Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Feedback")

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MetalEschi
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von MetalEschi »

TheRiverDragon hat geschrieben:
GoTellSomebody hat geschrieben:Letztes der vier aufeinanderfolgenden 90er-Alben, die für mich neben dem vorerst letzten auch die besten sind.
Genau anders herum. "Snakes § Arrows" un "Vapor Trails" (zumindest die Remix-Version) sind klar besser als "Test For Echo" und die "Clockwork Angels".
Snakes & Arrows ist für mich die Beste seit Presto und auch die einzige der späten Alben, die wirklich sehr regelmäßig läuft. Vapor Trails besser alc Clockwork Angels geh ich auch noch mit.
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guitar-fiend
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von guitar-fiend »

MetalEschi hat geschrieben:Snakes & Arrows ist für mich die Beste seit Presto und auch die einzige der späten Alben, die wirklich sehr regelmäßig läuft.
*unterschreib*
Ist die einzige der letzte drei, die ich immer wieder mal aufleg und die in sich stimmigste.

Edith meint noch: Schönes Review von Thunderforce
Für mich hat das Album einen höheren Stellenwert, da es für mich das erste der "modernen" 90er Rush war.
Hat mir quasi eine neue Ebene der Band vogestellt.
Bei den Durststrecken und den Sich-nicht-erinnern-können-Songs gebe ich aber absolut Recht.
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NegatroN
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von NegatroN »

Ich kannte die bislang ja gar nicht, hab sie aber beim Lesen des Reviews nebenbei über YT laufen lassen. Das fand ich spontan ansprechend genug um mir die Platte zu bestellen.
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Frank2
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von Frank2 »

NegatroN hat geschrieben:Ich kannte die bislang ja gar nicht, hab sie aber beim Lesen des Reviews nebenbei über YT laufen lassen. Das fand ich spontan ansprechend genug um mir die Platte zu bestellen.
Da bist Du wieder mal hoffnungslos einem "Influencer" erlegen :D
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NegatroN
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von NegatroN »

Frank2 hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:Ich kannte die bislang ja gar nicht, hab sie aber beim Lesen des Reviews nebenbei über YT laufen lassen. Das fand ich spontan ansprechend genug um mir die Platte zu bestellen.
Da bist Du wieder mal hoffnungslos einem "Influencer" erlegen :D
Diesem Influencer erliege ich gerne. *g*
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von MetalEschi »

Ich habe sogar einen Bekannten, der musikalisch eigentlich nicht zur oberflächlichen Fraktion gehört (Springsteen-Verehrer), der aber von Rush tatsächlich NUR die Test for Echo kennt (und natürlich "die Vergötterung nicht so ganz nachvollziehen kann).
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Thunderforce
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von Thunderforce »

Wie kann man ihn nicht mögen?
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GoTellSomebody
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von GoTellSomebody »

Nett vom Interviewer, dass er Geddy zwischendurch doch auch mal zu Wort kommen lässt.
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oger
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Counterparts")

Beitrag von oger »

Ich hab die Gelegenheit genutzt, um mir TfE nach längerer Zeit noch mal zusammen mit Ploppis Einschätzung anzuhören...



TEST FOR ECHO

In der Tat einer der guten Songs auf dem Album, cooles Riff, schöner Refrain. Die Melodie fällt mir auch sofort ein, wenn ich das Cover irgendwo sehe oder was über das Album lese.


DRIVEN

Knackig, grooved und hat eine sehr hübsche Bridge. Könnte auch auf dem Vorgänger stehen. Die Keyboards hinter dem Refrain hör ich erstaunlicherweise sogar ohne Kopfhörer. Und ich hab im Italienurlaub als einziger nachts die Grillen
nicht zirpen hören. *g* Wäre bei mir allerdings auf keiner Rush Best of.


HALF THE WORLD

Der Song hat mich damals schon beim ersten Durchgang genervt, weil diese "Half the World"-Halbzeile so penetrant oft verwendet wird. Fast so schlimm wie wenn bei Popsongs der Refrain am Ende zig mal hintereinander kommt. Von der Musik her bestenfalls ok.


