Wen ein Online-Magazin überhaupt nicht gebrauchen kann

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Bleeding4Metal
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Wen ein Online-Magazin überhaupt nicht gebrauchen kann

Beitragvon Bleeding4Metal » 18.03.2018 17:02

1. Labertaschen, die nur ihren Namen in der Redaktionsliste sehen möchten.

2. Totsteller, die nach heißem Interesse die Kommunikation einstellen.

3. WhatsApp-Daddler, für die vier Sätze schon eine epische Länge bedeuten und die alles darüber hinaus nur noch diktieren können.

4. Rechtschreib-Chaoten, für die ein Text OK ist, solange der Leser den Sinn erraten kann.

5. Rosinenpicker, die immer dann aus dem Dornröschenschlaf erwachen, wenn die VIP-Akkreditierungen für die Festivals vergeben werden.

6. Larifaris, denen prompt nach Promo-Zusendung einfällt, dass sie für eine Prüfung lernen müssen, die Arbeit urplötzlich ganz stressig wurde oder man mehr Zeit für die Freundin braucht.

7. Sparschweine, die den Waschzettel der Plattenfirma abschreiben anstatt sich in die Musik hineinzuhören.

8. Feiglinge, die großen Bands stets 4 Punkte Vorsprung geben, weil man über MAIDEN nichts Schlechtes sagen darf.

Gehört ihr zu dieser Liste? Dann lasst euch weiter von Netflix betäuben und hört Streaming-Musik auf eurem Handy, bis ihr so richtig satt seid. :ka:

Zählt ihr euch NICHT dazu und seid hungrig, zuverlässig und musikbegeistert, dann suchen wir euch bei www.bleeding4metal.de :prost: .

Bewerbt euch für unser Zine und verstärkt unsere bunte Crew von Hobby-Journalisten, wir freuen uns auf euch! Alles Weitere gerne per PN oder über unser Kontaktformular.
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Re: Wen ein Online-Magazin überhaupt nicht gebrauchen kann

Beitragvon FTS » 01.04.2018 23:02

Um das mal aus Autorensicht zu korrigieren, weil mir der Beitrag mehrere Tage in Folge provokativ ins Auge gestochen ist:

-

1. Labertaschen, die nur ihren Namen im Google Ranking sehen möchten.

2. Totsteller, die auf Nachfrage bzgl. der Vergütung die Kommunikation einstellen.

3. Romanschreiber, die ihre Anliegen nicht in einem einfachen Satz zusammenfassen können.

4. Magazine, die meinen für lau anderes Personal als Rechtschreib-Chaoten zu bekommen.

5. Spaßvögel, die sich angesichts besagter Vergütungsdefizite auch noch darüber ereifern, dass VIP-Akkreditierungen für Festivals gefordert werden.

6. Larifaris, die nicht einsehen, dass eine Prüfung, die Arbeit oder die Freundin wichtiger als ein Hobby sind.

-

Bzgl. 7. & 8. bin ich mit dir d'accord.

Kurz gesagt: Du erwartest eine Menge von einem Ehrenamtler. Die meisten Metal-Fans haben das Studentenalter hinter sich gelassen. Gleichzeitig haben sich viele Magazine nicht modernisiert (und damit einhergehend monetarisiert). Dadurch sind sie für gestandene Autoren uninteressant.

Man kann sich ja wünschen Enthusiasten zu finden, die sich einem Online-Magazin mit Haut und Haaren verschreiben - völlig legitim. Von Hobbyisten jedoch Professionalität zu fordern und sich dann noch zynisch darüber auszulassen, dass diese wenigstens für umme auf ein Festival wollen, ist unangebracht.
Cologne Metal Festival - http://www.cologne-metal.de
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Re: Wen ein Online-Magazin überhaupt nicht gebrauchen kann

Beitragvon Bleeding4Metal » 02.04.2018 07:55

Hallo FTS!

Danke für deine Antwort :prost:

Es ist OK, dass wir eine unterschiedliche Sicht auf die Dinge haben.Wir spielen da aber mit offenen Karten, d.h. jeder, der sich für uns interessiert, weiß, wie wir arbeiten. Insofern darf man sich schon manchmal wundern. Und das ist kein Problem allein von Bleeding4Metal, sondern von der gesamten Online-Fanzine-Basis überhaupt (was mir auch übergreifende Kontakte bestätigen). Woraus besteht also die Provokation, die du erwähnst?

