DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Alles über Musik im Allgemeinen und ohne Bezug zu einem speziellen Genre
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Thunderforce
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Thunderforce »

Mustafa_Manson hat geschrieben: 05.10.2020 14:11 Gibts schon die Band 'Post Modern Talking'?
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Alphex
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Alphex »

costaweidner hat geschrieben: 05.10.2020 14:14
crazy_monkey hat geschrieben: 05.10.2020 14:09
Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 13:19

Also, so postmodern bin ich schon,
Kann man so ganz allgemein überhaupt postmodern SEIN? Egal, ich dachte jedenfalls, dass das Akronym PoMos nicht bloß auf postmodernists rekurriert (die es ja gar nicht als konkrete Schule oder kohärente Denkrichtung gibt, genauso wenig wie postmodern als simple Zustandsbeschreibung eines Zeitgeists oder einer gesellschaftlichen Verfasstheit taugt), sondern vielmehr ein begriffliches Pejorativ für diejenigen ist, die es in Twitter-Blasen-Shitstorms all zu pedantisch mit dem an sich begrüßenswerten Konzept der Achtsamkeit für minoritäre gesellschafltiche Positionen und Identitätspolitik nehmen.
So hab ich das eigentlich auch aufgefasst als hier neulich schon mal mit dem Begriff herumgeworfen wurde.
Ist wie mit Grunge: Die Szene ist entscheidender als der bloße Sound, aber bestimmte Akkordfolgen und Harmonien ziehen sich auch gebietsübergreifend durch.
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Fraoch »

1984 hat geschrieben: 05.10.2020 13:59
Fraoch hat geschrieben: 05.10.2020 13:40
Venares hat geschrieben: 05.10.2020 13:38 Ist das Gegenteil von True Metal dann Post Metal und das Gegenteil von Post Modern dann True Vintage?
das Gegenteil von Post-Metal ist Metal-O-Phone
Allein beim Lesen klingelts bereits im Kopf.
Ich hatte beim Schreiben schon den gelangweilten, einen Tusch spielenden, Affen im Kopf. Der Witz ist schlecht flach, aber bringen wollte ich ihn dennoch.
Aha!
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Robbing the Grave
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Robbing the Grave »

crazy_monkey hat geschrieben: 05.10.2020 14:09
Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 13:19
Also, so postmodern bin ich schon,
Kann man so ganz allgemein überhaupt postmodern SEIN? Egal, ich dachte jedenfalls, dass das Akronym PoMos nicht bloß auf postmodernists rekurriert (die es ja gar nicht als konkrete Schule oder kohärente Denkrichtung gibt, genauso wenig wie postmodern als simple Zustandsbeschreibung eines Zeitgeists oder einer gesellschaftlichen Verfasstheit taugt), sondern vielmehr ein begriffliches Pejorativ für diejenigen ist, die es in Twitter-Blasen-Shitstorms all zu pedantisch mit dem an sich begrüßenswerten Konzept der Achtsamkeit für minoritäre gesellschafltiche Positionen und Identitätspolitik nehmen.
Pass ma' auf, meine Eltern ham gesagt, ich kann sein was ich will, comprende?

Für meine Zwecke hier sind jene modern, die sich auf der Suche nach den bruchlosen Identitäten des vergangenen Jahrhunderts befinden oder auf Andy Sneap-Produktionen stehen, jene postmodern, die sich mit den Brüchen und Teilidentitäten arrangieren, und jene "postmodern verwirrt", die irgendeinen Kram gelesen haben, dabei dem Sirenengesang der eigenen, nicht verallgemeinerbaren Erfahrung erlegen sind und sich dabei intellektuell gesehen beide Beinchen und politisch gesehen beide Ärmchen und beide Beinchen gebrochen haben.

Und wenn meine Zwecke sind, dass ich jemanden beleidigen will, sag ich nicht PoMo, sondern HuSo, wie im Beispielsatz "Dieser HuSo hat gesagt es gibt immer mehrere Wahrheiten". Dieses Akronym steht für Human-/Sozialwissenschafter, falls ihr das nicht wisst. Aber genug der Schulmeisterei.
Now I guess I'll have to tell 'em that I got no cerebellum
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Projecto »

Sambora hat geschrieben: 05.10.2020 13:11
Tolpan hat geschrieben: 05.10.2020 13:09 Was bedeutet PoMo?
Postmodern
Post mortem?
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Alphex
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Alphex »

Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 15:22 Pass ma' auf, meine Eltern ham gesagt, ich kann sein was ich will, comprende?