THE COLOR OF RIGHT

Hatte ich jetzt auch nicht mehr auf dem Schirm aber tatsächlich ein guter Song mit Counterparts-Refrain. Aber die Melodie ist in Tat beim nächsten Song schon wieder weg. *g*


TIME AND MOTION

Zustimmug. Höhepunktsloser Füller.


TOTEM

Das ist mir von den Gesangslinien zu schunkelig, zu cheesy, sowohl Strophe als auch der Refrain. Kein Highlight imo.


DOG YEARS

Zwar etwas härter und der Punkeinschlag ist eine nette Abwechslung aber auch hier gefällt mir der Refrain überhaupt nicht. Zu simpel, mit leichtem Nervfaktor.


VIRTUALITY

Net boy, net girl
Send your signal 'round the world
Let your fingers walk and talk
And set you free
Net boy, net girl
Send your impulse around the world
Put your message in a modem
And throw it in the Cyber Sea

WtF?
Wahrscheinlich auch sprachlich die belangloseste und schlimmste Rushtext-Passage überhaupt, welche mir den Song echt zur Qual macht. Gut, einmal darf auch ein Peart daneben hauen.
Ich glaube allerdings auch nicht, dass ich die schmierige Melodie mit einem anderem Text mögen würde. Lowlight auf TfE.


RESIST

Zustimmung, das dritte Highlight.


LIMBO

Finde ich eigentlich ganz gut für ein Instrumental. Eher was für die Habenseite.


CARVE AWAY THE STONE

Auch hier nervt der Refrain. Dieses häufige Wiederholen von einzelnen Zeilen findet sich auf anderen Rush-Alben nicht so häufig. Wirklich keine würdiger Abschluss.


Fazit: Die Zahl der echten Highlights beschränkt sich bei mir auf drei (Test for Echo, Driven, Resist), dafür finde ich Half The World, Dog Years, Virtuality und Carve away the Stones zum Teil fast schon anstrengend. Könnte daran liegen, dass ich gute Laune-Musik per se nicht mag aber hier ist mir Vieles zu simpel, repetitiv und zu eingängig. Dazu noch ein paar für Rush-Verhältnisse nur gute Songs und fertig ist das schwächste Rush-Album seit Caress of Steel. War 1996 schon eine herbe Enttäuschung und ist seit dem auch nicht unbedingt gewachsen.
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oger
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von oger »

Schönes Review übrigens wieder Herr Thunderforce.
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von VoiceOfTheSoul »

Toll dass es weitergeht! :) Komme mit einigen Tagen Verspätung nun auch mal dazu was zu schreiben. Mit den meisten Punkten des (wieder mal super gelungenen) Reviews stimme ich überein. "Test for Echo" ist auch für mich eher am hinteren Ende des Rush-Album-Rankings zu finden und hat mit dem Titelsong, 'Driven' und vor allem 'Resist' (was für Gänsehautmelodien!!) drei Highlights, aber auch einige eher belanglose Songs zu bieten. Komischerweise sind mir im Gegensatz zu einigen von euch aber auch die meisten 'Füllersongs' ganz gut im Gedächtnis geblieben, obwohl auch ich das Album seit etlichen Jahren nicht mehr gehört habe. Kann mich an 'Half the World', 'Time and Motion', 'Virtuality' (der aber wirklich lyrisch nicht gut gealtert ist) und selbst 'Carve Away The Stone' noch erinnern. Das Instrumental 'Limbo' ist mir dagegen kaum noch im Gedächtnis; ich kann mich aber noch erinnern, dass ich den Song ziemlich gut fand. Muss ich mal wieder hören, das Album!

