Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

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JudasRising
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von JudasRising »

Apparition hat geschrieben:
03.07.2020 08:21
Schön in dem Zusamenhang auch das hier:

Adenauers Gurken im Tönnies-Werksverkauf sorgen für Irritation
Bei "Gutscheine für Werksverkauf" hatte ich keinen Bock mehr".
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JudasRising
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von JudasRising »

Wie immer voll auf den Punkt
https://www.der-postillon.com/2020/07/sigmar-g.html?m=1
bitter - :D
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Tolpan
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Tolpan »

Ante: "Brrruda, schlag de Ball lang!"
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von M.o.D. »

Tolpan hat geschrieben:
03.07.2020 14:05
*huld* @ Titanic:

https://pbs.twimg.com/media/Eb_XfPJWoAA ... name=large
Hoppla... :traenenlach:
Ich bin nicht alt, ich bin retro !!

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von JudasRising »

Tolpan hat geschrieben:
03.07.2020 14:05
*huld* @ Titanic:

https://pbs.twimg.com/media/Eb_XfPJWoAA ... name=large
*mithuld*

Passend dazu:
https://www.der-postillon.com/2020/07/b ... r.html?m=1
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Alphex
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Alphex »

Ich platziere das mal hier, Thema "wie weit sind wir mit dem Thema Sexismus denn inzwischen?":
Der polnische Netflix-Film "365 Tage" ist ein großer Erfolg beim Publikum. Er läuft seit Anfang Juni auf Netflix und ist ein Streaming-Hit unter anderem in Deutschland und Großbritannien. "Ich werde dich so hart ficken, dass man deine Schreie bis Warschau hört", verkündet der extrem gut aussehende Mafiaboss Massimo (Michele Morrone) in einem Moment maximaler poetischer Produktivität. Da ist die schöne polnischen Geschäftsfrau Laura (Anna Maria Sieklucka), der er in ihrem sizilianischen Hotel ein Betäubungsmittel in den Drink kippen ließ, schon seit ein paar Monaten Gefangene in seinem Gangsterheim. Genau ein Jahr lang, so Massimos Diktat, werde er sie festhalten, damit sie sich in ihn verlieben kann, dann ist sie – gefügig oder nicht – wieder frei.

Seit Netflix den polnischen Film zeigt, gibt es Proteste gegen das Drama, das gleich in den ersten Minuten zeigt, wie der männliche Hauptdarsteller eine Flugbegleiterin zwingt, ihn oral zu befriedigen. Als die entführte Heldin Laura fliehen will, packt er sie, schleudert sie in einen Polstersessel und gelobt: "Ich werde nichts gegen deinen Willen tun." Da hat er bereits sein Knie zwischen ihre Schenkel gewuchtet und knetet mit der Hand ihre Brust, bevor er anfängt, sie zu würgen.

In einem Schlüsselmoment des Films, als die Heldin endlich gebrochenen Willens um Sex mit ihrem Entführer bettelt, schließt der sogar die Ketten auf, mit denen er sie an eine Luxusbettstatt gefesselt hat. Das ändert aber nichts an der Botschaft des Films. "Das Leben basiert darauf, dir mit Gewalt zu nehmen, was du willst", behauptet der Entführer Massimo triumphierend.
https://www.spiegel.de/kultur/tv/365-ta ... e466508730 (das Zitat von mir ist gekürzt)

Joa. Neben der Frage, wie progressiv es ist, sich bei sowas zu denken "Polen halt", knoble ich auch daran, inwieweit so ein brachialer Sprung von "garkein Sexismus mehr, nirgendwo, wir sind schließlich zivilisiert" einerseits zu anderseits "die verbotenen Gedanken entladen wir dann in einer Romantisierung von Entführung und Vergewaltigung" irgendwie... ja, nicht logisch ist, aber inwieweit man darüber vielleicht mal mehr reden sollte. Weil mir das noch erheblich ungesünder erscheint als ab und zu Whitesnake zu hören. Und betrifft ja auch nicht nur die ach so Primitiven im nicht-Westen, sondern ist auch ein "Hit in Deutschland und Großbritannien".
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von OriginOfStorms »

RS Archer ist wieder auf Sendung. :pommes:
https://twitter.com/rsarcher5
Update: he's been found.
Enjoying a rather fine Montravel with the Mayor and his wife when get WhatsApp call from idiot son.

