The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

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MetalEschi
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von MetalEschi » 06.06.2017 20:36

OriginOfStorms hat geschrieben:Man kann den halben Coverbands und den hüftsteifen Darbietungen derer ja durchaus kritisch gegenüber stehen.
Aber: ernsthaft, Ballermann-Tralala???
Das waren Accept Songs und dann kommt so ein Zuppelbarthipster der noch nie auf dem Festival war und erklärt es mir? Man muß das alles nicht mögen aber wer die dargebotenen Songs als Ballermann-Tralala bezeichnet hat doch komplett die Kappe am brennen.


Wir haben die Diskussion alle paar Jahre.
Hätten wir doch nur nach dem letzten Mal Eskimo Callboy geholt. Das Festival wäre die Speerspitze moderner Rockmusik, hippe, junge Zuschauer statt geronter Ballermänner. Das Wetter wäre 10 Grad heißer und der Kaleun hätte ein neues Lieblingsfestival.
Eskimo Callboy gehört nicht zu der Art Bands, von denen ich spreche, und Kaleun sehr wahrscheinlich auch nicht.
hier kommt die Signatur hin

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snomex
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von snomex » 06.06.2017 20:37

OriginOfStorms hat geschrieben:Man kann den halben Coverbands und den hüftsteifen Darbietungen derer ja durchaus kritisch gegenüber stehen.
Aber: ernsthaft, Ballermann-Tralala???
Das waren Accept Songs und dann kommt so ein Zuppelbarthipster der noch nie auf dem Festival war und erklärt es mir? Man muß das alles nicht mögen aber wer die dargebotenen Songs als Ballermann-Tralala bezeichnet hat doch komplett die Kappe am brennen.


Wir haben die Diskussion alle paar Jahre.
Hätten wir doch nur nach dem letzten Mal Eskimo Callboy geholt. Das Festival wäre die Speerspitze moderner Rockmusik, hippe, junge Zuschauer statt geronter Ballermänner. Das Wetter wäre 10 Grad heißer und der Kaleun hätte ein neues Lieblingsfestival.
Ich denke mal, kaum einer im Rund hat was gegen alte Accept-Klassiker. Von Dirkschneider dargeboten. Prima!
Aber gesungen vom selben Dirkschneider, der in den letzten 30 Jahren sehr wenig warme Worte für Accept gefunden hat, begleitet von einer Miet-Coverband, der man bei jeder einstudierten Pose sofort anmerkt, wieviel Bezug sie zu den Songs hat: Zero!
Klar, sie haben "geliefert" wie man ja neuerdings immer so gerne sagt. Und genau das war es auch. Eine Warenlieferung!

Trotzdem wird es gnadenlos abgefeiert! Und das ist nicht "Schuld" des Veranstalters, der mit der absoluten "Nummer sicher" Sache wieder alles richtig gemacht hat. Vielmehr sollte sich das geneigte Publikum mal fragen, was es von "seiner" Musik erwartet. Bei mir ist das immer noch ein bisschen mehr als "Ich will nur die alten Sachen hören", egal von wem und mit welcher nicht vorhandenen Inbrunst vorgetragen. Von daher ist der Ballermann- oder Schützenfest-Vorwurf nicht soooo unberechtigt. Ich habe schon auch den Eindruck, dass das Metal-Publikum immer mehr wie der WDR 2 Hörer wird, der alles frisst, was man ihm vorsetzt. Bzw. er will es ja selbst so haben! DAS ist das eigentlich Traurige an der Sache.
Vielleicht hat das ja doch auch ein bisschen was mit einer gewissen Überalterung des Publikums zu tun. Und dessen wachsender Sturheit und Bequemlichkeit. Who knows...


Mein persönliches Fazit: Es raubt der Musik einfach komplett die Seele, wenn es nur noch um die Bedürfnisbefriedigung des Mobs geht, wenn es scheißegal ist, wer alte Klassiker aus welcher äußerst fragwürdigen Motivation heraus spielen darf/soll oder sogar muss! Hauptsache sie werden gespielt!

