Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

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crazy_monkey
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von crazy_monkey »

Schnabelrock hat geschrieben: 28.11.2020 15:06 [

Da bin ich bei Infected. Mich erreicht so Kadersprech zwar auch selten und gering.
Das ist jetzt aber fies, das Wort Kader weckt ganz schlimme Assoziationen mit maoistischen K-Gruppen, irgendwelchen strammen kommunistischen Parteisoldaten oder verbohrten Dogmatikern bei mir. Sagt es mir ehrlich, rede ich wirklich wie Dutschke? :D
OriginOfStorms hat geschrieben: 28.11.2020 16:09
borsti hat geschrieben: 28.11.2020 13:09 Davon abgesehen: Wenn bei einigen Nutzern der Wunsch besteht, sich über politische Ideengeschichte auszutauschen, wäre vielleicht ein dediziert dafür vorgesehener Forenthread eine Lösung.
Wurde schon versucht und wurde nicht angenommen. Warum auch immer...
viewtopic.php?f=17&t=110044
Dabei wollte ich doch gar nicht über sozialistische Ideengeschichte sprechen, sondern darüber, warum es der Linken so schwer fällt, eine theoretisch substanzielle Kritik am Zusammenhang zwischen Naturausbeutung, ökologischer Krise und Kapitalismus zu formulieren. Letzteres war vermutlich auch eine eher mittelgute Idee, wie mir allmählich aufgeht. Also Themenwechsel: Was für Scheiße baut Trump momentan? :kratz:
Zuletzt geändert von crazy_monkey am 28.11.2020 16:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Kaleun Thomsen
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Kaleun Thomsen »

Ich gebe zu, ich muss den ein oder anderen Beitrag hier auch mehr als nur einmal lesen um eine Ahnung davon zu bekommen, um was es eigentlich geht. Ich empfinde es aber für mich als Zugewinn, wenn ich auch mal irgendwas nachschlagen muss und dabei vielleicht sogar etwas lerne, und sei es nur ein mir unbekannter Fachterminus ( Derer gibt es unendlich viele ). Was mir aber echt auf den Sack geht und mich gerade hier in diesem Forum irritiert ist diese "Wir sind hier eine seit Jahren bestehende Schicksalsgemeinschaft und die Refugees haben sich hier anzupassen!!11!!!!"-Attitüde. Das wirkt- sorry- schon leicht reaktionär.
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Rotstift
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Rotstift »

crazy_monkey hat geschrieben: 28.11.2020 16:34

Das ist jetzt aber fies, das Wort Kader weckt ganz schlimme Assoziationen mit maoistischen K-Gruppen, irgendwelchen strammen kommunistischen Parteisoldaten oder verbohrten Dogmatikern bei mir. Sagt es mir ehrlich, rede ich wirklich wie Dutschke? :D

Nein. Dutschke habe ich verstanden. :D
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Im übrigen bin ich der Meinung dass die AfD der politische Arm des Rechtsterrorismus ist.
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Fraoch
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Perry Rhodan hat geschrieben: 28.11.2020 16:25
Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 16:23
Perry Rhodan hat geschrieben: 28.11.2020 16:21 Kann es sein, dass man zumindestens teilweise aneinander vorbei schreibt?
Der eine mein a und der andere versteht b?
Immer.
Und irgendwann wissen alle nicht mehr, worum es überhaupt ging.
Ich war kurz versucht hier ein Rezept für eine Linsensuppe die ich mir gerade koche als Antwort einzustellen. Aber ich glaube der Witz zündet nicht.