All can make out is that he's in Amsterdam and something to do with face masks and the gendarmerie.
Then the line drops.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Alphex »

OriginOfStorms hat geschrieben:
05.07.2020 17:07
RS Archer ist wieder auf Sendung. :pommes:
https://twitter.com/rsarcher5
Update: he's been found.
Enjoying a rather fine Montravel with the Mayor and his wife when get WhatsApp call from idiot son.

All can make out is that he's in Amsterdam and something to do with face masks and the gendarmerie.
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Schreibstil und die Tatsache, dass er keine Threads mehr macht sondern Einzeltweets lassen mich daran iwie zweifeln :/
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von NegatroN »

Ich unterstütze ja die Buzzard-App, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zu täglich drei Themen unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen (die aber aus seriösen Quellen kommen). Das halte ich für ein gutes Projekt, vor allem weil man damit sehr schnell an Sichtweisen herankommt, die die eigenen herausfordern.

Da ging es letztens auch um den Umgang mit Rechtsextremismus in der Bundeswehr und den Umgang mit dem KSK. Keine Frage, dass da einiges zu tun ist und die Strukturen reformiert gehören. Ein "Gegenargument" hat mich aber doch zum Nachdenken gebracht. Der Autor hat die These vertreten, dass es kein Wunder ist, wenn sich Soldaten oder auch Polizisten nach rechts außen lehnen, wenn das andersherum der einzige Ort ist, an dem sie Wertschätzung und Unterstützung erfahren, während sie links und auch zunehmend in der Mitte als Gegner begriffen werden. Das kann natürlich keine Entschuldigung sein (und soll es auch nicht), aber das Argument ist meiner Meinung nach nicht ganz von der Hand zu weisen, dass sie nur dann auf dem Boden des Grundgesetzes stehen werden, wenn die Gesellschaft als Ganzes auch bereit ist, sich hinter sie zu stellen.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von infected »

NegatroN hat geschrieben:
06.07.2020 12:40
Ich unterstütze ja die Buzzard-App, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zu täglich drei Themen unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen (die aber aus seriösen Quellen kommen). Das halte ich für ein gutes Projekt, vor allem weil man damit sehr schnell an Sichtweisen herankommt, die die eigenen herausfordern.

Da ging es letztens auch um den Umgang mit Rechtsextremismus in der Bundeswehr und den Umgang mit dem KSK. Keine Frage, dass da einiges zu tun ist und die Strukturen reformiert gehören. Ein "Gegenargument" hat mich aber doch zum Nachdenken gebracht. Der Autor hat die These vertreten, dass es kein Wunder ist, wenn sich Soldaten oder auch Polizisten nach rechts außen lehnen, wenn das andersherum der einzige Ort ist, an dem sie Wertschätzung und Unterstützung erfahren, während sie links und auch zunehmend in der Mitte als Gegner begriffen werden. Das kann natürlich keine Entschuldigung sein (und soll es auch nicht), aber das Argument ist meiner Meinung nach nicht ganz von der Hand zu weisen, dass sie nur dann auf dem Boden des Grundgesetzes stehen werden, wenn die Gesellschaft als Ganzes auch bereit ist, sich hinter sie zu stellen.
Da wäre für mich aber die Frage, neigen sie rechts zu weil sie abgelehnt werden oder werden sie abgelehnt, weil es prinzipiell eine starke Neigung nach rechts gibt. So oder so, es muss die Vorbedingung sein das sie ohne wenn und aber auf dem Boden des Grundgesetztes stehen und nur dann kann es überhaupt möglich sein, dass die Leute sich hinter sie stellen und nicht umgekehrt. Auch ist eine Polizei, die Kennzeichnungspflichten oder auch nur die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle als unzumutbar und Angriff auf sich empfindet, so nicht akzeptabel.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von NegatroN »

