*unfasshuld @ Pink Floyd*

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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon psychobimbo » 14.06.2018 10:00

Ich habe es nicht als sooo tragisch und unangenehm empfunden wie rotörhead. Klar hätte dass so nicht sein müssen, aber es hat dem Konzert nicht die Magie genommen. Ich finde es eher überflüssig denn störend.
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Thomas L
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Thomas L » 14.06.2018 10:00

Rotorhead hat geschrieben:Der Schritt zur Forderung eines Verbotes seiner Konzerte hin zur Bücherverbrennung sei auch nur ein ganz kleiner ... und lauter solche Sachen.

Das beruht aber auch auf die Aussage vom Reiter (Münchner OB), welcher das Konzert ja verhindert hätte, wenn er gekonnt hätte. Und das Waters das nicht so stehen lässt war ja wohl zu erwarten.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Rotorhead » 14.06.2018 10:19

Thomas L hat geschrieben:
Rotorhead hat geschrieben:Der Schritt zur Forderung eines Verbotes seiner Konzerte hin zur Bücherverbrennung sei auch nur ein ganz kleiner ... und lauter solche Sachen.

Das beruht aber auch auf die Aussage vom Reiter (Münchner OB), welcher das Konzert ja verhindert hätte, wenn er gekonnt hätte. Und das Waters das nicht so stehen lässt war ja wohl zu erwarten.



Ja schon. Trotzdem ein unangenehmer Vergleich, der in dem Kontext auch nicht passt ...
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Rotorhead » 14.06.2018 10:30

Der Artikel bingt es gut auf den Punkt:

https://www.google.de/amp/s/www.augsbur ... 1-amp.html
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Rotorhead » 14.06.2018 10:33

Thomas L hat geschrieben:
Rotorhead hat geschrieben:Der Schritt zur Forderung eines Verbotes seiner Konzerte hin zur Bücherverbrennung sei auch nur ein ganz kleiner ... und lauter solche Sachen.

Das beruht aber auch auf die Aussage vom Reiter (Münchner OB), welcher das Konzert ja verhindert hätte, wenn er gekonnt hätte. Und das Waters das nicht so stehen lässt war ja wohl zu erwarten.



Dazu noch was: Jetzt hab ich mir mal durchgelesen, was diese Kampagne eigentlich will. Und wie sie es durchzusetzen gedenkt. Ein zentraler Punkt ist ja z.B., Auftritte israelischer Künstler durch Boykotte zu verhindern.
Und dann labert er von Bücherverbrennung, weil man wiederum seinen Auftritt gerne verhindert hätte? Wahnsinn, was für ein bigotter Scheißdreck.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon playloud308 » 14.06.2018 10:48

Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Das ganze Konzert hat mich dazu ermutigt, mich mal mit dem
Thema zu beschäftigen.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Rotorhead » 14.06.2018 10:52

playloud308 hat geschrieben:Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Das ganze Konzert hat mich dazu ermutigt, mich mal mit dem
Thema zu beschäftigen.



Und zu welchem Schluss bist du gelangt?
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon ragazzirosso » 14.06.2018 12:12

Rotorhead hat geschrieben:
Thomas L hat geschrieben:
Rotorhead hat geschrieben:Der Schritt zur Forderung eines Verbotes seiner Konzerte hin zur Bücherverbrennung sei auch nur ein ganz kleiner ... und lauter solche Sachen.

Das beruht aber auch auf die Aussage vom Reiter (Münchner OB), welcher das Konzert ja verhindert hätte, wenn er gekonnt hätte. Und das Waters das nicht so stehen lässt war ja wohl zu erwarten.



Dazu noch was: Jetzt hab ich mir mal durchgelesen, was diese Kampagne eigentlich will. Und wie sie es durchzusetzen gedenkt. Ein zentraler Punkt ist ja z.B., Auftritte israelischer Künstler durch Boykotte zu verhindern.
Und dann labert er von Bücherverbrennung, weil man wiederum seinen Auftritt gerne verhindert hätte? Wahnsinn, was für ein bigotter Scheißdreck.


Ja, Wahnsinn. Monate nach deiner Exponierung zum Thema Waters und BDS jetzt mal lesen, was eigentlich gemeint ist.
Hohe Diskussionskunst.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon playloud308 » 14.06.2018 12:25

Rotorhead hat geschrieben:
playloud308 hat geschrieben:Ich kann das überhaupt nicht verstehen. Das ganze Konzert hat mich dazu ermutigt, mich mal mit dem
Thema zu beschäftigen.



Und zu welchem Schluss bist du gelangt?


Zu keinem. Ich schlag mich da momentan auf gar keine
Seite.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Rotorhead » 14.06.2018 12:47

ragazzirosso hat geschrieben:
Rotorhead hat geschrieben:
Thomas L hat geschrieben:
Rotorhead hat geschrieben:Der Schritt zur Forderung eines Verbotes seiner Konzerte hin zur Bücherverbrennung sei auch nur ein ganz kleiner ... und lauter solche Sachen.

Das beruht aber auch auf die Aussage vom Reiter (Münchner OB), welcher das Konzert ja verhindert hätte, wenn er gekonnt hätte. Und das Waters das nicht so stehen lässt war ja wohl zu erwarten.



Dazu noch was: Jetzt hab ich mir mal durchgelesen, was diese Kampagne eigentlich will. Und wie sie es durchzusetzen gedenkt. Ein zentraler Punkt ist ja z.B., Auftritte israelischer Künstler durch Boykotte zu verhindern.
Und dann labert er von Bücherverbrennung, weil man wiederum seinen Auftritt gerne verhindert hätte? Wahnsinn, was für ein bigotter Scheißdreck.