Daher noch Mal einige meiner Kernaussagen:
* Niemand sollte sein Gegenüber in irgendeiner Form herabwürdigen.
* Unterschiedlichkeit zu akzeptieren ist das Wesen eines Miteinanders.
* Niemand muss sich für den anderen verstellen.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Perry Rhodan »

"* Niemand sollte sein Gegenüber in irgendeiner Form herabwürdigen. :pommes:
* Unterschiedlichkeit zu akzeptieren ist das Wesen eines Miteinanders. :pommes:
* Niemand muss sich für den anderen verstellen." :pommes:
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Schnabelrock »

crazy_monkey hat geschrieben: 28.11.2020 16:34 darüber, warum es der Linken so schwer fällt, eine theoretisch substanzielle Kritik am Zusammenhang zwischen Naturausbeutung, ökologischer Krise und Kapitalismus zu formulieren.
Falls mit "substanziell" nicht nur akademisch-theoretisch substanziell gemeint ist, sondern zudem Substanz im Sinne von Menschen, Körpern ... dann finde ich, sollte man Sprache nicht nur als Mittel der Erfassung erfassen, sondern vor allem als Transportmittel ... äh ... erfassen.

Der deutsche Pöbel kauft vielleicht vor dem Sturm eine Bahnsteigkarte, aber der Intellektuelle dann sogar ein Platzreservierung 1. Klasse. Da bleibt man unter sich, nett, aber es ist auch manchmal ein etwas einsam.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Quertreiber »

Kaleun Thomsen hat geschrieben: 28.11.2020 16:34 Ich gebe zu, ich muss den ein oder anderen Beitrag hier auch mehr als nur einmal lesen um eine Ahnung davon zu bekommen, um was es eigentlich geht. Ich empfinde es aber für mich als Zugewinn, wenn ich auch mal irgendwas nachschlagen muss und dabei vielleicht sogar etwas lerne, und sei es nur ein mir unbekannter Fachterminus ( Derer gibt es unendlich viele ). Was mir aber echt auf den Sack geht und mich gerade hier in diesem Forum irritiert ist diese "Wir sind hier eine seit Jahren bestehende Schicksalsgemeinschaft und die Refugees haben sich hier anzupassen!!11!!!!"-Attitüde. Das wirkt- sorry- schon leicht reaktionär.
Danke, sehe ich ähnlich.
Das Leben war real.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Schnabelrock »

Quertreiber hat geschrieben: 28.11.2020 17:16
Kaleun Thomsen hat geschrieben: 28.11.2020 16:34 Ich gebe zu, ich muss den ein oder anderen Beitrag hier auch mehr als nur einmal lesen um eine Ahnung davon zu bekommen, um was es eigentlich geht. Ich empfinde es aber für mich als Zugewinn, wenn ich auch mal irgendwas nachschlagen muss und dabei vielleicht sogar etwas lerne, und sei es nur ein mir unbekannter Fachterminus ( Derer gibt es unendlich viele ). Was mir aber echt auf den Sack geht und mich gerade hier in diesem Forum irritiert ist diese "Wir sind hier eine seit Jahren bestehende Schicksalsgemeinschaft und die Refugees haben sich hier anzupassen!!11!!!!"-Attitüde. Das wirkt- sorry- schon leicht reaktionär.
Danke, sehe ich ähnlich.
War mir klar, dass genau Ihr zwei wieder als Gutmenschen-Bahnhofsklatscher losgeht. *g*
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Susi666 »

Ein Forum, welches es (irgendwie...) schafft, Perry Rhodan zu integrieren, sollte es wohl auch schaffen, subcom...äh...crazy_monkey und Fraoch zu integrieren??!

:prost:
Kennt ihr dieses leichte Prickeln der Vorfreude und Herzklopfen, wenn ihr einen Thread öffnet, dessen neueste Antwort mit hoher Wahrscheinlichkeit mit beleidigter Leberwurst bestrichen ist?

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

Kaleun Thomsen hat geschrieben: 28.11.2020 16:34 Ich gebe zu, ich muss den ein oder anderen Beitrag hier auch mehr als nur einmal lesen um eine Ahnung davon zu bekommen, um was es eigentlich geht. Ich empfinde es aber für mich als Zugewinn, wenn ich auch mal irgendwas nachschlagen muss und dabei vielleicht sogar etwas lerne, und sei es nur ein mir unbekannter Fachterminus ( Derer gibt es unendlich viele ). Was mir aber echt auf den Sack geht und mich gerade hier in diesem Forum irritiert ist diese "Wir sind hier eine seit Jahren bestehende Schicksalsgemeinschaft und die Refugees haben sich hier anzupassen!!11!!!!"-Attitüde. Das wirkt- sorry- schon leicht reaktionär.
Wenn du meinen Wunsch nach einem gewohnten Diskussionsstil als Nazisprech interpretierst bin ich entweder komplett gescheitert mein Anliegen darzustellen oder ich gehe dir zu Recht auf den Sack. Beides fände ich eher traurig und lässt mich ein wenig ratlos zurück. :ka:
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von NegatroN »

Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 13:34 @Nega, dann ist dieser Beitrag von Dir, ebenso wie einige der dann nachkommenden, ziemlich in die Hose gegangen.
Eine Beobachtung, die ich hier bemerkenswert finde: geht es um Rassismus oder Sexismus, so spielt das Machtgefälle eine entscheidende Rolle und ein Treten von unten nach oben ist völlig anders zu bewerten als ein Treten von oben nach unten.
Geht es hingegen um akademische Bildung, so scheint die Richtung keine Rolle mehr zu spielen und das Treten nach oben ist genau so zu bewerten wie das Treten nach unten.
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We want to see the fire
We're long past being careful
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Perry Rhodan »

"Ein Forum, welches es (irgendwie...) schafft, Perry Rhodan zu integrieren..."

Ist doch gar nicht nötig und nicht wichtig.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Lobi »

NegatroN hat geschrieben: 28.11.2020 17:43
Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 13:34 @Nega, dann ist dieser Beitrag von Dir, ebenso wie einige der dann nachkommenden, ziemlich in die Hose gegangen.
Eine Beobachtung, die ich hier bemerkenswert finde: geht es um Rassismus oder Sexismus, so spielt das Machtgefälle eine entscheidende Rolle und ein Treten von unten nach oben ist völlig anders zu bewerten als ein Treten von oben nach unten.
Geht es hingegen um akademische Bildung, so scheint die Richtung keine Rolle mehr zu spielen und das Treten nach oben ist genau so zu bewerten wie das Treten nach unten.
Gewagt. Ich würde vorschlagen, du überdenkst den Beitrag nochmal gründlich.
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Fraoch
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

NegatroN hat geschrieben: 28.11.2020 17:43
Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 13:34 @Nega, dann ist dieser Beitrag von Dir, ebenso wie einige der dann nachkommenden, ziemlich in die Hose gegangen.
Eine Beobachtung, die ich hier bemerkenswert finde: geht es um Rassismus oder Sexismus, so spielt das Machtgefälle eine entscheidende Rolle und ein Treten von unten nach oben ist völlig anders zu bewerten als ein Treten von oben nach unten.
Geht es hingegen um akademische Bildung, so scheint die Richtung keine Rolle mehr zu spielen und das Treten nach oben ist genau so zu bewerten wie das Treten nach unten.
Wer redet hier von treten, also einem anfälligen Verhalten gegenüber jemanden auf der Grundlage? Oder wer tut so etwas hier? Liest Du etwa meinen Beitrag so? Und siehst Du ein solches Gefälle zwischen uns?

Ich nicht und ich fand deine Beiträge aggressiv und anfeindend und das unter mehrmaligen Verweis auf meinen Post, deshalb finde ich, dass die in die Hose gegangen sind wenn es nicht deine Intention war hier irgendwelche Probleme künstlich aufzubauschen, also wenn Du mir keine Arroganz und Trollerei, wegen etwas dasvon mir, obwohl offensichtlich, längst als "nicht ernst gemeinter Spiegel einer Forderung um Verhaltensänderung" erläutert wurde, unterstellen wolltest, hast Du wie man nicht zuletzt auch an dem Diskussionsverlauf sieht offensichtlich daneben gegriffen. Und noch Mal, wenn Du das Gefühl hast, dass Du da was zu klären hast, dann können wir das gerne miteinander klären, aber dazu ist das hier der falsche Rahmen. Und letztendlich den Bogen zum Thema zurück, hier geht es doch darum miteinander klar zu kommen trotz Unterschiedlichkeit. Das ist so ziemlich das Gegenteil von einem abwertendem Gebahren gegenüber jemanden.
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Apparition
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Apparition »