infected hat geschrieben:
06.07.2020 12:50
Da wäre für mich aber die Frage, neigen sie rechts zu weil sie abgelehnt werden oder werden sie abgelehnt, weil es prinzipiell eine starke Neigung nach rechts gibt. So oder so, es muss die Vorbedingung sein das sie ohne wenn und aber auf dem Boden des Grundgesetztes stehen und nur dann kann es überhaupt möglich sein, dass die Leute sich hinter sie stellen und nicht umgekehrt. Auch ist eine Polizei, die Kennzeichnungspflichten oder auch nur die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle als unzumutbar und Angriff auf sich empfindet, so nicht akzeptabel.
Ich bin mir nicht sicher, ob man das wirklich in diese zeitliche oder logische Abhängigkeit zueinander setzen kann. Die Bereitschaft dafür muss auf beiden Seiten vorhanden sein, da ist nicht eines Vorbedingung für der andere. Es muss auch an beiden Seiten gleichzeitig gearbeitet werden, die Umsetzung muss da IMO Hand in Hand greifen.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von M.o.D. »

infected hat geschrieben:
06.07.2020 12:50
NegatroN hat geschrieben:
06.07.2020 12:40
Ich unterstütze ja die Buzzard-App, die es sich zum Ziel gesetzt hat, zu täglich drei Themen unterschiedliche Perspektiven aufzuzeigen (die aber aus seriösen Quellen kommen). Das halte ich für ein gutes Projekt, vor allem weil man damit sehr schnell an Sichtweisen herankommt, die die eigenen herausfordern.

Da ging es letztens auch um den Umgang mit Rechtsextremismus in der Bundeswehr und den Umgang mit dem KSK. Keine Frage, dass da einiges zu tun ist und die Strukturen reformiert gehören. Ein "Gegenargument" hat mich aber doch zum Nachdenken gebracht. Der Autor hat die These vertreten, dass es kein Wunder ist, wenn sich Soldaten oder auch Polizisten nach rechts außen lehnen, wenn das andersherum der einzige Ort ist, an dem sie Wertschätzung und Unterstützung erfahren, während sie links und auch zunehmend in der Mitte als Gegner begriffen werden. Das kann natürlich keine Entschuldigung sein (und soll es auch nicht), aber das Argument ist meiner Meinung nach nicht ganz von der Hand zu weisen, dass sie nur dann auf dem Boden des Grundgesetzes stehen werden, wenn die Gesellschaft als Ganzes auch bereit ist, sich hinter sie zu stellen.
Da wäre für mich aber die Frage, neigen sie rechts zu weil sie abgelehnt werden oder werden sie abgelehnt, weil es prinzipiell eine starke Neigung nach rechts gibt. So oder so, es muss die Vorbedingung sein das sie ohne wenn und aber auf dem Boden des Grundgesetztes stehen und nur dann kann es überhaupt möglich sein, dass die Leute sich hinter sie stellen und nicht umgekehrt. Auch ist eine Polizei, die Kennzeichnungspflichten oder auch nur die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle als unzumutbar und Angriff auf sich empfindet, so nicht akzeptabel.
Nunja, ich sehe es mal so:
Poliziei oder Bundeswehr sind Einrichtungen, die von "linken" Gruppierungen eher abgelehnt werden. Auch dürften Personen, die sich eher dem "linken" Spektrum zugehörig fühlen, Ihre berufliche Zukunft weniger bei den vorgenannten Organisationen suchen.
Konservativ geprägte Menschen tendieren dazu, Staatsorganen eher zu vertrauen. Es sei denn, die Einstellung geht soweit ins Konservative, dass es schon "rechts" zu bezeichnen ist. Dann wird der Ruf nach einer "starken Hand", die für Recht und Ordnung sorgt, noch lauter.
Somit dürfte sich die Belegschaft der Polizeit oder BW eher aus dem konservativen Spektrum rekrutieren.

