Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

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Hyronimus
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Hyronimus » 23.03.2020 09:19

schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 09:15
Quertreiber hat geschrieben:
23.03.2020 09:00
schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 07:35
Das Auto meldet doch die Versicherung an?
Nein, das ist Sache des Fahrzeugalters. Unter Umständen geht es ja um neue Unterlagen (Kfz-Brief, Zulassung) und neue Kennzeichen, deshalb kümmerst du dich selbst darum. Voraussetzung ist ein gültiger Versicherungsvertrag bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung.
interessant, bei uns übernimmt der KfZ Versicherer auch die Behördenwege.
MIt viel Glück übernimmt eine Neuanmeldung bei uns der Autohändler.
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Thunderforce
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Thunderforce » 23.03.2020 09:23

schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 09:15
Quertreiber hat geschrieben:
23.03.2020 09:00
schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 07:35
Das Auto meldet doch die Versicherung an?
Nein, das ist Sache des Fahrzeugalters. Unter Umständen geht es ja um neue Unterlagen (Kfz-Brief, Zulassung) und neue Kennzeichen, deshalb kümmerst du dich selbst darum. Voraussetzung ist ein gültiger Versicherungsvertrag bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung.
interessant, bei uns übernimmt der KfZ Versicherer auch die Behördenwege.
Ich hab in meinem Leben noch kein.Auto angemeldet. Selbst bei meiner ersten Klapperkiste für ich glaube 3000 Mark hat das der Händler gemacht.
Als ich von Wup nach Bo gezogen bin, hab ich es selber umgemeldet (5 Minuten), die Schilder machen lassen (5 Minuten) und diese auf dem Parkplatz vom Bürgerbüro selber montiert (5 Minuten) mit Werkzeug, das mir der Schilderfritze, der gleich nebenan war, geliehen hat.
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Ghost_in_the_Ruin
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 23.03.2020 09:45

Dimebag666 hat geschrieben:
23.03.2020 08:13
Beim Thema "Was löst die momentane Situation so aus" hat mich meine Schwester noch auf einen Punkt gebracht. Die macht sich Sorgen um ihre Förderschulkids und die Auswüchse der häuslichen Gewalt, wenn alle zusammengepfercht sind. Da gibt es sonst schon mal Probleme, aber jetzt ist es nicht abwegig, dass es da viel weiter eskaliert. Hoffentlich halt nicht.....
Es gibt ja bereits Berichte darüber, dass es in China eine starke Zunahme der häuslichen Gewalt in der Quarantäne-Zeit gab:

https://taz.de/Probleme-mit-Quarantaene ... /!5667165/

Ich weiß nicht, ob das so überall gehandhabt wird, aber hier in der Gegend wurden auch Betreuungseinrichtungen für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche geschlossen (auch Dauereinrichtungen). Was da in den einzelnen Familien jetzt wohl zum Teil los ist, kann man im Moment nur spekulieren. Aber auch Frauenhäuser und andere Einrichtungen zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt funktionieren derzeit nicht, wie es normalerweise der Fall ist.

Und da Politik ja immer eine Frage der Abwägung ist, bin ich gespannt, ob und wann die Stimmung/Situation und Beschlusslage vielleicht doch kippt und man sagt, bevor wir diesen Ausnahmezustand über mehrere Monate aufrecht erhalten, lassen wir jetzt doch lieber das Virus schneller durch... ich glaube nicht, dass das jetzt schon so klar ist.
And the lessons that we‘ve learned have all been learned in the hard way
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von NegatroN » 23.03.2020 09:59

borsti hat geschrieben:
23.03.2020 09:00
Klar sind auch aktuell schon Leute von diesen Fragen betroffen und natürlich müssen die sich Gedanken darüber machen, was das für sie jetzt heißt.
Du meinst, wer davon betroffen ist, ist davon betroffen? You don't say!