Den Veranstaltern mache ich hier überhaupt keinen Vorwurf! Denn immerhin WAREN Opeth Headliner und nicht Dirk Schneider und seine Belegschaft. Es haben auch mutige, innovative, krasse, leidenschaftliche und junge Bands gespielt. Die Mischung hat wie immer gestimmt! Top!!!

Ich konnte mit "Secrets of the Moon" zum Beispiel absolut nichts anfangen, fahre aber auf alte Accept-Kracher ab! Trotzdem haben mir SOTM deutlich mehr Respekt abgenötigt als dieser erzwungene Dirkschneider-Set! Deutlich mehr!

Ich schließe mal mit einem sehr schönen Skyclad-Zitat aus "Penny Dreadful"

"Turn on, tune up, cash in, sell out.
Stand your ground behind the times -
and refuse to follow fashion.
Write your poetry with anger,
and then sing it with a passion."

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JudasRising
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von JudasRising » 06.06.2017 20:41

Wishmonster hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben:
Thunderforce hat geschrieben:Wenn er das wirklich durchzieht, dann nötigt mir das schon Respekt ab.
Ja. Allerdings habe ich auch ziemliche Zweifel, ob das funktioniert. Aus dem Bauch raus würde ich sein Publikum nicht unbedingt so einschätzen. Die Quote derjenigen, die nicht mehr auf seine Konzerte kommen, wenn da nicht Balls To The Walls kommt, halte ich für nicht so klein.
Die Publikumsreaktionen zeigen ja eindeutig was die Fans von ihm hören wollen. Einen wirklichen Gefallen hat er sich mit dieser Accept-Farewell-Tour sicherlich nicht getan, wenn er dieses Kapitel damit schließen wollte.
Wenn du dir mal die Besucherzahlen von der aktuellen Tour anguckst, dann hätte er's gar nicht besser machen können. Da war fast überall ausverkauft und im zweiten Teil auch in deutlich größeren Läden, die er mit einer regulären UDO-Show niemals vollgekriegt hätte. Der Mann ist jetzt 65 und steht noch relativ gut im Saft, einen besseren Zeitpunkt um nochmal richtig abzusahnen hätte er kaum erwischen können.

Und das auf den paar Touren, die er dann ohne Accept-Nummern noch macht, keiner mehr kommt, glaube ich auch nicht, die Zahlen werden mit Sicherheit wieder zurück gehen, aber die Größenordnung Zeche Bochum, Turock Essen usw traue ich ihm ohne weiteres noch zu.
ICH hätte übrigens kein Problem, auf die Accept-Sachen zu verzichten, zumindest die totgedudelten Superhits brauche ich absolut nicht mehr, der hat genug starke UDO-Songs am Start, die bisher wegen den immer gleichen Nummern auf der Strecke blieben.
BLASPHEMER!

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von GoTellSomebody » 06.06.2017 20:42

snomex hat geschrieben:Vielmehr sollte sich das geneigte Publikum mal fragen, was es von "seiner" Musik erwartet. Bei mir ist das immer noch ein bisschen mehr als "Ich will nur die alten Sachen hören", egal von wem und mit welcher nicht vorhandenen Inbrunst vorgetragen. Von daher ist der Ballermann- oder Schützenfest-Vorwurf nicht soooo unberechtigt. Ich habe schon auch den Eindruck, dass das Metal-Publikum immer mehr wie der WDR 2 Hörer wird, der alles frisst, was man ihm vorsetzt. Bzw. er will es ja selbst so haben! DAS ist das eigentlich Traurige an der Sache.
Vielleicht hat das ja doch auch ein bisschen was mit einer gewissen Überalterung des Publikums zu tun. Und dessen wachsender Sturheit und Bequemlichkeit. Who knows...


Mein persönliches Fazit: Es raubt der Musik einfach komplett die Seele, wenn es nur noch um die Bedürfnisbefriedigung des Mobs geht, wenn es scheißegal ist, wer alte Klassiker aus welcher äußerst fragwürdigen Motivation heraus spielen darf/soll oder sogar muss! Hauptsache sie werden gespielt!