Für meine Zwecke hier sind jene modern, die sich auf der Suche nach den bruchlosen Identitäten des vergangenen Jahrhunderts befinden oder auf Andy Sneap-Produktionen stehen, jene postmodern, die sich mit den Brüchen und Teilidentitäten arrangieren, und jene "postmodern verwirrt", die irgendeinen Kram gelesen haben, dabei dem Sirenengesang der eigenen, nicht verallgemeinerbaren Erfahrung erlegen sind und sich dabei intellektuell gesehen beide Beinchen und politisch gesehen beide Ärmchen und beide Beinchen gebrochen haben.

Und wenn meine Zwecke sind, dass ich jemanden beleidigen will, sag ich nicht PoMo, sondern HuSo, wie im Beispielsatz "Dieser HuSo hat gesagt es gibt immer mehrere Wahrheiten". Dieses Akronym steht für Human-/Sozialwissenschafter, falls ihr das nicht wisst. Aber genug der Schulmeisterei.
Du bist Hegelianer, oder?
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Schnabelrock »

Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 15:27 Du bist Hegelianer, oder?
PostHegelianer (PoHe).
Ich bin ein Systemling!
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Alphex
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Alphex »

Schnabelrock hat geschrieben: 05.10.2020 15:37
Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 15:27 Du bist Hegelianer, oder?
PostHegelianer (PoHe).
Ich dachte, PostHegelianer ist dann ZiZek.
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Schnabelrock
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Schnabelrock »

"Post" ist erstmal alles, was nach einem gesetzten Ereignis kommt.
Da ab dem Zeitpunkt des Ereignisses alles danach kommt, ist Post notwendigerweise alles, was nach dem Ereignis kommt.
Ob es sich darüber hinaus als Ordnungsmerkmal eignet, bin ich noch am Nachsinnieren, hab aber bisher keine Anhaltspunkte dafür gefunden.
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Alphex
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Alphex »

Schnabelrock hat geschrieben: 05.10.2020 15:49 "Post" ist erstmal alles, was nach einem gesetzten Ereignis kommt.
Da ab dem Zeitpunkt des Ereignisses alles danach kommt, ist Post notwendigerweise alles, was nach dem Ereignis kommt.
Ob es sich darüber hinaus als Ordnungsmerkmal eignet, bin ich noch am Nachsinnieren, hab aber bisher keine Anhaltspunkte dafür gefunden.
Wie geht es dir so Post-Causa Dubai, wann ist mit wertvollen Beiträgen in der Bon Jovi-Diskussion zu rechnen z.B.?
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Schnabelrock »

Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 15:55
Schnabelrock hat geschrieben: 05.10.2020 15:49 "Post" ist erstmal alles, was nach einem gesetzten Ereignis kommt.
Da ab dem Zeitpunkt des Ereignisses alles danach kommt, ist Post notwendigerweise alles, was nach dem Ereignis kommt.
Ob es sich darüber hinaus als Ordnungsmerkmal eignet, bin ich noch am Nachsinnieren, hab aber bisher keine Anhaltspunkte dafür gefunden.
Wie geht es dir so Post-Causa Dubai, wann ist mit wertvollen Beiträgen in der Bon Jovi-Diskussion zu rechnen z.B.?
Sicher nicht post mortem. Ich bin aber tatsächlich lautsprecherlos hier im Büro, was auch besser ist.
Also mal bis zuhause warten.
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Robbing the Grave
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Robbing the Grave »

Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 13:26
Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 13:19
Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 08:54
Robbing the Grave hat geschrieben: 03.10.2020 09:34Eigentlich wie eine Debatte mit postmodern verwirrten Studis - ich bin alles, von dem ich es sage, dass ich es bin, und weh denen, die dazu eine Praxis sehen wollen.
Wie sich ausgerechnet "dort" (also im Forum) ein doch sehr radikal ähm ich sage mal reformistisch (bzw. ja egtl. gerade nicht das) Zirkel scharen konnte, ist für mich sowieso bizarr; hängt vermutlich eher mit der Ernsthaftigkeit und Schulmeisterei als mit den politischen Inhalten zusammen.
Also, so postmodern bin ich schon, dass ich es nicht als Widerspruch empfinde, den falschen Metal und die falsche Freiheit gleichermaßen abzulehnen ... :)
Ist das Gegenteil vom falschen Metal denn der richtige Metal, oder der True Metal?
Da wolltest du mir den Hegel wohl zum ersten Mal anhängen ...
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von Alphex »

Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 17:34
Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 13:26
Robbing the Grave hat geschrieben: 05.10.2020 13:19
Alphex hat geschrieben: 05.10.2020 08:54