:D
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von MetalEschi » 23.03.2020 10:01

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
23.03.2020 09:45
Dimebag666 hat geschrieben:
23.03.2020 08:13
Beim Thema "Was löst die momentane Situation so aus" hat mich meine Schwester noch auf einen Punkt gebracht. Die macht sich Sorgen um ihre Förderschulkids und die Auswüchse der häuslichen Gewalt, wenn alle zusammengepfercht sind. Da gibt es sonst schon mal Probleme, aber jetzt ist es nicht abwegig, dass es da viel weiter eskaliert. Hoffentlich halt nicht.....
Es gibt ja bereits Berichte darüber, dass es in China eine starke Zunahme der häuslichen Gewalt in der Quarantäne-Zeit gab:

https://taz.de/Probleme-mit-Quarantaene ... /!5667165/

Ich weiß nicht, ob das so überall gehandhabt wird, aber hier in der Gegend wurden auch Betreuungseinrichtungen für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche geschlossen (auch Dauereinrichtungen). Was da in den einzelnen Familien jetzt wohl zum Teil los ist, kann man im Moment nur spekulieren. Aber auch Frauenhäuser und andere Einrichtungen zum Schutz von Opfern häuslicher Gewalt funktionieren derzeit nicht, wie es normalerweise der Fall ist.

Und da Politik ja immer eine Frage der Abwägung ist, bin ich gespannt, ob und wann die Stimmung/Situation und Beschlusslage vielleicht doch kippt und man sagt, bevor wir diesen Ausnahmezustand über mehrere Monate aufrecht erhalten, lassen wir jetzt doch lieber das Virus schneller durch... ich glaube nicht, dass das jetzt schon so klar ist.
Ich nehm noch psychische Probleme und Suizid(versuche) mit rein.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von JudasRising » 23.03.2020 10:11

Falls es jemand noch nicht gemerkt hat: Der Sprit ist gerade so billig wie seit Jahren nicht mehr :pommes:
BLASPHEMER!

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Leviathane » 23.03.2020 11:01

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
23.03.2020 09:45
Und da Politik ja immer eine Frage der Abwägung ist, bin ich gespannt, ob und wann die Stimmung/Situation und Beschlusslage vielleicht doch kippt und man sagt, bevor wir diesen Ausnahmezustand über mehrere Monate aufrecht erhalten, lassen wir jetzt doch lieber das Virus schneller durch... ich glaube nicht, dass das jetzt schon so klar ist.
Vereinzelt wird die Frage ja jetzt schon gestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, das man diesen Zustand wirtschaftlich länger als 3-4 Monate aushält. Letztlich sind die auch die Möglichkeiten des Staates beschränkt. Denkbar wäre ja auch, die Risikogruppen unter Quarantäne zu stellen.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von MetalEschi » 23.03.2020 11:04

Leviathane hat geschrieben:
23.03.2020 11:01
Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
23.03.2020 09:45
Und da Politik ja immer eine Frage der Abwägung ist, bin ich gespannt, ob und wann die Stimmung/Situation und Beschlusslage vielleicht doch kippt und man sagt, bevor wir diesen Ausnahmezustand über mehrere Monate aufrecht erhalten, lassen wir jetzt doch lieber das Virus schneller durch... ich glaube nicht, dass das jetzt schon so klar ist.
Vereinzelt wird die Frage ja jetzt schon gestellt. Ich kann mir nicht vorstellen, das man diesen Zustand wirtschaftlich länger als 3-4 Monate aushält. Letztlich sind die auch die Möglichkeiten des Staates beschränkt. Denkbar wäre ja auch, die Risikogruppen unter Quarantäne zu stellen.
3-4 Monate halte ich für sehr hochgegriffen.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Tolpan » 23.03.2020 11:10

Die Glücksforscher der UNO mutmaßen, dass der Virus hierzulande sogar zu einem erhöhten Glücksempfinden führen könnte:
Will the world be happier in 2020? Does the Report offer any information about COVID-19 and its impact on happiness?