Zu meiner BW-Zeit war auch das Thema Hafenstrasse / Hamburg noch aktuell. (Ich war zur Grundausbildung in Hamburg).
Wir sind irgendwann mal in Zivil, Anlass ist mir entfallen, mal in der Nähe der Hafenstrasse langefahren. Da kamen dann so Aussagen der Wehrdienstleistenden (!) wie "Lass uns mal in Kompanie-Stärke mit scharfer Muni rein. In 10 min ist da Ruhe".
Und Vorgesetzte, die das mit "Häuserkampf ist nicht Bestandteil Ihrer Grundausbildung" kommentieren, sorgen sicher nicht für Entspannung.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von infected »

NegatroN hat geschrieben:
06.07.2020 13:02
infected hat geschrieben:
06.07.2020 12:50
Da wäre für mich aber die Frage, neigen sie rechts zu weil sie abgelehnt werden oder werden sie abgelehnt, weil es prinzipiell eine starke Neigung nach rechts gibt. So oder so, es muss die Vorbedingung sein das sie ohne wenn und aber auf dem Boden des Grundgesetztes stehen und nur dann kann es überhaupt möglich sein, dass die Leute sich hinter sie stellen und nicht umgekehrt. Auch ist eine Polizei, die Kennzeichnungspflichten oder auch nur die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle als unzumutbar und Angriff auf sich empfindet, so nicht akzeptabel.
Ich bin mir nicht sicher, ob man das wirklich in diese zeitliche oder logische Abhängigkeit zueinander setzen kann. Die Bereitschaft dafür muss auf beiden Seiten vorhanden sein, da ist nicht eines Vorbedingung für der andere. Es muss auch an beiden Seiten gleichzeitig gearbeitet werden, die Umsetzung muss da IMO Hand in Hand greifen.
Empfinde ich jetzt nur bedingt so. Zumal gerade im Bereich der Polizei zu viele Probleme aufgelaufen sind und immer wieder verschleppt oder abgewiegelt wurden. Es müssen einfach grundsätzlich ein paar Dinge stimmen bevor man über alles andere diskutieren und sich im Verhältnis weiterentwickeln kann. Das geht aber nur wenn in den Institutionen die größten Problembereiche angegangen werden. Nicht alles auf einmal aber ein Teil der wesentlichen Probleme muss angegangen werden (beispielsweise eine wirklich unabhängige Beschwerdestelle, die auch zeigt, dass Wille und Möglichkeiten gegeben sind gegen Verfehlungen der Polizei vorzugehen und diese auch nachhaltig durch Gerichte behandelt werden). Und nur dann ist der Rückhalt auch möglich.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von NegatroN »

M.o.D. hat geschrieben:
06.07.2020 13:23
Nunja, ich sehe es mal so:
Poliziei oder Bundeswehr sind Einrichtungen, die von "linken" Gruppierungen eher abgelehnt werden. Auch dürften Personen, die sich eher dem "linken" Spektrum zugehörig fühlen, Ihre berufliche Zukunft weniger bei den vorgenannten Organisationen suchen.
Konservativ geprägte Menschen tendieren dazu, Staatsorganen eher zu vertrauen. Es sei denn, die Einstellung geht soweit ins Konservative, dass es schon "rechts" zu bezeichnen ist. Dann wird der Ruf nach einer "starken Hand", die für Recht und Ordnung sorgt, noch lauter.
Somit dürfte sich die Belegschaft der Polizeit oder BW eher aus dem konservativen Spektrum rekrutieren.
Ja, das ist zweifelsohne so. Die Frage ist aber, ob das so sein muss und ob darin eben nicht ein Teil des Problems liegt.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von JudasRising »

Irgendwie sagt es doch alles, das Frau Högl die Wehrpflicht wieder einführen will, damit die Bundeswehr einen echten Querschnitt der Bevölkerung wieder spiegelt. Damit wird doch unumwunden zugegeben, das die Leute, die aus freien Stücken Soldat/in werden wollen, überwiegend eher rechts der Mitte stehen. Wobei ich auch nicht glaube, das sich durch die Wehrpflicht viel daran ändern würde, man wird dann ja immer noch verweigern können (müssen), und ich bezweifle auch, das sich der Anteil an rechten Leuten bei der BW durch die Abschaffung der Wehrpflich deutlich erhöht hat, einen gewissen Anteil wird es da immer gegeben haben.
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