Den Veranstaltern mache ich hier überhaupt keinen Vorwurf! Denn immerhin WAREN Opeth Headliner und nicht Dirk Schneider und seine Belegschaft. Es haben auch mutige, innovative, krasse, leidenschaftliche und junge Bands gespielt. Die Mischung hat wie immer gestimmt! Top!!!
Vielen Dank. Genauso wird ein Schuh draus.

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von JudasRising » 06.06.2017 20:48

Thunderforce hat geschrieben:
Beides (vergangenes wiederkäuen vs neues probieren und kreativ sein) soll und kann ja auch parallel existieren und bei beiden "Polen" wird wohl JEDER Bands finden, die ihm was geben.
Hier unterschreibe ich dann mal.
BLASPHEMER!

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Apparition
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Apparition » 06.06.2017 20:56

Sehr gut @ snome.

Genau so und nicht anders sieht das aus.

EDIT: Sage ich, der letztes Jahr trotz Fieber und Erkältung 300 km gefahren ist, um Fates Warnings "Awaken The Guardian" in voller Länge zu sehen. Aber das gab es in Europa vorher immerhin noch nie.
Zuletzt geändert von Apparition am 06.06.2017 21:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Kaleun Thomsen
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Kaleun Thomsen » 06.06.2017 20:58

OriginOfStorms hat geschrieben:Man kann den halben Coverbands und den hüftsteifen Darbietungen derer ja durchaus kritisch gegenüber stehen.
Aber: ernsthaft, Ballermann-Tralala???
Das waren Accept Songs und dann kommt so ein Zuppelbarthipster der noch nie auf dem Festival war und erklärt es mir? Man muß das alles nicht mögen aber wer die dargebotenen Songs als Ballermann-Tralala bezeichnet hat doch komplett die Kappe am brennen.


Wir haben die Diskussion alle paar Jahre.
Hätten wir doch nur nach dem letzten Mal Eskimo Callboy geholt. Das Festival wäre die Speerspitze moderner Rockmusik, hippe, junge Zuschauer statt geronter Ballermänner. Das Wetter wäre 10 Grad heißer und der Kaleun hätte ein neues Lieblingsfestival.
Ich erkläre hier niemandem irgendwas, ich gebe nur meinen Eindruck wieder. Und zumindest der ein oder andere hier konnte diesen nachvollziehen oder ( teilweise ) auch bestätigen. Snomex' Vergleich mit dem kritiklosen WDR2-Hörer trifft mMn den Nagel auf den Kopf. Ist gibt kaum eine rückwärtsgewandtere und konservativere Szene als die Metal-Szene. Da draußen gibt es zig junge, originelle und talentierte Bands, die um jeden Auftritt kämpfen und betteln müssen, nicht selten sogar Geld dafür bezahlen und nie wirklich 'ne Chance bekommen, obwohl großes Potenzial vorhanden wäre, während die Masse eben lieber zum 400. Mal Dirkschneider feat. Mietmusiker abfeiert. Das finde ich einfach nur schade und irgendwie auch.... hm, blöd. Das hat weder was mit Hipsterkram und erst recht nicht mit Eskimo Callboy ( ich glaube es hakt, ey ) zu tun, sondern einfach nur mit Enttäuschung über die Festgefahrenheit und stete Rückwärtsausrichtung der Szene gepaart mit Ignoranz. Ich schrieb weiter oben schon, mein ganz persönlicher Geschmack wird woanders vollends bedient, ich brauche für mich kein neues Lieblingsfestival. Was ich mir aber echt wünschen würde wäre einfach mal die Bereitschaft diverser Veranstalter, jungen Bands aller Coloeur mal 'ne Chance zu geben statt immer nur auf Nummer sicher zu gehen und die immer und immer wieder gleichen alten Bands und Helden auf die Bühne zu zerren. Dass gut ein Drittel des Publikums bei Opeth geht ist schon symptomatisch, ist ja zu verkopft und außer bei “Demon Of The Fall“ der Mitgröhlfaktor auch eher gering. Meine Kritik trifft hier das RHF, aber für andere Festivals gilt ähnliches. Wenn ich sehe, dass auf dem PSOA schon wieder Marduk spielen geht mir auch der Hut hoch.
Sollte ich religiöse Gefühle verletzt haben, tut mir das nur so mittelmäßig leid.
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snomex
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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von snomex » 06.06.2017 21:03

Mit tut der arme Udo fast schon ein bisschen leid, dass er hier so auf die Omme kriegt!
Steht aber gerade sehr exemplarisch für einen Trend, der mir schon seit Jahren tierisch auf die Klöten geht.