The World Happiness Reports do not make forecasts about future happiness. The global pandemic poses great risks for some of the main supports for well-being, most especially health and income. The effects on the other main supports could go either way. As revealed by earlier studies of earthquakes, floods, storms, tsunamis, and even economic crises, a high trust society quite naturally looks for and finds co-operative ways to work together to repair the damage and rebuild better lives. This has led sometimes to surprising increases in happiness in the wake of what might otherwise seem to be unmitigated disasters. The most frequent explanation seems to be that people are pleasantly surprised by the willingness of their neighbours and their institutions to work in harness to help each other. This delivers a heightened sense of belonging, and pride in what they have been able to achieve by way of mitigation. These gains are sometimes great enough to compensate for the material losses. But where the social fabric is not strong enough to support co-operative action on the required scale, then fear, disappointment and anger add to the happiness costs of a disaster.

The global nature of a pandemic raises especially great challenges, since the readiness of people and their institutions to share goals and to help each other is harder to achieve at a greater geographic and political distance. But the need is obvious. As the Director-General of the World Health Organization reminded the world on March 11th when officially defining COVID 19 as a pandemic: ‘And let’s all look out for each other because we need each other.’ We expect to find, when 2020 is in the past rather than the future, that countries and communities that react according to this advice will be the ones whose happiness is best sustained.
Quelle: https://worldhappiness.report/faq/

Quasi ökonomische/gesundheitliche Verluste vs. soziale/institutionale Vertrauens-Gewinne

Bin gespannt, was zutreffen wird.
Ante: "Brrruda, schlag de Ball lang!"
Prince: "Brrruda, ich schlag de Ball lang!"

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von tafkasc » 23.03.2020 11:29

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
22.03.2020 21:58
Dein Bild mit dem Auto, das im Dunkeln auf eine Schlucht zufährt, finde ich nicht passend. Diese Situation zeigt auf, dass es da für alle Insassen um Leben und Tod geht und es nur zwischen diesen beiden Extremen ausgehen kann (sofern es diese Schlucht gibt). Diese Situation haben wir durch Corona nun ja auch in den düstersten Prognosen nicht.
Das Bild sollte eigentlich nur eine Entscheidungssituation mit Zeitdruck, unsicherem Wissem und potentiell (!) katastrophalem Ausgang symbolisieren. Wenn man es darüberhinaus belasten möchte, hat es ganz viele Lücken. Z.B. gibt es gar keine Kosten. Es wär schon überflüssig, wenn man einen Kratzer in den Lack kriegt. Und wenn man alleine drin sitzt ist es auch - ceteris paribus - eine rein private und keine politische Entscheidung, welche Risiken man eingeht, d.h. es gibt nicht das Problem, dass man unterschiedliche Präferenzen zu einer politischen Maxime aggregieren muss.

