Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

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Nahemah
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Nahemah » 02.08.2018 13:19

Ich würde den bei weitem nicht so negativ bewerten, aber das hier

Defeated Hero hat geschrieben:zumal die zentral positionierte Downsizing-Thematik nach 'ner halben Stunde überhaupt keine Rolle mehr spielt und die gesamte Story auch ohne diesen Rahmen genau so "funktioniert" hätte.


hat mich auch gestört, da hätte man so viel mehr draus machen können. Die Beziehung zwischen kleinen und großen Menschen spielt ja eigentlich nur am Anfang eine Rolle.
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Defeated Hero
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Defeated Hero » 02.08.2018 14:13

Nahemah hat geschrieben:Das hat mich auch gestört, da hätte man so viel mehr draus machen können. Die Beziehung zwischen kleinen und großen Menschen spielt ja eigentlich nur am Anfang eine Rolle.

Endgültig war bei mir der Ofen aus, als die da anfingen durch die norwegischen Fjorde zu schippern und die völlig auf die Größenrelationen geschissen haben. Selbst da wurde schon nur noch alle 5 Minuten alibimäßig mal ein unverhältnismäßig großer Alltagsgegenstand durchs Bild gezogen, die Story hatte ich eh schon gefressen. Interessanter Ansatz, aber durch das miserable Drehbuch (oder Drehbücher, tatsächlich wirkt's ja, als ob hier 3 oder 4 Filme durcheinander gewirbelt wurden) leider völlig ruiniert.
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 07.08.2018 09:44

Kinobesuche 31 bis 33 in 2018 - langsam wird es knapp mit dem "Ein Film pro Woche in 2018-Schnitt":

Ant-Man and the Wasp

Ausnahmsweise muss nicht die ganze Welt gerettet werden, sondern nur die Mama von der Wespe, denn die ist seit 30 Jahren im subatomaren Raum gefangen. Genretechnisch geht's damit in die Richtung leichte Action-Komödie, was ja auch mal ne schöne Abwechslung ist nach Black Panther, Infinity Wars etc.

7,5/10

Mission Impossible: Fallout

Ethan Hunt ( - dass Tom Cruise mittlerweile 56 ist, ist auch schwer zu glauben - ) muss waffenfähiges Plutonium vom Markt holen. Das wars dann irgendwie auch schon mit der Story, und dann gehts auch schon los auf der Achterbahn: zweieinhalb Stunden quasi atemlose Verfolgungsjagden, Schießereien und schier ausweglose Situationen. In Sachen Humor hat man etwas zurückgefahren, soweit ich mich an die früheren Filme erinnere, aber wer mit den ersten fünf was anfangen konnte, wird auch hier voll und ganz bedient.

8/10

Jurassic World - Das gefallene Königreich

Alles wie immer: Tolle Tricktechnik, die Raptoren, die Kinder, das Gerenne. Neu: Keiner sagt "Das Leben findet einen Weg." Und am Ende sind irgendwie alle Dinos in einer Villa. Ein paar schöne Reminiszenzen an frühere Filme (Dino öffnet Tür, Geißbock zum Frühstück...), aber insgesamt alles doch deutlich schwächer als im sehr coolen Vorgänger. Teil 3 der Jurassic World-Trilogie soll in 2021 kommen.

7/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Twinhilde » 10.08.2018 22:48

Brimstone - Erlöse uns von dem Bösen

Wird heute im "Amazon Freitagskino" angeboten...

Ich muss da jetzt was zu schreiben, denn schlafen werde ich erstmal nicht können!
Ich weiß auch nicht, ob ich den Film empfehlen kann oder will... Jedenfalls bin ich noch ziemlich aufgewühlt!

Selten erlebe ich das Ende eines Films, weil ich vorher einschlafe. Hier habe ich ganze 2 1/2 Std. gebannt auf den Fernseher gestarrt. Nicht ansprechbar und zwischen Ekel, Wut und Fassungslosigkeit hin und hergerissen.

