Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

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Fraoch
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 13:31
borsti hat geschrieben: 28.11.2020 12:06
Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 09:56 Obst. (Das war nicht der Zweck dieses Spiegels und eigentlich dachte ich, dass klar wäre, dass ich das nicht ernst meine. Ich finde es allerdings falsch hier Leute auf ein unwissenschaftliches und damit ein sich vom Thema entfernendes Vokabular einnorden oder einschwören zu wollen. Wie ich es generell für einen Fehler halte auf der Ebene Menschen Vorhaltungen wegen ihrer Ausdrucksweise oder ihrem Bildungshintergrund zu machen. Solange sich alle einer konstruktiven Diskussion angemessen Verhalten -sprich ohne Beleidigungen, Diffamierungen und Attacken auskommen- sehe ich im Ausdruck kein Problem und denke dass es um Inhalte gehen sollte.)
Da hier überwiegend keine Soziologen oder Politikwissenschaftler unterwegs sind - und das Forum dafür auch nicht gedacht ist - finde ich es merkwürdig, dass du hier auf ein "wissenschaftliches Vokabular" bestehst. Das ist der falsche Ort. Mal ganz davon abgesehen, dass es auch zu meiner Uni-Zeit schon als schlechter sprachlicher Stil galt, elenlange Schachtelsätze mit 1000 Fremdwörtern vom Stapel zu lassen. Wer verstanden werden will, drückt sich klar und prägnant und auf Augenhöhe des Publikums aus und das funktioniert auch im wissenschaftlichen Diskurs, wenn man denn will - sogar ohne das man sich als Fachmann einen Zacken aus der Krone bricht.

Das hat nichts mit Beleidigung zu tun. Wenn man nicht davon ausgehen kann, dass ein Großteil des Publikums die eigenen Ausführungen versteht, dann sollte man seinen Sprachstil schon aus Höflichkeit anpassen. Und auch das permanente Droppen von Werken und Autoren, die keineswegs unter Allgemeinwissen fallen, sondern heute bestenfalls in Fachkreisen gelesen und diskutiert werden, als müsste jeder die Kennen und Studiert haben, ist schlechter Stil, der den überwiegenden Großteil des Mitdiskutierenden und Mitlesenden in so einem Forum einfach aus der Diskussion ausgrenzt.
Ach Quatsch. Ich bestehe da nicht drauf, ich sage dass es zu akzeptieren ist. Weder soll crazy sich verdrehen müssen, noch irgendwer anders.
Denn am Ende ist es der Wunsch der dahintersteckt, jemand muss sich ändern, nur man selbst nicht. Das ist schon falsch im Wesen. Dazu ist auch der Gedanke, dass jeder an jeder Debatte teilnehmen können müsste -auch in einem Metal-Forum- Quatsch. Ich habe keine Ahnung von Tauchen, High-End-Audio, Auto-Tuning, Eishockey und weiss der Geier was noch. Wenn ich dazu hier in einen Thread gehe in dem sich auch Experten austauschen Frage ich nach wenn ich was nicht verstehe und geh nicht hin und sage den Leuten, dass sie ihr Vokabular zu reduzieren haben. Erstrecht nicht wenn mir die Möglichkeit gegeben ist mich dennoch auf meinem Wissensniveau in der Diskussion zu beteiligen. Kommunikation im Internet funktioniert nur auf Basis von tolleranz der Andersartigkeit weil dabei Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammenkommen. Wenn das jemand nicht akzeptiert muss er sich auf Kleinsteinheiten mit klaren Aus- und Abgrenzungen zurückziehen.
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crazy_monkey
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von crazy_monkey »