Ich denke man darf halt aktuell zwei Fehler nicht machen: Zum einen - inzwischen allseits bekannt - die Dynamik des exponentiellen Wachstums nicht unterschätzen. Zeit kann man in gewissen Grenzen wieder einholen oder anders gestalten. Aber ein unkontrollierbarer Ausbruch würde nicht "nur" Risikogruppen unkontrollierbar treffen. Und zum anderen darf man sich nicht dem unterordnen was Richard Dawkins "the tyranny of the discontinuous mind" nennt. Also es macht eben schon einen Unterschied, ob man sich für Wochen oder für Ewigkeiten nicht mehr draußen treffen und versammeln darf, obwohl zweifelsohne in beiden Fällen ein massiver Eingriff in Grundrechte vorliegt. Der erste Fehler unterschätzt Gefahren, der zweite Fehler bewertet vorübergehende Maßnahmen über. Faktisch haben wir in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Staaten sogar noch eine relativ komfortable Entscheidungssituation.
Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben: Und wie weiter oben beschrieben, bin ich ja auch nicht der Meinung: „Corona? Scheiß egal, ich hab Bock auf Party!“ Ich bleibe auch zuhause und habe meine direkten Sozialkontakte in den letzten zehn Tagen fast auf null runtergefahren. Mich stört aber dieses sich über andere erhebende Einfordern von striktesten Maßnahmen, weil es ja sonst nicht klappen kann und „die Leute“ es einfach nicht kapieren würden. Dass das dann dazu führt, dass mal eben, ohne jegliche Gegenrede oder Infragestellung inzwischen bei Strafe (jedenfalls eventuell in NRW, wie Laschet verkündet hat) verboten werden soll, dass man in „Gruppen“ von mehr als zwei Leuten beieinander steht, geht mir da schon klar zu weit. Sascha Lobo hat in seiner Kolumne von der „Vernunftpanik“ gesprochen, die dazu führt, dass man, „um sein Haus zu löschen direkt den ganzen Stausee umleitet“. Genau das Gefühl habe ich derzeit auch.
Ich habe den Artikel von Lobo gerade mal gelesen. Da geht es doch primär um die Frage wie Menschen, die von der Krise stark betroffen sind, mit Menschen umgehen, die von der Krise brutal stark betroffen sind. Das hat mit der Frage welche Maßnahmen jetzt kurzfristig geboten sind nicht direkt etwas zu tun bzw. beides ist eben Teil des politischen Prozesses. "Was mit Corona gerechtfertigt wird, wird danach viel einfacher in viel milderen Fällen zu rechtfertigen sein." Mir leuchtet das bei einer potentiellen (!) Einmal-in-hundert-Jahren-Krise nur bedingt ein. Aber ja, die Gefahr ist benennbar und man darf sie ansprechen. Ich kann aber verstehen, dass die Politik es aktuell für geboten hält einfach mal wieder "vor die Kurve zu kommen" und ihr nicht nur hinterher zu rennen. Ich denke diese Motivation spielt eine deutlich größere Rolle als der Versuch der härteste Hund zu sein, zumal man damit auch fast jedem gerade auf die Füße tritt. Aber ja, ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen der Corona-Krise und der Klimakrise ist natürlich auch der Umstand, dass es sich bei dem einen um eine langsame Naturkatastrophe handelt und bei dem anderen um eine sehr, sehr langsame Naturkatastrophe. Oder mit anderen Worten: die negativen Auswirkungen der Corona-Krise realisieren sich wahrscheinlich vor der nächsten Wahl und die negativen Auswirkungen der Klimakrise wahrscheinlich nicht. Das motiviert aber natürlich sowohl diejenigen, die sich davon relative Gewinne erhoffen, aber auch diejenigen, die deswegen relative Verluste befürchten. Und natürlich fühlen sich auch diejenigen motiviert, die die Aufmerksamkeit, die aktuell Virologen und Medizinern zukommt, eigentlich abonniert haben. Ich gehe übrigens auch davon aus, dass gezielte Einschränkungen bei Großveranstaltungen und ein stark verfeinertes und erweitertes Monitoring das Thema grundsätzlich beherrschbar machen müsste, aber das ist einfach nur meine Meinung. Und ich hoffe auch, dass es, zeitnaher als vlt erwartet, irgendeine Art von Behandlungsfortschritt geben wird, weil die Anreize eben enorm hoch sind.
Mich wundert es insgesamt schon ein bisschen, wie schnell man jetzt nach Abkürzungen sucht und diese zu kennen meint.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Ghost_in_the_Ruin » 23.03.2020 11:48

@tafkasc: Hm, du bringst jetzt bereits zum zweiten Mal den Vergleich zur Klimakrise. Den hat, wenn ich es richtig sehe, hier aber kein anderer gebracht. Meiner Ansicht nach, ist da auch wenig Grundlage für eine Vergleichbarkeit, außer, dass es beides globale Krisensituationen sind. Aber ansonsten unterscheiden sich die Krisen in nahezu allen Einzelheiten.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von tafkasc » 23.03.2020 11:56

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
23.03.2020 11:48
@tafkasc: Hm, du bringst jetzt bereits zum zweiten Mal den Vergleich zur Klimakrise. Den hat, wenn ich es richtig sehe, hier aber kein anderer gebracht. Meiner Ansicht nach, ist da auch wenig Grundlage für eine Vergleichbarkeit, außer, dass es beides globale Krisensituationen sind. Aber ansonsten unterscheiden sich die Krisen in nahezu allen Einzelheiten.
Ich weiß nicht, ob das hier jemand gebracht hat, aber ich habe des Öfteren mal im Netz gelesen "Warum geht das, was jetzt geht, nicht auch sonst?" Und damit ist das einfach eine Anmerkung zum Zeitgeschehen.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von borsti » 23.03.2020 12:12

