Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

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Schnabelrock
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Schnabelrock »

Tolpan hat geschrieben: 05.08.2020 17:40 Es geht mir um so Aussagen wie "Ohne Fans ist Fußball nichts". Natürlich ist es mit Fans schöner, aber es geht live (!) notfalls eben auch ohne. Diese Anspruchshaltung nervt mich derbe.
Was für eine Anspruchshaltung? Es ist eine Meinung, die ich btw. teile.

Dass man rein funktional auch mit 6 Leuten auf dem Kleinfeld kicken kann und die Tore aus Pullovern bestehen und alles darüber hinaus sowieso, ja, das geht. Ich nehme an, das meinst Du mit "live".
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OriginOfStorms
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von OriginOfStorms »

Tolpan hat geschrieben: 05.08.2020 17:40 Es geht mir um so Aussagen wie "Ohne Fans ist Fußball nichts". Natürlich ist es mit Fans schöner, aber es geht live (!) notfalls eben auch ohne. Diese Anspruchshaltung nervt mich derbe.
Wie live? Im TV? Versteh ich nicht.

Ansonsten: Die neuen Regeln der DFL sind natürlich die feuchten Träume von Kundenberatern, dem Hoppensohn & CO.
Keine Auswärtsfans, kein Bier, kein Stehplatz. Hauptsache die VIP Tribüne ist auf. Hinterher kommt dann ein lapidares: Klappt doch super, bleibt so.
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Tolpan
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Tolpan »

Ich meine mit live natürlich im Stadion, jetzt stellt euch nicht dümmer als Ihr seid!

Dieses "Alle oder keiner", was auch von den Frankfurter Ultras gefordert wird, ist doch Kappes. Warum gleich niemand, wenn alle aus gegebenem Anlaß nun mal nicht gehen?
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von TAFKAR »

Susi666 hat geschrieben: 05.08.2020 17:31 An- und Abreise, aber auch: Schlangen am Einlass, an den Bier- und Imbiss-Buden, an/vor den Toiletten, evtl an den Ständen, wo man seine Geldkarten aufladen muss (oder kann man inzw überall wieder mit Bargeld bezahlen?)
Wie will man da überall die Abstände einhalten? Auch wenn nur 10000-15000 im Stadion sind?
Also am Beispiel Allianz-Arena halte ich das durchaus für machbar; da reden wir ja nur noch von ca. 1/7 der normalen Auslastung... Zumindest, wenn das Service-seitig so gehandelt wird wie ein normales Spiel (ergo: gleich viele Einlässe, gleich viel Catering etc.... klingt aber nach einem ziemlich miesen Geschäft.)
Tolpan hat geschrieben: 05.08.2020 20:06 Dieses "Alle oder keiner", was auch von den Frankfurter Ultras gefordert wird, ist doch Kappes. Warum gleich niemand, wenn alle aus gegebenem Anlaß nun mal nicht gehen?
+1, sowohl bei dem "alle oder keiner!"-Zeug als auch dem "Football without fans is nothing"-Spruch.
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Ghost_in_the_Ruin
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin »

Ich merke auf jeden Fall, dass ich dem Profifußball in Zukunft genauso fernbleiben werde, wie nach dem Neustart. Und da mache ich noch nicht mal den Vereinen oder der DFL einen Vorwurf, die letztlich nur ihre (hauptsächlich wirtschaftlichen) Interessen durchgeprügelt haben und weiterhin werden.
Es ist vielmehr diese für mich nicht mehr zu überbrückende Diskrepanz zwischen dem, was FußballVEREINE mal repräsentiert haben und dem was sie heute (ja, schon seit vielen Jahren) repräsentieren. Was mich aber inzwischen noch mehr entfremdet ist, wie sehr doch am Ende alles gefressenen wird, was einem vorgesetzt wird. Wie sehr auch in meinem Bekanntenkreis die Einstellung „lieber so, als gar kein Fußball“ und „die Fans/Ultras sollen sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind. Man sieht doch, dass es auch ohne die geht!“ vorherrscht, hat mich dann doch sehr ernüchtert.
Ich werde jedenfalls keinem Wirtschaftsunternehmen mehr zujubeln und mein Geld zukommen lassen, dass letztlich nur Konsumenten wünscht. Und das sind nunmal inzwischen mindestens 34 der 36 Bundesligisten, plus viele Dritt- und Viertligisten.
Wieso war hier und anderswo eigentlich der Aufschrei bei Hoeneß‘ „was glaubt ihr eigentlich wer euch finanziert?“ so groß? Letztlich scheint es ja doch die große Mehrheit genauso zu sehen und gutzuheißen.

