Das neue Heft Vol. 371

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WolfgangW76
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Re: Das neue Heft Vol. 371

Beitragvon WolfgangW76 » 11.04.2018 13:38

Projecto hat geschrieben:Das ist unbestritten.


:D
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KreaHead
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Re: Das neue Heft Vol. 371

Beitragvon KreaHead » 13.04.2018 08:44

WolfgangW76 hat geschrieben:Scheint mir ja ein sehr "unstreitbares" Heft gewesen zu sein, so wenig wie hier geschrieben wird... :ka:


Für mich ist es einfach völlig belanglos. Bis auf das sympathische Gespräch mit Herrn Rind, habe ich keinen Artikel bis zum Ende durchgehalten.
Sehr schön ist der Bericht über Metallica in Mannheim. Aber sonst :ka:
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Eiswalzer
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Re: Das neue Heft Vol. 371

Beitragvon Eiswalzer » 15.04.2018 09:48

Och, es ging schon in Ordnung. Die Titeltstory war kurz gesagt super, profitiert dabei natürlich auch davon, dass "Firepower" eine Platte weit über dem jüngeren Tagesgeschäft sonstiger Cover-Kandidaten (Accept, ähem...) liegt. Trotzdem: Gerade in so einem Zusammenhang lese ich solche Interviews mit allen Beteiligten besonders gerne, das beleuchtet die Thematik einfach von viel mehr Seiten und ist damit ergiebiger, als sich seitenlang auf ein, zwei Protagonisten zu konzentrieren (selbst Halford ist nicht Lemmy...).

Auch die Story mit Ken Hensley war sehr interessant, obwohl man natürlich diskutieren kann. Nur komisch, dass ausgerechnet über die "Firefly"-Platte geradezu hinweggegangen wird: Da gibt's Worte zum Einstieg und Hintergrund von John Lawton, und dann springt man direkt zu "Innocent Victim" und "Fallen Angel". Hä? Weiter noch interessant war dieses Metal-Studies-/Von-Helden-Interview, das hätte man auch gerne noch ausdehnen dürfen, um einige der Thesen genauer zu erläutern. Zudem hat sich seit einiger Zeit schon die Tonezone-Rubrik als Kleinod etabliert - solche Blicke hinter die Kulissen (wie auch vor ein paar Ausgaben schon mit dem Sabaton-Bassisten/Manager) sind immer viel interessanter als das übliche wohl auf Promo-Interview-Marathons entstehende Wie-war's-im-Studio-Gewäsch.

Zwiespältig fand ich den Mader-Bericht zur NWOBHM-Frauenquote. Zwar ist es einerseits immer rührend, wenn der Herr jedem einzelnen Schnipsel zu einem Thema zusammenklaubt und darlegt (und damit selbst - in seinen Worten - Poprock wie Tokyo Rose zutage fördert). Aber andererseits scheint das Thema ja nun wirklich nicht so ergiebig zu sein, wenn man da selbst solche Belanglosigkeiten in dieser Länge präsentiert. Obwohl es ja nicht uninteressant wäre... aber das hätte man eigenartigerweise wiederum nur durch noch mehr Länge und Spekulationen über das Frauenbild der damaligen Szene, das Vorgehen der Plattenfirmen und überhaupt einer Erläuterung des weiteren Hintergrunds mit damals bekannten Rock-Protagonistinnen der Größenordnung Suzi Quatro, Stevie Nicks oder Heart ausbauen können. SO bleibt's irgendwie beim Kompromiss.

Eher verzichtbar fand ich - und das wohl regelmäßig - den Kreuzfahrt-Bericht. Irgendwie scheint's da auch jedes Mal gleich abzulaufen, im Gegensatz zu Festivals deckt sich von Jahr zu Jahr augenscheinlich das BIlling sogar größtenteils, und damit sich Wacken-artiges Chaos einstellt, müssten die dicken Pötte schon in den Hurrikan segeln. Nein, irgendwie hat sich dieses Thema in Sachen Berichterstattung überlebt, und das schon seit mindestens 2013. Es kommt nicht von ungefähr, dass schon damals bei der "Titanic" in den "Briefen an die Leser" beanstandet wurde:

Heavy-Metal-Kreuzfahrer!

Wir warnen Euch: Wenn wir noch eine einzige weitere einfühlsame Reportage über Eure tollen Rumms-Bumms-Kreuzfahrten lesen müssen, in deren Verlauf Ihr neureichen Altrocker in Leder und Nieten Euch natürlich als überaus nette, hochpatente Kerls entpuppt, lassen wir unsere Marinedelphine Magnetminen an Eure Krachmacherkreuzer kleben. Ja, wenn Ihr wenigstens als echte Kreuzfahrer mit Eurer Schwermetallflotte durchs Mittelmeer bis ins Heilige Land schippern würdet und dort Freund wie Feind mit Eurem nervtötenden Lärm auf die um Gnade bettelnden Knie zwingen würdet – ja dann!