Ghost_in_the_Ruin hat geschrieben:
23.03.2020 09:45

Und da Politik ja immer eine Frage der Abwägung ist, bin ich gespannt, ob und wann die Stimmung/Situation und Beschlusslage vielleicht doch kippt und man sagt, bevor wir diesen Ausnahmezustand über mehrere Monate aufrecht erhalten, lassen wir jetzt doch lieber das Virus schneller durch... ich glaube nicht, dass das jetzt schon so klar ist.
Das ist es auch nicht. Im Moment hat die Verlangsamung der Ausbreitung absolut Vorrang. Den besten Weg, da langfristig durchzumanövrieren, sehe ich zumindest aktuell noch nicht - eine wirklich zufriedenstellende Antwort wird es darauf aber ohnehin nicht geben.

Was wir jetzt natürlich vernehmen, sind vor allem erstmal Prognosen der Virologen, wie lange es dauern wird, was passieren muss und welche Szenarien es gibt. Das ist auch gut aber man darf nie vergessen, dass die nur aus ihrer Sicht auf das Thema schauen. Alle Probleme, die sich Abseits der Verbreitung des Virus auch stellen, blenden die für sich aus. Die Politik hat diesen Luxus nicht. Wenn Entscheidungen getroffen werden, müssen letztlich selbstverständlich andere gesundheitliche, soziale und ökonomische Faktoren mitgedacht werden. Nichts davon ist irrelevant und manches kann langfristig möglicherweise ebenso großen Schaden anrichten, wie das Virus kurzfristig. Aber ich glaube nicht, dass irgendwer da schon den definitiven Weg entdeckt hat - außer Trump sicherlich, der natürlich genau weiß, was er tut.

Wie man es auch macht, wird man letztlich wahrscheinlich hohe Risiken zumindest einkalkulieren müssen und ich glaube, egal, was man macht, wird das viel Kritik nach sich ziehen, denn hart wird es wahrscheinlich auf die eine und auf die andere Weise.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von schneezi » 23.03.2020 12:55

JudasRising hat geschrieben:
23.03.2020 10:11
Falls es jemand noch nicht gemerkt hat: Der Sprit ist gerade so billig wie seit Jahren nicht mehr :pommes:
Ist voll an mir vorbeigegangen. Ich komm irgendwie gar nicht mehr raus.
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Chuck Norris weiß, was die Figuren mit dem Kaffee zu tun haben.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 3

Beitrag von Quertreiber » 23.03.2020 12:56

Thunderforce hat geschrieben:
23.03.2020 09:23
schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 09:15
Quertreiber hat geschrieben:
23.03.2020 09:00
schneezi hat geschrieben:
23.03.2020 07:35
Das Auto meldet doch die Versicherung an?
Nein, das ist Sache des Fahrzeugalters. Unter Umständen geht es ja um neue Unterlagen (Kfz-Brief, Zulassung) und neue Kennzeichen, deshalb kümmerst du dich selbst darum. Voraussetzung ist ein gültiger Versicherungsvertrag bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung.
interessant, bei uns übernimmt der KfZ Versicherer auch die Behördenwege.
Ich hab in meinem Leben noch kein.Auto angemeldet. Selbst bei meiner ersten Klapperkiste für ich glaube 3000 Mark hat das der Händler gemacht.
Als ich von Wup nach Bo gezogen bin, hab ich es selber umgemeldet (5 Minuten), die Schilder machen lassen (5 Minuten) und diese auf dem Parkplatz vom Bürgerbüro selber montiert (5 Minuten) mit Werkzeug, das mir der Schilderfritze, der gleich nebenan war, geliehen hat.
Anmeldung, Ummeldung usw, ist doch gleich, worum es geht, man muss entweder selbst zur örtlichen Verkehrsbehörde oder bevollmächtigt einen Dritten. In Österreich ist das anscheinend erheblich einfacher und eine Dienstleistung der Versicherung.
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