Apparition hat geschrieben: 28.11.2020 12:26 My 2 Cents: Die Annahme, man könnte einen komplexen Sachverhalt ausschließlich in gleichermaßen komplexer Sprache kommunizieren, ist schlicht falsch. Inhaltliche uns sprachliche Komplexität haben keinen Zusammenhang. Es gibt ganze Bücherregale hervorragender populärwissenschaftlicher Literatur, die das beweist. Jetzt komme ich zugegebenermaßen aus der Naturwissenschaft und Medizin, weiß aber wie wissenschaftliche Publikationen dort aussehen. Und dass jede Editorin einer wissenscahftlichen Fachzeitschrift einem allzu komplizierte Ausdrucksweisen um die Ohren haut. :D So ziemlich in jeder Fortbildung zu wissenschaftlichem Schreiben, die ich bisher hatte, wurde sprachliche Klarheit betont. Das mag in den Geisteswissenschaften anders sein, macht aber nur die folgende Aufgabe anspruchsvoller:

Jeder Wissenschaftler, der mit Menschen außerhelb seines Fachgebiets über sein Thema redet, hat meiner Meinung nach die Pflicht, dafür zu sorgen, dass er verstanden wird. Das hat übrigens auch nichts mit doof oder schlau zu tun, sondern mit Effizienz. Wenn mein gegenüber über meine sprachlichen Konstrukte nachdenken müssen, fehlen in dem Moment Kapazitäten für Inhalte. Sprache darf dem Verstehen nie im Weg stehen oder sie ist nutzlos. Sie muss den Weg für das Verstehen freimachen. Warum wohl gibt es das Forschungsfeld "einfache Sprache" (was nochmal was ganz anderes ist als das worüber wir hier reden)?
Hm, diese Forderung nach unbedingter sprachlicher Klarheit kann ich tw. noch mitgehen, aber dass sprachliche Klarheit notwendigerweise zu einem einfacheren Verständnis der Inhalte führt, das mag vielleicht für die wirklichen Wissenschaften gelten, in den Sozial- und vor allem Geisteswissenschaften ist das aber eine Sache, die ich zumindest für diskussionwürdig halte. Für mich ist da Wittgensteins Tractatus einfach ein vortreffliches Beispiel: Der ist sprächökonomisch wirklich kondensiert, präzise, einfach geschrieben - und doch tw. ein kaum verständlicher, fast schon mysteriöser Text, dessen Interpretation wahrscheinlich selbst versiertere Philosophen immer wieder vor Schwierigkeiten stellt.

Ich bevorzuge da ehrlich gesagt Texte bzw. Idiome, die assoziativer, bildreicher, eindringlicher und mit einem eingeschliffenen wissenschaftlichen Vokabular sowie verstädnisfördernden Redundanzen operieren, das macht mE gerade das ungefähre Verstehen dessen, was die Idee hinter einem Text ist, einfacher; kann sein, dass sich diese Vorliebe auch in meinem allgemeinen Duktus niederschlägt.

MIt arrogantem Getrolle - wie hier der Vorwurf lautet - hat das aber nichts zu tun, eher schon mit einer gewissen Faulheit in der Suche nach einer transparenter Artikulation, aber das hier ist ja auch ein Forum und kein wissenschaftliches Publikationsorgan.
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Mondkerz
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

Thunderforce hat geschrieben: 28.11.2020 12:01
Feindin hat geschrieben: 28.11.2020 11:08 Führt sicher nicht nur bei mir dazu, dass ich mir "Geschwurbel" denke und drüber weg scrolle.
In der Tat.

Schade um den Thread.
Das! Selbst während meiner Abwesenheit hier habe ich in den Thread immer wieder reingelesen, gerade weil er immer ausgeglichen und gut verständlich war. Drüben hatte ich schon länger keinen Bock mehr überhaupt zu lesen weil es oft nur noch anstrengend war. Das hier nun der gleiche Stil gefahren wird, ohne Rücksicht auf jahrelange Gepflogenheiten und Diskussionskultur ist sehr ärgerlich.
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Fraoch
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:07
Thunderforce hat geschrieben: 28.11.2020 12:01
Feindin hat geschrieben: 28.11.2020 11:08 Führt sicher nicht nur bei mir dazu, dass ich mir "Geschwurbel" denke und drüber weg scrolle.
In der Tat.

