Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

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FTS
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von FTS » 13.07.2017 02:25

Sehr guter, differenzierter Beitrag. Ich sehe mich aufgrund einer liberalen Schlagseite auch eher Mitte-Links, aber was seit letzter Woche an Einseitigkeit, Gehirnwäsche und undifferenzierter Law & Order Mentalität in Medien und Social Networks aufgefahren wird, kann man als halbwegs reflektierter Mensch einfach nicht schlucken.

Das perfide ist ja, dass man sich in der Mitte oft einer gemäßigten Mehrheit zugehörig fühlt. Aber wie man seit einigen Jahren merkt, kann auch Konservatismus fanatische Ausprägungen haben.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN » 13.07.2017 05:31

borsti hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben: Der andere ist, dass die meisten linken Theorien eine inhaltliche Nähe zum Humanismus und zum Pazifismus haben, anstatt zum Faschismus und Rassismus rechtsaußen. Allein das macht vieles schon harmloser, weil es eine Hinwendung zu einer militanten Ausprägung argumentativ sehr viel schwerer macht (wenn auch nicht verhindert).
Gerade diese Nähe zum Humanismus, die ja an sich etwas positives ist, macht linksaußen aus meiner Sicht zum Teil so gefährlich. Wer steht nicht gerne auf der richtigen Seite, kämpft nicht gerne für die ultimative Gerechtigkeit und würde nicht gerne alle Unterdrücker und Ausbeuter dieser Welt zur Hölle schicken? Als ich jünger war, haben solche Ideen auch auf mich eine große Anziehungskraft ausgeübt aber meine Sicht auf die Welt hat sich mit zunehmendem Alter etwas begradigt, würde ich sagen. Ja, die Linke baut auf guten Absichten auf aber mit denen ist der Weg zur Hölle bekanntlich auch gepflastert.

Ich kann jetzt nur aus eigener Erfahrung sprechen (du schreibst richtigerweise, es ist eine heterogene Szene, ich hab aber leider nur einen Erfahrungsschatz) aber die Linksextremen, die ich kennengelernt hab, waren alle keine dummen Leute. Mit einigen kam ich auf nicht-politischen Feldern hervorragend aus, weshalb ich in meiner Jugend mit teilen der Szene auch mal etwas näher in Kontakt gekommen bin. Sie (also diese "Linksextremen") wirkten auf mich nur betrunken von der eigenen Gutheit und konnten so ziemlich alles damit rechtfertigen, dass sie ja das Richtige wollen und es darin ja nichts Falsches geben könnte. Die Idee, dass man die große Masse der Bevölkerung zu dieser Gutheit erziehen müsste schwang dabei auch immer mit. Und wer ein bisschen in der Geschichte gräbt, der weiß auch, dass diese Idee von einer Avantgarde der Gesellschaft, die angeblich das politische Bewusstsein und das gute Gewissen der Massen repräsentiert, nicht neu ist. Sie war schon früher der Weg in den Abgrund und die Rechtfertigung für jedes nur erdenkliche Unrecht. Und auch 1917 war es nur eine kleine Gruppe, die letztlich auch nicht mehr brauchte, als die Duldung oder Gleichgültigkeit der Bevölkerung.

Ich fand diese Erkenntnis damals sehr erschreckend. Vor allem deshalb, weil das ganze bis dahin, wie schon erwähnt, auch eine gewisse Anziehungskraft auf mich ausgeübt hatte. Harmlos finde ich den Linksextremismus deshalb nicht. Eben weil sie oft dieses humanistische Fundament haben, verfangen sie sehr leicht und führen dann auf einen schlimmen Weg. Ich bin hier ganz klar gegen eine Bagatellisierung. Die Tatsache, dass es Rechtsextremismus gibt und der zuweilen viel schlimmer wütet, macht Linksextremismus für mich kein Stück besser oder akzeptabler - und umgekehrt ist es genauso. Ich muss aber auch sagen, dass ich auf der anderen Seite aber auch gegen eine Dämonisierung bin und dagegen, den Teufel gleich an die Wand zu malen, weil einmal übel was passiert, wie in Hamburg. Ich fände es zwar gut, wenn man mit rechtsstaatlichen Mitteln stärker gegen Extremisten vorgeht aber ich halte nichts von blindem Aktionismus.