Abgesehen davon bin ich ja immer noch im Kreisliga-Fußball aktiv und Vorstandsmitglied in meinem Verein und was da Corona-Bedingt an Mehrarbeit von uns komplett ehrenamtlich abgefertigt wird, ist inzwischen fast schon ein zweiter Full-Time Job. Und da machen die ganzen Lippenbekenntnisse diverser Verbandsgremien usw. mit Hinblick auf das, was dem Profi-Fußball ermöglicht wird halt doppelt wütend.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Quertreiber »

OriginOfStorms hat geschrieben: 05.08.2020 16:59
Tolpan hat geschrieben: 05.08.2020 14:50 Ich war vor einer Woche beim Essener Stadtderby mit 300 Leuten im 10.000er Stadion und hatte jede Menge Spaß.

Diese egozentrische Sicht, Fußball sei ohne Fans nix, geht mir immer mehr auf den Sack!

99% aller Spiele finden mit Zuschauerzahlen von 0 bis 100 statt (im Ruhrpott 1 bis 100, Hörm ist gesetzt) - ist das dann kein Fußball mehr?
Du siehst eventuell den Unterschied zwischen Spielen wo alle da sind die hin wollen (und wenn es nur Hörm ist) und Spielen wo man hin will aber nicht darf?
Die Leute sollten generell viel mehr zum Amateurfussball gehen, und wenn es einfach dafür ist, um Ehrenamts-Leuten wie dem Ghost ein wenig Respekt zu zollen und zu schauen, wie dieser Sport eigentlich her kommt.
Spiele mit Beteiligung höherer Ligen werden ansonsten für mich in nächster Zeit vermutlich nur auf Landespokalebene stattfinden (mit etwas Glück auch DFB-Pokal), da ich weder Vereinsmitglied noch DK-Besitzer bin.
Das Leben war real.

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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von GoTellSomebody »

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben: 05.08.2020 21:40 Ich merke auf jeden Fall, dass ich dem Profifußball in Zukunft genauso fernbleiben werde, wie nach dem Neustart. Und da mache ich noch nicht mal den Vereinen oder der DFL einen Vorwurf, die letztlich nur ihre (hauptsächlich wirtschaftlichen) Interessen durchgeprügelt haben und weiterhin werden.
Es ist vielmehr diese für mich nicht mehr zu überbrückende Diskrepanz zwischen dem, was FußballVEREINE mal repräsentiert haben und dem was sie heute (ja, schon seit vielen Jahren) repräsentieren. Was mich aber inzwischen noch mehr entfremdet ist, wie sehr doch am Ende alles gefressenen wird, was einem vorgesetzt wird. Wie sehr auch in meinem Bekanntenkreis die Einstellung „lieber so, als gar kein Fußball“ und „die Fans/Ultras sollen sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind. Man sieht doch, dass es auch ohne die geht!“ vorherrscht, hat mich dann doch sehr ernüchtert.
Ich werde jedenfalls keinem Wirtschaftsunternehmen mehr zujubeln und mein Geld zukommen lassen, dass letztlich nur Konsumenten wünscht. Und das sind nunmal inzwischen mindestens 34 der 36 Bundesligisten, plus viele Dritt- und Viertligisten.
Wieso war hier und anderswo eigentlich der Aufschrei bei Hoeneß‘ „was glaubt ihr eigentlich wer euch finanziert?“ so groß? Letztlich scheint es ja doch die große Mehrheit genauso zu sehen und gutzuheißen.

Abgesehen davon bin ich ja immer noch im Kreisliga-Fußball aktiv und Vorstandsmitglied in meinem Verein und was da Corona-Bedingt an Mehrarbeit von uns komplett ehrenamtlich abgefertigt wird, ist inzwischen fast schon ein zweiter Full-Time Job. Und da machen die ganzen Lippenbekenntnisse diverser Verbandsgremien usw. mit Hinblick auf das, was dem Profi-Fußball ermöglicht wird halt doppelt wütend.
Guter Beitrag. Danke. Werde ich mal drüber nachdenken. Ich bin zwar eh keiner, der viele Spiele im Stadion sieht, bin aber auch ehrenamtlich in meinem Verein aktiv und habe das bis jetzt nicht so kritisch gesehen bzw. halt gemacht und gehofft, dass es auf beiden Ebenen weitergeht.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Dimebag666 »

Hat denn noch jemand eine Sportart, die professionell durchgeführt wird, als Beispiel parat, die sich in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht kommerziell entwickelt?