Bei der Beschreibung deines fehlenden emotionalen Bezuges zu dem Album, Ploppi, habe ich mich interessanterweise in Bezug auf "Snakes and Arrows" (das ja noch kommt :wink: ) wieder erkannt. Ich will nicht zu viel vorgreifen, aber S&A scheint für mich die Rolle einzunehmen, die für dich "Test for Echo" hat: Einige vereinzelte Highlights, die aber allesamt nicht die wahnwitzige Emotionalität und melodische Intensität der wirklich großen Rush-Songs erreichen, und eine ganze Reihe von Songs, bei denen wirklich rein gar nichts hängen bleibt bzw. die in einigen Parts regelrecht nerven. Bin mal auf die Meinungen hier gespannt, wenn das Album kommt...
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin »

Cool, dass es weitergeht. Werde mal schauen, dass ich die Tage die Test for Echo in den Player werfe und dazu dein Review lese.
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Thunderforce
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von Thunderforce »

Noch ein aktuelles Interview mit Geddy über sein Bass-Buch und über etwaige zukünftige Pläne abseits von Rush

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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen (neu: "Test for Echo")

Beitrag von VoiceOfTheSoul »

So. Meine Trauer hat sich in den letzten Tagen ziemlich gelegt, und nach den ersten vorsichtigen Versuchen kann ich sagen, dass ich Rush wieder hören und auch Videos schauen und sogar wieder Freude empfinden kann. Freude und Dankbarkeit darüber, dass es diese Band gegeben hat. Mit dieser jahrzehntelangen Karriere ohne ein einziges schwaches Album und mit diesem gewaltigen Lebenswerk, das mit Clockwork Angels und "The Garden" seinen im Nachhinein logischen und runden Abschluss gefunden hat. Maiden hin, Pink Floyd her - vom Gesamtpaket her sind sie menschlich und musikalisch für mich die Größten und werden das auch immer bleiben.

Und weil das alles so ist, gönne ich mir ab heute nach langer Zeit mal wieder in unregelmäßigen Abständen die komplette Diskographie, lese mir gleichzeitig hier das jeweilige Review durch und gebe dann im Anshluss nochmal ein paar kurze Kommentare dazu. Geht gleich los mit dem Debüt.
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Re: Living on a lighted stage... - Rush für die Massen

Beitrag von VoiceOfTheSoul »

VoiceOfTheSoul hat geschrieben:
03.02.2015 21:45
Kann mich der Meinung vieler hier nur anschließen: Zwar von der Genialität späterer Werke noch weit entfernt; aber dennoch tolles Debütalbum, das ich immer noch mit Freuden höre. Instrumental finde ich es schon beeindruckend zu hören, wie weit Lee und Lifeson als knapp 20jährige Grünschnäbel schon waren; was die beiden auch hier schon an ihren Instrumenten abliefern musste auch 1974 schon keinen internationalen Vergleich scheuen. Und auch Rutsey war alles andere als ein Stümper.

Geddys Gesang ist natürlich wie in den 70ern generell noch extreme Geschmackssache, aber ich persönlich habe damit keinerlei Probleme. Genau so wie mit den Texten. Natürlich finde auch ich als selbst aktiver Lyriker, generell Songtextinteressierter und Neil Peart-Verehrer die Qualität der Texte auf dem Debüt mit "Herman Rarebell-Niveau" schon recht passend umschrieben *g*, aber mir bereiten die Texte eine gewisse trashige Freude. Insbesondere bei den von Ploppi schon zitierten Zeilen aus "In The Mood" muss ich doch immer schwer grinsen. :D "In The Mood" finde ich generell saucool, unfassbar lässig und überhaupt nicht peinlich. Egal wie beschissen der Tag gelaufen ist: Dieser Song heitert einen auf.

Meine weiteren Favoriten sind "Finding My Way" und natürlich "Working Man". "Here Again" kommt dann knapp dahinter, während der Rest etwas abfällt.
Jo. Habe meiner damaligen Einschätzung nicht viel hinzuzufügen. Außer dass "Here Again" nochmal 'ne ganze Ecke geiler ist als ich ihn in Erinnerung hatte (das Solo von Alex!) und die ersten zwei Minuten von "Before And After" wirklich fantastisch sind; zusammen mit "Working Man" das Highlight des Albums! Und John Rutsey war schon auch ein sehr, sehr guter Drummer. Insgesamt teile ich auch heute noch Ploppis damaliges Gesamtfazit: Es sind fast nur Granaten drauf und es rockt wie Sau!
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