Schade um den Thread.
Das! Selbst während meiner Abwesenheit hier habe ich in den Thread immer wieder reingelesen, gerade weil er immer ausgeglichen und gut verständlich war. Drüben hatte ich schon länger keinen Bock mehr überhaupt zu lesen weil es oft nur noch anstrengend war. Das hier nun der gleiche Stil gefahren wird, ohne Rücksicht auf jahrelange Gepflogenheiten und Diskussionskultur ist sehr ärgerlich.
Ich dachte bisher drüben wäre in trauter Einigkeit der Verbliebenen der lang hofierte konfontative Diskussionsstil eines *hust* Nutzers die stetig herbeifabulierte Wurzel allen Übels des Forums gewesen und nicht die ausgeprägte Eloquenz eines anderen *husthust*. Aber ich möchte das hier ehrlich nicht vertiefen, denn Drüben ist Drüben. Können wir bitte das hier und jetzt und nicht vor Monaten woanders zum Thema haben. Ich möchte keine DFF-Debatte, wollte ich die, wäre ich geblieben.
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Lobi
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Lobi »

Ich frage mich schon länger, weswegen nicht noch mehr offen den Wunsch äußern, zurück zur Insel-Hegemonie und Echokammer zu kehren, und nicht noch offener mit ihren "Nicht Willkommen"-Schildern wedeln.
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infected
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von infected »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:07
Thunderforce hat geschrieben: 28.11.2020 12:01
Feindin hat geschrieben: 28.11.2020 11:08 Führt sicher nicht nur bei mir dazu, dass ich mir "Geschwurbel" denke und drüber weg scrolle.
In der Tat.

Schade um den Thread.
Das! Selbst während meiner Abwesenheit hier habe ich in den Thread immer wieder reingelesen, gerade weil er immer ausgeglichen und gut verständlich war. Drüben hatte ich schon länger keinen Bock mehr überhaupt zu lesen weil es oft nur noch anstrengend war. Das hier nun der gleiche Stil gefahren wird, ohne Rücksicht auf jahrelange Gepflogenheiten und Diskussionskultur ist sehr ärgerlich.
Ach komm, es gibt hier vereinzelte Beiträge die hervorstechen, die dann wieder 3 Seiten Diskussionen über formelles klein klein nach sich ziehen, aber garantiert keine großflächige Übernahme des Threads durch eine wie auch immer geartete Gruppe. Zumal der Thread hier auch mehr vom Ruhm alter Zeiten lebt als aktuell vorhandener Substanz.
Zuletzt geändert von infected am 28.11.2020 14:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

Dies ist keine DFF-Debatte, sondern ein Verhalten, das mich persönlich aus dem Thread vergrault hat und nun hier wieder ausgelebt wird. Dementsprechend geht es eindeutig um den Diskussionsstil hier im RHF.

Wenn man einer über Jahre gewachsene Gemeinschaft beitritt, dann gebietet der Anstand, dass man sich den entsprechenden Gepflogenheiten annähert.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von costaweidner »

infected hat geschrieben: 28.11.2020 14:22
Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:07
Thunderforce hat geschrieben: 28.11.2020 12:01
Feindin hat geschrieben: 28.11.2020 11:08 Führt sicher nicht nur bei mir dazu, dass ich mir "Geschwurbel" denke und drüber weg scrolle.
In der Tat.