Der Fußball ist zwar das Extrembeispiel, weil die Nachfrage dafür mit Abstand am Höchsten ist und dadurch übermäßig viel Geld vorhanden ist, aber in jeder anderen Sportart läuft es doch genauso ab, sobald man die Sache nicht mehr auf Amateurniveau betreibt.

Damit will ich die Entwicklung nicht gut heißen, sehe sie aber als logische Konsequenz. Wenn sich jetzt alle vom Fußball abwenden würden und sich auf einmal ganzjährig dem Curling zuwenden, würden wir in ein paar Jahren riesige Curlingstadien haben, 60 Euro pro Karte und Curlingtrikots für 80 Euro. Curlingspieler bekämen absurd hohe Sponsorenverträge und die Kids würden Uli Kapp verehren, es gäbe Fanartikel ohne Ende von ihm. *g*
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Tolpan
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Tolpan »

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben: 05.08.2020 21:40 Ich merke auf jeden Fall, dass ich dem Profifußball in Zukunft genauso fernbleiben werde, wie nach dem Neustart. Und da mache ich noch nicht mal den Vereinen oder der DFL einen Vorwurf, die letztlich nur ihre (hauptsächlich wirtschaftlichen) Interessen durchgeprügelt haben und weiterhin werden.
Es ist vielmehr diese für mich nicht mehr zu überbrückende Diskrepanz zwischen dem, was FußballVEREINE mal repräsentiert haben und dem was sie heute (ja, schon seit vielen Jahren) repräsentieren. Was mich aber inzwischen noch mehr entfremdet ist, wie sehr doch am Ende alles gefressenen wird, was einem vorgesetzt wird. Wie sehr auch in meinem Bekanntenkreis die Einstellung „lieber so, als gar kein Fußball“ und „die Fans/Ultras sollen sich nicht wichtiger nehmen, als sie sind. Man sieht doch, dass es auch ohne die geht!“ vorherrscht, hat mich dann doch sehr ernüchtert.
Ich werde jedenfalls keinem Wirtschaftsunternehmen mehr zujubeln und mein Geld zukommen lassen, dass letztlich nur Konsumenten wünscht. Und das sind nunmal inzwischen mindestens 34 der 36 Bundesligisten, plus viele Dritt- und Viertligisten.
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Grundsätzlich stimme ich Dir ja zu, aber Fans sind eben nicht nur Fans sondern (meinetwegen eine Stufe darunter) eben auch Kunden. Sie kaufen Karten, sie kaufen Bier, sie kaufen Wurst, sie kaufen eine Dienstleistung. Jetzt mal ganz rudimentär betrachtet (oder bei den Bayern ganz normal betrachtet...*g*).

Und jetzt stelle man sich mal vor, die Kunden von Schwimmbädern, Kinos, Theatern etc. würden sagen "Entweder kommen wir alle rein oder keiner!".

Was würde man dazu sagen?

Man würde den Scheibenwischer machen und denken "Komm' ma klar! In letzter Zeit schon mal Nachrichten gesehen, Hundehirn?" und zwar zu Recht.

Ich empfinde das als komplett anmaßend.

Man kann den modernen Fußball und dessen Ökonomie ablehnen, gerne. Habe ich kein Problem mit. Dann sollten diese Leute aber eben auch konsequent sein und gar nicht mehr hingehen und ihre Abos kündigen.

Aber ich sehe keinerlei Nachteil darin, wenn jetzt versucht wird, zumindest einen Teil der Fans wieder reinzulassen.

"Ohne meine Ultra-Buddies ist das alles nichts!" - na dann bleib halt zu Hause. Es zwingt Dich ja keiner. Spielt euch meinetwegen gegenseitig an den Klöten.

Lasst meinetwegen Familien mit Kindern rein. Oder sonst diejenigen, die wollen.

Ich habe hier (und woanders) noch kein einziges Argument gehört, warum "Alle oder keiner!" legitim sei. Ich lerne ja gerne dazu, also nur raus mit der Sprache.
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Tolpan
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Tolpan »

Dimebag666 hat geschrieben: 06.08.2020 10:03 Hat denn noch jemand eine Sportart, die professionell durchgeführt wird, als Beispiel parat, die sich in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht kommerziell entwickelt?

Der Fußball ist zwar das Extrembeispiel, weil die Nachfrage dafür mit Abstand am Höchsten ist und dadurch übermäßig viel Geld vorhanden ist, aber in jeder anderen Sportart läuft es doch genauso ab, sobald man die Sache nicht mehr auf Amateurniveau betreibt.