Aber so?

Mehr Eisberge in allen Weltmeeren: Titanic


Tja, und sonst: Viel Business as usual. Ein Freund von Studioreporten werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr, warum man das Interview mit Nightwish überhaupt geführt hat, erschließt sich mir nicht (das wäre wenn überhaupt als 3-Fragen-Kasten im Review-Teil besser aufgehoben - aber immerhin wissen wir jetzt, dass Holopainen Kajak-Touren macht... [Wortspiel mit "Kajal" bitte dazudenken, das wäre selbst mir zu blöd]), und der Schwatzkasten stagniert auch - da sind scheinbar nur noch entweder abgehobene Kunstfiguren wie Snowy Shaw oder "überraschend bodenständige" Kumpeltypen wie Charlie Benante oder eben John Goodman, pardon. Phil Rind. Nicht konform gehe ich außerdem seit geraumer Zeit schon mit den Schiffmann'schen Minuskritiken. Kann der Herr nicht einfach mal Platten runterputzen, ohne dabei den jeweiligen "Plus"-Kollegen direkt das musikalische Urteilsvermögen abzusprechen? :gelb:

Und wo wir gerade schon bei Schiffmann waren: Das Black-Mark-Special war auch eine Enttäuschung, weil es als Story kaum geerdet war. Es wäre hilfreich gewesen, erst mal überhaupt eine historische Einordnung des Label-Schaffens zu geben (ergo den Verlauf von Gründung, Aufbau, größten Erfolgen samt veröffentlichten Klassikern und dann schließlich Krise und Abwicklung, oder so). Stattdessen bekommen wir lediglich die Börje-Kurzbiografie, und dann geht's direkt ins Interview, von dem sich der Großteil der Fragen dann auch noch eher auf die Gegenwart beziehen. Lediglich die Musiker-O-Töne auf Seite 4 des Textes reißen es ansatzweise heraus. Und immerhin hat man es versucht, aber es wäre eben wesentlich besser gegangen.

Na ja, so bleibt dann eben eine Ausgabe - wie immer - mit Höhen und Tiefen, aber einer starken und würdigen Titelstory.
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SpiralenArchitekt
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Re: Das neue Heft Vol. 371

Beitragvon SpiralenArchitekt » 20.04.2018 12:56

Eiswalzer hat geschrieben:Nicht konform gehe ich außerdem seit geraumer Zeit schon mit den Schiffmann'schen Minuskritiken. Kann der Herr nicht einfach mal Platten runterputzen, ohne dabei den jeweiligen "Plus"-Kollegen direkt das musikalische Urteilsvermögen abzusprechen? :gelb:

Und wo wir gerade schon bei Schiffmann waren: Das Black-Mark-Special war auch eine Enttäuschung, weil es als Story kaum geerdet war. Es wäre hilfreich gewesen, erst mal überhaupt eine historische Einordnung des Label-Schaffens zu geben (ergo den Verlauf von Gründung, Aufbau, größten Erfolgen samt veröffentlichten Klassikern und dann schließlich Krise und Abwicklung, oder so). Stattdessen bekommen wir lediglich die Börje-Kurzbiografie, und dann geht's direkt ins Interview, von dem sich der Großteil der Fragen dann auch noch eher auf die Gegenwart beziehen. Lediglich die Musiker-O-Töne auf Seite 4 des Textes reißen es ansatzweise heraus. Und immerhin hat man es versucht, aber es wäre eben wesentlich besser gegangen.

Na ja, so bleibt dann eben eine Ausgabe - wie immer - mit Höhen und Tiefen, aber einer starken und würdigen Titelstory.


Minuskritiken: Ich sehe diese Dinger ein bisschen wie einen Dialog, von daher spreche ich mein Gegenüber an. Plus und Minus sind ja Pole, von daher sollen diese Sektionen polarisieren, finde ich - und keine Angst, wir hauen uns keine blauen Augen ;)

Black Mark: Ob man da jetzt "Die Geschichte von BM" vorne draufklatschen musste oder nicht, sei dahingestellt; mir ging es tatsächlich um eine kleine Würdigung einer sehr wichtigen und spannenden Person, die man nicht im RIP-Eckchen hätte abhandeln dürfen. Was die Historie des Labels betrifft: Riesenthema und von mir privat in Zukunft angedacht; Klaudia ist nicht abgeneigt, aber wie und wann? Noch keine Ahnung.

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