"Classic Show" hier, "nur die ersten beiden Alben" da, "Das Debut in voller Länge" dort.... :? Nervt mich mittlerweile sogar, wenn es von den originalen Bands kommt!

Aber noch schlimmer:
Der Enkel vom Roadie der lokalen Vorband von Saxon bei ihrem Pub-Gig 1979 in Hemel Hempsted hat jetzt ne Band die sich "Jason Winthorpe's Denim and Leather" nennt und wird für irgendwelche Fundamentalisten-Festivals gebucht. Leichenfledderei, bis der Undertaker kommt.
Poah, geht mir das auf den Pinörrek, ey! :rot:

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Rotstift » 06.06.2017 21:17

snomex hat geschrieben:
"Classic Show" hier, "nur die ersten beiden Alben" da, "Das Debut in voller Länge" dort.... :? Nervt mich mittlerweile sogar, wenn es von den originalen Bands kommt!
Das sagt eben viel über das Publikum und wenig über die Bands.

Mal davon ab: Für Accept hätte ich ja nicht mal Geld ausgegeben als sie noch -fast hätte ich 'gut' geschrieben- aktuell waren. *g*

Edit: Mein volles Verständnis für Udo, der Mann hat schließlich Rechnungen zu zahlen, und ich kann mir auch nicht vorstellen dass seine Rente wirklich sicher ist.
Mille millions de mille sabords!

Music is no good if it can't be sung by the human voice in some way. (John Tavener)

Im übrigen bin ich der Meinung dass die AfD der politische Arm des Rechtsterrorismus ist.

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Porcupine » 06.06.2017 21:30

Apparition hat geschrieben:Sehr gut @ snome.

Genau so und nicht anders sieht das aus.
Danke auch von mir. Perfekt auf den Punkt gebracht.
TMW316 hat geschrieben:Musik und Schlagzeug sind ja zwei verschiedene Dinge. Das eine hat verschiedene Töne c d e f g a h c und so, das andere macht bum burum bum klick bum zisch.

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Porcupine » 06.06.2017 21:37

snomex hat geschrieben:Mit tut der arme Udo fast schon ein bisschen leid, dass er hier so auf die Omme kriegt!
Steht aber gerade sehr exemplarisch für einen Trend, der mir schon seit Jahren tierisch auf die Klöten geht.

"Classic Show" hier, "nur die ersten beiden Alben" da, "Das Debut in voller Länge" dort.... :? Nervt mich mittlerweile sogar, wenn es von den originalen Bands kommt!

Aber noch schlimmer:
Der Enkel vom Roadie der lokalen Vorband von Saxon bei ihrem Pub-Gig 1979 in Hemel Hempsted hat jetzt ne Band die sich "Jason Winthorpe's Denim and Leather" nennt und wird für irgendwelche Fundamentalisten-Festivals gebucht. Leichenfledderei, bis der Undertaker kommt.
Poah, geht mir das auf den Pinörrek, ey! :rot:
Pinörrek! Muss ich in meinen Wortschatz aufnehmen. :pommes:

Auch hier wieder alles richtig. Es nervt halt echt ohne Ende, wie konservativ und vergangenheitsorientiert die Szene seit einigen Jahren ist.
TMW316 hat geschrieben:Musik und Schlagzeug sind ja zwei verschiedene Dinge. Das eine hat verschiedene Töne c d e f g a h c und so, das andere macht bum burum bum klick bum zisch.