Damit will ich die Entwicklung nicht gut heißen, sehe sie aber als logische Konsequenz. Wenn sich jetzt alle vom Fußball abwenden würden und sich auf einmal ganzjährig dem Curling zuwenden, würden wir in ein paar Jahren riesige Curlingstadien haben, 60 Euro pro Karte und Curlingtrikots für 80 Euro. Curlingspieler bekämen absurd hohe Sponsorenverträge und die Kids würden Uli Kapp verehren, es gäbe Fanartikel ohne Ende von ihm. *g*
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Schnabelrock »

Dimebag666 hat geschrieben: 06.08.2020 10:03 Hat denn noch jemand eine Sportart, die professionell durchgeführt wird, als Beispiel parat, die sich in einer kapitalistischen Gesellschaft nicht kommerziell entwickelt?

Der Fußball ist zwar das Extrembeispiel, weil die Nachfrage dafür mit Abstand am Höchsten ist und dadurch übermäßig viel Geld vorhanden ist, aber in jeder anderen Sportart läuft es doch genauso ab, sobald man die Sache nicht mehr auf Amateurniveau betreibt.

Damit will ich die Entwicklung nicht gut heißen, sehe sie aber als logische Konsequenz. Wenn sich jetzt alle vom Fußball abwenden würden und sich auf einmal ganzjährig dem Curling zuwenden, würden wir in ein paar Jahren riesige Curlingstadien haben, 60 Euro pro Karte und Curlingtrikots für 80 Euro. Curlingspieler bekämen absurd hohe Sponsorenverträge und die Kids würden Uli Kapp verehren, es gäbe Fanartikel ohne Ende von ihm. *g*
Wie immer macht die Dosis das Gift. Mag sein, dass eine Überhitzung so auch im Curling, Billard oder Hockey entstehen könnte. Vermutlich ja.
Imo geht es als Konsument genau darum, damit selbst ein bisschen bewusst, präventiv und kritisch umzugehen.
Nicht einmal Ultras wollen aber Werks-Sozialistenfussball mit zwei Kisten Fassbrause für jedes Team und einem Trainer, der beruflich Dachdecker oder Pfarrer ist. Dass von anderer Seite immer so getan wird, gehört zu deren Werkzeugen von Gewinnmaximierung.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Wishmonster »

Dieses "Alle oder keiner"-Geschwätz ist natürlich Blödsinn. Die Frage ist nur, ob es in der aktuellen Situation überhaupt zu verantworten ist, 10.000 - 30.000 Leute in die Stadien zu lassen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass während der Urlaubssaison eh mit erhöhten Neuinfektionen zu rechnen ist, dazu kommt dann noch die startende Grippewelle im Herbst.

Gerade bei der An- und Abreise, dem Einlass oder der Halbzeitpause finde ich es schwierig umzusetzen, dass alle den Mindestabstand einhalten. Wenn nur 50 Leute für eine Pausenwurst anstehen, hat man ja gleich eine 75 m lange Schlange. Vor den Toiletten dasselbe.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Tolpan »

Wishmonster hat geschrieben: 06.08.2020 11:59 Dieses "Alle oder keiner"-Geschwätz ist natürlich Blödsinn. Die Frage ist nur, ob es in der aktuellen Situation überhaupt zu verantworten ist, 10.000 - 30.000 Leute in die Stadien zu lassen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass während der Urlaubssaison eh mit erhöhten Neuinfektionen zu rechnen ist, dazu kommt dann noch die startende Grippewelle im Herbst.

Gerade bei der An- und Abreise, dem Einlass oder der Halbzeitpause finde ich es schwierig umzusetzen, dass alle den Mindestabstand einhalten. Wenn nur 50 Leute für eine Pausenwurst anstehen, hat man ja gleich eine 75 m lange Schlange. Vor den Toiletten dasselbe.
Da bin ich bei Dir. Sicherer (und IMHO auch sinnvoller) wäre es in der Tat komplett ohne Zuschauer.

Man könnte meine Postings in der Tat missverstehen, dass ich zwingend eine Öffnung der Stadien wollen würde.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Schnabelrock »

Eine 800 Meter lange Schlange für Bratwurst würde ich gern mal sehen. Das ändert gerade meine ganz Einstellung zu sowas.
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Re: Der offizielle Fussball-Thread des DEI - Teil XV

Beitrag von Kollias »

Endlich macht das große Stadion bei uns mal Sinn! :D
In aller Regel ist unsere Auslastung eh nur bei 35%, da könnte sogar fast jeder rein, der rein will. Einziger Unterschied wäre dann nur die wenig stimmungsfördernde Verteilung über alle Tribünen...
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