Das neue Heft Vol. 398

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Dimebag666
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Dimebag666 »

Alphex hat geschrieben: 11.07.2020 14:03 Highway Star hatte Einfluss auf die Entwicklung von Speed Metal, Malmsteen ist Blackmore-Fan, und Smoke on the Water war das erste Gitarrenriff, das ich spielen konnte.
Und deswegen stellst du dich in eine Reihe mit Malmsteen? Das Riff hat doch jeder als erstes gelernt. *g*
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Alphex
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Alphex »

Dimebag666 hat geschrieben: 11.07.2020 14:07
Alphex hat geschrieben: 11.07.2020 14:03 Highway Star hatte Einfluss auf die Entwicklung von Speed Metal, Malmsteen ist Blackmore-Fan, und Smoke on the Water war das erste Gitarrenriff, das ich spielen konnte.
Und deswegen stellst du dich in eine Reihe mit Malmsteen? Das Riff hat doch jeder als erstes gelernt. *g*
Es gibt glaube ich wenige Menschen, mit denen ich mich weniger in einer Reihe sehe als mit Malmsteen *g*

Aber das war ein Kombi-Gedanke:
1. Wie du sagst hat das Riff sicher viel, die zum ersten mal eine Gitarre in der Hand hatten, begleitet.
2. Auch mich - sprich, das ist keine persönliche Abneigung ggü. DP.

Was mir übrigens noch eingefallen ist: Das Rock meets Klassik-Ding könnte man vielleicht noch werten? Ich weiß nicht, inwieweit solche Versuche im Prog Rock zuvor bereits Standard waren.
"Wenn man in der Metalszene unterwegs ist, dann bekommt man quasi NIE politische Statements zu hören. Auch deswegen liebe ich diese Szene so. Politik ist dort nunmal kein Thema. Fast schon ein Tabuthema."
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Maedhros
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Maedhros »

In den letzten Jahren gibt es ja viele junge Bands, die sich auf alle möglichen Bands der 60er und 70er berufen, jeder noch so obskure Act wird da inzwischen ja genannt. Dass DP mal als Referenz herangezogen wurden, kann ich mich aber tatsächlich nicht erinnern.
Bei Rainbow sieht das komischerweise wieder anders aus, deren Name fällt regelmäßig.
Auch was die kultische Verehrung mancher Musiker aus der Zeit angeht - Bonham z.B. - kann ich bei den Musikern von DP so in der Breite nicht erkennen - die Obsession eines Axel R.P. mit Blackmore mal ausgenommen.
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Dimebag666
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Dimebag666 »

Was aber auch mehr über die Bands aussagt, als über DP.
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Apparition
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Apparition »

Purple ist halt Mainstream, der in großen Hallen spielt. Will man ja nicht. Außerdem, wenn man sich auf DP beruft, muss man sich schon mal fragen lassen, was man denn eigentlich von denen gelernt hat, wenn die eigene Mucke auf den Prüfstand kommt. *g*
Als Westernheld muss ich Ihnen sagen, hier ist man nicht ordinär, sondern in Lebensgefahr.
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Alphex
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Alphex »

Apparition hat geschrieben: 12.07.2020 21:52 Purple ist halt Mainstream, der in großen Hallen spielt. Will man ja nicht. Außerdem, wenn man sich auf DP beruft, muss man sich schon mal fragen lassen, was man denn eigentlich von denen gelernt hat, wenn die eigene Mucke auf den Prüfstand kommt. *g*
Und deshalb sind Zeppelin, Sabbath, AC/DC und Konsorten gern bemühte Referenzen?
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tigerarmy
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von tigerarmy »

auch wenn es für das neue Album in meinen Augen nicht mehr zutrifft, mit Siena Root gibt es zumindest eine Band die sich doch recht stark von DP hat beeinflussen lassen.
Aber in der Tat sehe ich den musikhistorischen Einfluß von z.B. Black Sabbath auch als bedeutender an.
Ändert nichts daran, dass ich großer Fan des Werks von DP bin (und damit meine ich alles bis einschließlich Nobody's perfect).
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Schnabelrock
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Schnabelrock »