Kurz vor Ende hatte ich die Fernbedienung in der Hand und hätte den Film fast vorzeitig ausgeschaltet, weil es für mich nicht mehr zu ertragen war.

Genug bla, bla... Jetzt zum Film...
Es handelt sich um einen Western eines niederländischen Regisseurs.
Gezeigt wird das Leben einer stummen jungen Frau.
(Dakota Fanning, macht einen ausgezeichneten Job)
Anfangs spielt der Film in Liz Gegenwart, sie ist Hebamme und lebt mit ihrer Familie ein unspektakuläres Leben, bis jemand aus ihrer Vergangenheit wieder in ihr Leben tritt.
Um die Geschichte zu dieser Person und die Verbindung zu Liz aufzuzeigen wird man in insgesamt vier Kapiteln durch den Film geführt.
Schwierig näher darauf einzugehen, da ich nicht zu viel verraten möchte.
Der Film ist spannend und gut gemacht, aber hart an der Grenze - teilweise für mich überschritten - dessen was man ertragen kann.
Ziemlich brutal... Damit kann ich umgehen... Aber vor allem ziemlich verstörend.
Vielleicht besonders für mich als Mutter einer Tochter, aber nein, das dürfte niemanden kalt lassen und hätte ich vorher gewusst worauf ich mich einlasse, ich hätte es gelassen.

Vergewaltigung, Mord, Inzest, Sadismus und radikaler religiöser Fanatismus – der Film lässt kaum ein Reizthema aus, um sein Publikum zu schocken. Die ersten Reaktionen waren dementsprechend verstört ob der expliziten Gewaltdarstellung


Der Film ist schon aus 2016... Vielleicht hat ihn ja der ein oder andere schon gesehen...
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon 6666 » 11.08.2018 14:50

The Endless

erste hälfte macht neugierig, interessantes setup. zweite hälfte und die "auflösung" war mir dann zu sehr standard-twilight_zone bzw -akte_X.
angebliches genre-highlight, was in aller munde ist, aber dem hype mal wieder nicht ganz gerecht wird (siehe "it follows" etc.)
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 13.08.2018 17:50

Schmendrick hat geschrieben:DON´T BREATHE
Eine dreiköpfige Gruppe von jungen Leuten geht auf Raubzüge durch die von Rezession gebeutelte Stadt Detroit.
Sie brechen in Häuser ein, klauen Schmuck und Wertgegenstände immer schön unter knastrelevanten Werten.
Doch sie wollen weg aus der trostlosen, zukunftsfeindlichen Gegend und brechen in das Haus eines blinden Veteranen ein, der einen Menge Kohle im Safe hat.
Doch was sie finden, es nicht nur Geld!

Ein kleiner, großes Haus-Terror-Streifen von Fede Alvarez(Evil Dead Remake)der bis kurz vor Schluss die Schraube immer weiter an zieht!
Ob Hund,Hammer der Handkante(also eigentlich Faust, aber die schreibt man halt nicht mit H *g*) alles wieder genüsslich eingesetzt um uns zu terrorisieren.
Ein Haus, vier Menschen, wenig Licht, mehr braucht man manchmal nicht um fast völlig zu überzeugen.
Und eine Vergewaltigung ist auch nicht dabei….
(8/10)


Neu auf Netflix, und damit endlich auch mal gesehen. Richtig fieser, kleiner Shocker. Toll sind auch die vor allem am Anfang langen Kamerafahrten durch das Haus.

8,5/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon Thunderforce » 14.08.2018 06:57

Searching (Sneak Preview)

Die 15jährige Margot (gesprochen zum Glück "Margo" *g*), die nach dem Tod ihrer Mutter alleine mit ihrem Vater lebt, kommt eines Tages nicht aus der Schule nach Hause. Nach einiger Zeit beginnt der Vater sich Sorgen zu machen und gibt eine Vermisstenanzeige auf. Parallel versucht er, herauszufinden, was seine Tochter in den letzten Tagen so getrieben hat und ihre Spur zu rekonstruieren.
Dabei stößt er auf ein paar Überraschungen, wird auf falsche Fährten gelockt, und langsam setzt sich das Puzzle, was mit Margot passiert ist, zusammen.

