Mordred! Heute! Hypothalamus!

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hellj
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Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von hellj »

Keine 25 Jahre sind vergangen (nämlich erst 24 Jahre und 3 Monate oder so) , und schon sehe ich Mordred wieder! Und dann noch in meinem 2. Wohnzimmer! Ick freu mich wie Bolle! (Bolle ist übrigens der karnickelähnliche Hund vom Mopped Marc) :prost:

Is noch wer dabei? Maidenmaniac vielleicht?
appendix
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von appendix »

Viel Spaß! In Hamburg waren sie grandios. Jeder Kilometer meiner Anreise aus Berlin hat sich definitiv gelohnt. Leider kamen aber auch nur etwa 30 Leute neben mir in den Genuss dieser Show. Guck dir auf jeden Fall auch beide Vorbands an!!!
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GoTellSomebody
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von GoTellSomebody »

Es wird auf jeden Fall wild und laut!

Alle sind gut drauf!

MORDRED sind genau so cool und sympatisch drauf wie man sich das wünscht!
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80sThrasher
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von 80sThrasher »

Mordred war nach dem 1. Album kein Metal mehr. Also nix mit wild und laut.
"Außer einem Kilo Hirn hab ich nix zu verliern. Mit Vollgas an die Wand!"
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hellj
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von hellj »

Yeeahaah, es war ein Festival der guten Laune. Nix mit alte Männer, sondern Jux, Remmidemmi und Budenzauber. Toll!
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GoTellSomebody
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von GoTellSomebody »

„Manchmal kommen sie wieder“ heißt der Titel eines Horrorfilmes von Stephen King, den sich auch die Funk-Thrasher von MORDRED aufs Tourshirt hätten schreiben können, allerdings sorgten sie beim Abschlußkonzert ihrer Omnia MutanTour 2015 am vergangenen Freitag nicht für Angst und Schrecken, sondern für pure Begeisterung. Annähernd einhundert textsichere Fans erlebten eine wahre Sternstunde beim Comeback einer der wegweisenden Bands der Heavy-Szene. Doch der Reihe nach.

Den Anfang machten die vier sympathischen Österreicher METRUM, die mit ihrem in der Schnittmenge von Nevermore, Opeth und Dream Theater angelegten, melodischen ProgMetal eine halbe Stunde mehr als nur Höflichkeitsapplaus ernteten, wobei Sänger und Gitarrist Alex optisch und stimmlich an eine junge und fitte Ausgabe eines Phil Anselmo erinnerte.

Mit SEETHING AKIRA wurde es danach dann richtig laut, wild und lustig. Der Sound der Briten ist definitiv eine Hommage an die 90er und setzt sich aus den musikalischen Zutaten von so unterschiedlichen Acts wie The Prodigy, Stabbing Westward, Killing Joke oder auch Clawfinger zusammen. Da bereits die drei Instrumentalisten die komplette Breite und Tiefe der Bühne benaspruchten, um ihre Energie in Bewegung umzusetzen, nutzten die beiden (!) Sänger/Rapper zusätzlich den kompletten Zuschauerraum, um zu singen, zu animieren und sogar vor der Bühne Ringelrein zu tanzen oder einfach wie Flummis hin und herzuspringen. Die Fans nahmen das Angebot zum kollektiven Ausrasten an und es entwickelte sich eine ausgelassene Party, aber das Beste sollte noch kommen.

Es mag am wieder einmal vorzüglichen Sound und dem ansprechenden Ambiente im hypothalamus gelegen haben, oder daran, dass der gesamte Tourtross aufgrund des Geburtstages von DJ Aaron „Pause“ Vaughn sowieso in Feierlaune war, auf jeden Fall aber auch an der Tatsache, dass die Bay Area-Veteranen MORDRED speziell an diesem Abend erfahren konnten, dass ihre Musik immer noch relevant, vielleicht sogar spannender als je zuvor ist, auf jeden Fall geriet ihr Auftritt zu einer Lehrstunde in Sachen Spielfreude, handwerklichem Können und Entertainment. Frontmann Scott Holderby, von der ersten Minute an mit einem Dauergrinsen und witzigen Ansagen ausgestattet, turnte und zuckte wie eh und je leicht entrückt wirkend während der Instrumentalpassagen bei Genreklassikern wie „State Of Mind“, „Spectacle Of Fear“, „Killing Time“, „Falling Away“ und dem obligatorischen, von allen lauthals mitgesungenen „Everyday’s A Holiday“, bei dem die Stimmung am Siedepunkt war, das Gitarrenduo Danny White/Jim Sanguinetti haute Riffs und Soli in messerscharfer Genauigkeit ins Auditorium, dass es nur so eine Freude war, Superbassist Art Liboon slappte, funkte und groovte cool wie immer und der neue Drummer Jeff Gomes beeindruckte mit einem wuchtigen Punch und anspruchsvollen Fills, zu dem DJ Aaron Vaughn gekonnt seine Samples und Raps beisteuerte. „Business as usual“ also bei MORDRED? Nein, denn man war sich einig, dass die Väter des funkig angehauchten Thrash Metal noch eine Menge zu sagen haben und energetischer denn je wirken, was im Übrigen auch die sage und schreibe vier neuen Songs bewiesen, die während des fast zwei Stunden dauernden Konzerts im hypothalamus vorgestellt wurden.

Bands und Fans feierten danach noch lange den erfolgreichen Abschluß der Tour und man war sich einig, das MORDRED in dieser Form und mit neuem Album auf jeden Fall nach Rheine zurückkommen müssen.
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Dimebag666
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von Dimebag666 »

GoTellSomebody hat geschrieben:wobei Sänger und Gitarrist Alex optisch und stimmlich an eine junge und fitte Ausgabe eines Phil Anselmo erinnerte.
Prog mit Anselmo? Muss ich mal reinhören.
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hellj
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Re: Mordred! Heute! Hypothalamus!

Beitrag von hellj »

Sehr schön geschrieben, GTS. Mann könnte meinen, wir haben das selbe Konzert gesehen....
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