Maedhros hat geschrieben: 12.07.2020 16:05 In den letzten Jahren gibt es ja viele junge Bands, die sich auf alle möglichen Bands der 60er und 70er berufen, jeder noch so obskure Act wird da inzwischen ja genannt. Dass DP mal als Referenz herangezogen wurden, kann ich mich aber tatsächlich nicht erinnern.
Bei Rainbow sieht das komischerweise wieder anders aus, deren Name fällt regelmäßig.
Auch was die kultische Verehrung mancher Musiker aus der Zeit angeht - Bonham z.B. - kann ich bei den Musikern von DP so in der Breite nicht erkennen - die Obsession eines Axel R.P. mit Blackmore mal ausgenommen.
Ähm, der gesamte an Klassik angelehnte Hardrock wurzelt vollständig in Deep Purple. Ob Du da nun Europe, Pell, Malmsteen, Sonata Arctica, Stratovarius nimmst oder so ca. 2.000 andere mehr. Jon Lord ist der Gottvater aller Keyboarder, die mehr machen als nur ein bisschen Teppich verlegen. Alle Keyboard-Gitarren-Duelle in der Rockmusik basieren natürlich auf Blackmore/Lord.
(Rick Wakeman als zweiter wichtiger Mensch in dem Bereich kam ja erst 1971 auf den Plan).
Made in Japan (1972) - "die Mutter aller Livealben". (Rock Hard)

Ganz zu schweigen davon, dass mit der Auflösung der Band und dem Entstehen der Nachfolger Rainbow, Gillan, Whitesnake wiederum enorme Kettenreaktionen ausgelöst wurden, in deren Folge dann Dio usw. usw.
Vielleicht ist die Band nur deswegen weniger im Fokus als z. B. Black Sabbath, weil die Welle, die sie ausgelöst hat viel zu groß für einen Fokus war. Oder weil sowas eh jeder weiss.
Oder weil man sich nunmal nicht auf DP berufen kann, wenn man mit unfähigem Sänger dumpf im Proberaum auf 3 Riffs rumschrubbt :-)
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Apparition
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Apparition »

Schnabelrock hat geschrieben: 13.07.2020 08:46 Oder weil man sich nunmal nicht auf DP berufen kann, wenn man mit unfähigem Sänger dumpf im Proberaum auf 3 Riffs rumschrubbt :-)
Das meinte ich in etwa. :D
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Maedhros
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Maedhros »

Schnabelrock hat geschrieben: 13.07.2020 08:46 Ähm, der gesamte an Klassik angelehnte Hardrock wurzelt vollständig in Deep Purple. Ob Du da nun Europe, Pell, Malmsteen, Sonata Arctica, Stratovarius nimmst oder so ca. 2.000 andere mehr. Jon Lord ist der Gottvater aller Keyboarder, die mehr machen als nur ein bisschen Teppich verlegen. Alle Keyboard-Gitarren-Duelle in der Rockmusik basieren natürlich auf Blackmore/Lord.
(Rick Wakeman als zweiter wichtiger Mensch in dem Bereich kam ja erst 1971 auf den Plan).
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Ganz zu schweigen davon, dass mit der Auflösung der Band und dem Entstehen der Nachfolger Rainbow, Gillan, Whitesnake wiederum enorme Kettenreaktionen ausgelöst wurden, in deren Folge dann Dio usw. usw.
Alles komplett richtig, sehe ich genau so. Umso erstaunlicher finde ich, dass DP im Zuge der Retrowelle immer vergessen zu werden scheinen oder wohl nicht als coole Referenz hergenommen werden. Das wollte ich mit meinem Post ausdrücken.
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Alphex
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Alphex »

Schnabelrock hat geschrieben: 13.07.2020 08:46Ähm, der gesamte an Klassik angelehnte Hardrock wurzelt vollständig in Deep Purple. Ob Du da nun Europe, Pell, Malmsteen, Sonata Arctica, Stratovarius nimmst oder so ca. 2.000 andere mehr. Jon Lord ist der Gottvater aller Keyboarder, die mehr machen als nur ein bisschen Teppich verlegen. Alle Keyboard-Gitarren-Duelle in der Rockmusik basieren natürlich auf Blackmore/Lord.
(Rick Wakeman als zweiter wichtiger Mensch in dem Bereich kam ja erst 1971 auf den Plan).
Guter Einwand, aber ich bin mir nicht sicher, ob mich das so recht überzeugt. Aus einem ganz einfachen Punkt: Alle Bands, die da nennst, wurden weit nach 1971 gegründet; denen dürfte egal sein, ob Wakerman oder Lord zuerst da war. Und Lord war, wie du ja weißt, nicht nur bei DP. Gab es denn "damals" keinen direkten Einfluss? Das wundert mich etwas. Oder waren Musiker, die damals auf dem Niveau von Purple spielen KONNTEN einfach nicht interessiert daran, eine bloße Kopie abzuliefern?