Das besondere an dem Film sind 2 Dinge:
1) er is komplett aus der "Sicht" (Point of View) von Computerbildschirmen, Smartphone-Screens, Fernsehmonitoren etc. gedreht. Kein Wackelkamera-Scheiß, sondern es geht eben viel über Facetime/Skype und solchen Kram, Videoanrufe und 80% der Forschungsarbeit des Vaters passiert im Internet, indem er versucht, über Margots Facebook- und Co Accounts irgendwie herauszufinden, wo sie ist und was sie zuletzt gemacht hat. Und selbst, wenn er den Computer mal verlässt, ist die komplette Handlung nicht als eigentliche Handlung zu sehen, sondern anhand von zum Beispiel Überwachungskameras, TV-Nachrichten usw. Das ist schon recht originell gemacht und vor allem IMO auch durchaus gelungen umgesetzt.

2) obwohl es ein amerikanischer Film ist, ist jeder Chat, jede SMS, jede Internetsuche, jede Schaltfläche am PC, jeder noch so kleine gezeigte Text im Hintergrund auf Monitoren usw in deutscher Sprache geschrieben. Selbst auf Seiten wie Youtube sind die Suchergebnisse und angezeigten Videos alle mit deutschen Titeln versehen etc.
Es muss also im Prinzip ziemlich viele Versionen des Films geben. Ähnlich wie bei "Shining", wo Jack Nicholson ja je nach Synchro-Fassung einen anderen Text in die Schreibmaschine kloppt. Aber bei "Searching" ist es eben den kompletten Film so. Schon ein gehöriger Aufwand, der da betrieben wurde, auch wenn das eigentliche Budget des Films nicht gerade hoch gewesen sein dürfte.

Ich fand ihn ziemlich kurzweilig. Kein Meisterstück, aber gute Unterhaltung. Das Ende war etwas drangeklatscht, dafür gab es ein paar nette Überraschungen und Twists, mit denen man nicht unbedingt rechnet. Muss man nicht zwingend im Kino sehen, aber anschauen lohnt sich durchaus.

Trailer:

You don't even Nomi.
Thekenumschau | Last FM | RYM Diary 2018
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon TAFKAR » 15.08.2018 08:02

I kill Giants (Netflix)

Die 12jährige, leicht nerdige Barbara wird in der Schule gehänselt. Dabei hat sie ein Geheimnis, welches - Spoiler Alert! - im Titel bereits angesprochen wird: sie beschützt ihr kleines Küstendorf vor bösen Riesen.

Coming-of-Age-Drama mit Fantasy-Elementen, welches gegen Ende dann doch zu sehr auf die Tränendrüse drückt. Und bei den Riesen sollte man angesichts des vermutlich geringen Budgets auch nicht zu viel erwarten. Wer an "The Fault in our Stars" o.ä. Freude hat, kann sich das mal anschauen.

7/10
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Re: Der ultimative "One and Only"-Film-Thread

Beitragvon David Lee Hasselhoff » 18.08.2018 00:34

Threads (1984)

Eine BBC Produktion für's Fernsehen. Der kalte Krieg wird heiß und Atombomben fallen auch auf England. Das ganze Elend wird über das Schicksal eines jungen Paares aus Sheffield erzählt. Ums mal kurz zu machen: der verstörendeste Film den ich bislang gesehen habe. Wenn man Bock auf Scheisslaune hat: sofort ansehen. Wenn nicht: auch. Wenn man ein solariumbraunes, fettes Arschloch mit Iltiskadavertoupet und Altersdemenz ist: erst recht.

10/10

Nachtrag: Scheinbar ist der Film bereits Public Domain: https://archive.org/details/threads_201712

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