Ja, Wahnsinn. Monate nach deiner Exponierung zum Thema Waters und BDS jetzt mal lesen, was eigentlich gemeint ist.
Hohe Diskussionskunst.


Moment, so weit mir erinnerlich ging es da gar nicht um die Kampagne selber, sondern rein um die Frage, ist Israelkritik denn überhaupt "erlaubt".
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon psychobimbo » 14.06.2018 12:54

Ein bisschen hoch gehangen wird die Sache dann aber schon. Er hat in der Pause seine antisemitismus Ablehnung schon sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und seine humanitären Beweggründe sind ihm schon abzunehmen. Klar macht er in dieser Sache eine arg unglückliche Figur und man sollte ihm da auch nicht unbedingt zustimmen, aber auch wenn er den Fehler macht, eine zu Offensive politische Botschaft in seine Auftritte einzuweben, so kann man das als Konzertbesucher schon einordnen und den gig trotzdem genießen.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon NegatroN » 14.06.2018 13:13

psychobimbo hat geschrieben:Ein bisschen hoch gehangen wird die Sache dann aber schon. Er hat in der Pause seine antisemitismus Ablehnung schon sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und seine humanitären Beweggründe sind ihm schon abzunehmen. Klar macht er in dieser Sache eine arg unglückliche Figur und man sollte ihm da auch nicht unbedingt zustimmen, aber auch wenn er den Fehler macht, eine zu Offensive politische Botschaft in seine Auftritte einzuweben, so kann man das als Konzertbesucher schon einordnen und den gig trotzdem genießen.


Im Moment ist es leider Trendsport, Menschen anhand ihrer Wortwahl einer bestimmten Gesinnung zu "überführen", auch wenn sie im Kontext explizit das Gegenteil sagen.
Am besten gefällt mir an der EU die Reisefreiheit. Heute muss ich nicht mehr in den Panzer steigen, um ohne Papiere nach Frankreich zu kommen.

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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon psychobimbo » 14.06.2018 13:19

NegatroN hat geschrieben:
psychobimbo hat geschrieben:Ein bisschen hoch gehangen wird die Sache dann aber schon. Er hat in der Pause seine antisemitismus Ablehnung schon sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und seine humanitären Beweggründe sind ihm schon abzunehmen. Klar macht er in dieser Sache eine arg unglückliche Figur und man sollte ihm da auch nicht unbedingt zustimmen, aber auch wenn er den Fehler macht, eine zu Offensive politische Botschaft in seine Auftritte einzuweben, so kann man das als Konzertbesucher schon einordnen und den gig trotzdem genießen.


Im Moment ist es leider Trendsport, Menschen anhand ihrer Wortwahl einer bestimmten Gesinnung zu "überführen", auch wenn sie im Kontext explizit das Gegenteil sagen.


Was aber natürlich nicht bedeuten soll, dass man darüber nicht diskutieren darf/soll. Das geht schon vollkommen in Ordnung und wird auch absolut richtig sein. Aber ich persönlich halt es für unfair und nicht passend, wenn man da jetzt etwas konstruiert, was definitiv nicht zutreffend sein wird.
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Thunderforce » 14.06.2018 13:22

NegatroN hat geschrieben:
psychobimbo hat geschrieben:Ein bisschen hoch gehangen wird die Sache dann aber schon. Er hat in der Pause seine antisemitismus Ablehnung schon sehr deutlich zum Ausdruck gebracht, und seine humanitären Beweggründe sind ihm schon abzunehmen. Klar macht er in dieser Sache eine arg unglückliche Figur und man sollte ihm da auch nicht unbedingt zustimmen, aber auch wenn er den Fehler macht, eine zu Offensive politische Botschaft in seine Auftritte einzuweben, so kann man das als Konzertbesucher schon einordnen und den gig trotzdem genießen.


Im Moment ist es leider Trendsport, Menschen anhand ihrer Wortwahl einer bestimmten Gesinnung zu "überführen", auch wenn sie im Kontext explizit das Gegenteil sagen.



Richtig. Ich halte es auch nach wie vor für schwer vorstellbar, dass ein Mensch, dessen Familie von den Nazis zerstört wurde, ein Antisemit ist / wird

Aber dass Roger Waters sich reichlich ungeschickt anstellt, wenn er zum Beispiel von Quasi-Bücherverbrennung spricht, weil sein Konzert verboten werden soll und zeitgelich eine Bewegung unterstützt, die sich für die Verbote/Boykotte von Konzerten israelischer Künstler einsetzt, ist schon nicht ganz von der Hand zu weisen.

Waters ist kein Antisemit, aber schon auch ein bißchen doof. *g*
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Re: *unfasshuld @ Pink Floyd*

Beitragvon Thunderforce » 14.06.2018 13:25

Andererseits, und auch das war hier schon Thema, ist Waters aber nunmal auch kein Freund leiser oder subtiler Worte.

Über seine 400 Meter hohen "Trump is a pig!" Schriftzüge regt sich ja auch keiner auf und wirft im Ant-Amerikanismus oder sowas vor.

Und schon vor 35 Jahren hatte er auf "Final Cut" die Textzeile "Is everyone in? Are you having a nice time? Now the final solution can be applied." im Song "Fletcher Memorial Home", einem Song über ein imagniäres Heim, in das die damaligen Spitzenpolitiker und Staatschefs abgeschoben werden.

Roger kann Holzhammer oder gar nicht.
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