Es geht hier um ein Stichwort, was mir nicht nur in der Gesellschaft heute fehlt, sondern auch in unserer Szene: VERBINDLICHKEIT. Wenn sich Menschen einig werden, hat man einen Deal. Und dazu tragen beide Seiten etwas bei. Es ist nicht das Problem, wenn man keine Zeit für ein solches Hobby hat. Es geht darum, dass man auch etwas geben muss, wenn man sich dafür entscheidet.

Totsteller, die auf Nachfrage bzgl. der Vergütung die Kommunikation einstellen.


Unsere Aussage ist da ganz ehrlich: ein solches Magazin hat keine wirtschaftlichen Interessen, sondern das Interesse, wirtschaftlich unabhängig zu bleiben. Außer Gratis-Musik, CDs und Konzerteintritte können wir nichts zahlen. Wer Geld verdienen will, kann sich ja bei einem Printmagazin mit Verlag bewerben. Was wir aber bieten ist eine große Nähe zur musikalischen Leidenschaft, zu den Bands und Labels, und das Arbeiten in einer Gemeinschaft. Als "alter Metaller" solltest du den Vereinsgedanken noch kennen.

Magazine, die meinen für lau anderes Personal als Rechtschreib-Chaoten zu bekommen.


Das ist kein "für-lau"-Problem und wir suchen kein "Personal". Es ist auch nach unserer Erfahrung heute keine Frage der Bildung und Qualifikation. Da könnte ich mich im Beruf genauso drüber aufregen, und da werden die Leute bezahlt. :(

Larifaris, die nicht einsehen, dass eine Prüfung, die Arbeit oder die Freundin wichtiger als ein Hobby sind.


Das sieht jeder ein und jeder hat seinen Freiraum für die Prioritäten im Leben. Hier geht es darum, dass man sich erst um eine Besprechung prügelt und danach erst merkt, dass man eigentlich keine Zeit hat. Mit ein bisschen Organisation weiß man das vorher.

Wie gesagt: es ist OK, wenn wir unterschiedliche Ansichten haben. Aber die simple Beschränkung auf das Monetäre geht weit am Thema vorbei. Wir erwarten keine Verschreibung "mit Haut und Haaren", sondern einfach, dass man zu seinem Wort steht. Es gibt auch kein "wir" und "ihr" - wir sitzen alle im selben Boot. Und wir werden uns weder mit Werbung zuknallen noch Google für paar Cent ans Bein binden. Gerade "gestandene" und "dem Studentenalter entwachsene" Metaller (ich bin selbst fast 50 und seit 15 Jahren im Mag) sollten sich daran erinnern können, wie viele Dinge auch einfach durch den Community-Gedanken und ein Gemeinschaftsgefühl am Leben gehalten werden können. Die Frage nach "was kriege ich dafür" ist eher ein jüngerer Zeitgeist, daher wundere ich mich doch sehr. Die Frage im Vordergrund solte lauten: macht es mir Spaß. Und wenn man im Endeffekt einfach nur 3-4 CDs im Monat in einem fehlerfreien Deutsch bespricht, sind das sicherlich keine "professionellen Erwartungen" - da übertreibst du doch etwas, oder? :wink:

Viele Grüße, rohe Ostern und fette Eier - lass es krachen!
Stefan
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Re: Wen ein Online-Magazin überhaupt nicht gebrauchen kann

Beitragvon FTS » 05.04.2018 02:48

Die Erläuterung macht Sinn und nimmt beiden Beiträgen den Wind aus den Segeln ;)

Ergänzend vielleicht noch soviel dazu: Die Grenzen zwischen Selbstständigkeit und Liebhaberei sind in der Schreiberei ja oft fließend. Umso wichtiger finde ich eine Abgrenzung in der Ansprache. Der Eingangspost signalisiert einen Anspruch, den ich eher dem professionellen Segment zuordnen würde.

Auf der anderen Seite ist es natürlich legitim, dass du für dein Mag das beste rausholen willst. In diesem Sinne: :prost:
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