Und zum anderen: Bei Malmsteen und Pell höre ich Deep Purple - zu 1/5, sprich: Blackmore. Gerade Pell ist doch viel näher an Rainbow als sonstwas. Jon Lords Spiel höre ich bei den ganzen Powermetalkeyboardern nicht wirklich raus, außer halt dadurch dass ein bisschen Neoklassik gefahren wird. Aber der hatte ja so viele Facetten mehr!

Aber wenn wir schon Elemente wie "Soloparts haben diese Eigenart:" nehmen - dann würde ich vermuten, dass Gillans Gesang zum Beispiel einen Bruce Dickinson klar beeinflusst hatte. Aber das ist halt nur ein Bauteil, nicht der ganze Gebäudeplan, wie er bei anderen Bands gerne mal übernommen wird. Maiden oder Samson klingen ja nun nicht wie DP.

Bei Zeppelin gab und gibt es ganze Fertighauskopien, bei Sabbath auch. Und bei den Ramones auch. Bei Slayer auch.
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Schnabelrock
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Schnabelrock »

Alphex hat geschrieben: 13.07.2020 13:15 bei Sabbath
Stimmt schon. Aber der Einfluss einer Kapelle misst sich dich nicht daran, wie viele andere sie 1 : 0,98 kopieren.

Die meisten BS-Kopien gibts doch, weil die Gitarristen nur 4,5 Finger haben, einen Sänger mit dem Stimmumfang einer Schnupfen-Maus und einen 50-Dollar-Produzenten :-)
Die meisten auf den ersten Hör Zep-Kopien haben die Band nicht mal verstanden. Die glauben immer noch, 70 Sekunden Song und dann noch 5 Minuten Gedöns drangehängt, so macht man Led Zeppelin.
Mal abgesehen davon, dass gegen Robert Plant der Rest noch nichtmal die Abschrift der Kopie eines Brunftimitats ist.

Btw. macht es mir manchmal intellektuelle Freude, mir vorzustellen, dass Whitesnake eine Progband waren, deren hochbegabte Mitglieder Paice, Lord (auch Murray) Konzeptalben eingespielt haben, deren simples Konzept genau das war, was man da eben hört. :D
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Alphex
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von Alphex »

Schnabelrock hat geschrieben: 13.07.2020 13:42Stimmt schon. Aber der Einfluss einer Kapelle misst sich dich nicht daran, wie viele andere sie 1 : 0,98 kopieren.
Ja, mir ist dann auch aufgefallen - es gibt keine Queen-Kopien, dafür haufenweise hörbare Einflüsse. Ich wüsste auch keine Band, die wie The Who klingt. Eventuell hast du doch nicht ganz Unrecht :D
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Re: Das neue Heft Vol. 398

Beitrag von OriginOfStorms »

Wir hatten vor einigen Monaten schon mal die Diskussion mit DP. Da hatte ich diese Meinung. Ich mach mal C+P....

Shadowrunner92 hat geschrieben: Bei mir beginnt und endet die Purple-Faszination mit "Perfect Strangers". Das ist allerdings ein echtes Knalleralbum, unglaublich, was da an geilen Tracks drauf ist.
Das ist mein absolues Lieblingsalbum. Neben dem finde ich nur In Rock als geschlossenes Album gut.
Darum ging bei denen Made In Japan so steil glaub ich. Und selbst da ist The Mule auf einer Seite, die man dann einfach nicht auflegt. Ansonsten eine Hitband die richtig geile Songs geschrieben hat, wo aber immer wieder Nummern auf den Alben sind die ich nicht mag.
Ian Gillan hat Generationen von Sängern massiv beeinflusst. Ritchie Blackmore und Jon Lord an ihre jeweiligen Instrumentalisten ebenfalls.
Sehr früh schnelle (für die Zeit harte) Songs, das wohl bekannteste Riff der Rockgeschichte, Urväter der ernsthaften, nicht schmalzigen Verbindung von Rock und Orchester. Das ist Basisarbeit auf dem Level von Sabbath und Zeppelin, in der Breite vielleicht sogar da drüber.


Ich hab sie immer noch. :)
¡No pasarán!

FICK DICH, DFB!
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