mal wieder weggeballert und wir begleiten ein paar Männern die sich gegen die Herrschaft der Frauen verteidigen.

Endzeit Machwerk von 1986.
Lief bei SCHLEFAZ und das ist auch gut so.
Dank Olli und Päter und Alkohol aber unterhaltsam.
1.Vorsitzender und Gründer der AOTSWTETGTMATB

Nein, ich brauche keinen Grabstein.Ihr dürft mit meiner Asche grillen!

www.draussenraus.de
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