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von costaweidner » 06.06.2017 21:50

Apparition hat geschrieben: EDIT: Sage ich, der letztes Jahr trotz Fieber und Erkältung 300 km gefahren ist, um Fates Warnings "Awaken The Guardian" in voller Länge zu sehen. Aber das gab es in Europa vorher immerhin noch nie.
Das kann man auch beim besten Willen nicht vergleichen.
Thunderforce hat geschrieben:Schade, dass es schon wieder vorbei ist. Ich liebe Abende
Oh the wind can carry
All the voices of the sea
Oh the wind can carry
All the echoes home to me

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von playloud308 » 06.06.2017 21:50

Porcupine hat geschrieben:
snomex hat geschrieben:Mit tut der arme Udo fast schon ein bisschen leid, dass er hier so auf die Omme kriegt!
Steht aber gerade sehr exemplarisch für einen Trend, der mir schon seit Jahren tierisch auf die Klöten geht.

"Classic Show" hier, "nur die ersten beiden Alben" da, "Das Debut in voller Länge" dort.... :? Nervt mich mittlerweile sogar, wenn es von den originalen Bands kommt!

Aber noch schlimmer:
Der Enkel vom Roadie der lokalen Vorband von Saxon bei ihrem Pub-Gig 1979 in Hemel Hempsted hat jetzt ne Band die sich "Jason Winthorpe's Denim and Leather" nennt und wird für irgendwelche Fundamentalisten-Festivals gebucht. Leichenfledderei, bis der Undertaker kommt.
Poah, geht mir das auf den Pinörrek, ey! :rot:
Pinörrek! Muss ich in meinen Wortschatz aufnehmen. :pommes:

Auch hier wieder alles richtig. Es nervt halt echt ohne Ende, wie konservativ und vergangenheitsorientiert die Szene seit einigen Jahren ist.
Hier muss ich mal groß unterschreiben.

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von playloud308 » 06.06.2017 21:54

Wenn ich mir gerade den Livestream vom Dead Dasies Konzert in der Schweiz anschaue, glaube ich Ihr habt die
Band mit einer anderen verwechselt oder einfach keine Ahnung. Ich befürchte, dass es das zweite ist :wink:

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Re: The Morning After RHF 2017 - DEI (Bericht)

Beitrag von Warpig1975 » 06.06.2017 22:28

Ich fand das Lneup dieses Jahr auch eher mäßig, aber das ist vor allem meinem persönlichen Geschmack geschuldet gewesen. Die allgemeine Kritik, von wegen fehlenden Mutes und "Ballermannisierung", die hier vorgetragen wird, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Alleine die Headliner: Welcher Veranstalter, der auf Nummer sicher gehen will, bucht eine genrefremde Band, wie Blues Pills, eine sperrige Extrem-Metalband, wie Behemoth und eine absolute Liebhaber-Kapelle, wie Opeth, für solche Slots? Ich fsnd das sehr mutig, und dass mich nur eine dieser Bands interessiert hat, ist ja vor allem mein Problem. Man hätte auch Sabaton, Powerwulf oder Amon Amarth buchen können, wie jedes x-beliebige Rock-im-Kaff-Festival. Und ja, es stimmt, die Szene ist seit Jahren in einer Retro-Schleife gefangen, aber woran liegt das denn? Machen wir uns doch nix vor, die allermeisten Bands, die die Musik seit nunmehr drei bis vier Jahrzehnten prägen, gehen auf die Zielgerade und werden in wenigen Jahren vom Markt verschwunden sein: Vielleicht war das am Sonntag die letzte Gelegenheit, Udo nochmal "Balls to the Wall" unter freiem Himmel performen zu hören. Wer weiß, wie oft man Demon noch Live sehen kann, wie lang es Exodus noch gibt? Und klar, es ist absolut wünschenswert, wenn das RHF junge Bands bucht: Aber - sind denn Mantar nun alt oder etabliert? Sind Ketzer oder Secrets of the Moon Retro? Unabhängig von persönlichen Vorlieben, wars ein ziemlich ausgewogenes Lineup diesmal. Ich bin froh, dass aus dem RHF kein zweites KIT geworden ist, wos nur noch darum zu gehen scheint, dass möglichst viele Leute der Band einen "Kultfaktor" zubilligen.
Heavy Metal in my ears, Is all i ever want to hear.
Before the sands of time run out, We'll stand our ground and all scream out!

Manilla Road - Heavy Metal to the World
On Tour: Slayer - Westfalenhalle, Dortmund
http://www.musik-sammler.de/sammlung/eddie1975 http://www.lastfm.de/user/Eddie1975

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