Schade um den Thread.
Das! Selbst während meiner Abwesenheit hier habe ich in den Thread immer wieder reingelesen, gerade weil er immer ausgeglichen und gut verständlich war. Drüben hatte ich schon länger keinen Bock mehr überhaupt zu lesen weil es oft nur noch anstrengend war. Das hier nun der gleiche Stil gefahren wird, ohne Rücksicht auf jahrelange Gepflogenheiten und Diskussionskultur ist sehr ärgerlich.
Ach komm, es gibt hier vereinzelte Beiträge die hervorstechen, die dann wieder 3 Seiten Diskussionen um formellen klein klein nach such ziehen aber garantiert keine großflächige Übernahme des Threads durch eine wie auch immer geartete Gruppe. Zumal der Thread hier auch mehr vom Ruhm alter Zeiten lebt als aktuell vorhandener Substanz.
Da bin ich größtenteils dabei.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

infected hat geschrieben: 28.11.2020 14:22
Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:07
Thunderforce hat geschrieben: 28.11.2020 12:01
Feindin hat geschrieben: 28.11.2020 11:08 Führt sicher nicht nur bei mir dazu, dass ich mir "Geschwurbel" denke und drüber weg scrolle.
In der Tat.

Schade um den Thread.
Das! Selbst während meiner Abwesenheit hier habe ich in den Thread immer wieder reingelesen, gerade weil er immer ausgeglichen und gut verständlich war. Drüben hatte ich schon länger keinen Bock mehr überhaupt zu lesen weil es oft nur noch anstrengend war. Das hier nun der gleiche Stil gefahren wird, ohne Rücksicht auf jahrelange Gepflogenheiten und Diskussionskultur ist sehr ärgerlich.
Ach komm, es gibt hier vereinzelte Beiträge die hervorstechen, die dann wieder 3 Seiten Diskussionen um formellen klein klein nach such ziehen aber garantiert keine großflächige Übernahme des Threads durch eine wie auch immer geartete Gruppe. Zumal der Thread hier auch mehr vom Ruhm alter Zeiten lebt als aktuell vorhandener Substanz.
Ich schreibe in keinster Weise von gekaperten Threads, sondern von einem Diskussstil einzelner User der mich hüben wie drüben stört(e).
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Fraoch
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:25 Dies ist keine DFF-Debatte, sondern ein Verhalten, das mich persönlich aus dem Thread vergrault hat und nun hier wieder ausgelebt wird. Dementsprechend geht es eindeutig um den Diskussionsstil hier im RHF.
Dann Spar die doch Verweise aufs DFF, wäre hilfreich.
Und
Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:25Wenn man einer über Jahre gewachsene Gemeinschaft beitritt, dann gebietet der Anstand, dass man sich den entsprechenden Gepflogenheiten annähert.
Das ist so verdammt falsch. Integration und Inklusion sind immer Gemeinschaftsleistungen der aufnehmenden Gruppe und der aufgenommenen Gruppe. Das Endet an Grundfesten der aufnehmenden Gruppe, die sind allerdings gewiss nicht bei ein paar Fremdwörtern erreichbar.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

Lobi hat geschrieben: 28.11.2020 14:22 Ich frage mich schon länger, weswegen nicht noch mehr offen den Wunsch äußern, zurück zur Insel-Hegemonie und Echokammer zu kehren, und nicht noch offener mit ihren "Nicht Willkommen"-Schildern wedeln.
Weil das Blödsinn wäre, den du anscheinend hineininterpretierst. Niemand sagt das nicht alle User und Meinungen willkommen seien. Im Gegenteil geht es, zumindest mir, darum das eine halbwegs nachvollziehbare Sprache beibehalten wird, damit auch möglichst viele etwas von diesem Thread haben.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Mondkerz »

Fraoch hat geschrieben: 28.11.2020 14:35
Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:25 Dies ist keine DFF-Debatte, sondern ein Verhalten, das mich persönlich aus dem Thread vergrault hat und nun hier wieder ausgelebt wird. Dementsprechend geht es eindeutig um den Diskussionsstil hier im RHF.
Dann Spar die doch Verweise aufs DFF, wäre hilfreich.
Und
Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:25Wenn man einer über Jahre gewachsene Gemeinschaft beitritt, dann gebietet der Anstand, dass man sich den entsprechenden Gepflogenheiten annähert.
Das ist so verdammt falsch. Integration und Inklusion sind immer Gemeinschaftsleistungen der aufnehmenden Gruppe und der aufgenommenen Gruppe. Das Endet an Grundfesten der aufnehmenden Gruppe, die sind allerdings gewiss nicht bei ein paar Fremdwörtern erreichbar.
Wenn ich persönlich Erfahrungen drüben mit Personen Erfahrungen habe, die sich hier scheinbar wiederholen, erwähne ich dies auch. Warum sollte ich es mir sparen?