Um jetzt noch ein paar Dinge klar zu stellen: Humanismus an sich ist natürlich eine gute Sache und es gibt auch heute noch viele linke Ideen, für die ich Sympathien hege. Ich nähere mich ihnen mittlerweile nur aus einer anderen Perspektive - aus Richtung Mitte eben.
An deiner Beobachtung ist schon was dran, aber ich sehe die Ursache nicht in der Nähe zum Humanismus. Jeder hält sich selber für den Guten. Die Identitären oder der IS ist da nicht anders als die Linksextremen. Keine dieser Gruppen denkt, dass sie was Böses tut, sondern alle sind davon überzeugt, dass ihr Weg der einzig wahre und gute ist. Nicht nur nur für sie selber, sondern für alle. Und alle sind der Ansicht, dass die Mehrheit das nur noch nicht erkannt hat und notfalls zu ihrem Glück gezwungen werden muss.

Das ist kein linkes Phänomen und es hat nichts mit Humanismus zu tun.
Zuletzt geändert von NegatroN am 13.07.2017 08:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von infected » 13.07.2017 06:49

borsti hat geschrieben:
NegatroN hat geschrieben: Der andere ist, dass die meisten linken Theorien eine inhaltliche Nähe zum Humanismus und zum Pazifismus haben, anstatt zum Faschismus und Rassismus rechtsaußen. Allein das macht vieles schon harmloser, weil es eine Hinwendung zu einer militanten Ausprägung argumentativ sehr viel schwerer macht (wenn auch nicht verhindert).
Gerade diese Nähe zum Humanismus, die ja an sich etwas positives ist, macht linksaußen aus meiner Sicht zum Teil so gefährlich. Wer steht nicht gerne auf der richtigen Seite, kämpft nicht gerne für die ultimative Gerechtigkeit und würde nicht gerne alle Unterdrücker und Ausbeuter dieser Welt zur Hölle schicken? Als ich jünger war, haben solche Ideen auch auf mich eine große Anziehungskraft ausgeübt aber meine Sicht auf die Welt hat sich mit zunehmendem Alter etwas begradigt, würde ich sagen. Ja, die Linke baut auf guten Absichten auf aber mit denen ist der Weg zur Hölle bekanntlich auch gepflastert.

Ich kann jetzt nur aus eigener Erfahrung sprechen (du schreibst richtigerweise, es ist eine heterogene Szene, ich hab aber leider nur einen Erfahrungsschatz) aber die Linksextremen, die ich kennengelernt hab, waren alle keine dummen Leute. Mit einigen kam ich auf nicht-politischen Feldern hervorragend aus, weshalb ich in meiner Jugend mit teilen der Szene auch mal etwas näher in Kontakt gekommen bin. Sie (also diese "Linksextremen") wirkten auf mich nur betrunken von der eigenen Gutheit und konnten so ziemlich alles damit rechtfertigen, dass sie ja das Richtige wollen und es darin ja nichts Falsches geben könnte. Die Idee, dass man die große Masse der Bevölkerung zu dieser Gutheit erziehen müsste schwang dabei auch immer mit. Und wer ein bisschen in der Geschichte gräbt, der weiß auch, dass diese Idee von einer Avantgarde der Gesellschaft, die angeblich das politische Bewusstsein und das gute Gewissen der Massen repräsentiert, nicht neu ist. Sie war schon früher der Weg in den Abgrund und die Rechtfertigung für jedes nur erdenkliche Unrecht. Und auch 1917 war es nur eine kleine Gruppe, die letztlich auch nicht mehr brauchte, als die Duldung oder Gleichgültigkeit der Bevölkerung.

Ich fand diese Erkenntnis damals sehr erschreckend. Vor allem deshalb, weil das ganze bis dahin, wie schon erwähnt, auch eine gewisse Anziehungskraft auf mich ausgeübt hatte. Harmlos finde ich den Linksextremismus deshalb nicht. Eben weil sie oft dieses humanistische Fundament haben, verfangen sie sehr leicht und führen dann auf einen schlimmen Weg. Ich bin hier ganz klar gegen eine Bagatellisierung. Die Tatsache, dass es Rechtsextremismus gibt und der zuweilen viel schlimmer wütet, macht Linksextremismus für mich kein Stück besser oder akzeptabler - und umgekehrt ist es genauso. Ich muss aber auch sagen, dass ich auf der anderen Seite aber auch gegen eine Dämonisierung bin und dagegen, den Teufel gleich an die Wand zu malen, weil einmal übel was passiert, wie in Hamburg. Ich fände es zwar gut, wenn man mit rechtsstaatlichen Mitteln stärker gegen Extremisten vorgeht aber ich halte nichts von blindem Aktionismus.