Wie sich ausgerechnet "dort" (also im Forum) ein doch sehr radikal ähm ich sage mal reformistisch (bzw. ja egtl. gerade nicht das) Zirkel scharen konnte, ist für mich sowieso bizarr; hängt vermutlich eher mit der Ernsthaftigkeit und Schulmeisterei als mit den politischen Inhalten zusammen.
Also, so postmodern bin ich schon, dass ich es nicht als Widerspruch empfinde, den falschen Metal und die falsche Freiheit gleichermaßen abzulehnen ... :)
Ist das Gegenteil vom falschen Metal denn der richtige Metal, oder der True Metal?
Da wolltest du mir den Hegel wohl zum ersten Mal anhängen ...
Ach, wegen der bestimmten Negation? Eventuell unterbewusstes Bohren, aber die Wortwand danach war in puncto Formulierungen doch erheblich eher der Anstoß, davon auszugehen. Bzw. ist das überhaupt ein "ja"? Kenne halt einen im Internet tätigen Turbohegelianer, der sehr ähnlich schreibt *g* Deine liebste Europe ist nicht zufällig die War of Kings?
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von ReplicaOfLife »

Rivers hat geschrieben: 05.10.2020 12:38
ReplicaOfLife hat geschrieben: 05.10.2020 10:23
Rivers hat geschrieben: 05.10.2020 08:59 Vor allem sitzen die Adressaten dieser Kritik mal zwei Stadtteile weiter drüben und nicht hier. Mannomann, wenn ihr Götz kritisieren wollt, schreibt ihm doch einen verdammten Leserbrief und geht nicht in das Forum der Firma, wo er vorher mal rausgeschmissen worden ist. Zeigt mal was Rückgrat.
Öhm, mit der Argumentation können wir auch die Diskussionen über Bands und Alben sein lassen, weil Kritik ja besser im jeweiligen Forum der Band (bzw. heute eher deren jeweiliger FB-Seite) direkt geäußert werden kann.

Ich finde zwar auch, dass wir hier keine ausufernden DF-Diskussionen brauchen, aber da viele hier die Zeitschrift auch lesen, finde ich es legitim, auch mal etwas dazu zu schreiben. Nicht jeder ist im DF-Forum aktiv, und will es vllt auch nicht sein, genau wie nicht jeder jeder Band, die er mag, auf FB folgt.
Zumal ja auch ein historischer Bezug zum RockHard gegeben ist.

Will sagen: Meinungsäußerungen zum DF finde ich hier nicht per se fehl am Platz.
Nee, der Unterschied ist, dass man natürlich das Heft und die Inhalte besprechen kann, aber dieses Anti-Stardom und diese immense Kritik an Kühnemunds Person, seinem Geschreibsel bis hin zu irgendwelchen Aposteln und Lagern finde ich hier völlig unpassend, weil es genau das Forum sein wird, in dem er sicherlich nie reinschauen wird (falls er ja überhaupt schonmal in einem dieser Foren hier war *g*). Aber genau aus dem historischen Bezug wird das hier nicht passieren. Genau hier wird es das Allerletzte sein, wo diese Information irgendeinen passenden Adressaten findet, außer denen, die ihn sowieso im Streit haben gehen lassen.

Außerdem kotzt mich das Anti-Stardom komplett an, weil diese kontroversen Themen a) ja sogar im DF Forum selbst kritisiert werden und b) immer angesprochen wird, dass es auch unter den Redakteuren immer Diskussion gibt. Wo also sonst, als bei den Redakteuren selbst, kann man das diskutieren?
Was ist denn Anti-Stardom jetzt schon wieder? :D

Unabhängig davon: Ich fand jetzt nicht, dass es in der vorangegangenen Diskussion irgendjemand darauf angelegt hätte, Kühnemund die Meinung zu geigen. Es war halt ein Austausch über die sich seit Jahren wiederholenden Muster bei den Kontroversen, die er mit seinen Vorworten u.ä. in unregelmäßigen Abständen lostritt. Kann man imho schonmal drüber reden - auch ohne, dass diese Diskussion den 'passenden Adressaten' überhaupt erreichen muss. :ka:
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Re: DEAF FOREVER - das neue Metalmagazin

Beitrag von costaweidner »

ReplicaOfLife hat geschrieben: 05.10.2020 18:17 Unabhängig davon: Ich fand jetzt nicht, dass es in der vorangegangenen Diskussion irgendjemand darauf angelegt hätte, Kühnemund die Meinung zu geigen. Es war halt ein Austausch über die sich seit Jahren wiederholenden Muster bei den Kontroversen, die er mit seinen Vorworten u.ä. in unregelmäßigen Abständen lostritt. Kann man imho schonmal drüber reden - auch ohne, dass diese Diskussion den 'passenden Adressaten' überhaupt erreichen muss. :ka:
Genau so.
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