Zu dem anderen Punkt: Natürlich ist dies eine Gemeinschaftsleistung. Aus meiner Sicht hat die "alte Gruppe" ihren Teil getan.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:35
Lobi hat geschrieben: 28.11.2020 14:22 Ich frage mich schon länger, weswegen nicht noch mehr offen den Wunsch äußern, zurück zur Insel-Hegemonie und Echokammer zu kehren, und nicht noch offener mit ihren "Nicht Willkommen"-Schildern wedeln.
Weil das Blödsinn wäre, den du anscheinend hineininterpretierst. Niemand sagt das nicht alle User und Meinungen willkommen seien. Im Gegenteil geht es, zumindest mir, darum das eine halbwegs nachvollziehbare Sprache beibehalten wird, damit auch möglichst viele etwas von diesem Thread haben.
Tja aber da ist es denoch, dies: "So wie Du bist und Dich verhältst, bist Du für mich hier nicht Tollerabel." Das schöne ruhige Dasein der eingetrotteten Hegemonie wird gestört durch Pluralismus und Heterogenität und die aufnehmende Gemeinschaft stellt auf Abwehr und Forderungen der Änderung von Verhalten um. "die müssen sich fügen, anpassen, unterordnen oder gehen."
Ginge auch anders mit Tolleranz und Vertrauen in gute Absichten zum Beispiel. Du könntest crazy abet auch einfach auf ignore stellen ... Alles kein Ding, aber nein. Verhaltensänderung fordern wo keine Not besteht. Versteh ich echt nicht.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Lobi »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:35
Lobi hat geschrieben: 28.11.2020 14:22 Ich frage mich schon länger, weswegen nicht noch mehr offen den Wunsch äußern, zurück zur Insel-Hegemonie und Echokammer zu kehren, und nicht noch offener mit ihren "Nicht Willkommen"-Schildern wedeln.
Weil das Blödsinn wäre, den du anscheinend hineininterpretierst. Niemand sagt das nicht alle User und Meinungen willkommen seien. Im Gegenteil geht es, zumindest mir, darum das eine halbwegs nachvollziehbare Sprache beibehalten wird, damit auch möglichst viele etwas von diesem Thread haben.
Mehrfach wurde nach Widerspruch und in Folge diverser und hier abweichender Ansichten der Wunsch nach eine Zurück auch explizit geäußert. Die offenen (dummen) Beschimpfungen weiter oben verstärken diesen Eindruck nur noch. Auch munkelt man von wesentlich deutlicheren Ansagen im SP-Forum. Hab ich gehört. Der EIndruck kommt also nicht von ungefähr. Da muss man nicht mal auf das hiesige, etwas schräge Diskursselbstverständnis oder das Aussetzen plakativer Ansprüche bei persönlichen Befindlichkeiten eingehen.
Zuletzt geändert von Lobi am 28.11.2020 14:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Fraoch »

Mondkerz hat geschrieben: 28.11.2020 14:40 Wenn ich persönlich Erfahrungen drüben mit Personen Erfahrungen habe, die sich hier scheinbar wiederholen, erwähne ich dies auch. Warum sollte ich es mir sparen?
Weil das Thema damals und drüben komplex ist und daraus auf kurz oder lang Debatten entstehen (müssen) die sich nicht mehr auf hier beziehen sondern auch Leute einschließen die sich hier nicht äußern können, wollen oder werden. Diskussionen über den Zaun will hier denke ich niemand führen. Ich denke Du auch nicht, ich sehe das nur viel zu schnell passieren, wenn man das in der Form anfängt und das wo die meisten die komplett hier rüber sind wirklich damit durch sind/sein wollen.
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