Um jetzt noch ein paar Dinge klar zu stellen: Humanismus an sich ist natürlich eine gute Sache und es gibt auch heute noch viele linke Ideen, für die ich Sympathien hege. Ich nähere mich ihnen mittlerweile nur aus einer anderen Perspektive - aus Richtung Mitte eben.
Das Beispiel mit Russland ist nur bedingt bis gar nicht passend, auch weil sie eben nicht nur die Duldung oder Gleichgültigkeit der Bevölkerung brauchten. Ausgangssituation/Vorgeschichte wie auch die Umstände sind überhaupt nicht mehr mit den heutigen Umständen zu vergleichen (bzw. auf unsere heutige Situation übertragbar), wie auch die Punkte, die letztendlich diese mörderische Dynamik in Russland in Gang setzten. Bei Interesse: Orlando Figes - A People's Tragedy: The Russian Revolution: 1891–1924. Da wird das ganze episch auf über 900 Seiten dargestellt und ich wüsste auch nicht, wie man das viel knapper darstellen kann. Und 4 Leute plus ein Umfeld für die logistische Unterstützung von 120 Leuten hätte selbst in der damaligen Zeit in Russland nicht gereicht :D


Wenn wir schon beim Thema Gefahr sind: Mehr Angst und Bange wird mir gerade, wenn ich die Kommentare zur Maischberger Sendung lese und wie da teilweise der virtuelle Mob wegen der Dittfurt tobt, da sie es gewagt hat die Polizei zu kritisieren und darauf hinzuweisen, dass es Grundrechte gibt und die Polizei nicht über dem Recht steht.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Warpig1975 » 13.07.2017 07:21

Feindin hat geschrieben:
Warpig1975 hat geschrieben:https://www.salonkolumnisten.com/buerge ... ksradikale

Interessanter Artikel
Ja. Aber unterstreicht der nicht eher Negatrons Haltung aus der vorausgegangenen Diskussion als deine?
Erstens bin ich mir da gar nicht sicher, und selbst wenn, warum sollte ich ihn nicht posten? :wink:
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Thunderforce » 13.07.2017 07:44

Die junge Union, ey...

http://www.br.de/bundestagswahl/junge-u ... g-100.html

Was für arme Gestalten. Gut, das war immer klar und ist von daher nix neues, aber das ist schon besonders dreist.
Satirische Überspitzung, klar.

Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Quertreiber » 13.07.2017 07:58

*lol* @ Leberwurst Bosbach
Das Leben war real.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Porcupine » 13.07.2017 08:05

Thunderforce hat geschrieben:Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
Die Welt war auch schon früher so dumm und erbärmlich. Durch Facebook und Co. wird es halt nur sichtbarer.
TMW316 hat geschrieben:Musik und Schlagzeug sind ja zwei verschiedene Dinge. Das eine hat verschiedene Töne c d e f g a h c und so, das andere macht bum burum bum klick bum zisch.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Wishmonster » 13.07.2017 08:10

Thunderforce hat geschrieben:Die junge Union, ey...

http://www.br.de/bundestagswahl/junge-u ... g-100.html

Was für arme Gestalten. Gut, das war immer klar und ist von daher nix neues, aber das ist schon besonders dreist.
Satirische Überspitzung, klar.

Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
Ich hatte in der Berufsschule einen Jungen Unionler in meiner Klasse, der war vor 20 Jahren schon so doof.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN » 13.07.2017 08:18

Porcupine hat geschrieben:
Thunderforce hat geschrieben:Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
Die Welt war auch schon früher so dumm und erbärmlich. Durch Facebook und Co. wird es halt nur sichtbarer.
Ich hab kurz überlegt, ob es da jetzt um die Zeitung geht oder nicht, dann aber festgestellt, dass das egal ist, weil die beiden Postings in jedem Fall passen. *g*
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN » 13.07.2017 08:22

Thunderforce hat geschrieben:Die junge Union, ey...

http://www.br.de/bundestagswahl/junge-u ... g-100.html

Was für arme Gestalten. Gut, das war immer klar und ist von daher nix neues, aber das ist schon besonders dreist.
Satirische Überspitzung, klar.

Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
An sich war ja immer Fan von solchen Aktionen. Die Titanic hat ja auch schon öfters Sachen in der Richtung gemacht und ich mag es eigentlich, wenn die Medienkompetenz satirisch gefordert wird. Auch wenn die Gegenseite das macht.