crazy_monkey hat geschrieben: 28.11.2020 13:47
Apparition hat geschrieben: 28.11.2020 12:26 My 2 Cents: Die Annahme, man könnte einen komplexen Sachverhalt ausschließlich in gleichermaßen komplexer Sprache kommunizieren, ist schlicht falsch. Inhaltliche uns sprachliche Komplexität haben keinen Zusammenhang. Es gibt ganze Bücherregale hervorragender populärwissenschaftlicher Literatur, die das beweist. Jetzt komme ich zugegebenermaßen aus der Naturwissenschaft und Medizin, weiß aber wie wissenschaftliche Publikationen dort aussehen. Und dass jede Editorin einer wissenscahftlichen Fachzeitschrift einem allzu komplizierte Ausdrucksweisen um die Ohren haut. :D So ziemlich in jeder Fortbildung zu wissenschaftlichem Schreiben, die ich bisher hatte, wurde sprachliche Klarheit betont. Das mag in den Geisteswissenschaften anders sein, macht aber nur die folgende Aufgabe anspruchsvoller:

Jeder Wissenschaftler, der mit Menschen außerhelb seines Fachgebiets über sein Thema redet, hat meiner Meinung nach die Pflicht, dafür zu sorgen, dass er verstanden wird. Das hat übrigens auch nichts mit doof oder schlau zu tun, sondern mit Effizienz. Wenn mein gegenüber über meine sprachlichen Konstrukte nachdenken müssen, fehlen in dem Moment Kapazitäten für Inhalte. Sprache darf dem Verstehen nie im Weg stehen oder sie ist nutzlos. Sie muss den Weg für das Verstehen freimachen. Warum wohl gibt es das Forschungsfeld "einfache Sprache" (was nochmal was ganz anderes ist als das worüber wir hier reden)?
Hm, diese Forderung nach unbedingter sprachlicher Klarheit kann ich tw. noch mitgehen, aber dass sprachliche Klarheit notwendigerweise zu einem einfacheren Verständnis der Inhalte führt, das mag vielleicht für die wirklichen Wissenschaften gelten, in den Sozial- und vor allem Geisteswissenschaften ist das aber eine Sache, die ich zumindest für diskussionwürdig halte. Für mich ist da Wittgensteins Tractatus einfach ein vortreffliches Beispiel: Der ist sprächökonomisch wirklich kondensiert, präzise, einfach geschrieben - und doch tw. ein kaum verständlicher, fast schon mysteriöser Text, dessen Interpretation wahrscheinlich selbst versiertere Philosophen immer wieder vor Schwierigkeiten stellt.

Ich bevorzuge da ehrlich gesagt Texte bzw. Idiome, die assoziativer, bildreicher, eindringlicher und mit einem eingeschliffenen wissenschaftlichen Vokabular sowie verstädnisfördernden Redundanzen operieren, das macht mE gerade das ungefähre Verstehen dessen, was die Idee hinter einem Text ist, einfacher; kann sein, dass sich diese Vorliebe auch in meinem allgemeinen Duktus niederschlägt.
Ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, vermute ich anhand dieser Anekdoten ganz vorsichtig ein tradiertes Problem der Geisteswissenschaften. :D
Beides ist natürlich problematisch, sprachliche wie inhaltliche Hürden zum Verständnis. Assoziativ, bildreich und eindringlich sind auch keinesfalls per se negative Eigenschaften von Sprache. Aber die Einbettung macht den Unterschied. Ich will Dich da auf keinen Fall bevormunden und finde Deine Texte auch nicht unverständlich, sondern "nur" anstrengend. Aber meistens nachdenkenswert. Ich glaube deswegen, dass Du Dein kommunikatives Potential damit nicht voll ausschöpfst. Gerade weil Du umfangreiches Hintergrundwissen hast, fände ich es sinnvoll und bereichernd, dessen Wirkung zu maximieren.
Als Westernheld muss ich Ihnen sagen, hier ist man nicht ordinär, sondern in Lebensgefahr.
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