Allerdings muss man inzwischen einfach sehen, dass besagte Medienkompetenz nicht nur sehr niedrig ist, sondern dass genau das vor allem auch gravierende gesellschaftliche Folgen haben kann. Das Spiel damit sehe ich deswegen weit kritischer als früher.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN » 13.07.2017 08:23

Warpig1975 hat geschrieben:
Feindin hat geschrieben:
Warpig1975 hat geschrieben:https://www.salonkolumnisten.com/buerge ... ksradikale

Interessanter Artikel
Ja. Aber unterstreicht der nicht eher Negatrons Haltung aus der vorausgegangenen Diskussion als deine?
Erstens bin ich mir da gar nicht sicher, und selbst wenn, warum sollte ich ihn nicht posten? :wink:
Da sind wir in jeder Hinsicht derselben Meinung.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Wishmonster » 13.07.2017 08:28

NegatroN hat geschrieben:
Thunderforce hat geschrieben:Die junge Union, ey...

http://www.br.de/bundestagswahl/junge-u ... g-100.html

Was für arme Gestalten. Gut, das war immer klar und ist von daher nix neues, aber das ist schon besonders dreist.
Satirische Überspitzung, klar.

Wird die Welt eigentlich wirklich von Tag zu Tag dümmer und erbärmlicher oder bilde ich mir das nur ein?
An sich war ja immer Fan von solchen Aktionen. Die Titanic hat ja auch schon öfters Sachen in der Richtung gemacht und ich mag es eigentlich, wenn die Medienkompetenz satirisch gefordert wird. Auch wenn die Gegenseite das macht.

Allerdings muss man inzwischen einfach sehen, dass besagte Medienkompetenz nicht nur sehr niedrig ist, sondern dass genau das vor allem auch gravierende gesellschaftliche Folgen haben kann. Das Spiel damit sehe ich deswegen weit kritischer als früher.
Wenn die Titanic oder der Postillon so etwas machen, dann ist die Absicht dahinter klar erkennbar. Bei einer politischen Partei sieht das ganz anders aus, besonders im Wahlkampf.

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von NegatroN » 13.07.2017 08:29

Wishmonster hat geschrieben:Wenn die Titanic oder der Postillon so etwas machen, dann ist die Absicht dahinter klar erkennbar. Bei einer politischen Partei sieht das ganz anders aus, besonders im Wahlkampf.
Das stimmt natürlich, aber das macht es für mich nicht per se schlimm.
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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von Heiko-S- » 13.07.2017 08:30

Quertreiber hat geschrieben:*lol* @ Leberwurst Bosbach
Wolfgang Bosbach hatte Recht.
So etwas muss sich ein gebildeter und gut erzogener Mensch nicht anzun.

Wie immer intelligent,eloquent und faktenbezogen.
Schade,dass der Mann schwer krebskrank ist und sich daher aus der Bundespolitik zurückgezogen hat.
Ein Kanzlerkandidat Bosbach und die Union hätte meine Stimme.

Jutta Ditfurth wie gewohnt...Jutta Ditfurth eben...
#
Immer wenn ich die Frau reden höre,dann beschleicht mich der Eindruck,die Dame bräuchte Hilfe. Dringlich!
Anderen ständig zeternd ins Wort fallen,Grimassen schneiden und genzdebil mit ihrem albernen Fächer herumwedeln,mehr hatte die Dame nicht anzubieten.
Erinnert mich immer öfter äußerst unangenehman eine weibliche Variante von Björn Höcke in ultralinksradikal

Schade,denn alle anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wussten sich durchaus zu benehmen,diskutierten zwar emotional,aber nicht stillos und hatten zwar kontroverse aber interessante Beiträge zu Runde und Thema zu bieten.

Wer lädt jemanden wie Jutta Ditfurth eigentlich zu Diskussionsrunden ein und was außer Quote aus Klamauk und purer Provokation soll das bringen?

Ich bewundere Frau Maischbergers Geduld und Langmut.

Nachdem Frau Ditfurth ihre höflichen Aufforderungen,die Sendung zu verlassen einfach in dummdreister Art und Weise ignorierte hätte ich zwei nette Herren vom Sicherheitsdienst gebeten,der doch sichtlich nicht nur politisch und geschmacklich orientierungslosen Dame den Weg zum Ausgang zu weisen... :wink:

Ich bewundere stets die Phoenix-Runde. Dort lässt man sein Gegenüber ausreden und weiß auch sonst den Geboten der Höflichkeit zu folgen.
Warum bekommt man das bei ARD und ZDF einfach nicht auf die Reihe?

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Re: Allgemeiner Politik/Zeitgeschehen-Thread, Teil 2

Beitrag von infected » 13.07.2017 08:45

Eklig diese Ultralinksradikalen, die was von Grundrechten reden und dann auch noch fordern, dass auch die Polizei sich an Recht und Gesetz halten soll.
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